Hirschhornkuchen mit dunklem Teig
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Hirschhornkuchen mit dunklem Teig

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Neulich habe ich nun endlich auch das Hirschhornkuchen-Rezept mit dem dunklen Teig ausprobiert und, obwohl der Teig nicht ganz so hoch aufgegangen ist, wie ich es eigentlich erwartet hätte, finde ich ihn trotzdem fast noch besser als den mit dem hellen Teig.

Er ist auch sehr locker geworden und schmeckt ganz wunderbar schokoladig, dazu als Kontrast die Zitronenglasur – ein ganz besonderer Genuss!

Wie versprochen, gebe ich auch dieses einfache und schnelle Rezept für alle Backfreudigen weiter!

Zutaten für eine Backform (meine ist 28 x 40 cm groß)

Für den Teig:

  • 250 g Butter
  • 3 Eier
  • 2 Tassen Zucker (250 g)
  • 1 Tasse Milch
  • 1 TL Hirschhornsalz
  • 250 g Mehl
  •  50 g Kakao

Für den Guss:

  • 1 EL Zitronensaft
  • 3 EL Wasser
  • 250 g Puderzucker
  • Zuckerstreusel

Zubereitung

  1. Zunächst den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  2. Die Butter und die Eier werden mit dem Mixer auf höchster Stufe cremig gerührt, anschließend der Zucker hinzugefügt und weitergerührt.
  3. Das Hirschhornsalz verrührt man in der Milch und rührt sie ebenfalls unter die Masse.
  4. Dann wird das Mehl mit dem Kakao vermischt, gesiebt, in die Masse eingerührt und alles zu einem cremigen Teig verrührt. Dieser wird nun gleichmäßig auf das gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Blech verteilt, das nun in den vorgeheizten Ofen geschoben wird.
  5. Nach einer Backzeit von etwa 20-25 Minuten ist der Kuchen fertig. Ich lasse ihn dann noch etwas bei leicht geöffneter Backofentür abkühlen, ehe ich ihn zum Auskühlen herausnehme.
  6. Für den Guss mische ich den Zitronensaft mit dem warmen Wasser und dem Puderzucker und verrühre alles glatt. Dann verteile ich den Guss auf dem Kuchen und streue die Zuckerstreusel darüber - nun ist er fertig zum Genießen.

Ich wünsche allen einen recht GUTEN APPETIT!

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21 Kommentare


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#1 xlzicke
19.4.15, 10:34
ich habe vor kurzem den hellen Kuchen gebacken und war begeistert. Nach zwei Wochen hatte ich noch ein Stückchen in Frischhaltefolie eingewickelt im Kühlschrank gefunden, was soll ich sagen, der hat noch frisch und locker geschmeckt wie am ersten Tag.
Den dunklen backe ich auf jeden Fall in der nächsten Zeit, jetzt ist erstmal Kuchenpause, damit die Frühlingsrollen etwas schwinden. :-)))
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#2
19.4.15, 11:53
Das Rezept hört sich gut an und wird bald nachgebacken - danke! Bis jetzt habe ich Hirschhornsalz immer nur für die Weihnachtsbäckerei benutzt. Für "Ganzjahreskuchen" ist das eine ganz neue Vorstellung. Ich bin gespannt, wie er uns schmeckt.
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#3
19.4.15, 11:55
@xlzicke: Willst Du etwa einen Teil Deiner "erotischen Nutzzone" aufgeben?
Ich finde diesen Ausdruck so niedlich, mein Mann auch.
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#4 xlzicke
19.4.15, 12:46
@Maeusel: ja, ich möchte gerne meine erotische Nutzfläche verkleinern, aber nicht zuviel, denn ich liebe meine Kurven und eine Heidi Klum werd ich eh nicht mehr, will ich auch garnicht.
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#5
19.4.15, 13:56
Wiki sagt: "Hirschhornsalz (E 503) ist ein Backtriebmittel und besteht hauptsächlich aus Ammoniumhydrogencarbonat NH4HCO3 neben Ammoniumcarbonat (NH4)2CO3 und etwas Ammoniumcarbamat NH4CO2NH2."

Also die reine Chemie. Aber keine Bange, die gesamte Koch- und Backkunst wäre ohne Chemie nicht möglich, die "Keule" muss also nicht bemüht werden.

Ferner meldet Wikipedia: "Hirschhornsalz ist nicht geeignet für Hochgebäck (z. B. hohen Kuchen), da Ammoniak zurückgehalten würde, was Geschmack und Farbe beeinträchtigen kann. Flachen Kuchen kann man damit zubereiten, er ist dann sehr lange haltbar.

Hirschhornsalz unterscheidet sich vom Backpulver unter anderem durch das Fehlen saurer Bestandteile. Hirschhornsalz sollte kühl und trocken und getrennt (oder gut verschlossen) von anderen Backhilfsmitteln (zum Beispiel Vanillinzucker) aufbewahrt werden, da sonst eine Beeinträchtigung durch freigesetztes Ammoniak stattfindet. Das Salz riecht schwach nach Ammoniak und schmeckt ähnlich wie Salmiak."

Natürlich wussten die meisten von euch das längst, aber einige vielleicht noch nicht.:-)
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#6 muddi1965
19.4.15, 20:46
@Spectator: Danke, ich wusste es nicht und es macht mir nun etwas Angst. Denn Ammoniak steht ja u. a. in Verdacht, mit Schuld an Alzheimer zu sein. Und bei Alkoholikern ist es verantwortlich für den wörtlich "versoffenen Verstand" (Leber kaputt, Ammoniak im Gehirn steigt&lagert sich ab).
Das Rezept klingt simpel, schnell und günstig.
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#7 Klick
19.4.15, 23:43
@Maeusel: den kannst ruhig backen, da passiert nix, mei Frau backt den schon lange und mei
Großmutter hat ihn auch viel gemacht und die ist 96 geworden.
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#8
20.4.15, 11:35
Na, das ist doch jetzt mal ein echt schönes, klassisches Beispiel dafür, dass es doch immer wieder auf die Menge ankommt, die letztendlich das "Gift" (aus)macht .

Das Rezept hört sich sehr gut an, bestimmt ein köstlicher Kuchen . Ich werde in nachbacken - danke !

Den informativen und aufklärenden Beitrag von Spectator find' ich super, weil er erstens wissenwert ist und zweitens einmal mehr aufzeigt, daß uns die kleinen Mengen an Chemie (denen wir gar nicht mehr gänzlich ausweichen können) nicht sofort und unweigerlich dahinraffen.
Grad das Hirschhornsalz, daß es schon ewig gibt, unsere Lebkuchen so unwiderstehlich weich macht und schon (wie Klick bereits erwähnt hat) unsere Großmütter verwendet haben, das so harmlos und "natürlich" klingt , ist also auch nicht ohne .

Da könnte dann auch der ein - oder andere erhobenen Zeigefinger getrost unten bleiben und Tippgeber müssten nicht zwingend für Brühwürfel, Soßenpulver, Instantnudeln oder Tütensuppe fast gesteinigt wird ;-D !
#9
20.4.15, 12:57
@Klick: Schön, daß Du wieder da bist - allerdings erschreckend gealtert!
Ich habe auch keine Angst vor Hirschhornsalz, so war mein Kommentar nicht gemeint. Ich denke dabei aber immer nur an Weihnachtsbäckerei, so wie bei Lebkuchengewürz auch. Das wird sich jetzt ändern, wenn ich auch im Frühling einen Kuchen mit Hirschhornsalz backe.
#10
20.4.15, 14:36
sehr lecker!
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#11 Klick
20.4.15, 15:23
@Maeusel: wer altert hier nicht ??? :-))))))))
#12
20.4.15, 16:46
@Klick: Ja schon, aber gleich auf fast hundert Jahre???
Aber Du bist ja auch ein Aprilscherz, da zählt das Alter wahrscheinlich sowieso nicht.
8
#13 Klick
20.4.15, 16:58
Maeusel: lach, ja, ich bin ein Aprilscherz, hat mei Mutter auch schon gesagt und hundert werd i nur, wenn i hier nicht mehr so viele böse PM bekomme. I bin nämlich a ganz lieber :-)
1
#14
20.4.15, 19:14
DaCapo:
Danke, gern geschehen!
Oft sind es die "gelehrten" Namen, die abschrecken, z.B., wenn man statt Salz ganz korrekt "Natriumchlorid" sagen würde.
Hirschhornsalz hat ja auch nichts mit Hirschgeweihen zu tun, sondern hat seinen Namen von Samuel Balthasar Hirschorn, königlich sächsischer Hofapotheker in Dresden (1685-1748). ;-)
#15
20.4.15, 19:45
Spectator #14 :

Da hast Du völlig recht - die Bezeichnung hat großen Einfluss darauf, wie wir ein Produkt einstufen .

Danke - jetzt weiß ich endlich woher das Hirschhornsalz seinen Namen hat.
Daß kein Hirsch dafür sein Geweih lassen muß ;-) dachte ich mir zwar, aber wer oder was nun Grund für die Bezeichnung ist , da hatte ich keinen Schimmer !
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#16
20.4.15, 19:57
@Spectator:
@DaCapo:

Zitat: "Hirschhornsalz hat ja auch nichts mit Hirschgeweihen zu tun, sondern hat seinen Namen von Samuel Balthasar Hirschorn, königlich sächsischer Hofapotheker in Dresden (1685-1748)."?

Geschichte des Hirschhornsalzes:
Hirschhornsalz hat eine jahrhundertealte Tradition in der Weihnachtsbäckerei. Früher gewann man es durch trockenes Erhitzen von Horn, Klauen und Leder von Hirschen. Das ist zur Freude von Vegetarieren, Veganern und allen anderen Tierfreunden heute zum Glück aus der Mode gekommen. Inzwischen stellt man Hirschhornsalz nur noch chemisch aus einer Mischung von Ammoniumchlorid, Holzkohle und Calciumcarbonat her.
Mit diesem klassischen Triebmittel für Plätzchen und Lebkuchen können auch Vegetarier und Veganer beruhigt backen, denn heutzutage enthält Hirschhornsalz (im Gegensatz zu früher) keine tierischen Stoffe mehr. (eatsmarter.de)
-1
#17
20.4.15, 20:01
DaCapo:
Vielleicht hast du das kleine Zwinker-Smiley am Schluss übersehen?
Sorry, aber es hat tatsächlich was mit Hirschgeweihen und anderen Tierknochen zu tun - ursprünglich wurden die für die Herstellung benötigt - als Grundstoff. Der gute Samuel ist mein "Geschöpf".
1
#18
20.4.15, 20:10
backfee44 #16 :

Dann wars wohl früher doch was Natürliches .
Ob diese Form dann auch noch jene war, die unsere Großmütter verwendet haben ?
Danke jedenfalls für die Erklärung
:-) .
So oder so - ich lass' mir den Kuchen schmecken - wie so vieles, ißt man es ja nicht täglich :-) .
1
#19
20.4.15, 20:16
Spectator #17 :

Hahaha - na, warte ...... :-D
1
#20
20.4.15, 22:23
To-do-Liste für morgen:
"Labor herrichten für neue Versuchsreihe.
Hirschgeweih über'm Bett abschrauben. Feile besorgen."
#21
17.2.16, 16:47
Danke, liebe backfee, für das einfache Rezept. Ich backe zwar seit ca. neun Jahren wöchentlich, in stetigem Wechsel der Rezepte, aber an Hirschhorn habe ich mich bisher nicht gewagt, weil ich als Kind die "Amerikaner" nicht so sehr mochte. Dein Rezept war der Anlass, es mal zu probieren. Beim Backen hat es zwar ein bisschen geduftet, aber jetzt beim Essen war nichts mehr zu schmecken. Der Kuchen ist einfach super geworden. Die 5* sind der Dank dafür.

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