Eierschmier

Eierschmier

Jetzt bewerten:
3,5 von 5 Sternen auf der Grundlage von

Zeit

Gesamtzubereitungszeit:

Schmeckt als Nachtisch oder auf einem Butterbrot super lecker. Das Rezept stammt aus der Kriegszeit.

Zutaten

  • 1 L Milch (am besten 3,5% oder direkt vom Bauern)
  • 3 EL Mehl
  • 3 Eier
  • 3 EL Zucker
  • Zimt
  • eine kleine Prise Salz

Zubereitung

  1. Milch erwärmen, restliche Zutaten miteinander verrühren und in die Milch einrühren und unter Rühren aufkochen lassen. Die Masse bekommt dann eine Puddingartige Konsistenz.
  2. In eine Schüssel einfüllen, Zimt darüber streuen und abkühlen lassen.
  3. Nach dem Abkühlen steht dem Verzehr bzw. Genuss nichts mehr im Wege!
Von
Eingestellt am
Themen: Eier

38 Kommentare


7
#1
14.1.14, 02:56
der Name klingt zwar nicht sehr ansprechend oder lecker, aber muss ich probieren, denn meist ist es eh so, dass ausgerechnet diese alten Rezepte am besten schmecken, denn dort musste man erfinderisch sein mit wenig was leckeres zaubern.
11
#2
14.1.14, 08:09
1000 x Danke liebe Tastenmaus für das Rezept,

hast mir einen jahrelangen Wunsch erfüllt ;-)))
das gab es in meiner Kindheit zum Frühstück, mit viel Zimt und Zucker obendrauf aufs Brot, später nicht mehr, meine Mutti konnte ich nicht mehr nach dem Rezept fragen :-(((
3
#3 kreativesMaidle
14.1.14, 08:10
Das klingt sehr lecker!!! :o)))

Jedoch würde ich statt des Mehles zu Mondamin oder Gustin greifen, weil alles ja nur kurz aufgekocht wird.
Mehl sollte mindestens 10 Minuten kochen, um nicht mehr roh zu schmecken.

Aber vielleicht stört es euch auch nicht...

Liebe Grüße!
1
#4
14.1.14, 08:17
Ich hab leider vergessen, dass noch eine kleine Prise Salz dran muss.....

@kreativesMaidle das Mehl schmeckt man gar nicht raus :-)
2
#5
14.1.14, 13:15
@tastenmaus
das scheint ein altes Eifeler-Rezept zu sein :-))
Schmier ist mir nicht eingefallen, deshalb konnte ich es wohl nicht finden, um so mehr freue ich mich jetzt! :-)
1
#6
14.1.14, 13:53
@Lichtfelder

das Rezept stammt aus dem Hunsrück (Birkenfeld/Idar-Oberstein/Kirn). Ich komme ja auch aus dem Hunsrück :-)
3
#7
14.1.14, 14:29
@tastenmaus
also doch weiter bekannt :-)) aber auch nah, Hunsrück ist von uns ein Katzensprung auf die andere Mosel-Seite ........:-)))
das Rezept ist wohl nur in Vergessenheit geraten, wie so vieles ....
ich bin ein Eifeler Kind :-)) Schmier sagte man bei uns auch zu Brot-Stullen,
dat war eh Schmer .... ;-)))
Lieben Gruß und nochmal Danke
2
#8
14.1.14, 15:41
Super lecker , hatte sie gerade letzten Freitag gemacht , aber mit frischer Milch direkt vom Bauern
2
#9
14.1.14, 16:21
Eier Schmeer gibt es auch im Saarland. Jedoch kenne ich es nut
1
#10
14.1.14, 16:22
oh entschuldigung
ich kenne es nur in der herzhaften Version mit Schinkenwürfel
#11 babsi599
15.1.14, 20:49
funktioniert das auch mit Magermilch? (ich mag die andere nicht so)
1
#12
15.1.14, 21:09
@babsi599: Du kannst auch 1,5%ige Milch nehmen....mache ich auch....mit frischer Milch vom Bauern schmeckt sie nur viel besser
4
#13
16.1.14, 08:35
Lichtfelder,
du, bezw. deine Familie, gehörte offenbar zu den wenig Glücklichen, die Hühner und der Nachbar Milch hatte! Du hast den Hunger vermutlich nicht kennengelernt. Ich bin in einer Großstadt geboren worden, meine Mutter war mit 30 Jahren Witwe und hatte 2 kleine Kinder. Von meiner Umgebung weiss ich, dass die Leute alles was Wert hatte, auf's Land zu den Bauern schafften, z.B. für einen Eimer Kartoffeln, um zu überleben. Viele kamen mit ihrem Tauschobjekt zurück, weil die Bauern schon so überlaufen waren, dass sie sich wirklich für's Tafelsilber entscheiden konnten. Es wäre meiner Mutter während u. vor allem nach dem Krieg nicht möglich gewesen, nach diesem Rezept zu kochen.(Lebensmittelmarken)

altmodisch: 1960 war alles ganz 'normal'. tastenmaus schreibt von einem Rezept aus den Kriegsjahren und der war, bekanntlich, 1945 zu Ende.
2
#14
16.1.14, 09:12
Sind das gehäufte oder gestrichene Esslöffel Mehl und gerinnen denn die Eier beim Aufkochen nicht? Bei meinen Rezepten steht sonst immer "Eier bis kurz vor dem Kochen" erhitzen? Hilfe, ich möchte auch Eierschmier, danke für eure Hilfe
#15
16.1.14, 10:02
@multikulti: Ich nehme immer leicht gehäufte Esslöffel :-) Du kannst aber auch die alle Zutaten kalt miteinander verrühren und dann erst auf den Herd stellen :-)
2
#16
16.1.14, 19:35
Obwohl ich einiges bei meinen Eifeltanten zu essen bekam, was hier in meiner Region niemals nicht auf dem Teller käme, so kenne ich die Eier-Schmeer nicht.

Dennoch finde ich gerade dieses Rezept einfach nur genial. Wenn wirklich mal kein Geld mehr in der Börse ist und die Kinder haben Hunger...

.... in dem Moment schmeckt bestimmt die Eier-Schmeer 1000 mal besser wie ein Gourmet-Luxus-Butterbrot.

Dieser Tipp kommt auf jeden Fall in meine Rezeptkiste.
1
#17
17.1.14, 00:33
genau ..

deine Kriegserlebnisse und Vorurteile gegen Bauern und "Privilegierte" vom Land haben wirklich rein gar nix mit Eierschmier zu tun ...;-))))

umgekehrt kann man es natürlich auch sehen, wer Eier und Milch für Eierschmier hatte war privilegiert .... und schon haben wir den Zusammenhang :-))

Tastenmaus, auch keine normalen Leute ? ... (Scherz)
was so ein einfaches, altes Rezept doch bewegt ..... ;-)))

schlaft gut
2
#18
17.1.14, 23:17
Da kommt bei mir auch die Erinnerung hoch ,meine Mutter hat das mit Mondamin gekocht,mit viel Glück auch mit Rosinen.Meine Geschwister liebten diese Suppe mit dem Zimt und Zucker,ich mochte sie nicht so gerne ausser wenn mal Rosinen drin waren.Das war in den früheren 50er
3
#19 Schnuff
18.1.14, 15:19
@Lichtfeder: Wenn ich das richtig gelesen habe,kommst Du "vom Land"?
Es ist normal,dass die "Stadtleute" neidisch auf die Bauern waren,weil sie sich selber versorgen konnten,durch Vieh,Garten und Feldfrüchte.Die aus der Stadt hatten keine Möglichkeiten irgend etwas anzubauen.
Kenne das,wir hatten auch einen Hof,mein Großvater hatte auch viele Kriegsflüchtlinge und auch Gefangene in Arbeit.Bei uns in der Nähe gab es ein KZ! (Moringen).

Wir alle können nichts dazu,was im Krieg abgegangen ist!!!

Die Gefangenen haben sich immer gefreut,wenn sie zu den Bauern durften.Dort ging es ihnen gut.Sie bekamen zu essen,soviel sie wollten.
Kenne das alles aber nur aus Erzählungen meiner leider schon verstorbenen Großeltern.
Das Rezept muss ich ausprobieren,kenne es nicht.
Weiß nur noch,dass ein altes Koch und Backbuch meiner Großmutter bei den Rezepten mit dem Satz anfing : "man nehme,so man hat..."

LG
3
#20 mayan
18.1.14, 16:47
Meine Mutter kannte das Rezept auch aus ihrer Kindheit als Eierbambes. Ich habe es gekocht und wir haben es als Nachtisch gehabt, war sehr lecker. Ich habe nur noch ein bisschen gemahlene Vanille dazu gegeben.
1
#21
18.1.14, 17:55
@tastenmaus

hat lecker geschmeckt, puddingartig! deshalb hab ich`s pur gegessen und das Brot gespart ... super lecker :-)
probiere gerade noch einen Tipp: 4 x 1/4 TL täglich Zimt zum Essen, verbrennt Fett und Zucker ..:-)))
das passt! bei den leckeren Rezepten hier, kann gegensteuern nicht schaden, wenn`s hilft, ich mag Zimt sehr, leicht zu machen und tut nicht weh ... :-)))

Vielleicht muss man auch nur kochen oder die Anleitung richtig lesen können, damit ein Rezept gelingt, man kann alles lernen.. :-)
3
#22
18.1.14, 18:19
@Lichtfeder:
Das hab ich auch schon endeckt :-)))) deshalb hab ich mir jetzt auch den richtigen (Ceylon) gekauft.....Zimt kann noch viel mehr.....z.B. Blutzucker und Cholesterin senken.... es wirkt auch entzündungshemmend......Ich liebe Zimt :-)))))
#23
18.1.14, 20:27
@tastenmaus

so geht es mir auch ....
hab mich heute erinnert, das ich früher auch gerne die Oberschicht löffeln wollte, in einer Großfamilie geht das natürlich nicht ...:-D
hab`s mir heute gegönnt und erneut mit Zimt-Zucker bestreut, bis die Schüssel leer war, wenn das nichts nützt ...:-)))) :
7
#24 Internette
18.1.14, 21:09
Hier wird es immer lustiger. Jetzt werden schon Kommentatoren aufgefordert, hier nicht mehr zu schreiben.

Ich habe die Kommentare nur überflogen, aber bei 3 EL Mehl, 3 EL Zucker und 3 Eier auf 1 Liter Milch, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es sich als Brotaufstrich eignet.
Hört sich für mich auch sehr dünnflüssig an.

Ich erinnere mich, dass meine Großmutter früher eine sogenannte "Klunkersuppe" kochte. Da wurden die hier genannten Zutaten, bis auf den Zimt, zusammengerührt und dann mit einem Löffel in die heiße Milch geschabt. Ich liebte diese Suppe als Kind. Als ich sie vor Jahren mal kochte, empfand ich sie ungenießbar.
Die Zeiten haben sich geändert und meine Geschmacksnerven auch.
1
#25
18.1.14, 22:41
Danke für das Rezept. Allerdings kann ich die ganze Diskussion über Krieg, Bauern und hamstern nicht verstehen. Bleibt doch einfach auf dem Boden und vermeidet unsinnige Komentare!
3
#26 xldeluxe
19.1.14, 00:42
Ich wollte mal lesen, welche Köstlichkeit hinter einem ekeligen Namen aus der Zeit des 2. Weltkrieges steckt und schon bin ich in einem ganz anderen Krieg gelandet!

Wie immer: Schade!

Ich probiere das Rezept mal aus (mit Milch, Eiern, Mehl, Zucker und Zimt vom Discounter), denn ich mag so süße einfache Sachen.

Da es ein altes Rezept ist, fällt mir ein, was meine Mutter oft erzählte:

Sie bekam als junge Frau in Kriegszeiten ein Kochbuch geschenkt und darin las sie bei jedem Rezept: "Man nehme........", "Man nehme....." und sie sagte:
Ja woher denn nehmen??????????
Werde ich nie vergessen!
1
#27
19.1.14, 10:17
Guten Morgen an alle

Schmunzel.Ist schon erstaunlich worüber man sich streiten kann.Ich denke die sogenannte gute alte Zeit war für alle mehr oder weniger schlecht ,wenn man nach dem heutigen Standpunkt geht.Ich bin ein Kriegskind und habe folglich von dem ganzen Elend nichts mitbekommen,kann mich aber von nach dem Krieg an ein Rezept erinnern,das ich heute noch gerne esse.Dürrfleisch in Würfel(damals wurde fetter Speck genommen)in der Pfanne auslassen,Zwiebelringe dazu,mit etwas gekörnter Brühe würzen.Zwiebeln glasig werde lassen.Alles aus der Pfanne nehmen.Brot in dem Fett rösten bis kross.dann die Speck- Zwiebel- Mischung drauf und geniessen.Hmmm
Kalorien darf man natürlich nicht zählen.hat man nach dem Krieg auch nicht LG Tocantin
4
#28
19.1.14, 10:34
Nach dem ganzen "Krieg" hier lass ich den Tipp jetzt vom Bernhard (Chef) löschen!
3
#29
19.1.14, 12:04
@Schnuff et al:Bei manchen Kommentaren hier über „ die schlechten Zeiten“ ist mir vieles zu pauschal.

Vorweg: ich bin Jahrgang 36, also 1945 war ich 8 Jahre alt. Bin also Kriegskind.
Im Jan. 45 als Flüchtling in Bad Harzburg gelandet - bald englische Zone..
Nach Kriegsende wurde es ganz schlimm mit der Ernährung, wir wurden selten satt. (Uns ging es schlecht, aber anderen noch schlechter. Z.B. hatten wir aus dem Wald geklautes Holz zum Kochen und Heizen).
Es gab nette Menschen, auch eine Bauernfamilie aus Ilsenburg, die uns geholfen haben, aber als Flüchtling haben wir überwiegend Ablehnung erfahren.

Wir haben Kohl in Wasser, Steckrüben in Wasser gekocht gegessen, klitschiges Maisbrot, Lungenhaschee, u.s.w. Darauf habe ich auch heute keine Lust, milde ausgedrückt.

Es gab Zuteilung von Magermilch für 6 Kinder.
Daraus wurde für uns Suppe gekocht, mit Vanille Puddingpulver (wohl vom Schwarzmarkt), auch mal mit Grieß. Wenn es nicht angebrannt war, haben wir das gerne gegessen.

So... jetzt habe ich eben aus 1/4l Milch und einem EL Mehl das Rezept gekocht, 1 Eigelb dazu. Das ist nicht geronnen, weil ich legiert habe. Mit Zimt bestreut hat es fast wie Grießbrei geschmeckt. Als Kind wäre ich begeistert gewesen.
Je nachdem, wie man diesen Brei, der ja neutral schmeckt, würzen würde, kann ich mir einige Möglichkeiten vorstellen. Mit Majoran aufs Brot, z.B. als Suppe mit etwas ausgebratenem
Speck(geschmack). Mit Ei schmeckt es sicher besser, ohne Ei geht es auch.
Jedenfalls ein gutes Rezept für arme Zeiten.

Damals musste man aus allem irgendwas machen können. Meine Mutter hat in der Zeit sehr erfinderisch Kochen gelernt, zumal sich die Frauen ihre Tricks mitgeteilt haben.
(Überhaupt war Haushalt in den Jahren eine hohe Kunst: Kochen, Waschen, Nähen)

Nach der Währungsreform (1948) gab es wieder alles, aber es fehlte oft erstmal am Geld.

Das Schmeer- Rezept konnte man auf dem Lande herstellen, denn Milch, Mehl, Speck und Eier hatte man selbst, ohne zu kaufen.
In Hessen gibt es viele Rezepte aus diesen Zutaten.
(Mein Mann stammt aus so einem „armen“ Dorf.)

Ich bin sehr dankbar, heutzutage einen modernen, komfortablen Haushalt zu haben und sehne mich nicht nach den alten Zeiten.
#30
19.1.14, 17:11
@frenchi: Bravo! Du kannst halt kochen! :-))
3
#31 Pink_lady
19.1.14, 17:14
Boar wie kann man wegen einem Liter Milch und etwas Mehl so nen Aufstand machen. Klar es ist nie schön Lebensmittel wegzuwerfen, aber das ist doch alles Geschmackssache, einer liebt es, der andere kanns garnicht essen. Hmmmm wat simmer froh das es um Milch und nich um ein Steak geht......
2
#32
19.1.14, 17:27
@AMA: Danke :-)) Ich habe es genau so wie im Tipp beschrieben gemacht, das nächste mal werde ich Vanilleschote dazu machen ,für den Geschmack..
4
#33
19.1.14, 17:41
Jetzt habe ich mir doch mal die Mühe gemacht und das Rezept einfach mal ausprobiert..und siehe da..es hat geklappt :-)..meine Grossmutter wäre stolz auf mich gewesen..jetzt steht sie im Kühlschrank mit schön Zimt (Ceylon-Zimt) drauf :-)
2
#34
19.1.14, 17:43
Es gibt halt doch User die kochen können....ich hab ja schon langsam an mir gezweifelt, obwohl ich das Rezept schon seit Jahren so koche.....
3
#35 Schnuff
19.1.14, 18:37
@Sammy12: wer?Deine Großmutter? Lach,grins.
Der Kommentar liest sich so lustig..... - nicht böse sein.
LG
3
#36
19.1.14, 18:52
@Schnuff..lach..stimmt hast Recht, klingt so als wenn ich meine Grossmutter in den Kühlschrank gestellt hätte...war natürlich das Eierschmier :-)..dann habe ich wenigstens noch für ein bisschen Spass hier gesorgt..
Aber für Manche hier scheint es mittlerweile so ein ernstes Thema zu sein, dass sie einfach nicht aufhören können, das Rezept madig zu machen..schade..
1
#37 Schnuff
19.1.14, 19:04
@Sammy12: ja,ich weiß,dass Du die Eierschmier meintest,aber wie gelesen.....ggg.
schönen Abend noch.
LG
1
#38
20.1.14, 16:22
danke Bernhard :-))))

Verfasse einen Kommentar

Emojis einfügen