Kauf einer Eigentumswohnung - empfehlenswerte Tipps

Kauf einer Eigentumswohnung - empfehlenswerte Tipps

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Mein Vater ist vor einiger Zeit umgezogen in eine Eigentumswohnung und hat vorher die ein oder andere Wohnung besichtigt.

Damit nicht nachher, wenn man eingezogen ist, das böse Erwachen kommt, haben wir Folgendes beachtet

  1. Alle Wasserhähne angemacht und warmes (!) Wasser laufen lassen.
  2. Heizungen angeschaltet und geschaut, ob auch alle Heizkörper funktionieren.
  3. Check, ob in allen Räumen genügend Steckdosen und auch an geeigneten Stellen vorhanden sind.
  4. Alle Türen und Fenster öffnen und schließen. Insbesondere bei den Fenstern darauf achten, ob es irgendwo zieht oder undicht ist.
  5. Die Umgebung beobachten. Friedhofsnähe, dann kann es laut werden mit Laubbläser, Grabpflege usw. Fährt in der Nähe ein Zug entlang? - Dann ist auch Güterverkehr möglich.
  6. Wichtig ist ebenfalls, ob irgendwas ansteht. Beispielsweise ein Bau einer Bushaltestelle oder ein Straßenausbau, der dann ggfs. auf die Eigentümer umgelegt wird.
  7. Mindestens 2 Besichtigungstermine machen, zu unterschiedlichen Uhrzeiten (auch mal zur "Rush Hour", wenn die Nachbarn von der Arbeit heimkommen oder hingehen, damit man einen Eindruck bekommt, wie hellhörig es ist.)
  8. Ggfs. jemanden mitnehmen, der handwerklich Ahnung hat und nach anderen Dingen schauen kann.
  9. Verkehrsanbindung.

Wichtig sind außerdem, aber das sollte das Exposé hergeben:

  • Gibt es Erbbau- oder Erbpachtgebühren?
  • Sind große Neuerungen, Umbauten oder ähnliches geplant und mit Kosten für die Eigentümer verbunden?
  • Welche Heizung hat das Haus (Gas, Öl oder gar Nachtspeicher?)
  • Hat die Wohnung selbst noch Schulden beim "Hausgeld", die an den neuen Eigentümer übertragen werden?
  • Wie hoch sind die Abschläge für Strom, Gas usw.?
  • Wenn irgendwas nicht passt, sollte man sich noch eine zweite Wohnung, dritte oder 87. Wohnung zeigen lassen. Immerhin bindet man sich lange Zeit an das Objekt.
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4 Kommentare


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#1
5.2.13, 05:18
Klasse,dein Tipp kommt genau zur rechten Zeit! :o)
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#2
11.5.15, 08:57
Man nimmt einen vereidigten Bausachverständigen mit. Das kostet zwischen 3- u 5.000 €. Wenn man nur 150 000 € für eine Wohnung hinlegt, rechnet sich das. Der weiss auch, wo er hinzuschauen hat. Vor allem, wenn es sich nicht um einen Erstkauf (Neubau) handelt. Ich hab selbst in den letzten 20 Jahren als Architekt in der Bauleitung ca 500 ETWs gebaut und war immer froh, wenn der Käufer mit einem kompetenten Gutachter zur Übergabe erschienen ist.
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#3
11.5.15, 11:40
@KUBE1953:

Lieber Kubi, du weißt schon, daß jetzt alle Leute, die ein bissel Ahnung haben, wissen, daß du kein armes Würstchen bist... :-)

Werde mich von jetzt ab mit dir gut stellen (wollte doch noch bei den Einmachgläsern ein Däumchen drücken..), so für Notzeiten.

Neidlose und liebe Grüße (wir gehören zu denen, die dir - heutzutage zumeist vergeblich dank Schäuble und Konsorten :-)) dabei versuchen zu helfen, weniger als die Hälfte deines sauer verdienten Geldes herzugeben.
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#4 xlzicke
11.5.15, 12:00
Das ist doch msl ein Tipp wie man ihn erwartet auf einer Ratgeberseite. Super logisch und verständlich geschrieben. Wird sicher einigen helfen bevor sie sich in Schulden und Unglück stürzen. Eine Bekannte hat sich vor kurzem ein Haus gekauft und wollte sich auch den Sachverständigen sparen. Jetzt ist sie baff, welche Reparaturkosten noch auf sie zukommen.

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