Hund an die Hundebox gewöhnen

Hund an die Hundebox gewöhnen

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Mein Hund (9 Monate alt) schläft in einer Hundebox. Bevor jetzt einige von euch laut aufschreien, möchte ich euch erklären, welche Vorteile die Hundebox hat.

Da wir einen sehr lebendigen Hund haben und er von selber nur sehr schwer zur Ruhe kommt, (weil ja alles interessanter ist, als zu schlafen ;-)), haben wir ihn langsam an die Box gewöhnt. In dieser befindet sich nur ein Wassernapf und ein Kauknochen. Wenn ihm langweilig ist, hat er was zum Beißen, und sonst schläft er, da er durch nichts anderes abgelenkt werden kann.

Auch zum Stubenreinwerden nutzten wir die Box (vor allem in der Nacht) denn ein Hund beschmutzt normalerweise seinen Schlafplatz nicht. Hat wunderbar geklappt, wenn er musste, hat er sich gemeldet und wir gingen Gassi. Nach 3-4 Wochen war unsere Kleine sauber!!

Um die Box zum Sauberwerden zu verwenden, ist es wichtig, dass man dem Hund nicht von Anfang an den ganzen Platz zur Verfügung stellt, da er sich sonst hinten ein Plätzchen suchen könnte, wo er hinmacht und vorne schläft. Wir haben die Box mit einer Platte unterteilt, die immer weiter nach hinten kam. Die Box wuchs also mit dem Hund mit.

Da wir auch oft mit dem Auto unterwegs sind und der Hund auch darin sicher transportiert werden muss, ist es ein weiterer Vorteil, wenn der Hund die Box schon kennt, so erspart man sich 1., dass der Hund jedes Mal ein Theater macht, wenn man wo hinfährt (weil er in gewohnter Umgebung ist) und wie gesagt, er ist sicher darin.

Auch kann man nie wissen, ob der Hund mal für ein paar Tage beim Tierarzt bleiben muss, dort würde er auch in einer Box untergebracht werden müssen. Zudem fühlen sich Hunde in einer Box wohler, da sie sich darin wie in einer Höhle zurückziehen können.

Das Allerwichtigste, was es zu beachten gibt, ist wirklich den Hund sehr sehr langsam an die Box zu gewöhnen und ihn auch NIEMALS zur Strafe darin einzusperren!! Wir ließen unsere am Anfang nur immer wieder mal ganz kurz hinein und gaben ihr darin ein paar Futterstücke (die Türe war offen).

Später kann man ein bisschen Futter hineinwerfen, und wenn sie von selber hineingeht, immer kräftig bestärken und viel loben, bis man auch mal KURZ die Türe schließen kann (ein paar Sekunden). Dann kann man anfangen sie ein paar Minuten in der Box zu lassen, mit geschlossener Türe (vielleicht ein Spielzeug oder einen Knochen dazugeben). So gewöhnt man den Hund Schritt für Schritt an seinen Platz.

Unsere bekommt ihr Futter ausschließlich in der Box, und wenn sie hungrig ist, setzt sie sich schon erwartungsvoll hinein und schaut uns an. Ist ein göttlicher Anblick. Ich gebe ihr ihr Futter aber nur, wenn ich sie selber hineingeschickt habe, damit sie nicht anfängt zu bestimmen, wann sie was von uns bekommt. ;-) Damit muss man aufpassen.

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11 Kommentare


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#1 michelleh
1.9.15, 09:51
Die Beagle sind grundsätzlich schwer erziehbar. Sie machen was sie wollen, haben ihren eigenen Kopf. Wenn du ihnen den Rücken zudrehst, haben sie schon wieder vergessen, was sie dürfen und was nicht. Diese Box haben wir immer für Autofahrten genutzt, die Hündin wollte nicht rein, das war immer sehr schwierig. So haben wir auch immer ein Leckerli hineingelegt.
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#2
1.9.15, 22:27
Super. :-)
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#3
2.9.15, 01:14
9 Monate alt, stubenrein? Alle meine Hunde (5) waren mit 12 Wochen stubenrein, im Käfig oder Box? Ein no go, unser Hund ist ein Familienmitglied somit kann er sich im ganzen Haus bewegen wie er will, ebenso im Auto, Wohnmobil etc....
Wir leben schließlich bei unserem Hund!!!!
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#4
2.9.15, 06:32
So ist es. Ein Hund - insbesondere ein Welpe - braucht die Nähe zu seinem Menschen. Hier wuselt gerade der 5. Hund in meinem Leben herum, eingesperrt hab ich noch keinen. Meine Fellnase ist überall dabei.
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#5
2.9.15, 08:23
@zausel58
ich habe ja geschrieben, dass es 3-4 wochen dauerte bis mein Hund stubenrein war.
Bekommen mit 8 Wochen, stubenrein zwischen 11 und 12 Wochen.
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#6
2.9.15, 08:26
Was machst du denn beim Autofahren mit ihm?

Und die Nähe bekommt er doch genauso. Ich lasse ihn ja nicht den ganzen Tag eingesperrt, sondern immer wieder mal für kurze Zeit.
Aber ich dachte mir schon, dass ich hier nicht richtig verstanden werde.
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#7 mellie_V8
2.9.15, 10:46
#2605 Es ist sehr verantwortungsvoll, einen Welpen von Anfang an positiv auf die Box zu konditionieren. Das einfache Beispiel, dass er schon allein beim Tierarzt dort untergebracht werden könnte, ist sehr gut. Genauso beim Autofahren oder um dem Vierbeiner auch mal einen ruhigen Rückzugsort bieten zu können (bei geöffneter Tür, wohlgemerkt) - das hat nichts mit "Wegsperren" oder "nicht dabei haben wollen" zu tun.
Schlimmer finde ich es, wenn der Mensch den Hund vermenschlicht und ich von Mini-Hunden, welche bei Frauchen im Restaurant auf dem Schoß sitzen, überschwemmt werde.
Der Hund war und ist schon immer unser BEGLEITER und kein Menschenersatz.
Ich habe den Tipp richtig verstanden und würde Negativkommentare bzgl. der Box schlicht und ergreifend überlesen. :)
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#8
2.9.15, 11:34
Guter Tipp! Wir haben zwar selbst keinen Hund, aber unsere Nachbarn habe vor drei Wochen einen ganz süssen bekommen und die machen das auch so. Hätt ich wohl bei meiner Katz auch tun sollen. Das Geplärre auf der ganzen Fahrt zum Tierarzt, zieht einem echt den letzten Nerv.
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#9
2.9.15, 12:57
danke melli_v8 & kamilla :-)
Ich hab gottseidank mit solchen Kommentaren gerechnet, da ich weiß wie bei dem Thema Hundebox die Meinungen auseinander gehen.
Naja, es kann ja eh jeder selber entscheiden ob man es so machen will oder eben nicht.
Meine Hündin fühlt sich darin auf jeden Fall wohl (das merkt man) und in ihrer "Höhle" kommt sie wirklich schnell zur Ruhe, was mir wichtig ist. :)
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#10 krillemaus
5.9.15, 12:17
Der Tipp ist völlig hundegerecht! Ein Hund ist ein Familien-M i t g l i e d, nicht der Familienvorstand! Dazu gehört auch, dass er erlernt, nicht überall dabei sein zu können und zu dürfen, vor allem, dass er nicht das Geschehen zu bestimmen hat.
Je früher man einen Hund daran gewöhnt, einmal getrennt von seinen Menschen zu bleiben, desto besser für ihn und seine Menschen. Nur ein solcher Hund ist ein Hund, der auch von Nicht-Hundebesitzern akzeptiert wird.
Das Verbleiben in einer Box ist ja nicht primär dazu gedacht, den Hund dauerhaft von der menschlichen Gesellschaft wegzusperren, sondern dient seiner eigenen Sicherheit, z.B. auf Reisen, in Stress-Situationen etc.
Kritik an diesem Tipp kann nur üben, wer keine Ahnung von Hundehaltung und der damit verbundenen Verantwortung eines Hundebesitzers hat.
Ich als langjährige Hundebesitzerin finde es wenig artgerecht, wenn Menschen ihren Hund ständig herumtragen, auf den Arm nehmen, wenn eine Hundebegegnung droht, ihn am Frühstückstisch im Hotel vom eigenen Frühstücksteller am Tisch fressen lassen. Das hat mit Hundeliebe nichts mehr zu tun, sondern ist artungerechte Vermenschlichung eines Tieres, solche Leute machen sich zum Affen ihres Hundes!
Leider sorgen genau diese Menschen dafür, dass in unserer Gesellschaft zunehmend Antipathien gegen Hunde und ihre Halter zu verzeichnen sind.
Mein jetziger Bearded Collie hat eine Transportbox, in die er freiwillig und gerne geht, nicht nur, wenn sie im Transportraum des Autos steht (er fährt für sein Leben gerne Auto), sondern auch, wenn sie nach einer Reinigung zum Trocknen in der Wohnung oder im Garten steht. Er fühlt sich darin so wohl, dass ich ihn schon gesucht habe und ihn in der Box im offenen Transportraum des Autos in der Garage friedlich schlafend gefunden habe.
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#11
5.9.15, 13:10
Das Thema "Hund" kann wirklich polarisieren. Ich denke auch, daß es bestimmt nicht artgerecht ist, wenn man seinem Hund alles erlaubt und ihn sogar mit ins Bett nimmt.
Für viele Menschen ist ihr Hund ein Kind-Ersatz, und das ist nicht gut.
Als unsere Kinder klein waren, kam uns mal in einem Park ein Hund entgegen, der uns anspringen wollte. Ich habe der Halterin gesagt, sie könne ihren Hund doch nicht frei laufen lassen. Ihre Antwort war: "Wieso, Sie lassen Ihre Kinder doch auch frei laufen!"
So wenig tolerant sind einige Hundehalter leider. Zum Glück gibt es auch die vernünftigen, wie einige Kommentare hier zeigen.

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