Knochenmarkspende so geht's - DKMS

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Angeregt durch den Blutspendetipp vor kurzem, möchte ich euch noch eine weitere Spendemöglichkeit ans Herz legen, die Knochenmarkspende. Den passenden Spender zu finden, gleicht, anders als beim Blutspenden, eher der Nadel im Heuhaufen.

Dabei ist Spender werden erst mal ganz einfach. Bei www.dkms.de registrieren und schon bekommt man ein Spenderset zugeschickt. Dieses enthält 2 Wattestäbchen, diese muss man kräftig an der Mundschleimhaut reiben, 5 Minuten trocknen lassen, in den Rückumschlag stecken und zur Post bringen. Gerne kann man, muss aber nicht, eine Spende getätigt werden, um einen Teil der Kosten für die Auswertung zu decken. Der Bittbrief liegt bei, ist aber kein muss.

Wie läuft eine Spende ab?

Falls man die eine Person ist, welche als Lebensretter in Frage kommt, werden weitere Bluttests nötig. Falls bestimmte Merkmale doch nicht passen, kann es passieren, dass man wieder aussortiert wird.

Was passiert aber, wenn man passt? Selten ist es heute noch nötig, in Vollnarkose gelegt zu werden, um aus dem Beckenkamm (nicht an der Wirbelsäule!) Knochenmark zu gewinnen. Meist bekommt man ein Medikament über mehrere Tage gespritzt, welches die Produktion des Knochenmarks anregen soll und das Knochenmark in die Blutbahn übergeht. Dort wird es dann, ähnlich wie bei einer Plasmaspende, heraus gefiltert.

Alle Unkosten, die aufgrund der Spende entstehen, wie z.B. Verdienstausfall oder Reisekosten werden euch ersetzt. Es gibt viele große und kleine Menschen, die vielleicht auf euer Knochenmark warten und angewiesen sind, um zu überleben.

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9 Kommentare


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#1 TanteAnke
5.8.14, 11:06
Habe mich soeben registriert :-) Nun warte ich auf das Set mit den Wattestäbchen.
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#2 eisernelady
5.8.14, 13:12
Super! hab ich schon vor Jahren machen lassen, kann ich nur allen ans Herz legen!
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
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#3
5.8.14, 13:37
Warum wird das den schlecht bewertet? Hat hier jemand was gegen Knochenmarkspenden oder ist das einfach nicht tippig genug?
Muss sich doch keiner gezwungen fühlen. Freut euch lieber dass es Menschen gibt dies freiwillig tun :)
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#4
5.8.14, 16:04
Über negative Kommentare oder Bewertungen steh ich drüber. Was ich schon alles gehört habe, z. B. Wieso soll ich spenden, ich Spende doch nicht für wildfremde Menschen. Geben aber zu, froh zu sein, wenn einem selbst oder einem Angehörigen geholfen wird.? Wenn durch meinen "Tipp" (was er gewissermaßen auch ist, denn viele wissen a) nix darüber oder b) unterliegen immer noch dem Irrglauben, dass an der Wirbelsäule rumgedoktort wird) nur ein Mensch, gerne auch mehr, zur Spende bereit sind um zu helfen, hat es sich gelohnt. Daher Danke Anke :-)
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#5
5.8.14, 16:08
miniwo:
Vielleicht dürften nur Leute etwas bekommen, die selbst, ehe sie zum Empfänger wurden, auch in einer Spendenkartei stehen.
Jugendliche und Kinder natürlich ausgenommen.
Dann gäbe es wahrscheinlich genug Spender.
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#6
5.8.14, 16:27
Wäre natürlich eine Option, aber es gibt auch viele Menschen, die wollen und nicht dürfen. Außerdem wacht man sich so nicht besser, wie die Menschen mit der Einstellung. Bin der Meinung, wenn man schon selbst so eine Einstellung hat, soll man so konsequent sein und im Notfall eine Spende ablehnen. ;-)
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#7
6.8.14, 06:58
Habe mich sofort registriert... Vielen Dank an miniwo! Mit dem Einstellen des Tips samt Link machst Du es denen einfach, die nicht erst rumsuchen wollen oder vorher gar nicht drüber nachgedacht haben, zu spenden. Ich gehör(t)e zu der Riege - jetzt nicht mehr!
#8
7.8.14, 11:35
Ich bin schon seit über 25 Jahren registriert. Da wurde einem zur Typisierung noch Blut abgezapft. Heute ist das viel einfacher und tut auch gar nicht weh.
Warum sich nicht jeder typisieren lässt verstehe ich nicht. Vielleicht sollte man sich einmal eines Klar machen - die Krankheit kann wirklich jeden treffen. Sie macht keinen Unterschied vor Geschlecht, Bildung oder Finanzen. Und jeder Betroffene hofft dann das es einen Menschen gibt der bereit ist zu helfen und Leben zu retten. Leben retten ist in diesem Fall eigentlich so einfach - wenn sich jeder typisieren lassen würde.
DANKE an #miniwo für die kurze und sehr verständliche Aufklärung. Man kann nicht oft genug darauf hinweisen.
#9
31.10.15, 18:24
Ist schon mal jemand zu einer weiteren Blutabnahme aufgefordert worden? Mein Mann wurde als potenzieller Spender ausgewählt und ging zur 2. Blutabnahme. Mich würde interessieren, wie lange es ca. dauert, bis man Bescheid bekommt, das es klappt. Sollte es doch nicht passen, meldet sich die DKMS nicht nochmal.

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