Französisch: leichter Vokabeln merken und Satzbau üben

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1. Beim Lernen französischer VOKABELN ist es ja wichtig sich einzuprägen, ob ein Wort männlich oder weiblich ist, bzw. wie die männliche und die weibliche Form von Adjektiven geschrieben wird. Sich das zu merken fällt (insbesondere Kindern) deutlich leichter, wenn man im Vokabelheft von Anfang an
- neutrale Worte in schwarz,
- männliche Nomen bzw. Endungen immer in BLAU,
- weibliche Nomen bzw. Formen immer in ROSA (oder rot) einträgt.

Beim Schreiben in das Vokabelheft muss dazu zwar dauerend der Stift gewechselt werden, die Mühe lohnt sich aber: Sitzen die Kinder in der Klausur und grübeln, ob es "le ..." oder "la maison" heißt, fällt ihnen aus der optischen Erinnerung schnell ein, dass das Wort im Vokabelheft rot steht, also weiblich ist.

Auch wer zusätzlich mit Aufklebern auf dem Mobiliar (z.B. per wiederablösbarem Malerkreppband) arbeitet, kann das englische Wort in schwarz und dazu das französiche in blau bzw. rosa/rot draufschreiben. Die Farbe unterstützt das Gedächtnis deutlich.

2. Der französische SATZBAU ist für Kinder eine Herausforderung. Den kann man ihnen leicht/er beibringen, wenn man mit ihnen in einem humorigen ZWISCHENSCHRITT erst auf deutsch die französische Reihenfolge, z.B. das Hintanstellen von Adjektiven, übt:
- Ausgangssatz auf Deutsch sagen bzw. aufschreiben: "Der braune Hut ist hässlich."
- Zwischenschritt: Den Satz auf Deutsch aber in französicher Satzbaufolge und mit näselnder Aussprache/mit franz. Akzent sagen: "Der ut braune ist ässliiisch."
- Dann erst übersetzen: "Le chapeau brun est moche."

Auf diese Weise kann man auch zwischendurch mit den größeren Kindern ein bisschen Französich "spielen", indem man zwar alles mit deutschen Vokabeln spricht, aber mit französischer Grammatik - und damit nichts verwechselt wird, mit näselnder französischer Aussprache. So bekommen jüngere Geschwister mit, worüber gesprochen wird, sind derweil also nicht "außen vor", und finden das meist sogar lustig... und "manschmaal sie fangen aan, mitsumachän bei Spielen Fransösiiisch"... ;)

So prägt sich der französische Satzbau schnell ein - "und sofort er nischt ist mähr so fürschterliiisch" :)

Bonne Chance!

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Themen: Kabel

5 Kommentare


1
#1
27.4.11, 11:22
Danke für den Tipp, werde ich mir merken wenn mein Großer mit dieser schönen Sprache anfängt....
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#2
27.4.11, 12:24
Super Tipp....wir haben in der Schule auch immer so verfahren, nur wir haben uns das mit TExtmarkern markiert.das ist auch praktisch zum schnellen nachgucken der wörter.
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#3
27.4.11, 17:47
Klasse Tipp! Kommt bei mir allerdings leider zu spät :(
Er hätte zwei Jahre früher kommen sollen ^^
Aber auf jeden Fall werde ich mir den Tipp merken, kann für die Zukunft ja nur von Vorteil sein :)
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#4
28.4.11, 23:28
Ja, das mit dem Nachmachen klingt doch gut als Trick. Als Französin bin ich immer sehr interessiert, wie andere meine Muttersprache lernen können. Finde aber, der deutsche Akzent ist auch auf "Fransösiiisch" so süss, wäre etwas schade das auch abzubauen, wenn es spontan auch da ist...oder doch nicht?
Ich glaube allerdings vor allem, Kinder sollten schon sehr früh Bücher, Musik oder Filme in der Zielsprache haben, auch wenn nur ein paar. So habe ich Deutsch sehr früh lernen können. Hab dank ein paar Tim und Struppi die es bei mir auf fr. nicht gab schon ein Interesse in der Sprache gehabt...so einfach war das^^.
#5
4.5.11, 14:38
@Paulette: Stimmt, da gibt es viele Ergänzungen und Möglichkeiten...
Schon für kleine Kinder gibts wirklich ausgesprochen schöne Kinderlieder-CDs, z.B. die frz. musicrèche-Reihe. Bei vielen DVDs kann man auch schlicht die Sprache umstellen. Wir haben z.B. die Kinder einen Film, dessen Inhalt sie zuvor schon aus Büchern kannten, 1x auf dt. ansehen lassen und ab da nur noch auf der "Zielsprache". Größere Kinder nehmen gerne frz. Comics, Barbie- oder Bravo-Heftchen in die Hand (insbes. wenn die auf der Toilette deponiert sind, und sonst nichts Einfacheres/Interessanteres da ist).
Allerdings glaube ich nicht, dass es etwas brächte, kleinen Kindern das Material unbegleitet vorzusetzen. Sofern sie die Sprache noch nicht in der Schule haben, sollte zumindest eine Bezugsperson im Haushalt die Sprache können und sie mit den Kinder gelegentlich anwenden. Wenn aber zumindest einer in der Familie die Sprache spricht, kann man auch schon mit kleinen Kindern ganz einfache Spiele wie Memory oder Verstecken spielen. Denn die kommen mit ganz wenigen, schnell erlernbaren Phrasen aus, die sich auch Kindergartenkindern sofort erschließen und die sie leicht nachplappern können (Où est ...le 2eme lapin?...là?).

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