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"Bernhards Welt" - Mallorca mit dem Rad: Strampeln für die Seelenhygiene

Abseits der Touristenströme warten idyllische Dörfer auf dich. Dort trinkst du Kaffee unter Palmen, während ein lauer Wind Mandel-, Orangen- und Olivendüfte zu dir trägt. Ein Traum!
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Jeden zweiten Montag ist bei Frag Mutti ab sofort: „Bernhard-Zeit“. Schließlich ist es unfair, wenn ihr uns immer wieder Einblicke in euer Leben gewährt – aber ihr nicht wirklich viel über uns wisst. Der Frag Mutti-Chef ändert das und verrät euch mit „Bernhards Welt“ private Tipps und Anekdoten.

Heute erklärt Bernhard, warum Mallorca die beste Medizin für Radfahrer ist:

„Strampeln für die Seelenhygiene“

Jeden zweiten Montag ist ab sofort Zeit für Bernhards Welt. Dabei verrät der Frag Mutti-Chef private Tipps und Anekdoten.„Forza! Forza!“ Fassungslos schaue ich dem Scherzkeks hinterher, der laut lachend an mir vorbeizischt. Klar. Der hat gut lachen. Er fährt ja auch bergab. Wir dagegen kurbeln ehrgeizig schwitzend mit unseren voll bepackten Mountainbikes seit gefühlten 1000 Jahren die Serpentinen des Tramuntana-Gebirges hoch.

Ja, das war der Plan. Ein toller Plan. Aber wenn beim Fahrradfahren nach Stunden irgendwann die Waden glühen und man sowieso kurz davor ist, das Fahrrad ins nächste Gebüsch zu donnern, bringt einen so ein italienischer Scherzkeks zwangsläufig zum Nachdenken: Soll ich einfach wenden und dem Typ hinterherfahren, schießt es mir als erstes durch den Kopf. Downhill? Quer durchs Gebüsch? Ich stelle mir grinsend sein Gesicht vor, wenn ich ihn an einer der nächsten Serpentinen einhole. Ich könnte zur Strafe natürlich auch meinen nächsten Urlaub an der Adria verbringen. Dort würde ich am Strand jeden Tag weiße Tennissocken in Sandalen tragen und dem italienische Geschmacksempfinden dauerhaften Schaden zufügen, ist meine nächste Überlegung. Doch schlussendlich passiert etwas ganz anders. Ich fange an, albern zu kichern. Leider. Denn Kurzatmigkeit und Kichern sind bei einer Radtour zwei natürliche Feinde.

Sóller - Zitrusfrüchte und Kopfsteinpflaster

Mich rettet das für heute selbst gesteckte Ziel: Sóller. Das charmante, uralte Städtchen liegt malerisch eingebettet in eine grüne Traumlandschaft, umrahmt von einer Bergkette mit schroffen Felsen als Kulisse. Verziert wird das ganze von knorrigen Oliven-, Orangen- und Mandelbäumen samt duftender Rosmarinbüschen. Ich atme tief durch und pumpe meine gestressten Lungen voll wie ein Maikäfer. Dabei kann ich mich an der vor mir liegenden Pracht kaum sattsehen. Ja. Ende Oktober gibt es definitiv schlechtere Orte, an denen man seinen Urlaub verbringen kann.

Hängt die Zunge fast bis zum Boden? Halte durch! Hinter der nächsten Serpentine wartet garantiert ein Traumblick auf dich - zum Beispiel das Meer, das verheißungsvoll in der Sonne glitzert.

Das gilt vor allem für Rad-Fans, wie ich einer bin. Einmal rund um Mallorca fahren wir mit den Drahteseln. Ein Traum, der mit Ballermann-Klischees und E-Bikes ebenso wenig zu tun hat, wie mit Jet-Set-Yachten in Port de Palma und Pauschaltourismus. Radfahren auf Mallorca – das ist Natur pur, das sind sportive Höhenmeter und unvergessliche Eindrücke einer sensationellen Landschaft.

Von Andratx nach Valldemossa - Inspiration satt. Nicht nur für Chopin 

Ich kann wirklich nicht sagen, was mir bisher am besten gefallen hat: Die Strecke von Andratx, wo wir in einer kreativen Finca übernachtet haben, über das Künstlerdorf Valldemossa nach Deía, wo man auf Chopins Spuren wandelt? Der Weg nach Sóller samt „Forza“? Oder sogar die eigentlich verpönte Touristenhochburg Alcudia, die uns mit einem schnuckeligen kleinen Hotel und Traumbuchten überrascht? Mit einer Pauschalreise bleiben einem diese Juwelen meistens verborgen. Das Mountain- oder Rennrad dagegen bringt uns an Orte, die kein Tourist mit Flipflops je zuvor gesehen hat.

Hängt die Zunge fast bis zum Boden? Halte durch! Hinter der nächsten Serpentine wartet garantiert ein Traumblick auf dich - zum Beispiel das Meer, das verheißungsvoll in der Sonne glitzert.

Auch die Jahreszeit ist gut gewählt: Kaum haben wir den Flug auf die Insel hinter uns gebracht, genießen wir bei wohltemperierten 24 Grad und wolkenlosem Himmel leckeres Essen in leeren Bars, in denen wir freundlich bedient werden. Kein Wunder: Die Bedienungen sind sicher samt und sonders froh, den Sommerferienstress hinter sich gebracht zu haben. Und diese herrliche Entspanntheit dank weniger Touristen zieht sich durch den gesamten Urlaub. Gerade bei Radtouren ist man schließlich froh, wenn einem nicht alle drei Sekunden ein hupender Sportwagen am Hinterreifen klebt.

Am Ende bleibt ein dickes Grinsen, das auch zurück in Deutschland nicht weicht. Der Muskelkater geht, die Eindrücke bleiben – und wirken sicher noch lange nach. „Forza! Forza!“ Ja, der italienische Scherzkeks hatte Recht: Wir können alle jede Menge Radtouren sowie ein bisschen Energie und Kraft gebrauchen. Nicht nur zum Kalorienverbrauch und für sportive Höhenflüge. Sondern zur Seelenhygiene.

Bis zum nächsten Mal bei „Bernhards Welt“

Euer

Bernhard

 

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