Wir müssen uns den gegenwärtigen Tatsachen stellen und Position beziehen: Mitmachen oder Totalverweigerung? Oder gibt es noch etwas dazwischen?

Im Rausch der Geschenke

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Oh du fröhliche, oh du stressige… In den Regalen der Supermärkte verkünden es die Lebkuchen bereits seit Ende September: Weihnachten naht. Ebenfalls unschwer zu erkennen an der Lichterflut geschmackloser LED-Weihnachtsdeko in Geschäften und Fußgängerzonen. Man kann es den Händlern nicht verdenken, macht doch das Weihnachtsgeschäft in vielen Fällen den Löwenanteil des Jahresumsatzes aus. Und trotzdem: Es nervt, es ist penetrant, es ist halt mal wieder Vorweihnachtszeit.

Ist es nur meiner verklärten Kindheitserinnerung zuzuschreiben, dass ich das Gefühl habe es wird von Jahr zu Jahr schlimmer? Irgendwie war es früher kuscheliger und ein Hauch von Besinnlichkeit wehte durch das Dorf meiner Kindheit. Aber Nostalgie macht gerade zur Weihnachtszeit alles nur noch schlimmer. Wir müssen uns den gegenwärtigen Tatsachen stellen und Position beziehen: Mitmachen oder Totalverweigerung? Oder gibt es noch etwas dazwischen? Hoffentlich. Ich bin kein Weihnachtshasser, mir geht nur die Vermarktung eines an sich sehr schönen Festes total gegen den Strich. Das ist wie ein Betonklotz-Hotel an einem einsamen Traumstrand, einfach unpassend.

Und es macht die Menschen irre. Wer schon mal in Berlin zwei Tage vor Heiligabend einkaufen war, weiß wovon ich spreche. Letztes Jahr habe ich am 22ten Dezember die Sprechstundenhilfe meines Hausarztes auf dem Kudamm getroffen. An sich eine sehr nette und ruhige Person, immer ausgeglichen und freundlich. Erkannt habe ich sie an diesem Tag eigentlich nur an ihren auffallend roten Haaren. Der Rest von ihr war unter einem Umhang aus Einkaufstüten verschwunden. „Hallo Frau Schmeling…“, habe ich gesagt „…noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken?“ Sie bedachte mich mit einem gehetzten Blick, raffte ihre Tüten enger zusammen und schlug einen Haken, um mir auszuweichen. „Nein, lassen sie mich, ich gebe nichts!“, ranzte sie mich an und stürmte Richtung Eingang KadeWe, dem Tempel der Konsumgläubigen. Weg war sie. Ich war baff, sie hatte mich nicht erkannt. Dabei hatte sie mir noch knapp drei Wochen vorher eine Grippeimpfung verpasst und dabei lachend gesagt: „Na Herr Mxxxxx, besser ist…bald ist ja Weihnachten, da wollen wir ja nicht krank werden.“ Und jetzt das: Ich gesund und sie schwer infiziert vom Weihnachtsgeschenkevirus. Eigentlich schade, dass es dagegen keine Impfung gibt.

Wo wir schon beim Wundern über die psychischen Auswirkungen von Weihnachten sind: Ich staune immer wieder über das Phänomen der Eintags-Christen. So nenne ich alle Menschen, die das ganze Jahr lang fleißig über die nervenden Kirchenglocken meckern, aber Heiligabend in die Mitternachts-Messe pilgern. Als gäbe es dort Absolution auf Vorrat für die nächsten 364 Tage kirchenfreie Zeit. Aber Gott ist ja eine barmherzige und nachsichtige Macht. Hoffentlich ist er auch Pragmatiker genug, um sich zu denken: Naja, besser meine Schäfchen kommen einmal im Jahr, als nie. Da könnte er sich ein Beispiel an den Zahnärzten nehmen, die denken nämlich genau so über ihre Patienten.

Auch immer ein Thema zur Weihnachtszeit: Das Wetter. Gibt es nun weiße Weihnachten, oder nicht? Ich muss zugeben, mich irritiert es auch, wenn es im Dezember Tage gibt an denen man überlegt, ob man die Jacke überhaupt braucht. Irgendwie war das früher auch anders. Nicht besser, nur anders. Da lag noch Schnee im Winter, meine ich mich zu erinnern. Vielleicht ist aber auch das so ein Fall von verklärter Erinnerung. Hier in Berlin legt sowieso niemand gesteigerten Wert auf Schnee. Fünf Minuten sieht er schön aus, um dann von den Autos in einen braunen Matsch verwandelt zu werden, der einem unschön an die Hosenbeine spritzt. Vielleicht wundert sich der eine oder die andere, warum ich überhaupt noch in Berlin lebe…? Nun, Weihnachten ist ja nur einmal im Jahr. Es geht vorbei. Dann kommt noch die Silvesterknallerei und danach Januar und Februar, die perfekten Monate für eine gepflegte Winterdepression. Aber im Frühling ist Berlin echt toll.

Jetzt bin ich etwas abgeschweift, sorry. Genau, Weihnachten war das Thema. Meine Frau und ich halten den Ball zu diesem Fest extrem flach. Keine Deko (ich habe tatsächlich Weihnachtsmänner an Balkongeländern baumeln gesehen), keine Geschenkeorgie und Tannenbäume liegen spätestens ab dem 27ten zuhauf in den Straßen. Die kriegen dann die Elefanten im Tierpark zum Fressen. Wahrscheinlich freuen wenigstens die sich so richtig auf Weihnachten. Und nein, ich bin immer noch kein Weihnachtshasser. Mir tut im Grunde bloß dieses Fest sehr leid, das hat es einfach nicht verdient. Wahrscheinlich sitzt es regelmäßig mit Ostern in einer Selbsthilfegruppe für missbrauchte Kirchenfeste und sagt: „Mein Name ist Weihnachten.“ Die Gruppe sagt: „Hallo Weihnachten.“ Und Weihnachten sagt: „Ich bin irgendwie so traurig, dieses Jahr…“ In diesem Sinne: Frohe Weihnachten. Ehrlich!

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33 Kommentare


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#1
12.12.16, 13:08
ich arbeite in der Gastronomie, für mich sind das drei nicht-ganz-normale (der Begriff Ausnahmezustand beschreibt es halbwegs treffend) Arbeitstage ... aber ich liebe Weihnachten und freue mich trotzdem drauf !!
#2
12.12.16, 13:53
Ich war noch nie ein Weihnachtsmensch und bin jedes Jahr froh, wenn der Rummel vorbei ist. Als die Kinder klein waren, habe ich ihnen natürlich immer ein traditionell schönes Weihnachten bereitet, aber heute beschränke ich alles auf das notwendigste. Am zweitem Januar fliegt die Weihnachtsdeko raus und es kommen gelbe Blumen in die Vase. Jeder der versucht hat mich zu einem Weihnachtsliebhaber umzuerziehen, ist kläglich gescheitert. Liegt vielleicht daran, daß ich als Kind keine Familie hatte.
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#3
12.12.16, 13:57
Ich bin ein ausgesprochener "Weihnachtsmensch". Ich dekoriere unser Haus ziemlich üppig, aber nicht übertrieben. Elektrische Weihnachtsbeleuchtung gibt es bei uns nicht, obwohl ich die teilweise auch leiden mag.
Uns ist es wichtig, daß wir in der Advents- und Weihnachtszeit auch mal zur Ruhe kommen und bei Kerzenlicht die schönen Texte in dem Kalender "Der andere Advent" lesen. Das schaffen wir nicht jeden Tag, denn wir haben auch viele Termins und sind deshalb oft unterwegs. Aber dann lesen wir am nächsten Tag eben zwei Texte .Außerdem singen wir auch Advents- und Weihnachtslieder. Daneben habe ich das große Glück, in einem Chor mitzusingen, der am kommenden Sonntag das Weihnachtsoratorium von Bach aufführt. Diese Musik bringt auch sehr viel Weihnachtsfreude in unsere Herzen.
Du hast mit Deinem Kommentar insofern recht, als Du es bedauerst, daß für so viele Menschen Weihnachten vor allem mit Stress verbunden ist. Das tut mir auch immer sehr leid. Wenn man völlig abgehetzt am Tannenbaum ankommt, kann man Weihnachten kaum noch richtig genießen. Allerdings ist dieser Streß auch nicht immer selbstverschuldet, denke ich.
Zu Deinem Vorwurf an die "Weihnachtschristen": Ich habe diese Meinung schon oft gehört. Aber andererseits finde ich es besser, wenn man dieses eine Mal in die Kirche geht als nie. Ich selbst gehe sehr oft in die Kirche. Ich bin praktisch in der Kirche groß geworden und habe auch Theologie studiert. Trotzdem sehe ich nicht auf die herab, die es das übrige Jahr nicht schaffen, Gottesdienste zu besuchen, zumindest versuche ich es. Ganz frei bin ich von diesen Gedanken aber auch nicht.
Ich finde Deinen Kommentar im großen und ganzen gut und zumindest eine Anregung, sich das eigene Weihnachtsverhalten einmal klar zu machen.
#4
12.12.16, 14:17
@Upsi: Als ich meinen Kommentar eben abgeschickt habe, war Deiner gerade erschienen. Dadurch wirkt es so, als wenn ich Dir antworte. Ich habe mich aber nur auf Kriss bezogen.
Daß Du mit Weihnachten nicht viel anfangen kannst, tut mir sehr leid, gerade weil es für mich so ein wichtiges Fest ist.
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#5
12.12.16, 15:53
Was den Einkaufsstress bei so vielen Leuten angeht... Man kann ja auch einfach mal rechtzeitig losgehen. Es ist an sich gut bekannt, wann Weihnachten ist und dann muss man den Hintern eben mal etwas eher hochkriegen. Wer alles auf den letzen Druecker macht und dann jammert, ist selber Schuld. 
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#6
12.12.16, 16:28
@Maeusel: muss dir wirklich nicht leid tun, ich fühle mich gut mit meiner Macke und ich bin ja nicht die einzige die Weihnachten nicht mag. Es hat so alles seine Gründe und Vorgeschichten, aber es gibt ja ein Leben nach Weihnachten, darauf freue ich mich 😂
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#7
12.12.16, 16:46
Ich liebe Weihnachten. Meine Deko ist nicht zu bunt und nicht zu üppig, aber ohne geht gar nicht. Nach Totensonntag stehe ich schon in den Startlöchern und freue mich, meine Lichterketten für die Bäume im Garten und meine Rentiere rauszuholen, die Fenster mit Sternen zu schmücken und auf den Adventskranz, der so herrlich duftet und jeden Tag angezündet wird. Ich liebe es, Adventskalender für meine erwachsenen Kinder zu machen, in der Vorweihnachtszeit Geschenke zu kaufen (bis spätestens 3. Advent habe ich aber alles, last-minute-Einkaufshetze gibt es bei mir nicht). Ich besuche jedes Jahr viele verschiedene Weihnachtsmärkte in der Region. Weihnachten ist das, was mich den kalten toten Winter überstehen lässt, daher bleibt die Deko auch bis Mitte Januar, und vor allem beim Weihnachtsbaum dauert es mich immer sehr, wenn der raus muss. Kirchgängerin war ich früher das ganze Jahr, jetzt gar nicht mehr, aber wenn jemand nur an Weihnachten zur Kirche geht, kann ich das gut verstehen. Gott ist kein Erbsenzähler, der die Häupter seiner Lieben in den Kirchenbänken zählt, der sieht schon alles!
Das einzig Leidige an Weihnachten sind die Besuche gewisser Verwandter, aber da muss man durch.

Dein Schreibstil ist wunderbar, ich habe sehr grinsen müssen.😄
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#8
12.12.16, 17:43
Ich finde ja Weihnachten ist das, was jeder selbst daraus macht! Leid tun mir die Menschen, welche sich aus beruflichen Gründen zusätzlichem Stress nicht entziehen können.
Was mich etwas nervt, sind die Weihnachtsnaschereien bereits im September in den Supermärkten. Und wenn ich dann in der Adventszeit etwas davon kaufen möchte, ist das Meiste schon weg.
Ich wünsche allen ihre eigenen schönen Weihnachten! Und wer nicht feiert, auch eine fröhliche Zeit!
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#9
12.12.16, 18:46
@Upsi: Ich kann dir definitiv bestätigen, dass du nicht die einzige bist, die Weihnachten nicht mag. Mir gehts da ähnlich. Mich nerven cvor allem die ganzen zuckersüß-bunten Beleuchtungen und Dekos und die Weihnachtsmusik. 

Klar, als Kind war das anders, aber heute kann ich damit nichts mehr anfangen.

Die Geschmäcker sind eben verschieden.
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#10
12.12.16, 18:52
Ich finde es so wunderbar beschrieben. Mir hat es viel Spaß gemacht, diese Geschichte bzw. Beschreibung zu lesen.
Du verstehst es so gut, die deutsche Sprache zu gebrauchen . Ich würde gern mehr von dir lesen. Danke dafür!
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#11
12.12.16, 18:54
Ich liebe Weihnachten auch und genieße besonders die Deko, die Vorweihnachtszeit mit Plätzchenbacken, Glühweinduft und das Aussuchen und Einpacken der Geschenke😇
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#12
12.12.16, 20:25
Ich liebe Weihnachten, für mich die schönste Zeit im Jahr. Alles geschmückt, kuschlig, Weihnachtslieder und die ganzen Leckereien.  Ich liebe Schnee und ja als ich ein Kind war, hatten wir zu Weihnachten immer Schnee, schon Wochen davor, weil wir immer Schlitten gefahren sind, kann mich daran noch gut erinnern. 
Ich finde auch, dass die Zeit irgendwie viel schneller vergeht umso älter man wird. Als Kind fühlt sich ein Jahr viel länger an, auch die Weihnachtszeit ab Nikolaus zieht sich viel länger bis Heilig Abend. Ich kann nicht sagen woran das liegt. 


Ich hasse dagegen das einkaufen, kann es in einem Geschäft nicht lange aushalten, die vielen Leute, das Gedrängel, die Hitze, die Angst vor Taschendieben u.s.w  dann kommt noch der Frust, wenn man bei manchen Menschen nicht weiß was sie gerne haben möchten... Daher kaufe ich gerne online ein, da kann ich gemütlich vor dem PC sitzen und alles in Ruhe durchgehen und evtl Tipps ergoogeln.. 

Ich weiß das ist für Einzelhändler natürlich nicht optimal... Doch ich kenne auch viele Leute die lieber in Geschäften vor Ort einkaufen, da sie die Ware sehen und anfassen möchten, von daher gleicht sich das denke ich mal wieder aus... 
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#13
12.12.16, 20:51
#2@Upsi: dito
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#14
12.12.16, 20:54
#5@Kanzlerin: doch, jedes Jahr ist völlig überraschend Ende Dezember Weihnachten😂
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#15
12.12.16, 21:12
Ich mag Weihnachten!Warum?Wegen der Ruhe...zwei Tage kommt mir die Welt wie im Stillstand vor.Herrlich.
Das drumherum ist auch ok.Streß hab ich nie zu Weihnachten.Geschenke gibts nur für die Kinder.Oder Kleinigkeiten für den ein oder anderen Erwachsenen,die mir aber im laufe des Jahres schon über den Weg gelaufen sind.Und die kommen dann von Herzen.Wird bei uns in der Familie auch so aufgefasst.
Für meine Familie und mich sind es sehr entspannte Tage,in der wir die Zeit zusamnen einfach nur genießen.
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#16
12.12.16, 21:32
ich hasse weihnachten nicht, hab ich nie getan. ich hasse schnee, schon immer. weihnachten ist mir nur egal. niemand kriegt von mir ein geschenk, an weihnachten, wenn ich jemand etwas schenken will, dann zum geburtstag oder wenn ich will.
als die kinder klein waren gab es natürlich ein weihnachtsfest mit allem was dazugehört. die ganze familie kam, es gab ein 4-gänge-menü an heiligabend. am 1. feiertag hatte meine mutter geburtstag. wieder die ganze familie mit superessen, kaffee, kuchen und abendessen. also voller stress? nee, nee, nee! nicht mit mir.
im oktober habe ich die essenspläne gemacht und nach und nach alles eingekauft. die kinder haben ihre wunschzettel geschrieben und ich alles besorgt, was ich konnte. leider gabs noch kein internet und amazon. und wo war der beste platz um geschenke aufzubewahren? im kofferraum meines autos, da ging niemand freiwillig ran, aus angst man müßte ausräumen.
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#17
12.12.16, 22:24
Für mich kommt Weihnachten zwar auch immer wie aus heiterem Himmel und kurz vor dem 1. Advent verfalle ich panisch in eine Art Schockstarre, weil ich mir, wie in jedem Jahr, sicher bin, dass ich mit der Deko nicht fertig werde. Die Tage des Schmückens sind stressig, weil Kartons, Doppelstecker, Zeitschaltuhren, Glasdeko und Lichterketten in allen Variationen mein Gesamtbild von schöner wohnen doch arg durcheinanderbringen, aber wenn ich dann am 1. Advent endlich die Beleuchtung einschalten kann und die erste Kerze am Adventskranz brennt, bin ich vor Rührung nicht zu halten.
Mir ist bewusst, dass die Innenstädte voll sind, dass man mit Gedränge und Geschiebe rechnen muss, dass man länger an den Kassen steht und das die Parkplatzsuche "tödlich" enden kann, aber das ist doch bekannt und nicht überraschend.
Für mich ist Weihnachten natürlich überhaupt nicht mehr so besinnlich wie zu der Zeit, als die Eltern/Schwiegereltern noch lebten und schon gar nicht mehr so wie in meinen Kindertagen, aber um dieses leere Gefühl in meinem Herzen, weil etwas ganz Wichtiges fehlt,  gerade während dieser Zeit zu füllen, habe ich für mich einen Weg gefunden, mir und anderen Weihnachten etwas näher zu bringen.
Ich finde Weihnachten, die Adventszeit, den selbstgemachten Stress, meinen alljährlichen Lieblingskultweihnachtsfilm: Schöne Bescherung  und Last Christmas aus allen Ecken einfach toll. Gehört sich halt so! 😂
 
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#18
13.12.16, 12:57
meinst du den Film mit Chevy Chase, xldeluxe ... der ist grossartig !!
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#19
13.12.16, 13:11
@Agnetha: 
Genau den meine ich!
Auch nach über 25 Jahren immer noch zum Brüllen komisch und auch rührend.
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#20
15.12.16, 14:50
Weihnachten hasse ich zwar nicht, aber von Liebe kann auch keine Rede sein.
Ich mach alles wie immer, Deko, Gebäck und Packerl, so wie wir es gewohnt sind
und bin aber froh, wenn alles wieder vorbei ist.

Liebe Grüße
flamingo
#21
17.12.16, 00:43
@flamingo: 
Mittlerweile fände ich meine gewohnte Ordnung auch schöner - irgendwie ist alles so voll und anders - wie gut, dass Weihnachten in absehbare Nähe rückt und ich schon mal ans "Abschmücken" denken kann  😂
#22
18.12.16, 18:27
@xldeluxe_reloaded: Halleluja,bald ist das Weihnachtsliedergedudel wieder vorbei.Normale Reklame ist ja schon nervtötend,aber Weihnachtsreklame ist nur noch an den Nerven zerrend.
#23
18.12.16, 20:47
@muggefugg: 
Also bei der Apple Reklame (der Mann mit der Spieluhr) muss ich immer schwer schlucken.......die geht doch sehr ans Herz und gar nicht auf die Nerven😌
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#24
23.12.16, 19:11
ach, was freue ich mich auf Weihnachten.  ( Ironie aus).
Meine Kinder und Enkelkinder sind es von früh auf gewohnt, kein solches Trara zu machen.
Geschenke; kleine Geschenke die von Herzen kommen, spontan    und überraschend; das gibts das ganze Jahr über. Und wenn jemand etwas braucht, sich wünscht und es im finanziellen Rahmen bleibt, so gibt es das  auch. Ich kann doch kein gewünschtes Sommershirt im Dezember erst kaufen, wenn es im Juli gebraucht wird  u.s.w..
Genauso verhält es sich beim Essen !
Juhu; wahrscheinlich habe ich für den 24. und 25. einen großen Topf   Hühnereintopf , vielleicht aber auch ne Rindswurst mit Kartoffelsalat oder gar ein paar Kartoffelpfannkuchen mit Apfelmus aus heimischem Garten.
Und wenn sich am 2."Feiertag" die gesamte Familie trifft gehts zu wie bei allen anderen Treffen im ganzen Jahr über.
Und heute ist ja schon der23.. Ich habe die letzten Tagen genossen, war viel in Stadt und Einkaufszentrum unterwegs. Und ich habe mich köstlich amüsiert, wie die Leute so schön hektisch, überhastet und eillig, völlig kopf- und sinnlos versch. Zeugs zusammengekauft haben und dann über und überbepackt durch die Straßen     gefallen, geschwankt und abgekämpft Auto, Bahn od. Bus  erreicht haben.
Da habe ich mir in Ruhe eine Tasse Kaffee bestellt  und mich zurück erinnert, als es  zum Weihnachtsfest ein Paar dicke Socken UND Omas Bratäpfel gab. Ein kleines Holzspielzeug vielleicht noch und ein paar Plätzchen zum naschen.
Helau ....oder so,
Märy grüßt alle Weihnachtsmänner, Christkinder, überforderte Hausfrauen im/am  Gänsebratenbackofen, elektrische    Kerzen mit blink- oder laufeinstellung, die neuesten EI-Pott-Inhaber und den armen Ehe- Mann.  Dieser, der  wie jedes Jahr ein Paar neue Socken, nen Schlips und ein bügelfreies Hemd bekommt, währen die Madam das tollste Kleid sich selbst gekauft und dann nie mehr  anzieht.
Dann wird getrunken und geprostet und so manche Flasche zuviel von Flaschen geleert, wird diskutiert bis zum "Schlagabtausch"  und und und
Und am Ultimo lässt man halt anschreiben.......
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#25
24.12.16, 01:33
Ich war in den letzten Tagen auch viel in verschiedenen Geschäften und Einkaufszentren unterwegs: Ja es war voll, aber ich habe keine gestressten hetzenden Menschen gesehen sondern sah viele Pärchen durch die Geschäfte bummelten, die Cafes waren zwar überfüllt, aber überall wurde gelacht, geredet, Päckchen begutachtet.
All dieses Gerede über gestresste Einkäufer auf den letzten Drücker sehe ich als totales Klischee an, denn so empfinde ich es einfach nicht und es ist  auch gar nicht so. Irgendwer hat es mal so geschildert, es wird mehr und mehr ausgeschmückt und ist im Grunde völlig anders, nämlich recht beschaulich und "normal".
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#26
24.12.16, 10:36
@xldeluxe_reloaded:  kommt vielleicht auch darauf an wo man wohnt.
Ist natürlich ein Unterschied ob man in Hintertannenzapfenhausen oder in Frankfurt a.M.
einkauft.
Und da DU sicher kein Geschenk für mich suchen musstest, hattest Du  auch keinen Stress.
Frohe Weihnachten und alles Gute😋
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#27
24.12.16, 12:41
ich habe heute früh der immer-gut-gelaunten Briefträgerin spontan eine Weihnachtspackung ferreroKüsschen geschenkt ... das hatte ich so nicht geplant aber sie hat sich sehr gefreut !

die Küsschen hatte ich eigentlich für meine Nachbarin gekauft aber die kriegt jetzt ein paar selbstgebackene Kipferl *improvisier*
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#28
24.12.16, 13:08
hm, ICH habe heute weder meinen  Briefträger, noch Milchmann, noch Zeitungsboten oder gar Paketzusteller  Küsschen geben können.
Grund: mein Mann ist zuhause !
Frohe Weihnachten😋
#29
24.12.16, 13:11
ich habe ja auch eine BriefträgerFRAU  :o)
#30
24.12.16, 14:08
Wir schenken jedes Jahr unseren Zeitungszustellern und unserem Briefträger Süßigkeiten zu Weihnachten. Sie beliefern uns das ganze Jahr über immer so zuverlässig, da finden wir es richtig, ihnen eine Kleinigkeit dafür zu geben.
Ich wünsche allen hier ein friedliches und frohes Weihnachtsfest!
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#31
24.12.16, 14:49
@Märy: 
Ho ho ho: Von drauß` vom Walde komm ich her................😄

Mein Hintertannenzapfenhausen liegt in den Niederlanden und zwar mitten in Amsterdam!
Den Haag und Rotterdam zum Bummeln drum herum.

Und im Ruhrgebiet shoppe ich gerne im Centro Oberhausen, in Düsseldorf, Bochum, Essen......und hätte das "Hauptgeschenk" für Dich schon lange vor Weihnachten.

"Auf den letzten Drücker" kaufe ich nur, was unbedingt noch so in meine Tasche möchte und dem ein oder anderen zusätzlich noch gefallen würde.

Ich bin praktisch nie auf der Suche: Geschenke finden mich einfach! 😂
#32
24.12.16, 14:52
Ich muss mir für den Zeitungszusteller (oder ist es eine Frau?) nach den Feiertagen etwas einfallen lassen. So früh morgens - gegen 3 Uhr - erwische ich ihn/sie nicht. Vielleicht binde ich etwas an das Zeitungsfach in der Hoffnung, dass es der/die Richtige bekommt. Die Post- und Paketboten wechseln ständig, ebenso wie die Verteiler der wöchentlichen Prospekte/Reklame - das würde richtig teuer werden........
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#33
24.12.16, 17:37
Nun, so geht es mir auch. Der Zeitungszusteller arbeitet schlampig ist unzuverlässig und hat seine Chancen auf einen Gewinn verspielt.
Die Postboten bei uns waren füher allesamt mal kleine Kinder die mit sogen.: "Schellenklopfen"
klingeln-und-renn  ....
und praktizieren das auch noch heute. Ebenfalls Niete gezogen.
Ja, und die Paketzusteller, egal ob DPD, Hermes, USP, DHL  oder gar GLS; denen könnte man höchstens eine Wörterbuch od. ähnl. schenken.
Also, ebenfalls Null.
Somit habe ich nur meine Hausmitbewohner, meine Nachbarn und ein Gartenfreund mmit einem kleinen Geschenk bedacht.
Und ich selbst habe MICH "beschenkt" !
Ein neuer Akku-Bohr-Schrauber von Panasonic musste her.
Und Dir habe ich ja auch etwas rübergeschickt ....grins grins nachdenk !!

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