So können Clematis, Lavendel und Kräuter wie Thymian selbst vermehrt und die Lücken in den Pflanzkübeln geschlossen werden.
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Stecklinge in Moos ziehen & vermehren

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Die Gartencenter sind trotz Corona wieder geöffnet aber durch die Abstandsregelung kommt es zu Warteschlangen. Wer zur Risikogruppe gehört, traut sich gar nicht erst in die Center und Blumenläden. Eine gute Alternative ist das Ziehen von mehreren Stecklingen in Moos. So können Clematis, Lavendel und Kräuter wie Thymian selbst vermehrt und die Lücken in den Pflanzkübeln geschlossen werden.

Der Monat Mai eignet sich hervorragend, um selbst Stecklinge zu ziehen. Bevor dafür Triebe geschnitten werden, wird erst einmal Moos gesammelt. Im Garten findet sich meist etwas davon. Wer nur eine Terrasse hat, kann Moos beim Waldspaziergang sammeln. Mit einer Gartenschere oder einem scharfen Messer werden dann ca. 10 bis 15 cm lange Triebe von vorhandenen, kräftigen Pflanzen geschnitten. Dabei möglichst Triebe von robusten Pflanzen nutzen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass die neue Pflanze auch kräftig wird größer, denn sie hat dasselbe Erbgut.

Die Triebe sollten möglichst fest und stabil sein und zwischen zwei Blattknoten abgetrennt werden. Wenn ein Steckling sich, in der Hand gehalten, von selbst nach unten biegt, ist er zu weich. Besonders geeignet für diese Art neue Pflanzen zu gewinnen sind Lavendel, Flieder, Oleander, Clematis, andere Waldreben sowie Salbei oder Thymian. Von einer Clematis lassen sich am besten Stecklinge ziehen, wenn sie in voller Blüte ist.

Benötigtes Material

  • Moos
  • Gartenschere oder Messer
  • Streifen aus Teichfolie oder schwarzem bzw. grünem Müllsack (Maße: ca. 10 x 30 cm)
  • Paketband oder anderes Band
  • Untersetzer

Stecklinge selber ziehen – so geht's

Von einem festen Müllbeutel oder Teichfolie einen 30 cm langen und, je nach Länge der abgeschnittenen Stecklinge, 10 bis 14 cm breiten Streifen abschneiden. Der Streifen sollte von der Breite mindestens 2 cm kürzer sein als die Stecklinge lang sind, damit die Blätter oben herausgucken und die Enden unten bündig mit der Folie aufliegen. Das Moos auf den ausgebreiteten Streifen legen. Bis auf die oberen Blätter werden alle anderen Blätter von den Stielen abgerupft.

Die vorbereiteten Triebe im Abstand von ca. 2 cm auf die Moosfläche legen und das Ganze zu einer Rolle aufwickeln.Mit einem robusten Band locker zusammenbinden und die Rolle auf einen mit Wasser gefüllten Untersetzer stellen.

Die so vorbereiteten Triebe im Abstand von ca. 2 cm auf die Moosfläche legen und das Ganze zu einer Rolle aufwickeln. Das Gute an der Moosrolle ist, dass gleich mehrere neue Pflanzen auf einmal herangezogen werden können. Mit einem robusten Band locker zusammenbinden und die Rolle auf einen mit Wasser gefüllten Untersetzer stellen. Jetzt immer wieder Wasser nachfüllen und warten, bis die Triebe Wurzeln geschlagen haben. Das dauert zwischen drei bis vier Wochen. Sehen kann man das meist, wenn neue Blätter wachsen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, der kann die Stecklinge vor dem Aufrollen noch in ein spezielles Pulver zur Bewurzelung tunken. Sobald kräftige Wurzeln da sind, können die kleinen Pflanzen eingepflanzt werden.

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