Kreatives aus Lavendel - Räucherwerk, Kräutersäckchen und Duftschale

Der beste Zeitpunkt Lavendel zu schneiden, ist kurz nach der Blüte, solange sich noch keine Samen ausgebildet haben.
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Lesezeit ca. 2 Minuten

Nun ist es höchste Zeit die bereits verblühten Lavendelstängel samt Blüten abzuschneiden. Der beste Zeitpunkt ist kurz nach der Blüte, solange sich noch keine Samen ausgebildet haben. Für die Ernte sucht man sich am besten einen sonnigen und trockenen Tag aus. Hat es kurz zuvor geregnet, ist es ratsam mit der Kräuterernte abzuwarten, bis die Pflanzen vorher von Wind und Sonne abgetrocknet wurden. Auf diese Weise beugt man Schimmelbildung vor.

Die schönen, duftenden Blüten werden samt langem Stängel so tief als möglich mit einer scharfen Garten- oder Papierschere abgeschnitten. Danach sammelt man sie in Bündeln, also den Blütenkopf immer auf dieselbe Seite legen. So tut man sich dann bei der weiteren Verarbeitung leichter. Auch soll das Kraut gleich frisch verarbeitet werden, denn so ist es noch flexibel und gut formbar und knickt nicht so leicht ab.

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Für das Lavendelsäckchen benötigt man

  • frische Lavendelstängel mit Blüten
  • 1 dünne Hanfschnur oder andere Schnur aus Naturmaterial
  • 1 Schere, die gut schneidet und
  • 1 Säckchen aus Gaze, Tüll/Organza, Jute oder Baumwolle je nach Geschmack

Dann ordnet man Stiel an Stiel dicht aneinander, und zwar so, dass die Blüten schön zur Geltung kommen. Hier kann man auch die Form des Blumensträußchens noch beeinflussen. Ich halte es immer so, dass die Blüten oben sind und nach ihnen richte ich mich dann bei der Formgebung. Hat man genug zusammen, kann man schon beginnen, ca. 1 Meter Schnur abzuschneiden und diese ganz dicht bei den Blüten beginnend, in der Mitte der Schnur vorne zu verknoten. So hält man das Bündel gut in den Händen und vorne bleibt also immer dort, wo nun der ersten Knoten geschaffen wurde.

Dann überkreuzt man die Fäden dahinter und führt die Schnüre wieder nach vorn, um sie dort sehr fest zu verknoten. Das feste Anziehen ist notwendig, da der Lavendel bei der anschließenden Trocknung an Volumen verliert und dann wäre eben alles zu locker und würde dann herausrutschen.

Die Knoten führt man sehr eng aus, was besonders hübsch aussieht. Am Ende kann man eine Schlaufe lassen. Hier kann man das Lavendelsäckchen auch gut in den über den Kleiderbügel oder im Auto aufhängen. Damit die Blüten nicht überall verteilt werden, gebe ich den kleinen Strauß gerne in ein Tüllsäckchen.

Für das Räucherwerk benötigt man

  • nur die Lavendelstiele, wer mag, kann auch Blüten daran lassen
  • 1 dünne Hanfschnur
  • 1 Schere

Sinnvoll ist es hier nur lange Stiele zu verwenden. Diese legt man reih an reih in die Hand und bringt sie halbwegs in Form. Ist man mit dem Umfang zufrieden, kann man auch schon beginnen, an einer Seite einen festen Knoten zu machen. Hierfür braucht man mehrere ca. 10 cm lange Schnüre aus Naturmaterial. Diese werden nur alle paar Zentimeter sehr fest verknotet.

Da man das Teil später zum energetischen Räuchern (Raumclearing) verwendet, ist es auch hilfreich, einen Griff zu machen. Hier nimmt man eine längere Schnur von ca. 40 cm und verknotet sie dicht. Wer mag, kann noch Federn und Perlen am Griff befestigen.

Für den Einsatz lässt man das Räucherwerk erst im Schatten trocknen. Wenn der erste Teil schon nahe der Schnur abgebrannt ist, schneidet man die darauf kommende Schnur weg.

Für die Duftschale

Bei den oben genannten Arbeiten fallen natürlich reichliche Blüten ab. Diese sammelt man und gibt sie in eine hübsche Bleikristallschale oder in eine andere nette Dekoschale, die man zur Hand hat. Stellt man sie in der Küche und im Schlafzimmer auf, soll der Lavendel  Motten abhalten.

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11 Kommentare
Dabei seit 1.3.16
1
Energetisches Räuchern... Wo hast du diese Sachen bloß alle aufgeschnappt? 
8.9.16, 00:21 Uhr
Dabei seit 5.9.16
2
Beim 'energetischen Räuchern' musste ich auch mit den Augen rollen, ansonsten ist es ein schöner Tipp. Ich hätte noch eine Ergänzung: man kann die Blüten auch in Puderzucker einlegen und hat dann einen wunderbaren Lavendelzucker für feines Gebäck oder den etwas anderen Zuckerguss.
9.9.16, 11:35 Uhr
Dabei seit 20.8.16
3
Klasse - einfach klasse !
9.9.16, 13:29 Uhr
Dabei seit 17.3.15
4
Spitze,spitze, spitze!!!
Dankeschön
11.9.16, 20:20 Uhr
Dabei seit 16.1.12
5
Lavendel offen bröselt, wenn er trocken ist. Ich zupfe die Blüten von den Stengeln, lasse sie auf einem Küchentuch durchtrocknen und gebe sie in verknotete Taschentücher. So können sie in den Schrank oder ans Kopfende des Bettes.
23.9.16, 07:44 Uhr
Dabei seit 13.6.13
6
Ich habe über den Ausdruck "Raumclearing" etwas gestaunt, aber ist ja "in" heute. 
Ansonsten schöner Tip, der mich daran erinnert, meinen Lavendel dieses Jahr nicht wieder draußen zu vergessen. 
23.9.16, 07:52 Uhr
Dabei seit 25.2.16
Sally75
7
@Cristin: das gibt es schon sehr lange. Nur hat es heute andere Namen. Früher hat man zum Beispiel die Krankenhäuser mit Weihrauch und anderen Kräutern, Harzen ausgeräuchert. Denn Rauch reinigt. Weihrauch ist wirksam gegen Viren und Bakterien. Damals hat man diese Eigenschaft noch genutzt.
23.9.16, 09:45 Uhr
Dabei seit 13.6.13
8
Weiß ich. Finde den Ausdruck trotzdem nicht gut. Aber egal, ist nicht wichtig genug, um weiter zu debattieren. 
Ich weiß, was gemeint ist und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, da ist schon was dran. 
Jetzt muss ich nur noch prüfen, was meine Katzen davon halten 😄
23.9.16, 10:20 Uhr
Dabei seit 25.2.16
Sally75
9
Meine flüchtet...Mein Mann und Kinder übrigens auch...:-))
23.9.16, 10:22 Uhr
Dabei seit 10.8.12
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10
Das stimmt, dass man früher Krankenzimmer ausgeräuchert hat. Man hatte halt nichts anderes und wollte in seiner Verzweiflung was tun. Aber man hat sich auch früher nicht gewaschen, weil man dachte, durch Wasser würde man krank. Beides weiß man durch die moderne Wissenschaft heute besser. Man weiß aber auch durch die Wissenschaft, dass vieles hilft, was eigentlich nicht helfen kann, beispielsweise die Anwesenheit der Mutter, eines geliebten Menschen, Auflegen der Hand, einfach weil es die Selbstheilungskräfte aktiviert. Sogar der Geruch nach der Hühnerbrühe, die Oma immer kochte, wenn man krank war. Also würde ich sagen, jeder soll's ausprobieren. 
23.9.16, 15:08 Uhr
Dabei seit 25.2.16
Sally75
11
...es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Hölle, die wir Menschen nicht verstehen.
19.3.17, 22:20 Uhr
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