Hat man sich entschieden, sich von einer Sache zu trennen, folgt die Frage: entsorgen oder weitergeben? Denn schließlich wäre es ja schön, wenn sich noch jemand anderes über die Sache freuen könnte.

Entrümpeln und Entsorgen - so geht's richtig

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Der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten, das Sofa ist verschlissen und der alte DVD-Player tut es auch nicht mehr. Ganz klar - das Zeug muss weg. Aber wie und wohin? Und bei welchen Gegenständen lohnt es sich vielleicht, sie weiter zu verkaufen oder weiterzugeben? Wir geben Tipps zum Frühjahrs-"Ausmisten".

Das Problem beim Ausmisten fängt schon bei der Entscheidung an: Was soll weg? Ziehe ich dieses Hemd vielleicht doch noch irgendwann mal an? Ist dieser alte Hocker nicht doch ganz praktisch? Und was ist mit der alten Holzeisenbahn oder dem Kuscheltier, aus dem auch die Kinder längst rausgewachsen sind? Ein Tipp dazu: Was zwei Jahre lang nicht genutzt oder angefasst wurde, da bleibt es in der Regel auch so. Erst recht gilt dies für Sachen, die ohnehin schon im Keller oder auf dem Dachboden gelandet sind.

Entsorgen oder weitergeben?

Hat man sich dann entschieden, sich von den Sachen zu trennen, folgt gleich die zweite Frage: entsorgen oder weitergeben? Denn schließlich wäre es ja schön, wenn sich noch jemand anderes über den praktischen Hocker oder die Spieleisenbahn freuen könnte. Hier hilft es, sich selbst zu fragen: Würde ich meinem besten Freund dieses Objekt oder dieses Kleidungsstück 'vererben'? Lautet die Antwort ja, dann ist der Gegenstand noch gut genug, um weiterverschenkt, verkauft oder gespendet zu werden. Wenn nicht, dann ist er reif für die Tonne – oder besser gesagt eine entsprechende Entsorgung.

Das Internet als Schwarzes Brett

Früher bot man ausgediente Sachen am Schwarzen Brett an, heute übernimmt das Internet diese Funktion. Egal ob zum Tausch, zum Verschenken an Selbstabholer oder gegen Geld - kostenlose Kleinanzeigenportale und Tauschbörsen machen es heute einfacher, viele potenzielle Abnehmer zu erreichen. Gerade bei Fehlkäufen, alten, noch funktionierenden Geräten oder dem einen oder andern Möbelstück kann das durchaus lohnend sein.

Ankaufportale – gut für Bücher, DVDs und Computerspiele

Bücher oder die DVD-Sammlung kann man oft über spezielle Ankaufportale im Internet loswerden – und bekommt sogar noch ein bisschen Geld dafür. Das Prinzip ist einfach: Man lädt sich eine kostenlose App aufs Handy und scannt damit die Barcodes der Bücher oder DVDs, eine Eingabe per Hand auf der Webseite ist auch möglich.

Das Portal sagt einem dann, wie viel man dafür bekommt und man kann sich einen kostenlosen Versandaufkleber ausdrucken. Dann muss man nur noch die Sachen einpacken, Aufkleber drauf und zur Post bringen. Ein paar Tage später bekommt man dann das Geld dafür. Beispiele für solche Portale sind momox.de und rebuy.de

Warum nicht reparieren statt wegwerfen?

Ein Sonderfall sind Elektrogeräte, die wir nur wegen eines Defekts nicht mehr nutzen, die einfach nicht mehr funktionieren. Statt gleich ein neues Gerät zu kaufen, kann sich hier eine Reparatur lohnen. Gerade für Handys und Computer gibt es inzwischen in den meisten Städten Handy-Doktoren und auch Do-it-Yourself-Workshops und Läden. Bei solchen Reparaturtreffs geht man einfach hin und erhält dort fachkundige Hilfe und Ersatzteile, mit denen man unter Anleitung selbst das Gerät reparieren kann. Es gibt auch Vereine, die ausrangierte Computer entgegennehmen, das Gerät reparieren und es dann an Bedürftige weitergeben.

Wohin mit ausrangierter Kleidung?

Das alte Hemd, die Hose, die schon beim Kauf eigentlich zu eng war: Wohin damit? Ist die Kleidung noch ziemlich neu und hochwertig, kann es sich lohnen, sie Secondhand-Geschäften anzubieten. Wer spenden will, kann sie den Kleiderkammern von Kirchen, der Caritas und anderen kommunalen Einrichtungen anbieten. Sollen die Klamotten lieber Flüchtlingen zugutekommen, sollte man sich vorher über das Internet oder Telefon informieren, welche Kleidungsstücke benötigt werden.

Die allermeiste gebrauchte Kleidung landet allerdings im Sammelcontainer, wie sie in vielen Städten an Straßenecken aufgestellt sind. Mehr als 750.000 Tonnen gebrauchter Kleidungsstücke werden auf diese Weise jährlich in Deutschland gesammelt. Die Textilien aus der Altkleidersammlung, die noch verwendet werden können, werden meist verkauft, wobei der Erlös dann an gemeinnützige Zwecke geht. Alles andere wird – im Idealfall – zerschreddert und wiederverwendet – zum Beispiel als Innenverkleidung im Auto.

Wohin mit alten Elektrogeräten?

Elektrogeräte wie Computer, Fernseher oder Handys gehören nicht in den Hausmüll, denn sie enthalten einerseits giftige Stoffe wie zum Beispiel Blei, Quecksilber und Weichmacher. Andererseits sind in ihnen wertvolle Hightech-Rohstoffe verbaut. Deshalb sollten Sie dies bei kommunalen Wertstoffhöfen abgeben. Auch Elektromärkte und Mobilfunkanbieter nehmen Altgeräte zurück.

CDs und DVDs zu Sammelstellen bringen

CDs und DVDs bestehen größtenteils aus dem Kunststoff Polycarbonat, das gut recycelt werden kann. Das gilt allerdings nur, wenn wir diese Datenträger bei den entsprechenden Sammelstellen (z. B. von Blueboxx) abgeben, statt sie einfach in den Gelben Sack zu werfen.

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Themen: Aufräumen

49 Kommentare


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#1 Konifere
17.3.16, 14:44
Das weiß man eigentlich alles schon lange, es ist aber extrem hilfreich, wenn man es ab und an wieder liest und erinnert wird. Vielleicht schafft man ja doch noch den Durchbruch und mistet aus. 5 Sterne für den Tipp!

Was einem aber keiner abnehmen kann und das ist das Schwerste: sich durchzuringen, welche Sachen denn nun reif sind für die Tonne...Container etc.Da hilft es nur, den inneren Schweinehund zu überwinden ;-)
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#2
17.3.16, 17:46
@Konifere: Genau! Die Entscheidung ist für mich auch immer die schwerste. An vielen Sachen hängen noch irgendwelche Erinnerungen - die können also nicht weg.
Menschen, die weniger sentimental sind, haben es da viel leichter.
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#3
17.3.16, 17:48
Früher gab es die Mülltüten für Restmüll von der Rolle, wo man alles reinschmeißen konnte. Es gab keine Begrenzung. da habe ich auch öfter mal meine Schränke entrümpelt. Ich glaube, daß viele Ihre nicht mehr benötigten Sachen von einer Ecke in die andere schieben, weil man eben nicht alles trennen kann. Habe auch schon die teuren Restmüllbeutel für 3 € /Stck gekauft. Unsere Gemeinschaftstonnen sind immer knallvoll, weil ein paar Idioten da immer Plastikschalen und Dosen mit reinschmeißen. Manche ausrangierte Sachen wie z.B. Geschirr einer Sorte. Bücher. Dekosachen, Blumensämlinge stelle ich manchmal in den Hausflur (mit Zettel) zum Verschenken. Die meisten Sachen fanden neue Besitzer. ICH WILL DIE ALTEN GRÜNEN MÜLLTÜTEN VON DER ROLLE WIEDER!!!!
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#4 Stormanus
17.3.16, 19:18
seit Jahren miste ich einmal im Jahr aus. wovon ich mich noch nicht trennen kann, wird alles zusammen weggelegt. liegt es im nächsten Jahr noch dort wird es weggeben oder zum wertstoffplatz etc.gebracht. auf diese Art fällt das trennen leichter.
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#5
17.3.16, 19:52
Der Tipp ansich ist sehr gut. Ich habe allerdings schon schlechte Erfahrungen mit Ankaufportalen gemacht. Die bieten dort einen sehr geringen Geldbetrag für das jeweilige Produkt an. (z.B. ein sehr gut erhaltenes Buch für nur 9 Cent) Das geht gar nicht. Ich hätte für dieses Buch lieber 3 - 5 Euro gehabt. Wenn schon verkaufen dann auch richtig. Ich habe mehrere Anzeigen bei Kalaydo.de geschaltet. Da könnt Ihr sehr gerne mal rein schauen.
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#6
17.3.16, 20:01
Bei mir in der Stadt gibt es einen Secondhand-Buchladen. Da bekommt man noch mehr als bei Momox.
Flohmarkt ist immer eine Alternativem Falls man sich nicht selbst hinstellen mag, findet sicher im Bekanntenkreis jemand, der diese mitnimmt.
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#7
17.3.16, 20:02
@NFischedick: stimmt, wollte auch mal Bücher bei momox verkaufen. Dafür sollte ich auch nur Cent-Beträge erhalten. Für die paar Kröten hatte ich allerdings keine Lust, den Karton zur Post zu schleppen, habe sie dann verschenkt;-))))
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#8
17.3.16, 22:26
@Kampfente: Ich wollte mal bei reyby Bücher verkaufen. Aber als die geringen Centbeträge gesehen habe,dachte ich auch: Was soll das denn? Ich habe dann den Karton mit den Büchern erst mal wieder auf den Dachboden geschleppt und bin dann lieber zum nächsten Bücherflohmarkt der einmal im Jahr in einem Nachbarort stattfindet gefahren und habe dort meine Bücher verkauft. Dort habe ich für die Bücher die ich verkauft habe mehr Geld bekommen als wenn ich die bei einem Ankaufportal verkauft hätte. Ich bin zwar dabei nicht alle Bücher los geworden aber immerhin.
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#9
17.3.16, 22:59
Ich verschenke meine Bücher oft bei ebay-kleinanzeigen.

Selbst da kommt es vor, dass Interesse gezeigt wird und der Beschenkte möchte aber, dass die Bücher vorbeigebracht werden.
Das finde ich ziemlich merkwürdig.
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#10
17.3.16, 23:15
@Rumburak: Das finde ich aber auch sehr merkwürdig. Und was würdest du machen wenn der Beschenkte tausende von Kilometern weit weg wohnt? Würdest Du dann auch noch zu ihm hin fahren. Ich nicht!!
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#11
17.3.16, 23:19
Mittlerweile schaue ich auch , was nicht mehr gebraucht wird , alles sinnvoll los zu werden . Einmal im Jahr . Aber manches bleibt mir für immer wichtig aber ungenutzt erhalten .
Bei mir direkt um die Ecke gibt es eine sogenannte Give-Box . Eine Holzhütte ehrenamtlich betreut , wo Jedermann rund um die Uhr Zugriff hat . Brauchbares kann dort abgestellt werden und wiederum rausgeholt werden . Gibt viele Leute , die dort einfach mal schauen und auch was finden . Leider sicherlich auch einige , die Alles raus holen , was sich auf dem Flohmarkt noch verkaufen läßt . Aber ich hab trotzdem schon vieles dort rein geräumt , was noch zu schade für den Müll ist , habe keine Lust auf Verkaufen .
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#12
17.3.16, 23:28
@fusseline: Und ich habe keine Lust mein Geld zu verschenken. Die Dinge die noch gut erhalten sind haben doch noch einen gewissen Geldwert. Es ist doch zu schade die Sachen zu verschenken wenn man dafür noch Bares bekommen kann. Und so eine Box bzw. Holzhütte gibt es bei uns leider auch nicht.
#13
17.3.16, 23:29
@NFischedick: Na ja, das wohl nicht.
Aber selbst meine Stadt hat mehrere PLZ. Da fährt man auch schon mal 15 Minuten mit dem Auto.
Jetzt schreibe ich immer "Nur für Selbstabholer".
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#14
17.3.16, 23:35
@Rumburak: Ich wohne hier leider nur in einer ländlichen Gegend. Wenn ich in meinen Anzeigen schreiben würde "Nur für Selbstabholer" dann würde ich meine Sachen nie loswerden. Ich schreibe in meinen Anzeigen immer dazu dass der Käufer die Versandkosten zu tragen hat.
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#15
17.3.16, 23:46
Ich stelle Bücher oft bei Amazon um Festpreis zum Verkauf ein. Gerade bei Fachbüchern funktioniert das gut, bei den üblichen Bestsellern läuft es leider nicht, weil Aufkäufer wie MOMOX die Preise dort kaputt machen.
Ansonsten stelle ich Bücher bei Ebay ein. Alles, was ich nach ein- oder zweimal einstellen nicht verkauft habe, verschenke ich: Gut erhaltene Kinderbücher gehen an die Schülerbücherei der benachbarten Grundschule, anderes biete ich in der "Free-your-Stuff"-Gruppe bei Facebook zum Verschenken an oder ich stelle es in einem Karton vor die Tür.
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#16
17.3.16, 23:57
@NFischedick: Naja, gerade Sachen, die andere losweden wollen, sind oftmals das Porto nicht wert. Und die Fahrtkosten und -zeit schon gar nicht. Und die Zeit zum Einstellen in ein Portal genausowenig. Man muss sich auch bewusst machen, dass Sachen, die einem irgendwie was bedeuten, für andere absolut bedeutungs- und damit wertlos sind.
Wenn das Zumselchen was loswerden will, wofür es vielleicht nur 1 € bekäme, benutzt es die Tonne. Lagerhaltung für eventuelle Abholer kommt schon mal gar nicht in Frage. Diese Vorgehensweise spart kostbare Lebenszeit und Nerven.
Um das Gewissen zu beruhigen: Bücher werden recycled. :-)
#17
18.3.16, 00:11
@ zumselchen: Meine Sachen die ich bei Kalaydo eingestellt habe sind sehr wohl das Porto und auch die Zeit zum einstellen in ein Portal wert. Ich habe z.B bei Kalaydo unter meinen Anzeigen auch einen Brotbackautomaten. Den würde ich auch verschicken. Ich habe dort schon einige Sachen verkauft und auch verschickt. Bei kalaydo kann man auch Sachen verschenken. Wenn ich Sachen habe für die ich nur 1 Euro bekäme dann verschenke ich die dort.
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#18
18.3.16, 05:25
Zum Thema Bücher entsorgen habe ich einen Tipp und zwar die OXFAM shops. Die nehmen Unterhaltungsbücher ab 1990 und Bildbände, gute Fachbücher, alte Bücher, gute CDs, DVDs. Die werden im Laden billig verkauft und das Geld geht an soziale Projekte. Die Shops sind in vielen Großstädten, die Liste findet man unter https://shops.oxfam.de/shops.
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#19
18.3.16, 07:24
@NFischedick: Nun war das Zumselchen doch mal neugierig. Viele Deiner Sachen warten ja schon 2,5 bis 1,5 Jahre auf einen Nachnutzer. Liebe Nicole, die werden auch noch bis in alle Ewigkeit auf Deinem Dachboden warten... (Ladenhütergesetz)
Entrümpeln geht anders... :-)
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#20
18.3.16, 10:32
Alte Bücher (ausser Sachbücher) lassen sich nicht mehr so gut verkaufen. Ich kannte einen Flohmarkthändler für Bücher, der seine Ladenhüter in seinem Kamin statt Holz verfeuert hat. Viele Bücher bekam er aus Haushaltsauflösungen geschenkt. Er meinte es sei billiger als Holz. Eigentlich schade. Seit 2 Jahren habe ich einen E-bookreader und vermeide so meine private Bücherflut.
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#21
18.3.16, 10:36
@zumselchen: Ja na und! Da diese Kleinanzeigen kostenlos sind kann ich die auch immer wieder verlängern, bis sich irgendwann mal jemand dafür interessiert. Ich habe auf unserem Dachboden eine Ecke wo ich all diese Sachen deponiert habe. Ich bin dort auch bestimmt nicht die einzigste wo die Sachen schlummern.
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#22 Ribbit
18.3.16, 10:43
@zumselchen: ich seh das so wie du. Meine zeit ist kostbar. Lieber verschenke ich Bücher etc , als mich mit ebay & Co rumzuärgern.
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#23
18.3.16, 13:42
es ist auch eine Generationsfrage, das einige nichts wegwerfen mögen. Die älteren unter uns kennen noch die Nachkriegsjahre, da wurde jeder gefundene Nagel gerade geklopft und mit Zeitungs und anderem Papier die Fenster beklebt, damit es nicht so kalt wurde im Winter. Klopapier gab es nicht, deshalb wurde alles was wie Paper aussah verwendet. Aus einem alten Kinderwagengestell und einem alten Motor wer weiss woher, wurden Rasenmäher gebastelt. Es wurde wirklich so gut wie nichts weggeworfen, schon garkeine Lebensmittel. Ich könnte ein Buch schreiben aus was wir nützliche Dinge zusammengebastelt haben.
Ich bin zwar auch eine ältere Scha......:-)) , aber ich kann mich gut von Dingen trennen, die nicht mehr benötigt werden. Ich verschenke viel oder bringe es zur Kleiderkammer. Da ich gerne Ordnung in meiner kleinen Wohnung habe, lehne ich irgendwelche Kitschgeschenke ab, aber das weiss meine Familie. Staubfänger oder Nippes sind mir ein Greuel. Blumen und Gutscheine immer willkommen. Wenn man wenig Platz hat, müllt man sich automatisch nicht so zu, es sei denn, man ist Messi
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#24 Beth
18.3.16, 14:13
@Upsi: Ganz meine Meinung.Ich habe keinerlei unnützes Zeug in meiner Wohnung.
Meine Schränke quellen nicht über, ich liebe es etwas zu entsorgen (zum Leidwesen von meinem Mann).
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#25
18.3.16, 14:20
@Upsi: das unterschreibe ich sofort. Wenn ich nur dran denke, was wir alles bei meinem Vater aus dem Keller geholt haben.....
Der konnte sich auch von nichts trennen, hab ich allerdings seinem Geburtsjahr zugeschrieben: 1912. Die Generation hat dann aber wirklich alles verwertet und aus Schiet noch Gold gemacht;-))))
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#26
18.3.16, 16:13
@Beth: die Männer sind meist Jäger und Sammler. Will man etwas wegwerfen, kommt sofort Protest oder es wird heimlich wieder aus der Tonne geholt. Ich habe da aber so meine Tricks und habe meinen Goldschatz gut im Griff.

@Kampfente 1912 war ja noch die Generation meiner Oma, ja, da wars noch viel schlimmer, weil es gab ja nix und den Krieg hatten die ja noch vor sich. Ich bin Nachkriegskind und kenne eigentlich keine Not, weil wie du schon geschrieben hast, wir aus Schiete Pralinen gemacht haben. (Ist ein Sprichwort ) Meine Oma hat zwei Kriege mitgemacht, was für ein Sch ...Leben.
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#27 comandchero
18.3.16, 18:40
Tragbare Kleidung und tragbare Schuhe gebe ich immer in eine Spendencontainer einer kirchlichen Organisation! Kleidung, die befleckt, zerschlissen oder kaputt ist, gebe ich in die graue Tonne. Spielsachen bekommt die Verwandtschaft. Lehrbücher werden bei ebay paketweise - pro Schuljahr sortiert - eingestellt ab 1,- Euro zzgl. der Option Sofortkaufen 15 Euro.
Alles andere geht in den Müll. Ich bin doch nicht die Wohlfahrtsorganisation meiner undankbaren Verwandtschaft! ;-) , welche die Nase rümpfen, wenn Kinderkleidung angeboten wird.
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#28
18.3.16, 20:29
Ich halte in meiner Wohnung penibel Ordnung und kann mich trotzdem schlecht von Dingen trennen, die m.M. nach noch etwas Geld bringen könnten. Für Billigartikel (50 Cent bis 5 Euro) bietet sich allerdings nur der Flohmarkt an, denn für diese Ware lohnt keine Anzeige.

Flohmarkt darf nicht als Arbeit und Stress angesehen werden: Wenn das Wetter mitspielt, macht es Spaß und am Ende kommt eine stattliche Summe zusammen, mit der man niemals gerechnet hätte.

4-5x im Jahr stelle ich mich mit ein paar Kartons und Säcken auf den Markt. Was ich nicht verkaufe, lasse ich dort. Es gibt genug Verkäufer/Händler, die nicht viel anzubieten haben und am Ende der Verkaufszeit nach Artikeln suchen, die zurückgelassen werden.
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#29
18.3.16, 20:43
wir werfen nur weg, was wirklich niemand mehr haben mag. und ich bin überzeugt, dass es meistens nur eine sache der vernetzung ist. bevor meine kinder in den kindergarten gekommen sind (meine beiden großen), habe ich auch nicht so recht eine idee gehabt, was man mit etwas zerschlissenen herrenhemden machen kann. gewiss, man kann sie zerschneiden und als putzlappen benutzen. nein, danke, dafür verwende ich lieber gewebe, das dafür richtig gut geeignet ist. der kindergarten nimmt sie gern an, wenn die kinder malen. vor leichten klecksen schützt der stoff sehr gut. aus alten büchern, die wirklich niemand mehr haben mag, machen die erzieherinnen dort pappmaché.

eines muss ich meiner mutter lassen. sie kennt hinz und kunz und wusste in ihrer kirchengemeinde beinahe immer, wer was sucht, gebrauchen kann oder abgeben oder für wenig geld verkaufen will. das wird wohl auch daran liegen, dass da sehr viele alte leute sind, die sich an bittere not erinnern.

groschenromane oder leichte literatur findet recht oft dankbare abnehmer in altenheimen und krankenhäusern. sie sind rasch ausgelesen und bleiben meistens in den zimmern liegen, wenn der patient entlassen wird. so kann sich der nächste darüber freuen. auch wenn es wirklich nicht besonders anspruchsvoll ist, vertreibt es doch ein wenig die langeweile, wenn man nichts mehr zu lesen hat und auf nachschub warten muss.
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#30
18.3.16, 21:03
Sternenleuchten
Ich verkaufe Dinge bei Ebay,auch für wenig Geld,ich verschenke etwas und oder ich tausche sie.
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#31
19.3.16, 20:28
Für Bücher bieten sich ganz toll diese Sammelstellen an, oft in großen Supermärkten, manchmal in alten Telefonzellen aber es gibt sie wirklich überall. Du stellst Bücher rein die du nicht mehr lesen willst, nimmst andere die dich interessieren dafür mit. Oder du stellst nur welche rein ohne welche mitzunehmen etc. Die finde ich ganz prima.
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#32
19.3.16, 20:33
@karabienchen: Die habe ich bei uns und auch in den nächst größeren Städten noch nicht gesehen. In welchen großen Supermärkten müsste es die deiner Meinung nach denn geben?

@Sternenleuchten: Antwortest du Dir immer selber? In deinen Kommentaren steht immer dein Nickname. Den brauchst du doch gar nicht noch zusätzlich reinschreiben.
#33
19.3.16, 21:14
@NFischedick: das sind die sogenannten "Öffentlichen Bücherschränke". Das Prinzip hat karabienchen schon erklärt.

In Deiner Nähe findest Du in Coesfeld oder auch in Billerbeck einen solchen.
#34
19.3.16, 21:18
@Bücherwurm: Ich weiss wohl was gemeint ist. Ich habe die nur in unserer Gegend noch nicht gesehen.
#35
19.3.16, 21:19
@NFischedick: schau noch mal in meinem obigen Posting, ich habs nacheditiert.
#36
19.3.16, 21:41
@Bücherwurm: Ich habe mal gegoogelt. Ich habe in die Suchmaschine " öffentliche Bücherschränke Coesfeld " eingegeben. Dort wurde mir dann eine Seite angezeigt wo eine Liste von sämtlichen Bundesländern zu finden ist. Ich habe dann auf NRW geklickt. In dieser Liste kann ich leider weder Billerbeck noch Coesfeld noch irgendeinen anderen Ort finden der nur ca. 10-20 km von Rosendahl entfernt ist.
#37
19.3.16, 21:53
@NFischedick:
Hier in Frankfurt haben wir inzwischen einige solcher Bücherschränke. Die werden mühsam beantragt, dann genehmigt - sehr bürokratisch. Einer kostet angeblich rund €10 000.-!!!!
Wenn Du dich in Deiner Stadt erkundigst, sollte man dir die Adressen nennen können. (Rathaus, Bürgerhaus).
Oder Du kannst anschieben, dass ein solcher Schrank eingerichtet wird.
#38
19.3.16, 22:16
@NFischedick: Du hast recht. In Coesfeld gibt es wohl bislang nur eine Gruppe, die gerne einen iniitieren wollen. Billerbeck tauchte googlemässig zwar auf, aber der Schrank steht wohl in Gescher. Das wären rd. 17 km von Dir weg.
#39
19.3.16, 22:18
Also ich wohne auch in keiner Metropole und dennoch gibt es hier mehrere solcher Bücherschränke. Im E Center steht beispielsweise einer und ich bin mir ziemlich sicher dass es auch bei dir einen im Umkreis von sagen wir mal 10km irgendwo gibt. Die sprießen momentan wie Pilze aus dem Boden..
#40
19.3.16, 22:26
Ich kann mich ja bei Gelegenheit mal umschauen und nachfragen. Sollte ich aber dennoch keinen finden dann stelle ich die lieber ins Netz oder verschenke die in meiner Verwandschaft oder im Bekanntenkreis.
#41
20.3.16, 09:30
Solche Bücherschränke gibt es in meiner Stadt in einigen dm Filialen.
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#42
20.3.16, 11:41
In Hamburg-Harburg gibt es zwei tolle 'Umsonstläden'. Der eine ist für Kleidung und Haushaltssachen, da kann man gut Erhaltenes hinbringen oder auch umsonst abholen. Das Angebot nutzen auch Bewohner der umliegenden Unterkünfte für Geflüchtete. Der zweite Laden ist für Bücher und andere Medien. Man kann Gebrauchtes hinbringen und bis zu drei Sachen kostenlos abholen. Mehr gibt's gegen eine Spende. Die Läden werden von einem Verein und von Freiwilligen betrieben. Finde ich toll: Ich kann Gebrauchtes sinnvoll loswerden und habe auch schon tolle Bücher dort gefunden.
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#43
20.3.16, 16:48
Das 'Problem mit den Wertstoffhöfen ist, dass es für ältere Menschen ohne Auto schwierig ist.
Dann hilft eine Entrümpelungsfirma und das kostet.
#44
20.3.16, 16:57
@alblinse: Es gibt aber auch die liebe nette Verwandschaft und gute Freunde und Bekannte die das dann ganz bestimmt übernehmen.
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#45
20.3.16, 17:13
@NFischedick: Ich habe damit nicht die besten Erfahrungen gemacht.
Wenn man gebraucht wird ist es ok. Wenn man selbst Hilfe braucht kommen hundert Ausreden und irgendwann bezahlt man lieber als immer zu betteln.
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#46
20.3.16, 17:19
Ja eben, nicht jeder hat ein riesiges Netzwerk an Leuten die jederzeit zur Stelle sind. Ich weiß nicht wieso manche immer automatisch davon ausgehen.
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#47
20.3.16, 19:26
@NFischedick:
Es gibt durchaus auch Messie, die diesseits der Kriegsjahre geboren wurden...
#48
20.3.16, 19:55
Ich bin nicht davon ausgegangen dass jeder so nette Leute aus dem Verwanten oder Bekanntekreis hat. Aber es hätte doch sein können oder etwa nicht? Dann muss man halt in den sauren Apfel beissen und die Zeche für den Entrümpelungsdienst bezahlen.
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#49
14.4.16, 16:44
Wer seine Bücher zum Mitnehmen auf die Straße stellen will, kann andere hierüber über www.street-book.de informieren. Street-Book ist genau für diesen Zweck erstellt worden.

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