Frisch gesammelte und auf weißen Tüchern für 1-2 Stunden ausgelegte Löwenzahnblüten - zum "Entkäfern"
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Löwenzahnblüten - so wird man die Krabbeltierchen los

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Wer schon einmal Löwenzahnblüten für Sirup (manche nennen's auch "Honig") gesammelt hat, weiß, welch' ein Leben sich darin tummelt. Widerlich, wenn sie erst im Sirup ans Tageslicht kommen.

Die Blüten in Wasser einzuweichen, um die Krabbler rauszutreiben, wäre frevelhaft und dem beabsichtigten Ergebnis wenig zuträglich.

Ich habe auch in diesem Jahr wieder erfolgreich folgende Methode praktiziert

Weiße Baumwoll-Servietten (die können anschließend zur Beseitigung des anhaftenden Blütenstaubes eine etwas rabiatere Behandlung ab) auf Tabletts oder Backblechen ausbreiten und die Blüten fein säuberlich darauf auslegen. Habt ihr vorher auch kaum was an Tierchen entdecken können: Jetzt solltet ihr sie mal flitzen sehen!

Warum das funktioniert, weiß ich nicht. Vielleicht denken sie, es liegt Schnee und sie müssten sich schleunigst ein Winterquartier suchen ... ;) 

Hauptsache, es wirkt - übrigens ebenso bei Holunderblüten.

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Themen: Blut, Löwenzahn

21 Kommentare


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#1
3.5.16, 08:02
Und wo "flitzen" die Tierchen dann hin?
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#2
3.5.16, 08:42
Ich bin der Meinung  die Blüten müssen auf jeden Fall gründlich gewaschen werden, auch wenn sie vielleicht aus dem eigenem Garten sind. Wenn nicht, erst recht, denn es sammeln sich nicht nur krabbeltierchen an, sondern auch Schadstoffe aus der Luft, 
diverse Tiere pinkeln oder kacken darauf oder daneben und der Fuchsbandwurm ist sehr gefährlich. Ich mache schon viele Jahre das Blütengelee und bis jetzt hat die gründliche Wäsche dem Geschmack noch keinen Abbruch getan, im Gegenteil, man ist auf der sicheren Seite. Das gilt für alle Wildpflanzen und Früchte.
Die Blüten müssen doch eh über Nacht im Kochwasser stehen, damit der Geschmack für das Gelee ins Wasser übergeht. Sorry, wenn ich dir hier widerspreche,  aber Schmutz und Keime gehen nun mal nur durchs waschen und danach gründliches kochen ab.
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#3
3.5.16, 09:14
@Upsi:

Ich hatte von EINWEICHEN gesprochen, sprich: Dem längeren Aufenthalt im Wasser (bis die Krabbler oben schwimmen). Abgebraust werden die Blüten ohnehin - aber nur kurz, damit nicht aller Blütenstaub (Aroma!) durch den Abfluss wandert. Und kochen müssen sie auch bei mir - schon wegen des "technologischen Ablaufes" bei der Sirupherstellung.

Meine Blüten stammen von einer Stelle, wo weder Hunde ihr Geschäft verrichten noch Füchse streunen (außer sie kommen durchs Wasser geschwommen und dann sind sie ja sauber ... ;))  Ich sammle nämlich hinter einer 70-cm-hohen Hochwasserschutzmauer, direkt am Ufer (siehe neues Foto). Komm mir jetzt aber bitte nicht mit Bedenken zu eventuellen Überschwemmungsrückständen im Boden ...

Ohne dabei leichtfertig zu sein, teile ich die allgemeine Hysterie, nach der nur ein keimfreies Leben ein gesundes Leben ist, nicht. MEIN Immunsystem will schon ab und zu mal was zu trainieren haben.

EDIT:
Weil Du schreibst "Das gilt für alle Wildpflanzen und -früchte": Ich stelle mir gerade vor, wie Du im Wald gesammelte Pilze so gründlich wäscht, bis sie wie Schwämme voll Wasser gesogen sind ...

Und die Schadstoffe aus der Luft erreichen auch die Löwenzahnblüten im eigenen Garten - kein Argument, die aus der Wildnis besonders zu behandeln. Wie willst Du überhaupt einen geschmacklichen Unterschied zwischen dem Produkt aus kurz und ausgiebig gewaschenen Blüten herausschmecken - Du kennst ja nur letzteres.
#4
3.5.16, 09:17
@bojana:

... über diverse Spazierumwege direkt in meinen Staubsauger: Klappe zu, Käfer weg.
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#5
3.5.16, 09:31
@OSTHEXE: dem letzten Abschnitt deines Kommentars teile ich, denn ich bin auch absolut gegen übertriebene Hygiene. Das hat aber nichts mit dem Sammeln wilder Pflanzen und Früchte zu tun, bei denen man nicht weiss, was sich da so absetzt. Wenn du deine Blüten gründlich abbraust ist das doch in Ordnung, war aber aus dem Tipp nicht herauszulesen. Ich wollte dich auch nicht kritisieren, das steht mir garnicht zu. Ich wollte nur aufmerksam machen dass alles was draußen in der freien Natur wächst gewaschen werden muss. Ich habe eine große Löwenzahnfläche hinterm Haus und täglich geht hier die halbe Stadt mit ihren Hunden Gassi. Nicht eine Blüte würde ich davon verwenden. Super für dich, wenn du solch eine geschützte Stelle hast, ich mache in diesem Jahr keinen Sirup, weil man keine Stelle mehr findet auf der man ohne Ekel sammeln kann. 
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#6
3.5.16, 09:35
@Upsi:

Ich hab' auch 'ne üppig gelb blühende Wiese direkt vor dem Haus - die verlockt mich gar nicht. Da gehen nämlich auch die Hunde gassi.

Und jetzt muss ich raus, den Balkon umgraben ... ;))
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#7
3.5.16, 09:39
@OSTHEXE: ich sammele keine Pilze im Wald und wenn, ich bin bald siebzig und weiss wie man mit Lebensmitteln umgeht. 
#8
3.5.16, 09:49
@Upsi:

Sorry, ich hatte nicht die Absicht, Dir auf die Füße zu treten. Der Einwand kam bloß, weil Du das so rigoros füe alle Wildfrüchte propagiert hast.
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#9
3.5.16, 12:48
Wozu braucht man denn überhaupt Löwenzahn-Sirup? Ich hab sowas noch nie probiert und ich denke mal, ich werde das auch zukünftig nicht tun! Wenn andere das essen oder trinken oder was auch immer, soll es mir durchaus recht sein, aber ich muß das nicht haben!
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#10
3.5.16, 13:14
@Brandy:

Ob man ihn braucht oder nicht, das lassen wir besser mal dahingestellt sein, sonst bricht hier vielleicht noch ein "Glaubenskrieg" los. Wenn's interessiert, findet man entsprechende Infos zu Hauf im Net.

Ich sage Dir, was ich damit mache: Meinen Brennnesseltee (natürlich auch selbst eingesammelt) süßen. Ich trinke den kurmäßig im Frühjahr und zwar nur mit Limettensaft - das allerdings wäre mir ohne "süß" denn doch zu sauer.

Andere machen aus dem Blütensud ein Gelee für's Frühstücksbrot. Ist halt mal was anderes ...
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#11
3.5.16, 14:22
Löwenzahnsirup habe ich noch nie gemacht, aber Holundersirup und -gelee mache ich jedes
Jahr. Die Holunderblüten spüle ich unter fließendem Wasser ab, nachdem ich sie vorher schon leicht ausgeschüttelt habe.
Ich hatte den Tip auch so verstanden, daß die Blüten gar nicht gewaschen werden sollten, und das würde mir auch sehr gegen den Strich gehen. Ich wasche auch Pilze ab, obwohl es immer heißt, man solle sie nur abreiben.
In diesem Jahr werde  ich meine Holunderblüten mal nach diesem Tip vorbehandeln. Ich bin gespannt, was da dann alles so rumkrabbeln wird.
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#12
3.5.16, 14:45
@bojana: Das war auch mein erster Gedanke. :)
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#13
3.5.16, 14:49
@Maeusel:

Tja, ich wollte halt eigentlich keinen Tipp zur Herstellung von Löwenzahnsirup/ -honig/ -gelee geben, sondern nur einen, wie man im Vorfeld die Krabbler ziemlich "materialschonend" los wird.

Was Du da vom Holunderblüten-Ausschütteln schreibst, war genau der Grund, weshalb ich nach 'ner anderen Krabbeltier-Entfernungsmethode gesucht habe:
Bei mir war danach immer alles gelb, dabei kam es mir sowohl für den Holunderblütensirup als auch bei den Blüten für Erkältungstee doch gerade auf den aromatischen Blütenstaub an. Da habe ich (für mich) festgelegt: Wenn die Krabbler raus sind, werden die Blüten ohne Waschen weiterverwendet. Ich pflücke ja nicht direkt an der Straße oder auf Müllhalden, sondern in einem privaten Hausgarten. Nach dem Entfernen der groben Stiele werden die Blüten nicht etwa aufgekocht, sondern lediglich mit abgekochtem Zuckerwasser (relativ viiiel Zucker!), kristalliner Zitronensäure sowie Zitronenscheiben angesetzt und ein paar Tage abgedeckt stehengelassen. Dann abseihen, randvoll in Flaschen füllen und dunkel-kühl aufbewahren. Bis jetzt sind noch in jedem Jahr sämtliche Flaschen zu Hugo und aromatisiertem Mineralwasser geworden. Oder haben Ostsalat den besonderen Pfiff gegeben. Verluste: Keine.
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#14
3.5.16, 18:24
@Brandy: ich brauche keine Avokados, die Dinger schmecken eklig und ich brauche die absolut nicht. Trotzdem ist es doch nett, wenn jemand dazu etwas interessantes einstellt. Ich muß es ja nicht nachmachen.
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#15
3.5.16, 19:19
@Shaila: Ich habe nicht gewußt, daß man hier besser nichts negatives gegen irgendwelche Tipps sagen sollte und auch besser nicht mitteilt, daß einem ein Tipp so überhaupt nichts gibt! Von daher bitte ich vielmals um Entschuldigung! Ich werde versuchen, nur noch positive Kommentare abzugeben, auch wenn mir das sicher das eine oder andere Mal schwerfallen wird! :-(((
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#16
3.5.16, 19:33
@Brandy: bleib lieber ehrlich bei deiner Meinung, das gibt dir ein besseres Selbstwertgefühl, auch wenns mal was auf den Deckel gibt, ehrlich währt am längsten.
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#17
3.5.16, 21:20
@Upsi:

Das unterschreibe ich. Es wird im "realen" Leben aus tausenderlei Gründen schon dauernd um den heißen Brei geredet, so dass man kaum noch weiß, woran man mit den Menschen ist.

Ich bin dafür, dass jeder seine eigene Meinung haben und auch äußern darf - egal, ob sie sich im Rahmen von irgendwelchen Konventionen bewegt oder nicht. Grundsatz: "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu". Und man muss den eventuellen Gegenwind auch aushalten können ...
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#18
3.5.16, 21:37
@OSTHEXE: so isses, auch mein Lebensmotto, aber man muss das erst lernen durch Tiefs und Hochs
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#19
3.5.16, 22:44
Natürlich sollte jeder seine Meinung haben und auch sagen dürfen. Es kommt nur immer darauf an, wie er sie vertritt.
In höflichen Worten darf man gerne jemandem widersprechen, aber beleidigend darf man nicht werden.
Wenn sich daran alle halten, ist es hier sehr angenehm!
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#20
4.5.16, 08:21
Das ist ja interessant, dass die Krabbeltierchen auf dem weissen Untergrund flüchten. Ich habe grad Kopfkino und sehe dich mit Staubsauger bewaffnet daneben stehen...... ;-)))

Die Blüten würde ich auch kurz waschen, auch wenn sie geschützt stehen. Gäbe mir persönlich ein besseres Gefühl.  
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#21
7.5.16, 22:03
@Brandy: es geht nicht darum, daß Du Deine Meinung gesagt hast, das tu ich auch. Nur den Spruch "Ich hab sowas noch nie probiert und ich denke mal, ich werde das auch zukünftig nicht tun!" Fand ich dann doch irgendwie unpassend. Wenn Du nicht vorhast, jemals diesen Sirup zu probieren, ist es gut. Nur hört sich diese Art doch eher wie runtergemacht an, als Meinung gesagt. Ich sagte ja, wenn hier jemand ein Rezept für Guacamole einstellt, schüttelt es mich. Also überspringe ich es und fertig und schreibe nicht gleich "hab ich nicht probiert, werd ich nicht probieren". Darum geht es. Nicht um das ob sondern um das wie.

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