Leckerer Frischkornbrei: Geschmackszutaten können eine Handvoll (gefrorener) Himbeeren oder andere frische oder gefrorene Früchte sein, aber auch so etwas wie Kakaopulver, Kokosraspel, Nüsse, Marmelade und die Gewürze so etwas wie Zimt, Vanille, Anis.
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Frischkornbrei: Süßspeise aus Haferkörnern

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Müsli aus Haferflocken kennt sicher jeder. Hier mal eine Idee, wie man aus ganzen Haferkörnern und wenigen weiteren Zutaten einen Frischkornbrei machen kann.

Zutaten pro Person

  • 3 EL (ca. 50 g) Haferkörner  
  • Wasser
  • 1 Handvoll Früchte z. B. Himbeeren
  • ggf. Zucker nach Geschmack

Zubereitung

  1. Haferkörner (ca. 50 g) mit reichlich Wasser über Nacht einweichen.
  2. Das Einweichwasser abgießen und die Haferkörner in einem Sieb abspülen. Die Haferkörner quellen soweit, dass sie ihr Gewicht fast verdoppeln (ca. 90 g).
  3. Die gequollenen Haferkörner in ein hohes Gefäß füllen und mit so viel frischem Wasser auffüllen, dass sie gerade bedeckt sind.
  4. Mit dem Pürierstab bis zur gewünschten Konsistenz pürieren, ggf. noch Wasser (Saft oder Milch) hinzufügen.

Die Konsistenz hängt zum einen davon ab, wie lange man püriert, zum anderen, wie viel Flüssigkeit man hinzufügt. Will man eher eine feste Masse, bei der man noch etwas zu kauen hat, ähnlich wie Müsli (weniger Wasser, kurz pürieren), oder will man eher eine sahnige Creme (mehr Wasser, länger pürieren). Da kann man sogar auf die Wünsche der einzelnen Familienmitglieder eingehen.

  • Geschmackszutaten hinzufügen (z. B. Himbeeren)
  • Gewürze hinzufügen (ein Spritzer Zitronensaft, Zucker)
  • weiter pürieren oder nur vermischen

Geschmackszutaten können eine Handvoll (gefrorener) Himbeeren oder andere frische oder gefrorene Früchte sein, aber auch so etwas wie Kakaopulver, Kokosraspel, Nüsse, Marmelade und die Gewürze so etwas wie Zimt, Vanille, Anis. Zitrone gibt einen leicht säuerlichen Geschmack, wie er auch bei Joghurt oder Quark zu finden ist. Weswegen diese Hafercreme sich genauso gut als vegane Grundlage für Zaziki eignet. Auch eine Weiterverarbeitung wie Humus, mit Sesam und Olivenöl ist denkbar.

Frische bzw. kalt eingeweichte Haferkörner schmecken leicht nussig, haben eine etwas andere Geschmacksnote als Haferflocken. Wer diesen nussigen Geschmack noch verstärken will, kann die Haferkörner vor dem Einweichen in einer ohne Fett kurz rösten. Das harmoniert gut mit der Variante mit Kakao. 

Das lange Einweichen verlangt etwas Vorausdenken und Planung. Nur wenn ich die Hafercreme fest einplane, weiche ich den Hafer bei Zimmertemperatur höchstens 24 Stunden ein. Für spontane Hafergelüste steht ein Marmeladenglas mit eingeweichten Haferflocken im Kühlschrank. Da kommt es dann auf ein oder zwei Tage längere Einweichzeit nicht an. 

Die Hafercreme aus 50 g Haferflocken und Wasser ergibt so viel, dass man die Menge auch locker in kleinere Portionen aufteilen kann und mit verschiedenen weiteren Zutaten eine z.B. eine Schoko-Vanille-Himbeer Nachtischkreation zusammenstellen kann. Eine kleinere Menge eignet sich auf als Brotaufstrich.

Man kann dieses Rezept auch einfach mit Haferflocken zubereiten, die sind leichter erhältlich und schneller zu verarbeiten und natürlich auch sehr gesund. Bei der Herstellung von Haferflocken werden Haferkörner platt gewalzt. Sobald das Korn aufgebrochen ist, verliert es seine natürliche Schutzhülle und das reichlich im Haferkorn enthaltene Fett kann ranzig werden. Damit das nicht passiert wird der Hafer bei der industriellen Haferflockenherstellung mit Wärme behandelt, wodurch manche Vitamine verloren gehen. Bei der Verwendung von ganzen Haferkörnern steckt alles Gute noch im Korn drin. Haferflocken sind also gesund und Haferkörner noch gesünder.

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16 Kommentare

1
#1
23.6.18, 09:02
Für Brei bin ich nicht so zu haben, brauch was zum beißen und knacken. Sollte ich aber irgendwann mal zahnlos sein, kommt mir dieses Rezept wie gerufen. Optisch schon mal ein Knaller.
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#2
23.6.18, 16:41
@Upsi: 😁 gerade musste ich laut lachen, weil ich in deinem Kommentar ein „n“ überlesen habe. Kannst ja mal überlegen, welches das war. 🙄 Ich mag auch keinen gekochten Haferbrei, der ist mir viel zu schleimig. Aber ich probiere gerne mal etwas Neues aus. Der Frischkornbrei war überraschend anders, schnell gemacht, aber man hat durchaus daran zu kauen.
Da ich zur Zeit größere Mengen Haferkörner verarbeite, war das noch nicht das letzte Rezept. Vielleicht sagt dir das nächste wieder mehr zu.
#3
23.6.18, 18:16
habe eine liebe Kollegin aus Russland ... dort sind solche Frischkornbreie sehr beliebt
#4 viertelvorsieben
23.6.18, 20:28
Ich habe früher jeden Tag Frischkornbrei gegessen, allerdings mit geschroteten Körnern. Abends wurden 3 Eßlöffel voll in etwas Wasser eingeweicht, und am nächsten Tag mit Schattenmorellen und Sahne verspeist. Lecker!
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#5
23.6.18, 23:38
@Mafalda: #2 😂auch ohne " n " wäre das eine wichtige Sache und funktioniert besser mit Körnern. 😂
#6
24.6.18, 06:06
Derjenige, der die Haferflocken erfunden hat, der hatte einen triftigen Grund:
Hafer wird, wenn man ihn über Nacht einweicht, bitter. Aber weil er ein weiches Getreide ist, muss man das ja auch nicht.
Den Begriff "Frischkorngericht" hat Dr. Max-OttoBruker geprägt.
Das hier aufgeführte Rezept hat damit nicht mehr viel zu tun.
Die hier beschriebene Vorgehensweise ist für viele vermutlich ein Garant für Bauchschmerzen und Unverträglichkeitserscheinungen.
Wenn schon FRISCHkorn, dann würde ich ihn auch frisch lassen, und nich mit Rösten anfangen oder dann doch die Flocken aus dem Supermarkt nehmen.
Bei Hafer sollte das Einweichen NICHT stattfinden aus besagten Grund.
Entweder man mahlt ihn einfach frisch, oder versucht die Sache zu pürieren, oder benutzt einen Flocker.
Und auf keinen Fall ZUCKER! Dann braucht ihr kein Auto, um zur Arbeit zu fahren, weil ihr Düsenantrieb haben werdet. ;-)
Der Frischkornbrei, den man mit eingeweichtem Getreide macht, ist Hartgetreidesorten wie Dinkel, Gerste usw vorbehalten.
Ich kritisiere das Rezept deshalb, weil es eine Vorgehensweise, dessen Name (Frischkornbrei) zwar nicht geschützt ist, aber dennoch einen gewissen Stellenwert in der Naturkostszene hat, und weil , wie gesagt, der eigentliche Benefit des frischen Korns durch manche Zutaten ad absurdum geführt wird.
Dennoch sei jedem natürlich in künstlerischer Freiheit jegliches Ausprobieren  von Varianten, so auch diese bestimmt leckere Variante, vorbehalten.
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#7
24.6.18, 09:28
@Ibufrofee: Vielen Dank für deine Ergänzungen. Manchen kann ich zustimmen, bei manchen habe ich andere Erfahrungen gemacht. Mir ging es weniger darum einer bestimmten Ernährungsform zu folgen, als zu zeigen, was man mit ganzen Haferkörnern alles machen kann.
EINWEICHEN: Da ich keine Getreidemühle, keine Flockenpresse sondern nur einen Pürierstab habe, weiche ich die ganzen Körner mit kaltem Wasser ein. Manchmal nur eine Stunde (das passt morgens allerdings nicht in meinen Zeitplan) meistens über Nacht und püriere die eingeweichten Körner mit frischem Wasser. Einen bitteren Geschmack konnte ich dabei nicht feststellen. Laut Literatur werden aufgebrochene Haferkörner bitter und ranzig. Ich weiche änder die ganzen Körner  ein und esse den Brei bald nachdem ich sie püriert habe.
FRISCH: habe ich das genannt, weil die Körner eben bis auf die Variante mit dem Rösten nicht heiß gemacht werden. Ich mache auch Haferdrink aus den Körnern, aber da übergieße ich sie mit heißem Wasser. Ich finde den frischen Geschmack sehr angenehm.
ZUCKER: ich selbst süße sehr wenig, aber wenn, dann ist für mich der normale Haushaltszucker am verträglichsten. Von Honig oder Dicksäfte bekomme ich die von dir genannten Auswirkungen, bei Zucker nicht.
Die von dir beschriebenen Erfahrungen, habe ich mit anderen Körnern, die mir von Naturkostfanatikern vorgesetzt wurden, gemacht. Da musste ich mir die Hose unten zubinden, um noch vollständig nach Hause zu kommen. 💩
Ich bin froh, dass ich mit Hafer ein für mich so verträgliches Korn gefunden habe.
#8 viertelvorsieben
24.6.18, 13:25
Zu #4 möchte noch ergänzen, daß es sich bei den Körnern um Weizen handelt und nicht um Hafer. Sorry... 
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#9
25.6.18, 04:30
@Mafalda: Daumen hoch für die Art, wie du  mit dem Kommentar umgehst!
So ist erstens dein Ansatz nun für mich  gut nachvollziehbar, und manches für potentielle Nachmacher -und darum geht es ja, vielleicht auch noch verständlicher.
 :-)
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#10
25.6.18, 04:35
@Mafalda:  meintest du  beim fehlenden n vielleicht im Ergebnis ganz viele "Upsi's""?
#11
25.6.18, 10:07
*Kommentar gelöscht*
#12
25.6.18, 12:44
@Upsi: ich habe #10 so verstanden, dass ich dass „n“ in „zahnlos“ überlesen habe, daher „zahllose Upsis“. Wenn es nach mir ginge, darf es von deiner Sorte gerne mehr hier geben.(ganz ellle Upsis.) Ich lese deine Kommentare gerne.
#13
25.6.18, 13:55
(„Ganz viele Upsis“) meinte ich. Die 🚗 Korrektur 🕷t
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#14
25.6.18, 14:02
@Mafalda: hihihi, ich dachte du meinst das vergessene N beim "knacken ". Hilfe , das war ja ein Mißverständnis hoch drei. Aber Ibufro hat es dann bestimmt auch nicht böse gemeint. 🙈 Sorry
Ich find es trotzdem zum totlachen und mein Männe fragt schon warum ich beim schreiben so grinse.
#15
27.6.18, 09:04
@Ibufrofee #9: Danke für das Kompliment. Beim Kochen und Essen verfolge ich nie streng dogmatisch eine Lehre, weil ich der Meinung bin, dass keine Ernährungsform auf alle Menschen zutreffen kann. Mein eigener Körper ist der Lehrmeister, auf den ich höre. 

Übrigens auf der Verpackung von Hafer aus der Drogerie steht: „geschrotet und eingeweicht wird er zum wertvollen Frischkornbrei“ Das habe ich erst jetzt gelesen, aber meiner Erfahrung nach ist das Schroten vorher unnötig.
#16
27.6.18, 22:53
@Mafalda: der Haken ist nur, dass die ganze Chemie und konzentrierte Stoffe deinen u seren Körper so durcheinanderbringen, dass er schwerlich kapiert, wann er reingelegt wird.
Bsp. Geschmacksverstärker.
So einfach ist das nämlich nicht mehr heutzutage.

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