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Kaffeesatz ist sehr vielseitig verwendbar und deshalb auch viel zu schade, um im Restmüllbehälter zu landen!

Kaffeesatz als natürlicher Dünger im Garten

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Kaffeesatz ist keineswegs nur ein nutzloses Abfallprodukt. Es gibt zwar schon einige Tipps zur Verwendung von Kaffeesatz zum Düngen, diese beziehen sich aber vor allem auf Zimmerpflanzen. Aber auch im Garten ist er ein nützlicher Helfer, nicht nur als Dünger für zahlreiche Pflanzen. 

Der Kaffeesatz

Der Kaffeesatz enthält zahlreiche Mineralien, besonders Kalium, Stickstoff und Phosphor, die für das Wachsen und Gedeihen vieler Pflanzenarten wichtig sind. Dabei ist Kalium für den Zellaufbau und die Stabilität der Pflanzen wichtig, Stickstoff regt das Blattwachstum an und Phosphor sorgt für Blütenbildung und Fruchtreife. Außerdem ist der Kaffeesatz frei von Schadstoffen und deshalb ein natürliches Düngemittel, das nicht nur kostengünstig, sondern auch besonders umweltschonend ist. Aber das ist noch nicht alles, denn vom Kaffeesatz werden auch Regenwürmer angezogen, die nicht nur den Boden auflockern, sondern mit ihrem Kot zusätzlich auch noch wichtige Nährstoffe für die Pflanzen liefern. Des Weiteren hält er auch verschiedenes Ungeziefer und Schädlinge fern (z. B. Schnecken und Ameisen) und senkt den pH-Wert des Bodens, was besonders Pflanzen zugute kommt, die einen sauren Humusboden benötigen. 

Der Kaffeesatz eignet sich aber nicht nur zum Düngen von Zimmerpflanzen, sondern auch für zahlreiche Sträucher und Pflanzen im Garten. Sowohl Nutz- als auch Zierpflanzen profitieren von seinen guten Inhaltsstoffen. Dazu muss man ihn aber vorher trocknen lassen, da feuchter Kaffeesatz sehr leicht schimmeln kann. Am besten wird er dazu auf einem mit Papier belegten Brett oder Blech verteilt.

1. Beerensträucher

Da die meisten Beerensträucher einen sonnigen Standort und einen lockeren, humosen Boden benötigen und meistens im Frühjahr und im Herbst vor allem mit Kompost gedüngt werden, kann man diesem zusätzlich auch Kaffeesatz beimischen.

Blaubeeren vertragen zwar keine Staunässe, benötigen aber reichlich Feuchtigkeit. Deshalb sollte man die Erde um die Pflanzen mit einer Mulchschicht bedecken, in die der Kaffeesatz eingearbeitet wird.

Die Brombeeren gedeihen sowohl an einem sonnigen als auch halbschattigen Platz. Der Boden sollte am besten feucht, humos, leicht sauer und gut durchlüftet sein. Gedüngt wird die Pflanze ab Anfang April, wobei ebenfalls das Anlegen einer Mulchschicht mit eingemischtem Kaffeesatz geeignet ist.

Himbeeren lieben einen sonnigen, windgeschützten Standort, wachsen aber auch im Halbschatten oder Schatten. Der Boden sollte humos und nährstoffreich sein, viel Kalium enthalten und eher sauer sein. Staunasse wird gar nicht vertragen. Sie können daher auch eine Mulchschicht mit eingearbeitetem Kaffeesatz erhalten.   

Auch die Johannisbeeren vertragen keine Staunässe, bevorzugen aber einen feuchten und humus- sowie nährstoffreichen Boden. Deshalb werden sie am besten im Frühjahr reichlich mit Kompost gedüngt und gemulcht. Dabei kann man den Kaffeesatz entweder mit dem Kompost vermischen oder aber in die Mulchschicht einarbeiten.

2. Gemüsepflanzen

Viele Hobbygärtner nutzen ihren Garten zur Selbstversorgung, denn nur beim Eigenanbau besteht die Gewissheit, dass das Gemüse nicht mit Pestiziden oder anderen Schadstoffen in Berührung kommt. Die Nährstoffversorgung kann mit verschiedenen organischen Düngern erfolgen, wobei einige Gemüsesorten auch sehr gut mit Kaffeesatz gedüngt werden können.

Da Kürbisse viel Sonne benötigen, sollten sie bevorzugt an einem vollsonnigen Standort angebaut und regelmäßig gegossen werden. Zu einer ausreichenden Nährstoffversorgung wird in das Gießwasser wöchentlich ein stickstoffreicher Volldünger eingemischt. Zur Düngung eignet sich aber ebenfalls Kompost, in den Kaffeesatz eingearbeitet wird.

Auch Gurken bevorzugen einen vollsonnigen Standort, der außerdem windgeschützt sein sollte. Der Boden muss locker und humos sein. Gurken sind Starkzehrer, die stets mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden müssen und dazu auch einen hohen Wasserbedarf haben. Deshalb ist auch hier das Anlegen einer Mulchschicht ratsam, wodurch der Boden länger feucht gehalten wird. Auch Gurken kann man problemlos mit Kaffeesatz düngen, der gut in die Mulchschicht eingearbeitet werden kann.

Tomaten sind ebenfalls Starkzehrer und zählen zu den Pflanzen, die am meisten von der Düngung mit Kaffeesatz profitieren, da sie laufend mit Nährstoffen versorgt werden müssen. Auch sie benötigen viel Wasser und sollten an einem warmen und sonnigen Standort angebaut und gemulcht werden.

Zucchinipflanzen benötigen auch einen warmen, sonnigen und geschützten Platz. Der Boden sollte locker, gut durchlässig sowie humos und nährstoffreich sein. Auch hier empfiehlt es sich, um die Pflanzen eine Mulchschicht mit untergemischtem Kaffeesatz anzulegen, die auch den Boden länger feucht hält.

3. Zierpflanzen

Auch zahlreiche Zierpflanzen im Garten lassen sich kostengünstig mit Nährstoffen versorgen, indem sie mit Kaffeesatz gedüngt werden. Besonders die folgenden Pflanzen profitieren von den Inhaltsstoffen dieses Hausmittels. 

Die Engelstrompete bevorzugt einen windgeschützten Platz, sollte aber nicht der direkten Mittagssonne ausgesetzt werden. Aufgrund ihrer großen Blätter hat sie einen sehr hohen Wasserbedarf und muss deshalb im Sommer täglich gegossen werden. Da auch sie als Starkzehrer gilt und außerdem auch oft von Schnecken befallen wird, hat hier der Kaffeesatz eine doppelte Wirkung, denn sie wird dadurch ausreichend mit Nährstoffen versorgt und zum anderen werden auch die Schnecken ferngehalten.

Geranien (Pelargonien) stammen ursprünglich aus Südafrika und benötigen deshalb einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort im Garten. Da sie auch einen hohen Wasserbedarf haben, sollte der Boden stets feucht gehalten werden. Am besten eignet sich für diese Starkzehrer ein durchlässiger und nährstoffreicher Boden. Optimal ist es, wenn man schon beim Einpflanzen Kaffeesatz und einen Langzeitdünger mit in das Erdreich einarbeitet. Danach sollte man die Geranien wöchentlich oder jede zweite Woche mit einem Flüssigdünger im Gießwasser düngen.

Da die Hortensie aus den gemäßigten bis warmen Gebieten in Ostasien stammt, bevorzugt sie im Garten einen halbschattigen bis schattigen und windgeschützten Standort und einen humusreichen Boden mit einem pH-Wert von 5 bis 6. Gießen sollte man sie am besten mit Regenwasser, wobei man aber beachten muss, dass sie keine Staunässe verträgt. Da die Hortensie einen hohen Nährstoffbedarf hat, profitiert auch sie von der Düngung mit Kaffeesatz.   

Rhododendren wachsen am besten in einem lockeren, humosen sowie sauren Boden und sollten nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden. Da sie einen hohen Feuchtigkeitsbedarf haben, müssen Rhododendren regelmäßig gegossen werden und eine Düngung mit Kaffeesatz ist auch hier von Vorteil.

Da Rosen sehr lichtbedürftig sind, benötigen sie einen vollsonnigen Standort, nur wenige Arten gedeihen auch im Halbschatten oder Schatten. Der Boden sollte schwach sauer bis leicht basisch sein. Rosen gehören ebenfalls zu den Starkzehrern und sollten deshalb alle 4 Wochen mit ½ bis 1 Tasse Kaffeesatz gedüngt werden, den man gut in den Erdboden einarbeiten muss. Zusätzlich dazu eignen sich auch klein geschnittene Bananenschalen (am besten von Bio-Bananen!) gut zum Düngen von Rosen. 

Man kann den Kaffeesatz auch direkt auf den Kompost geben, wichtig hierbei ist natürlich auch, dass man ihn vorher gut trocknen lässt. Danach kann man ihn einfach auf die Oberfläche des Komposthaufens verteilen. Dadurch wird der Kompost mit vielen wichtigen Nährstoffen für ein gutes Pflanzenwachstum angereichert. Sogar die entleerten Filtertüten lassen sich mit kompostieren.

Da Katzen den Geruch von Kaffee nicht mögen, kann man mit ausgestreutem Kaffeesatz auf dem Gemüsebeet auch fremde Katzen fernhalten.

Kaffeesatz ist also sehr vielseitig verwendbar und deshalb auch viel zu schade, um im Restmüllbehälter zu landen!

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