Murde un Klees (Möhren und Klöße) – Das war früher ein typisches Neujahrsessen im Hunsrück. Nach altem Aberglauben symbolisieren bei diesem Gericht die Möhren die Goldstücke, die nicht ausgehen würden, wenn man sie an Neujahr verzehrte. Uns schmeckt es an anderen Tagen auch sehr gut.
Zutaten
Für die „Murde“ (Möhren)
- 1 kg Möhren in stärkere Stifte oder Würfel geschnitten
- 1 Zwiebel gewürfelt
- 40 g Fett oder Öl
- ½ TL Zucker
- 20 g Mehl
- etwas gehackte Petersilie
- etwas Salz
Für die Klees (Klöße)
- 500 g Weizenmehl
- 500 g geriebene rohe Kartoffeln
- 500 g geschälte, gekochte Kartoffeln vom Vortag
- 1 Pckg. Kartoffelklöße halb und halb aus dem Kühlregal (Alternative)
Für das Fleisch
- etwas Dörrfleisch, Eisbein oder Salzrippchen, Menge nach Belieben
Zubereitung
- Das Dörrfleisch in Scheiben schneiden und im Fett anbraten, etwas dünsten lassen. Wenn man Eisbein oder Salzrippchen nimmt, diese in Brühe fast weich köcheln lassen.
- Die in Würfel geschnittene Zwiebel im Bratenfett anbraten, dann die gestiftelten oder gewürfelten Möhren zu den Zwiebeln geben und kurz andünsten. Mit Wasser zur Hälfte aufgießen.
- Für die Klöße drückt man die rohen geriebenen Kartoffeln fest aus. Die gekochten Kartoffeln werden auf dem Reibeisen gerieben und alles zusammen mit dem Mehl kräftig vermengt. Sollte der Teig kleben, noch etwas Mehl hinzufügen, dann mit Salz abschmecken. Man formt daraus längliche oder runde Klöße. Ich habe der Einfachheit halber fertigen Kloßteig halb und halb genommen.
- Das Dörrfleisch kommt zuerst in den Topf, dann die Möhren und zuletzt die Klöße obenauf. Das Ganze wird zugedeckt und bei kleiner Flamme etwa 20-25 Min. gegart. Sind die Möhren und die Klöße gar, habe ich die Möhren mit kalt angerührtem Mehl angedickt und die Petersilie untergemengt.