Entrümpeln und Entsorgen - so geht's richtig

Hat man sich entschieden, sich von einer Sache zu trennen, folgt die Frage: entsorgen oder weitergeben? Denn schließlich wäre es ja schön, wenn sich noch jemand anderes über die Sache freuen könnte.
Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten, das Sofa ist verschlissen und der alte DVD-Player tut es auch nicht mehr. Ganz klar - das Zeug muss weg. Aber wie und wohin? Und bei welchen Gegenständen lohnt es sich vielleicht, sie weiter zu verkaufen oder weiterzugeben? Wir geben Tipps zum Frühjahrs-"Ausmisten".

Das Problem beim Ausmisten fängt schon bei der Entscheidung an: Was soll weg? Ziehe ich dieses Hemd vielleicht doch noch irgendwann mal an? Ist dieser alte Hocker nicht doch ganz praktisch? Und was ist mit der alten Holzeisenbahn oder dem Kuscheltier, aus dem auch die Kinder längst rausgewachsen sind? Ein Tipp dazu: Was zwei Jahre lang nicht genutzt oder angefasst wurde, da bleibt es in der Regel auch so. Erst recht gilt dies für Sachen, die ohnehin schon im Keller oder auf dem Dachboden gelandet sind.

Entsorgen oder weitergeben?

Hat man sich dann entschieden, sich von den Sachen zu trennen, folgt gleich die zweite Frage: entsorgen oder weitergeben? Denn schließlich wäre es ja schön, wenn sich noch jemand anderes über den praktischen Hocker oder die Spieleisenbahn freuen könnte. Hier hilft es, sich selbst zu fragen: Würde ich meinem besten Freund dieses Objekt oder dieses Kleidungsstück 'vererben'? Lautet die Antwort ja, dann ist der Gegenstand noch gut genug, um weiterverschenkt, verkauft oder gespendet zu werden. Wenn nicht, dann ist er reif für die Tonne – oder besser gesagt eine entsprechende Entsorgung.

Das Internet als Schwarzes Brett

Früher bot man ausgediente Sachen am Schwarzen Brett an, heute übernimmt das Internet diese Funktion. Egal ob zum Tausch, zum Verschenken an Selbstabholer oder gegen Geld - kostenlose Kleinanzeigenportale und Tauschbörsen machen es heute einfacher, viele potenzielle Abnehmer zu erreichen. Gerade bei Fehlkäufen, alten, noch funktionierenden Geräten oder dem einen oder andern Möbelstück kann das durchaus lohnend sein.

Ankaufportale – gut für Bücher, DVDs und Computerspiele

Bücher oder die DVD-Sammlung kann man oft über spezielle Ankaufportale im Internet loswerden – und bekommt sogar noch ein bisschen Geld dafür. Das Prinzip ist einfach: Man lädt sich eine kostenlose App aufs Handy und scannt damit die Barcodes der Bücher oder DVDs, eine Eingabe per Hand auf der Webseite ist auch möglich.

Das Portal sagt einem dann, wie viel man dafür bekommt und man kann sich einen kostenlosen Versandaufkleber ausdrucken. Dann muss man nur noch die Sachen einpacken, Aufkleber drauf und zur Post bringen. Ein paar Tage später bekommt man dann das Geld dafür. Beispiele für solche Portale sind momox.de und rebuy.de

Warum nicht reparieren statt wegwerfen?

Ein Sonderfall sind Elektrogeräte, die wir nur wegen eines Defekts nicht mehr nutzen, die einfach nicht mehr funktionieren. Statt gleich ein neues Gerät zu kaufen, kann sich hier eine Reparatur lohnen. Gerade für Handys und Computer gibt es inzwischen in den meisten Städten Handy-Doktoren und auch Do-it-Yourself-Workshops und Läden. Bei solchen Reparaturtreffs geht man einfach hin und erhält dort fachkundige Hilfe und Ersatzteile, mit denen man unter Anleitung selbst das Gerät reparieren kann. Es gibt auch Vereine, die ausrangierte Computer entgegennehmen, das Gerät reparieren und es dann an Bedürftige weitergeben.

Wohin mit ausrangierter Kleidung?

Das alte Hemd, die Hose, die schon beim Kauf eigentlich zu eng war: Wohin damit? Ist die Kleidung noch ziemlich neu und hochwertig, kann es sich lohnen, sie Secondhand-Geschäften anzubieten. Wer spenden will, kann sie den Kleiderkammern von Kirchen, der Caritas und anderen kommunalen Einrichtungen anbieten. Sollen die Klamotten lieber Flüchtlingen zugutekommen, sollte man sich vorher über das Internet oder Telefon informieren, welche Kleidungsstücke benötigt werden.

Die allermeiste gebrauchte Kleidung landet allerdings im Sammelcontainer, wie sie in vielen Städten an Straßenecken aufgestellt sind. Mehr als 750.000 Tonnen gebrauchter Kleidungsstücke werden auf diese Weise jährlich in Deutschland gesammelt. Die Textilien aus der Altkleidersammlung, die noch verwendet werden können, werden meist verkauft, wobei der Erlös dann an gemeinnützige Zwecke geht. Alles andere wird – im Idealfall – zerschreddert und wiederverwendet – zum Beispiel als Innenverkleidung im .

Wohin mit alten Elektrogeräten?

Elektrogeräte wie Computer, Fernseher oder Handys gehören nicht in den Hausmüll, denn sie enthalten einerseits giftige Stoffe wie zum Beispiel Blei, Quecksilber und Weichmacher. Andererseits sind in ihnen wertvolle Hightech-Rohstoffe verbaut. Deshalb sollten Sie dies bei kommunalen Wertstoffhöfen abgeben. Auch Elektromärkte und Mobilfunkanbieter nehmen Altgeräte zurück.

CDs und DVDs zu Sammelstellen bringen

CDs und DVDs bestehen größtenteils aus dem Kunststoff Polycarbonat, das gut recycelt werden kann. Das gilt allerdings nur, wenn wir diese Datenträger bei den entsprechenden Sammelstellen (z. B. von Blueboxx) abgeben, statt sie einfach in den Gelben Sack zu werfen.

Voriger TippNächster Tipp
Tipp erstellt von
am

Jetzt bewerten

4,7 von 5 Sternen
auf der Grundlage von

47 Kommentare

Ähnliche Tipps

Kostenloser Newsletter