Mit Nackenschmerzen zum Augenarzt

Mit Nackenschmerzen zum Augenarzt?

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Gar nicht mal so dumm - mit Nackenschmerzen zum Augenarzt.

Ich hatte in den letzten Monaten immer wieder starke Nackenverspannungen/Nackenschmerzen, in den letzten Wochen permanent. Mein Hausarzt ist auch Chirotherapeut, hat das zwar immer mal für ein paar Tage wieder lösen können, aber die Schmerzen kamen immer wieder. Hab schon mein Bürofenster verdächtigt zugig zu sein, nachts mein Schlafzimmerfenster zugemacht (was mir ein Grauen ist!) und Tücher um den Hals getragen (was ich ebenso wenig mag) – alles nicht geholfen.

Vor Kurzem war ich (unabhängig davon) zur Kontrolle beim Augenarzt, ich trage seit vielen Jahren Gleitsichtbrillen. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass meine Sehschärfe sich um knapp 1 Dioptrien verschlechtert hat. Meine Augenärztin sagte: „Na, da haben Sie aber bestimmt schon ordentlich Nackenschmerzen?!“ Ich war total verblüfft, sie erklärte mir aber dann, dass die Ursache von Nackenschmerzen häufig ist, dass man bei Nachlassen der Sehschärfe den Kopf unbewusst ein Stück zurück legt, um mit dem Blick in den unteren Bereich der Brille zu kommen – da, wo es schärfer ist. Ganz besonders bei Bildschirm-Arbeitsplätzen. So entstehen sehr oft Nackenverspannungen, deren Ursache man sich anfangs nicht erklären kann.

Ich hab jetzt eine neue Brille – Nackenschmerzen schon fast weg!

Manchmal hilft auch schon der Gang zum Optiker, nämlich dann, wenn die Gleitsichtbrille nicht richtig sitzt und man den Kopf deshalb unnatürlich drehen muss.

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15 Kommentare


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#1
11.10.12, 08:32
Wenn möglich, kann man auch den Schirm (Monitor) tiefer positionieren, sodass man von oben drauf schaut.
Mein Schreibtisch ist 50cm tief. Dahinter steht mein Imac auf einem niedrigeren Regal.
Auf jeden Fall mit dem Optiker besprechen.
Auch Musiker haben dies Problem mit Höhe und Distanz des Notenständers.
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#2 Cally
11.10.12, 08:42
Das ist auch eine gute Möglichkeit. Allerdings hilft die nur für die Zeit, in der man auf den Monitor oder das Notenblatt schaut. Sobald man etwas anderes, Entfernteres anschaut "knickt" man den Kopf zur Korrektur unbewusst wieder ein Stück zurück, um mit dem Blick zwischen Zwischenbereich und Nähe zu balancieren (was man sonst durch den Fernbereich scharf sehen konnte).

Ich fand es wirklich erstaunlich und wäre nicht auf den Zusammenhang mit meinen Augen gekommen.
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#3
11.10.12, 17:09
Hoffentlich haben Haus- und andere Ärzte Zeit FM zu lesen! Da muss man erst mal drauf kommen. Danke Cally, dass du das mit uns teilst!
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#4 Cally
11.10.12, 17:53
Ich hab auch schon gedacht, dass ich das meinem Doc mal sage, der ist immer offen für Erfahrungen solcher Art.
Die Augenärztin (ich war das erste Mal da, weil mein "alter" nicht mehr ist) hat natürlich richtig Punkte gemacht bei mir.
Ich werd mal nachts 'nen grünen Daumen an ihre Hauswand sprühen...
#5 Dasbinich
11.10.12, 18:32
Dann werd ich mal zu meinem Optiker gehen,da ich die letzten Wochen auch die Angeweohnheit habe,den Kopf zurückzulegen damit ich besser sehe. (Habe auch eine Gleitsichtbrille)
#6
11.10.12, 19:51
Der Tipp ist gut. Meine Optikerin hat mir mal gesagt, dass man am PC besser eine Lesebrille benutzen sollte, da man ja mit der Gleitsichtbrille permanent in einer Stellung mit dem Kopf bleibt.
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#7 Mecki
11.10.12, 20:03
Endlich mal ein brauchbarer Tipp! Danke, liebe Cally
#8
12.10.12, 13:42
Hallo Cally, das ist'n guter Tipp.

Eine Gleitsichtbrille hatte ich mal 'ne zeitlang getragen. U. a. beim Autofahren. Ich war ziemlich erschrocken, dass ich beim Autofahren, wie besoffen gefahren bin. Tage nach dieser grauenvollen Fahrt bin ich dahinter gekommen, dass die Gleitsichtbrille dies verursacht hatte.
Seitdem liegt sie in der Ecke - unbenutzt.
#9
12.10.12, 13:45
Mir fällt gerade ein:
Auch den Zahnarzt sollte man befragen.

Seit einigen Wochen habe ich Nackenschmerzen, die durch das Zähne-zusammen-beißen verursacht werden. Da hilft dann eine Beißschiene und spezielle Gymnastik.
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#10 Oma_Duck
12.10.12, 14:15
@Teddy #8: Jeder Augenarzt wird Dir bestätigen, dass eine Gleitsichtbrille einige Tage Eingewöhnung erfordert - insbesondere beim Treppen abwärts laufen ist besondere Vorsicht geboten, da sonst folgeenschwere Fehltritte möglich sind.
Aber man muss sie dann auch dauerhaft tragen und nicht nur ab und zu, z.B. wie Du nur beim Autofahren. Sonst tritt der Gewöhnungseffekt nie ein!

Ich trage schon über zwanzig Jahre ein Gleitsichtbrille und bin voll zufrieden. Wenn die Mode besonders kleine Brillengläser "vorschreibt", hat man eine entsprechend kleineres scharfes Sichtfeld für den Nahbereich, man muss also genauer "zielen". Das kann lästig sein. Neuerdings sind ja glücklicherweis wieder größere Brillengläser "zugelassen".
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#11
12.10.12, 16:37
@Oma_Duck: Kann ich voll bestätigen.
Paar Tage gwöhnen ist unerläßlich.
Wenn man dann nicht zurecht kommt, wieder zum Optiker.
Die Brille muss nämlich genau passen....z.B. richtig zentriert sein.
Evtl. den Optiker wechseln. Das ist nämlich ein ganz diffiziles. Handwerk! Am besten per Rundspruch einen efahrenen Meister finden.
In goßen, chicen Läden gibt es schöne Gestelle, aber vielleicht gerät man an einen frisch gebackenen Gesellen. Der ist gut für 'ne
Lesebrille und Gestell zurecht biegen.
Tipp: nicht gleich aufgeben!
#12 Cally
12.10.12, 16:52
Ich gehöre zum Glück zu den Leuten, die die erste Gleitsichtbrille beim Optiker auf die Nase bekamen und seitdem nicht mehr absetzen möchten. Ich hatte nie Probleme, nur mit einer einzigen Brille, eine aus dem Internet. Die hatte die Sparversion der Gläser, mit schmalem Nahbereich - geht für mich garnicht.

Und was die schmaleren (in der Höhe) Fassungen anbelangt, da schüttelt schon mein Optiker von sich aus den Kopf. Eine bestimmte Höhe müssen die Gläser haben, sonst macht er sie nicht. Zumindest nicht mit Garantie (man kann die Gläser ein paar Wochen testen, wenn man nicht zurechtkommt, kann man sie zurückgeben).

Und wenn man nicht (wie ich...) den Augenarztbesuch schleifen lässt, bekommt man auch keine Nackenverspannungen davon :o).
#13 Cally
12.10.12, 17:12
Jetzt schreib ich hier vom "Optiker" und bekomme ein paar Minuten später den Newsletter eines Online-Optikers, von dem ich noch nie gehört hab...
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#14
12.10.12, 17:41
@Cally: Ja, sowas ist echt gruselig. Das Gute ist, wir wissen, es sind programmierte Maschinen, denn Menschen hätten gemerkt, dass du eher für persönliche Beratung eines Optikers, dem man vertraut plädiert hast und somit die falsche Zielgruppe bist. :-))
ot: Was glaubst du, was ich für newsletter/Werbung etc kriege seit ich "50 Shades of Gray" gegoogled habe, weil zwei 12-jährige Mädels wissen wollten, ob sie das schon auf Englisch lesen könnten ...
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#15
18.2.14, 22:01
@AMA Ich mache momentan eine Ausbildung zur Oprikerin und bin in 4 monaten fertig..
ich find es schon ein wenig hart das du schreibst das man sich doch einen erfahrenen Meister suchen soll anstatt eines frisch gebackenen Gesellen.. Meister heißt nicht gleich mehr erfahrung mit Gleitern.. Meisterausbildungen konzentrieren sich eher auf die Anpassung von formstabielen Kontaktlinsen oder das ausmessen von benötigen Prismen.. über Gläser wird mit denen auch nicht mehr geredet als mit einfachen Gesellen.. wobei es meist sogar so ist das frisch gebackene besser bescheid wissen über die neusten Techniken da diese ja die Schulungen dafür grade erst hatten.. :) Ist jetzt nicht böse gemeint.. wollte ich nur mal draf hinweisen..
Liebe Grüße.. :)

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