Ein Trick, wie man sich zum Üben eines Instruments motiviert

Musikinstrument erlernen - (sich) zum Üben motivieren

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Ein Musikinstrument zu erlernen ist eine schöne Sache – wenn nur das Üben nicht wäre! Empfohlen wird ca. eine halbe Stunde am Tag.

Ich kenne es von mir selbst: am Anfang ist man ja meistens noch sehr motiviert und holt (in meinem Fall) die Gitarre bei jeder Gelegenheit heraus, aber mit der Zeit lässt die Euphorie nach und man sagt sich gerne "morgen bestimmt".

Unser Gitarrenlehrer hat uns einen kleinen Tipp verraten, mit dem man seinen inneren ihr-wisst-schon-wen ein bisschen austricksen kann: Man soll das Instrument nicht verwahren und wegstellen, sondern an einer gut sichtbaren Stelle z. B. im Wohnzimmer hinstellen/-legen. Oft hat man zwar keine halbe Stunde am Stück Zeit, aber ein paar Minuten, z. B. während man auf etwas wartet, kann man dann doch abzweigen. Über den Tag verteilt kommt da eine schöne Summe an Übungszeit zusammen – und das ist besser als gar nicht zu üben!

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18 Kommentare


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#1
5.3.13, 06:56
das ist einleuchtend. ich beneide immer meine Nachbarn die machen immer Hausmusik.Was mir sehr gut gefällt.
Leider hat bei uns in der Famillie auch keiner ein Instrument gelernt. An alle die das können meine Hochachtung
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#2 Aggie
5.3.13, 08:33
Als Kind hat meine Mutter immer "genervt", dass ich übe (erst Blockflöte - später Akkordeon) ... Jetzt habe ich ein Keyboard geschenkt bekommen (und durch das Akkordeon ist für mich die rechte Hand kein Problem) und das steht mitten im Wohnzimmer - aber manchmal ist der innere Schweinehund trotzdem recht groß :-( Aber ich mache mir jetzt immer ein Kreuz in den Kalender wenn ich geübt habe :-) ... und ich mache Fortschritte :-)
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#3
5.3.13, 09:43
Ich hatte als Kind Klavierstunden - die habe ich gehasst und als Teenie durfte ich endlich damit aufhören.

Als ich dreißig war, habe ich wieder von vorne damit angefangen (und mir beinah die Finger gebrochen - als Kind tat ich mich damit viel leichter!). Seither bestehe ich bei meinen Kids auf täglichem Üben, weil ich weiß, wie schwer es ist, wieder von vorne anzufangen.

Allerdings ist es beim Klavier schwerer, es einfach zu übersehen - das kann man nicht so einfach wegstellen oder in die Rumpelkammer räumen. :o))
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#4
5.3.13, 15:00
Ich kann mir nicht vorstellen, das ein paar Minuten was bringen sollen , die braucht man doch schon zum "aufwärmen" , dann kommen die Tonleitern und dann erst sollte man anfangen zu spielen. Aber vielleicht ist das bei der Gitarre ja anders?
Ich gebe mops recht, wenn man länger nicht gespielt hat, dann ist es um so schwieriger wieder rein zu kommen.
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#5
5.3.13, 15:01
Ja, ist wie bei Nähmaschinen und Hometrainern. Dort zwar auch selten, aber besser als gar nicht. Übungen sollten fleißig (aus)geübt werden !
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#6
5.3.13, 16:30
.... ein paar Minuten üben bringt bei den meisten Musikinstrumenten tatsächlich nichts,
aaaaaaaber:

Hat man erst mit Ueben angefangen, bleibt man meist länger dabei, das passiert von selbst ;-)

Und das ist auch mein Trick für tägliches Ueben, ich sage mir immer: OK, also 5 Minuten Zeit hast Du .... und bleibe dann mindestens 20 - 60 Minuten dran! :-)

So kann man seinen inneren Schweinehund überlisten:

Nuuuur 5 Minütchen....

Viel Spass beim Musik machen!
#7 Dora
5.3.13, 20:18
Genau so ist es, nur tägliches Üben bringt was und es stimmt auch, wenn etwas, hier das Musikinstrument, sichtbar ist, dann nimmt man sich eher die Zeit, wie wenn es aus den Augen ist.
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#8
6.3.13, 11:27
Kommt aber auch drauf an, wie resistent der Übende ist. Ich vergleich das jetzt einfach mal mit meinem Bügelbrett (+ Wäsche). Das steht teilweise wochenlang im Wohnzimmer vor meiner Nase, kann mich aber trotzdem nicht wirklich zum Bügeln motivieren. Wahrscheinlich hab ich mich an den Anblick gewöhnt...:-)
#9 Dora
6.3.13, 11:35
Ja, das ist leider war, denn ich bügle auch nicht gerne :-)))
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#10
6.3.13, 21:19
Motivierend ist auch, wenn man sich zum Zusammenspiel verabredet, geht natürlich nur, wenn man schon ein bisschen was beherrscht: Ich spiele regelmässig mit meiner Freundin Querflöte, wir tauschen Stücke aus und kopieren uns welche gegenseitig, und vereinbaren Übungsstücke. Funktioniert auch ganz gut. Aber auch bei mir steht der Notenständer immer da, die Laute steht mitten im Arbeitszimmer und gemahnt mich zum Üben, da halte ich es auch mit Pippilotti: nur eben mal 5 Minuten.....
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#11 Tinetews
6.3.13, 22:04
Ich bin jetzt 52 und habe erst vor 3 Jahren mit dem Klavierspielen angefangen, weil es schon immer mein Traum war. Zugegeben, ich kann wirklich nur einige kleine Lieder, aber es ist so wunderbar, wenn man kleine Erfolge erlebt.
Eines weiß ich jedoch - und da hatte meine Lehrerin recht: Es ist besser, öfter und nur kurz zu üben als nur einmal in der Woche. Auch aus meiner Methodikausbildung als Lehrerin kann ich das bestätigen: Wiederholung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Deshalb kan ich der Schreiberin auch nur beipflichten!
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#12
6.3.13, 22:19
Ja da kann ich auch mitreden.Habe vor 5 Jahren die B-Tuba gelernt.(ich bin 44).Sie steht bei mir im Schlafzimmer und wenn ich Wäsche zum bügeln hab(ich hab 4 Kinder und einen Mann)sbiele ich weil ich warten muß das das Damfbügeleisen heiß wird.Es ist super isch kann jetzt schon sehr gut.
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#13
7.3.13, 04:15
Das stimmt nun wirklich, das mit dem stets sicht- und greifbarem Instrument. Wie üblich, über die Blockflöte übers Accordeon, erst diatonisch und dann chromatisch, gings weiter zu Klavier und Orgel. Auch die Zugposaune ist dabei. Mit der spiele ich noch heute (75 jährig) im Musikverein und bin noch lange nicht der Schlechteste.Ich wollte altershalber aufgeben aber Präsident und Dirigent haben sich vehement dagegen ausgesprochen. Mein Problem mit der Ueberei waren viel mehr die Noten als das Instrument (das ist schnell zur Hand) Aber Noten hervorholen und spielgerecht aufstellen, das brauchte jeweils einen "Ruck", bis ich einen Notenständer (ausser Klavier/Orgel) mit spielbereitem Repertoir stets in der Ecke stehen habe. So gab es kein Hindernis mehr, jeder Zeit schnell eine "Runde" zu spielen. Ich bin übrigens gar nicht der Meinung, dass 10 Minuten nichts bringen!
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#14
7.3.13, 07:36
Was ich hier an diesem Tipp vermisse, ist die Freude auf die Musik, die aus einem "Soll" ein "ich will üben"macht, einfach weil ich spüre, die Musik macht mich glücklich, egal ob jetzt im Verabreden mit Mehreren oder in der Vorfreude meinereinerseits ;-) Keine lästige Pflicht, sondern etwas, was ich mir gönne, mir gut tut, worauf ich mich jeden Tag freue , auch wenn mal Übungen dabei sind, die erstmal gefühlte 1000 x gemacht werden müssen, bis sie sitzen. Ich beneide jeden, der so tolerante Nachbarn hat, dass sie keinen Kleinkrieg von Zaun brechen, weil man zuhause übt, sondern sich darüber freuen, das Leben in der Hütte ist (war schön den Kommentar von Lorelei zu lesen) . Wünsche allen, die ein Musikinstrument ihr Eigen nennen, diese Freude jeden Tag erleben zu können, bzw. sich diese Freude bewusst zu gönnen und in sich hineinzugrinsen, wenn man wie ich einen Lehrer hat, der meint: "Üben bis es weh tut". ;-) Es wird jedesmal wieder darüber gelacht.
#15
7.3.13, 09:23
Ich habe als Kind Klavier spielen gelernt und es dann in meiner Jugend bis vor ein paar Jahren (bin 56) "sein lassen". Aber es ist heute eine Bereicherung meines Lebens, wenn ich mich ans Klavier setze und spiele, was ich mag und NUR für mich spiele, ohne Zwang (als solches hab ich den Klavierunterricht - da 22,5 Minuten "lang" - empfunden). Da kann ich meine Gefühle ausdrücken und kann die Stücke nachempfinden, die ich spiele.
#16
7.3.13, 12:25
Der Notenständer steht bei meinem Sohn auch griffbereit im Zimmer. Mit Wäscheklammern, damit die Blätter nicht wegfliegen ;-)
10 Minuten, dass mag für einen Hobbymusiker reichen.
Aber wer ein Instrument professionell erlernt, der wird um 1 Stunde pro Tag (eher mehr) nicht rumkommen, zusätzlich zum Unterricht versteht sich.
Und wie schon oben geschrieben: bei der Geige z.B. ist es sehr wichtig Aufwärmübungen zu machen, damit die Hände keinen Schaden davon tragen und ohne vorher einige Tonleitern zu spielen, braucht man gar nicht erst anzufangen. Man braucht sowohl Geschwindigkeit, als auch eine gut entwickelte Handmkuskulatur und auch auf die Haltung muss geachtet werden. Das alles ist in 10 Minuten nicht zu schaffen.
Auch für die Geige selbt ist es wichtig, dass sie regelmässig gespielt wird, sonst klingt sie nicht. Sehr teure Geigen verlieren ihren Wert, wenn sie nicht regelmässig gespielt werden.
#17
7.3.13, 13:13
Danke, werd's gleich umsetzen.
#18
7.3.13, 14:03
Musik machen, das fängt oftmals ganz einfach an, zum Beispiel auf Kochtöpfen
und selbst gebastelten Instrumenten. Auf kunterbunte-kinderlieder.de wird
auf der Seite "Macher" von Freunden der Kunterbunten Kinderlieder das
Kochtopf-klopf-lied vorgestellt. Vielleicht werden da mal große Künstler draus - jedenfalls aber gute Köche.....

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