Dame mit Hörgerät

Mit Älteren den Umgang mit Hörgeräten trainieren

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Endlich war ich mit meiner 80-jährigen Mutter beim Ohrenarzt. Ergebnis: Sie ist massiv schwerhörig und das nicht erst seit gestern. Ein Hörgerät wurde rezeptiert und seitdem sind wir mit ein paar Tricks am Üben.

Mit dem Hörgerät ist Ruhe eingekehrt

Eigentlich ist mir schon lange klar, dass es um das Hörvermögen meiner Mutter nicht gut steht. Regelmäßig reden wir kilometerweit aneinander vorbei, was zwar nicht nur auf die Schwerhörigkeit zurückzuführen ist, es aber unterstützt. Ich bin auch immer heiser nach einem Besuch, da ich so laut rede, dass es mir schon selbst im Ohr weh tut. Vielleicht kennt ihr das ja aus eurem Familien- oder Bekanntenkreis. Nun, mit den beiden Hörgeräten ist auf alle Fälle, trotz all der wiederentdeckten Geräusche, Ruhe eingekehrt.

Unter Schwerhörigkeit versteht man eine Verminderung der Hörfähigkeit, die von kaum bemerkten Hörstörungen bis hin zur Gehörlosigkeit reicht. Etwa 20 Prozent sind in Deutschland davon betroffen. Dabei muss man nicht das Alter meiner Mutter erreicht haben, auch Kinder können schon an Schwerhörigkeit leiden. Bei älteren Menschen ist das verminderte Hörvermögen leicht zu erkennen. Erst mal wird der Fernseher lauter gemacht, dann von den Lippen abgelesen.

Gutes Hören stärkt den Geist

Wenn das Hören schleichend nachlässt, wirkt sich das auch auf den Geist aus. Das Gehirn muss dann mehr Arbeit leisten, sich mehr anstrengen. Die Kommunikation wird für alle anstrengender und beeinträchtigt letztendlich auch die sozialen Beziehungen. Meine Mutter hatte in den letzten Jahren immer wieder Auseinandersetzungen mit ihren Freundinnen, die nicht geklärt werden konnten. Mir ist nun klar geworden, dass sie Gesprächen gar nicht mehr folgen konnte und dadurch Sachverhalte missverstanden hat.

Übung macht Meisterinnen und Meister

Bei der Hörakustikerin hatten wir mehrere Termine. Zunächst einmal für einen Hörtest, der für die Auswahl des richtigen Gerätes und die Einstellungen wichtig ist. Rund 100 Mal einsetzen und wieder herausnehmen ist die Ziffer, die uns die Fachfrau für einen sicheren Umgang mit den neuen „Lauschern“ genannt hat. Das geht bei jüngeren Menschen sicher schneller, aber bei meiner Mutter kam die Zahl ziemlich gut hin. Ihre Begeisterung hielt sich zunächst stark in Grenzen und es fielen Sätze wie „Man muss nicht alles hören.“

Vogelgezwitscher und Regentropfen sind attraktiv

Nachdem meine Mutter sich zunächst vom wieder erwachten Straßenlärm gestört fühlte, fand sie Gefallen am Singen der Vögel und an den ans Fenster prasselnden Regentropfen. Doch um das zuordnen zu können, musste ich ihr erklären, was welches Geräusch ist. Von alleine hätte sie diese Alltäglichkeiten, die für normal Hörende gar nichts Besonderes sind, nicht erkannt. Ab diesem Punkt fand sie die Geräte auch gut und spielte nicht mehr mit dem Gedanken, sie zurückzugeben.

6 bis 7 Stunden am Tag tragen

Um sich an die Geräte zu gewöhnen, sollte sie ihre beiden neuen „Lauscher“ 6 bis 7 Stunden am Tag tragen. Doch nach dem ersten Vormittagsschläfchen waren sie schon wieder im Etui gelandet. Wir haben dann ein Kissen gekauft, das den Druck auf dem Ohr etwas entlastet. Beim Einsetzen hat sie sich eine Gedankenbrücke mittels der Anfangsbuchstaben gebaut. Der kleine rote Punkt auf dem einen Gerät steht für rechts, beides beginnt mit einem R. Der blaue Punkt für links. „Blau wie lau und lau wie links“, pflegt sie nun zu sagen.

Batterie hält etwa 10 Tage

Beim richtigen Einsatz der Hörgeräte hält die Batterie etwa 10 Tage. „Richtiger“ Einsatz heißt, es ist in der Nacht nicht in Verwendung und ausgeschalten. Im Zweifel fährt meine Mutter mit der Hand am eingeschalteten Gerät entlang, sobald sie es eingesetzt hat: Wenn es dann nicht raschelt, ist es Zeit für den Batteriewechsel. Kürzlich funktionierte eines der Geräte auch nach dem Wechsel der Batterie nicht. Dies lag aber daran, dass das Mikrofon verschmutzt war. Nach der Reinigung mit einer kleinen Bürste war es wieder voll einsatzfähig.

Lebensfreude durch die neuen „Lauscher“

Mittlerweile ist meine Mutter wieder am Pläne schmieden und telefoniert häufig mit ihren Freundinnen. Mit einer ihrer ehemaligen Klassenkameradinnen gibt es weiterhin Missverständnisse, nämlich dann, wenn die wieder ihre „Lauscher“ verlegt hat.

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45 Kommentare


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#1
7.8.15, 15:52
In meiner Familie haben wir das gleiche Problem mit meiner Oma. Sie hört sehr schlecht. Man muss sie regelrecht anschreien. Langsam nervt das. Wir haben es schon mit Hörgeräten probiert und ich weiss nicht wieviele Tricks angewand aber sie kommt einfach nicht damit zurecht. Wir wissen echt nicht mehr weiter was wir noch alles tun können, damit sie die Dinger drin behält.
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#2
7.8.15, 17:26
Es ist sicher schwer, den richtigen Zeitpunkt zu finden und das Wollen anzusprechen.
TOP! wie das bei Euch läuft.
Schade, wenn Mensch nicht mehr aus seiner Hör-Isolation herauswill.
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#3 mellie_V8
7.8.15, 17:33
#NFischedick Im Tipp sind einige Sachen aufgezählt, inwieweit man einen betagten/hochbetagten Menschen beim Anpassen von Hörhilfen unterstützen kann.
Wenn es denn vom Senior gewünscht ist.
Bis ein Hörgerät gut sitzt und eingestellt ist dauert es - wer unterstütz eure Oma tagtäglich darin, macht ihr Mut und bestärkt sie positiv?
Wer hat denn ein Problem mit Omas Schwerhörigkeit? Oma selber oder ihr Angehörigen?

Und "Anschreien" ist definitiv kein Weg der Kommunikation, schon gar nicht bei Menschen mit Hörbehinderung.

"Wir haben das gleiche Problem mit meiner Oma.
Man muss sie regelrecht anschreien.
Langsam nervt das."

Arme Oma. :((((
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#4
7.8.15, 17:55
@mellie_V8: Jetzt ärgere ich mich dass ich hier überhaupt einen Kommentar abgegeben habe. Immer diese Besserwisserei. Du kennst meine Oma nicht, also kannst Du das auch nicht beurteilen.
Wir haben schön einige Methoden ausprobiert, auch Sachen die hier im Tipp erwähnt wurden. Unterstützt wird meine Oma von uns allen ,aber wir können reden so viel wie wir wollen.Das hat bisher nichts gebracht. Mittlerweile haben wir das Gefühl dass meine Oma gar kein Hörgerät haben will. Das hat sie auch schon gesagt.
Wir haben alle ein Problem damit sowohl Oma als auch wir Angehörigen. Meine Oma sagt sehr oft: Es tut mir leid dass Ihr so laut mit mir reden müsst.
Das Wort "Anschreien" habe ich nur benutzt,weil mir in dem Augenblick kein anderer Ausdruck dafür eingefallen ist.
ENTSCHULDIGT BITTE!!
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#5 Aquatouch
7.8.15, 18:06
@NFischedick: Ich habe verstanden, wie du es gemeint hast. Du musst dich dafür nicht entschuldigen.
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#6
7.8.15, 18:11
@Aquatouch: Ich danke Dir. Wenigstens einer der Mitgefühl hat.
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#7
7.8.15, 18:36
Dein Tipp ist sehr süß und liebenswert geschrieben! Ich musste sofort an meine "Oma" denken, die leider 2012 kurz vor ihrem 103. Geburtstag starb.
Auch wir hatten jahrelange Kämpfe. Sie hat mit etwa 90 ihr Hörgerät bekommen. Nachdem es ihr aber ständig ins Ohr pfiff und sie in ihrer geliebten Kirche durch das Hallen eh nichts verstanden hat, empfand sie die Dinger als Quälerei - gut, vor 20 Jahren war die Technik auch noch nicht so weit wie heute.
Jedenfalls lagen die Kommunikationsschwierigkeiten ihrer Meinung nach auch eher daran, dass alle nur nuschelten und sowieso viel zu schnell redeten. Und sie musste ihrer Meinung nach auch nicht alles hören.
Wir haben ihr dann immer direkt ins Ohr gesprochen, das war ok. Im Fernsehen waren die Leute auch zu hektisch.
Es ist wichtig, dass die Menschen durch diese Einschränkung nicht isoliert werden. Sie hatte gottseidank nie das Gefühl.
Ich finde es jedenfalls schön, dass du mit deiner Mami so sensibel an die Sache herangetreten bist und es sich so gut entwickelt! Weiterhin alles Gute wünsche ich euch!
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#8
7.8.15, 20:08
Das Eingewöhnen ist nicht nur für Senioren schwierig. Vom Fremdkörpergefühl mal abgesehen (das geht rasch vorbei) klingen Geräusche Stimmen etc. ganz anders als man es als Hörender gewohnt ist. Sich daran zu gewöhnen dauert. Und nicht jedes Gerät filtert Geräusche. So ist z.B. allein das Rascheln von Papier lauter als die Stimme des Gegenüber. Und wenn mehrere Leute reden, z.B. bei einer Feier, im Bus etc. na dann Gute Nacht. Es kann also durchaus an der Qualität des Hörgerätes liegen, wenn die Eingewöhnung nicht klappt.
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#9
7.8.15, 20:10
@NFischedick:
So weit kommt´s noch, dass Du Dich entschuldigst.
Jetzt lass Dich doch nicht von einer seltsamen Meinung so verletzen.
Es ist doch ganz klar, wie das gemeint ist.
Es ist schwierig, und jeder, der das daheim wirklich selbst erlebt, weiß das.
#10
7.8.15, 20:24
Ich bin nicht verletzt. Ich bin nur etwas gereizt. Wenn jemand so etwas schreibt und meine Oma dann auch noch nicht einmal kennt, dann muss ich so reagieren.
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#11 mellie_V8
7.8.15, 20:51
Sehr hilfreich für Angehörige von pflegebedürftigen Personen sind Fachkräfte in diesem Bereich. Sie können durchaus auf beiden Seiten unterstützend eingreifen. Angehörige können sensibler und verständnisvoller werden, Senioren evtl. Complience (hier: bei Verordnung von Hörgeräten) entwickeln.
#NFischedick, ich muss deine Oma nicht kennen um zu verstehen, was ihre Probleme sind. :)
#12
7.8.15, 21:04
@mellie_V8: Aber warum hast Du denn dann so komisch auf meinen Kommentar reagiert? Das fand ich nicht so besonders nett.
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#13
7.8.15, 21:12
@NFischedick:

Für mich war in deinem Kommentar absolut klar, dass " Oma anschreien", nicht im Sinne von anschreien (böse, wütend), sondern, im Sinne von sehr laut reden, gemeint war.

@alle: Der Umgang mit einem Hörgerät ist nicht so einfach. Vor allem in unruhiger Umgebung, mit viel Lärm, Musik und Stimmen, ist es echt eine Herausforderung. Das braucht schon einiges Durchhaltevermögen. Am besten nicht aufgeben und dem Betroffenen immer wieder Mut machen.
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#14 mellie_V8
7.8.15, 21:26
Wir alle nehmen Dinge unterschiedlich wahr, NFischedick. Ich hatte als Info nur dein geschriebenes Wort.
Ich persönlich würde dir um deinetwillen wirklich empfehlen, dich so viel wie möglich zu informieren, um dich selber und Oma zu entstressen. Das könnte die Lebensqualität beider Seiten erhöhen.
Und bedenke - Oma soll es gut gehen.
Wir sind nicht dazu da, unsere Senioren zu erziehen oder ihnen unseren Willen aufzudrücken, sondern haben die Ehre, einen betagten Menschen voller Lebenserfahrung auf seinem letzten Lebensabschnitt begleiten zu dürfen.
Ihr könnt beide versuchen, euch mit dem Projekt " Hörgerät" anzufreunden. Und wenn es nicht klappt - dann soll es nicht sein. Es gibt so viele Möglichkeiten für dich, mit deiner Oma zu kommunizieren - auch ohne Schreien ;).
Konzentriert euch auf die Dinge, die euch Freude bereiten. Da gibt's ganz viele, da bin ich mir sicher.
:)
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#15
7.8.15, 21:35
@mellie_V8: Ich bin wegen meiner Oma nicht gestresst. Ausser dem schlechten Hören geht es meiner Oma sehr sehr gut. Sie ist ja auch schon in einem stolzen Alter von 89 Jahren. Ich habe meine Oma verdammtnochmal ganz doll lieb, auch wenn sie nicht gut hören kann. Das ist für mich die allerbeste Oma die es auf dieser Welt gibt.
Ich schreie meine Oma nicht an, ich rede nur ziemlich laut.

Jetzt lass es gut sein und reite da nicht weiter drauf rum. BITTE!!
#16
7.8.15, 22:52
@alle: Ich glaube, das ist einfach ein total sensibles Thema und alle, die hier mitschreiben, wissen darum, sonst würden wir nicht zur Tastatur greifen, eben, weil wir auch als Angehörige oder Freunde betroffen sind und gerne helfen würden. Hat denn jemand noch einen Tipp zum besseren Telefonieren mit dem Gerät? Besser oben ans Mikro halten oder eher etwas weg davon? Darüber höre ich immer Klagen, dass das beim Telefonieren einfach nicht geht.
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#17
7.8.15, 22:54
Meine Mutter ist auch fast taub. Und das mit noch nicht ganz 70 Jahren. Teilweise muss ich auch schon extrem laut mit ihr reden was auf Dauer wirklich sehr anstrengend ist. Der Fernseher geht glaub ich nicht viel lauter...und so wirklich sich an Gespräche beteiligen kann sie sich nicht mehr.
Allerdings ist ihr Kommentar dazu, wenn ich das Thema Hörgerät anspreche, das die Viel zu teuer sind (um die 4000Euro) und die einfachen auf Rezept nichts taugen.
Keine Ahnung woher sie dieses Halbwissen hernimmt, aber zu der schwerhörigkeit meiner Mutter kommt auch noch eine grooosse Portion, ich nenne es mal Alterssturheit, dazu. Hat da jemand ein Tipp ???
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#18
7.8.15, 22:56
Man möchte ja nur gutes. Ob es nun für die eigene Mutter oder die Oma ist...aber das ist manchmal leichter gesagt als getan. Vor allem wenn die Person sich nicht helfen lassen will...
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#19
7.8.15, 23:09
@tosoniti: Genau so ist es. Meine Oma ist so stur. Sie will sich dabei nicht helfen lassen. Alles andere ob es Essen kochen, Körperhygjene, Wäsche waschen, Wohnung putzen, einkaufen u.s.w. ist dürfen oder sollen wir machen, da sie körperlich nicht mehr dazu in der Lage ist. Aber was das Hörgerät angeht: Da stellt sie sich quer.
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#20
7.8.15, 23:11
@tosoniti:
Leider hat nach meinem Wissen die Mama da schon richtige Infos.
Teuer ja. Aber es gibt bei den meisten Studios die Möglichkeit, die Geräte auf Raten zu kaufen. Es gibt so wahnsinnig viele Leute nicht, die das eben mal aus der Tasche ziehen können.
Nur ist es eben so: je länger sie wartet, desto schwieriger ist es, sind da hinein zu finden. Da muss man sich wirklich monatelang beschäftigen und auch viel Geduld haben.
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#21
8.8.15, 06:16
@tosoniti:

Bei der heutigen Lebenserwartung, würde sich mit 70 Jahren, die Anschaffung eines Hörgerätes aber wirklich noch "lohnen".Vielleicht wäre das ein Argument.

Wenn' s meine Mutter wäre und es meine Finanzen erlauben würden, würde ich mich an den Kosten für ein gutes Hörgerät beteiligen. Vielleicht wäre das ja eine Hilfe.
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#22
8.8.15, 08:49
Unter bestimmten Voraussetzungen müssen die Krankenkassen auch höherwertige Hörgeräte bezahlen. Ich will diesen Weg auch gehen, da die Kassengeräte tatsächlich nicht gut sind.
Und zm Thema telefonieren.. ich hab mir - obwohl noch keine Seniorin - ein Seniorentelefon zugelegt, das geht bis 25 Dezibel und ist eine echte Erleichterung. Den Klingelton kann man ebenfalls sehr laut einstellen und es gibt zusätzlich Lichtsignal.
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#23
8.8.15, 08:58
Die Minderung von Gehör und Augen ist ein schleichender Prozeß ist, den man selbst nicht unbedingt merkt.
Von daher gehe ich seit Jahrzehnten grundsätzlich einmal im Jahr zum HNO (u.a. Hörtest) und zum Augenarzt.
Inzwischen lasse ich meine Augen sofort nachsehen, wenn meine Sehfähigkeit sich verändert hat. (Die Veränderung der Sehfähigkeit kann auch durch Medikamente, zu wenig trinken und andere Einflüsse verursacht werden.)

So wird es mir auch im höheren Alter eine Selbstverständlichkeit sein, Augen und Gehör kontrollieren zu lassen. Und dann RECHTZEITIG ein Hörgerät zu benutzen.

08:58 Uhr
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#24
8.8.15, 09:01
@BBaumeister (# 16)

Ja, externe Lautsprecher/Mikrofon.

09:00 Uhr
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#25
8.8.15, 09:33
Mich wundert im Tipp, daß man jahrelang! der Gehörminderung „zugesehen“ hat. So lange bis man der Mutter alltägliche Geräusche erklären musste.

Das ist mir, siehe dem folgenden Kommentar, unverständlich. Unabhängig von der Persönlichkeitsstruktur (Sturheit) des Betroffenen.


Dem Tipp hinzuzufügen ist, daß die Ohren durch die Hörgeräte schneller verschmutzen und somit die gewonnene Hörfähigkeit sich wieder verringert. Daher ist eine regelmäßige Ohrreinigung notwendig.
Bei meiner alten Dame ist das alle sechs Wochen.

09:33 Uhr
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#26
8.8.15, 09:41
Auch wenn die Verringerung der Hörfähigkeit ein schleichender Prozess ist, so ist dies verhältnismäßig frühzeitig zu bemerken, an sich und an anderen.
Man versteht akustisch nicht mehr, bzw. man wird nicht mehr verstanden.
Das ist aber KEIN jahrelanger Prozess, das fällt ziemlich schnell auf. Und sollte dann auch zeitnah angesprochen und von einem Arzt hinterfragt werden.

Ich persönlich werde meine Stimme nicht erheben (lauter sprechen, „anschreien“), wenn der Betreffende sich weigert seine Hörfähigkeit kontrollieren zu lassen, und/oder ein Hörgerät ablehnt. Dafür habe ich in heutiger Zeit wenig Verständnis.


Auch die Hörfähigkeit basiert auf Geben und Nehmen.
Für mich ist es ein Unding, daß man sich seiner Hörminderung verweigert, aber von anderen fordert, lauter zu sprechen und Rücksicht zu nehmen. Das ist, für mich, rücksichtslos.





PS:
Prinzipiell, gleichgültig ob mit oder ohne Hörgerät: Weniger laut sprechen, mehr denn langsamer, artikulierter und dichter am besser hörenden Ohr.

09:41 Uhr
2
#27
8.8.15, 15:05
meine Mutter hat sich auch lange geweigert aber irgendwann doch eingesehen, dass gut hören auch ein Stück Lebensqualität ist und das miteinander wieder besser funktioniert, wenn man nicht z. B. auf einer Familienfeier alle 2 Minuten gefragt wird "was hat sie gesagt", man das dann wiedergibt und selber aus dem Gespräch raus ist. Ich habe sie zu KIND begleitet und war auch beim ersten hörerlebnis an ihrer Seite, wo sie mich immer wieder ganz erstaunt fragte "hörst Du das auch"? Das waren die Räder eines Kinderwagen oder das plätschern eines springbrunnens oder oder oder. Die Krankenkasse hat die Kosten übernommen und seit neuestem hat sie auch ein Telefon, das "hörgerätegeeignet ist" , nicht viel teuer als die gängigen Telefone. Bei KIND stellte man übrigens fest, dass sie noch nicht mal ein herannahendes Auto gehört hätte .... ich war ganz schön platt, denn sie hat jahrelang so getan als ob, das ist sehr energieraubend und sie war auch sichtlich erleichtert, sich "geoutet" zu haben und hat auch zugegen, dass sie zu eitel war und hörgeräte gleich uralt bedeuten. Ich bin froh, dass ich nicht locker gelassen habe. Ich denke also, dass sich bei diesem Thema ein einfühlsames Gespräch und ein bisschen hartnäckigkeit auszahlen. Mir wäre auch ein "bitte bitte" nicht schwergefallen. Meine Mutter ist in geselliger Runde wieder die gewohnte "sabbeltante" und hat auch wieder mehr Energie, denn dieses lange "verstellen" war für sie physisch wie auch psychisch ermüdend. Also, nicht lockerlassen, Oma oder Mama unter den Arm klemmen und auf zum Hörgeräteakustiker!
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#28
8.8.15, 21:07
Meine Mutter hasste ihr Hörgerät, weil alle so laut sprachen und das Gerät so viele Nebengeräusche machte..........sie hatte sich viel zu lange an eine gewisse Stille gewöhnt, denn diese Nebengeräusche waren ganz normale Alltagsgeräusche, die sie vorher nicht wahrnehmen konnte.
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#29
8.8.15, 22:17
Ganz viele Menschen haben das Hörgerät in der Schublade.
Ich habe es ausprobiert und muss sagen: es ist Stress.
Alle Geräusche sind überspitzt. Das hört sich alles anders an, als normal.
Es ist nicht nur laut, das lässt sich ja schnell regulieren, sondern es ist verändert und kann bei vielen Nebengeräuschen, auf der Straße zum Beispiel oder bei einer Feier, zu einem, unerträglichen TonChaos werden. Nebengeräusche drängen sich vor Hauptgeräusche.
Ich kann es verstehen, wenn manche Leute nicht den Nerv haben, monatelang immer wieder zum neu einstellen hinzugehen. Denn immerhin muss man genau sagen können, was verändert werden muss. Das ist nicht einfach.
1
#30
9.8.15, 10:30
@afina

Wie ausprobiert?
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#31
9.8.15, 11:07
Ich habe selbst ein Hörproblem.
#32
9.8.15, 13:45
Dann hat man Dir zur Probe mal ein Hörgerät angepaßt?
Oder hast Du Dir eins vom Familien-/Freundeskreis ausgeliehen?

13:45 Uhr


PS: Eine interessante Website. 'Hab' ich gleich mal ausprobiert 13:47 Uhr
#33
9.8.15, 13:48
Ich habe eines - warum interessiert Dich das so?
#34
9.8.15, 14:12
@afina: auch meiner Mutter wird es manchmal zu viel, wenn viele Leute durcheinander reden, laute Musik oder ähnliches, der hörgeräteakustiker hat uns das erklärt: es ist nicht das gleiche hören wie vorher, das Gehirn muss auf Hochtouren arbeiten um das gehörte zuzuordnen und umzusetzen und das kann schon mal Stress bedeuten, von daher bewundere ich ihre Disziplin und kann aber auch genauso gut verstehen, wenn sie die Dinger einfach mal rausnimmt, ab und zu hat sie auch mal Probleme mit Entzündungen der ohrmuschel und es wurde schon ein anderes Material verwendet, einfach ist es bestimmt nicht aber alles in allem ein Stück zurückgewonnene Lebensqualität.
#35
9.8.15, 14:19
@-ellipirelli-:
DANKE, und das ist nun endlich noch eine Bestätigung meiner These, dass das Stress sein kann und eben nicht so ist, als ob man normal hört - so stellen sich das alle vor.
Es ist eben eher wie eine Prothese, ein Holzbein, was weiß ich... man kann damit laufen, aber es ist viel mühsamer als für andere.
Trotzdem ist es schön, wenn man noch mit den anderen spazieren gehen kann, wenn man das möchte. WENN man das MÖCHTE.
#36
9.8.15, 16:28
@-ellipirelli-
"der hörgeräteakustiker hat uns das erklärt: es ist nicht das gleiche hören wie vorher, das Gehirn muss auf Hochtouren arbeiten um das gehörte zuzuordnen und umzusetzen und das kann schon mal Stress bedeuten, ..."

Danke für diese Information. Das war mir bisher nicht bekannt. Und erklärt einige Beobachtungen, die ich bei meiner alten Dame, sie trägt seit Jahren Hörgeräte, gemacht habe.
Leider ist bei ihr die Hörfähigkeit so schlecht, daß technisch jetzt alles ausgereizt ist.



@afina

"als ob man normal hört - so stellen sich das alle vor. "

Verdutzt: Ja, so habe ich mir das vorgestellt ...

Staunend: Auf die Idee, daß Hörgeräte Streß verursachen können, bin ich überhaupt nicht gekommen. Blauäugig habe ich mir vorgestellt: Hörgerät ein und meine gewohnte Hörfähigkeit ist wieder da.

16:28 Uhr
#37
9.8.15, 16:50
@teddy: Ich muss gestehen, dass ich das auch dachte ...
#38
9.8.15, 16:56
@afina: ich glaube dir gerne, dass dir die "lust" am hörgerät vergeht aber vielleicht müssen die Höhen oder tiefen anders eingestellt werden, es gibt ja nicht nur laut und leise, vielleicht versuchst Du es ja doch nochmal? Man ist ja nicht jeden Tag gleich gut oder schlecht drauf und wenn du mal einen besonders guten Tag hast, startest Du nochmal einen Versuch? ich würde dir auf jeden Fall die Daumen drücken!
#39
9.8.15, 17:25
Ich stimme -ellipirelli- zu: Versuch es immer wieder. Und wechsel mal den Hörakustiker.

Bei KIND erhören sie das Kalb ab. Faszinierend. Dauer: eine Stunde. Vielleicht brauchst Du zwei Paar verschieden eingestellte Hörgeräte entsprechend Deiner Bedürfnisse.
(Vom Geld wollen wir gar nicht erst reden.)
So wie es Fernsichtbrillen und Lesebrillen gibt.

Ich merke, ohne praktische Erfahrung kann ich als Vollhörender eigentlich nicht raten.


Sei geduldig mit Dir, versuche es immer wieder, gehe immer wieder hin, lasse nachsehen und neu ausrichten. Es ist Deine Lebensqualität!
Ich drücke Dir ganz fest beide Daumen!!!

17:25 Uhr
1
#40
10.8.15, 14:23
@Teddy: Was meinst Du damit:" Bei KIND erhören sie das Kalb ab"? Mit dem Satz kann ich überhaupt nichts anfangen.
Ich habe auch seit einigen Jahren Probleme mit dem Hören. Ich bin zwar nur leicht bis mittelmäßig schwerhörig, aber das bedeutet, daß ich oft Menschen, die in einiger Entfernung sprechen, nicht oder nur schlecht verstehen kann. Wenn ich dann sehe, daß die Leute neben mir alles verstehen, dann weiß ich: Es liegt an meinen Ohren.
Beim Fernsehen ist es ähnlich. Am besten verstehe ich, wenn ich den sprechenden Personen auf den Mund sehen kann. Dabei hatte ich bis vor einigen Jahren ein sehr gutes Gehör!
Also war ich bei der HNO-Ärztin, und die hat mir Hörgerätr verschrieben. Das kam mir zwar richtig "alt" vor, aber da hat mein Verstand sich durchgesetzt. Denn ich möchte nicht immer weniger von dem mitbekommen, was um mich herum gesprochen wird.
Und meine Erfahrungen mit den Hörgeräten? Ich habe mir eine lange Probephase gegönnt, das wurde vom Hörgeräteakustiker auch sehr unterstützt.
Das erste Paar piekste in dem einen Ohr, wenn ich den Kopf nach oben hob. Also habe ich es schnell wieder zurückgebracht. Das zweite Paar ist immer wieder anders eingestellt worden, weil mich immer noch irgendetwas störte: zu scharfe Geräusche, manchmal Piepen und ähnliches. Allmählich wurde es aber immer besser.
Zur Sicherheit habe ich noch ein drittes Paar ausprobiert, aber das tat mir auch weh. Deshalb habe ich mich für das zweite Paar entschieden. Im ganzen bin ich damit zufrieden. Aber wie hier einige schon sagten, können bestimmte Geräusche für meine Ohren sehr unangenehm sein. Zum Beispiel das Umblättern von Zeitungsseiten. Oder meine eigene Stimme hört sich für mich manchmal auch scharf an, und zwar in meinem Kopf. Beim Singen klirrt es manchmal auch im linken Ohr.
Ich habe mich aber langsam an die Geräte gewöhnt, jetzt habe ich sie auch schon seit 10 Monaten. Ich kann nur jedem, der nicht gut hört, raten, sich Hörgeräte anpassen zu lassen und nicht so schnell aufzugeben. Ein guter Akustiker läßt einem auch die nötige Zeit.
Weil wir privat versichert sind, haben wir die gesamten Kosten erstattet bekommen (2700 Euro).
#41
11.8.15, 23:44
@Maeusel: Den Preis kann ich bestätigen. 3.000 Euro, und privat versichert wird er erstattet. Auch das, nicht zu schnell aufzugeben. Da gibt es viel hin und her und das ist anstrengend. Aber alles in allem ist ein Vorteil da.
#42
14.9.15, 16:35
@Teddy: Irgendwie verstehe ich den Satz auch nicht, aber dafür haben mir meine 2.Ohren
doch ein Stück Lebensqualität zurückgebracht.
Gut - billg waren sie nicht. Jedenfalls für Rentnerverhältnisse. Aber, von den € 3.200,-- hat
die Krankenkasse € 1.500,-- dazubezahlt. Und mir waren die 2.Ohren das jedenfalls wert.
Ich höre die Autoräder rollen und die Vögel zwitschern. Es ist eine Freude.l
Trotzdem lasse ich sie manchmal ganz bewußt liegen. Um mir klarzumachen - hallo - es fehlt eben doch etwas. Und - da war doch was im Schrank?!?!?
Ich gebe sie jedenfalls nicht mehr her.
#43
20.11.16, 10:28
Batterie hält etwa 10 Tage;
Machen Sie Witze, ja wwenn du die dinger täglich nur 5 Stunden benutzt, bei ca 9 - 10 Stunden täglich, maximum 5 - 6 Tage
#44
20.11.16, 10:36
@Maeusel: Ich habe ca 5 x den Akustiker gewechselt, der Vorletzte Firma "HÖRTREND" in Rostock hatte nicht mal gemerkt dass das rechte Gerät nicht mehr funktioniert hat "Phonak" das Paar 4000.- €,
Der andere "GEERS", schickte meine Frau 73 Jahre alt, die dringend die Toilette benutzen wollte, mit den Worten: Nicht hier, sie müssen ins Einkaufszentrum gehen zur Toilette
Ich wollte nur damit sagen, es ist genauso scher einen Guten zu finden, wie Waschmaschinen, Tv, oder Automechaniker.
#45
20.11.16, 10:41
Einige Tipps und Problemerklärung zum schlechen Hören mit dem Hörgerät:


Mögliche
Ursache: Nicht Abstimmung der Werte der Geräte auf die veränderte
Ankopplung von Dome auf Otoplastik, nicht korrekter Sitz,
Schallausgang läuft gegen die Gehörgangswand, Belüftung /
akustischer Bohrung falsch gewählt.....



Eine Methode ist die Aufteilung in Kanäle.


Bei den Kanälen handelt es sich um eine Aufteilung
des Schalls in Frequenzbereiche, die fast unabhängig voneinander
verstärkt und komprimiert werden. Also für unterschiedliche
Lautstärken unterschiedliche Verstärkungen unabhängig von den
anderen Frequenzkanälen bereitstellen.


Techniken verstärken je nach Dynamik, leise
Signale werden mehr verstärkt, und Laute etwas weniger stark.


Eine andere Methode ist es den gesamten
Frequenzbereich zu analysieren, und Störsignale auszublenden.


Dynamik, also der Umfang der darstellbaren Töne,
bei hörgeschädigten Personen eingeschränkt ist. ???????
Deshalb
wird das Klangbild komprimiert und optimiert.


Rauschen, Störgeräusche besser verarbeiten.


einige Störgeräusche nicht auszublenden, um
einen normalen Höreneindruck zu behalten.



Cochleare
Hörstörungen
Die
Cochlea ist die Gehörschnecke des Innenohrs. Bei der genannten
Störung liegt ein so genanntes Recruitment (Lautheitsausgleich) vor:
Leise Signale werden nicht gehört, wenn sie unterhalb der
Hörschwelle liegen. Signale oberhalb der Hörschwelle werden dagegen
gut erkannt, und im Bereich um 80 dB erden sie eben so laut empfunden
wie von Normalhörenden. Hieraus ergibt sich häufig eine
Eingeschränkte Dynamik. Der Begriff Dynamik bezeichnet Hier den
Bereich zwischen Hörschwelle (bestimmbare Begrenzung des
menschlichen Wahrnehmungsbereichs Für Schallintensität) und
Unbehaglichkeitsgrenze.

- Lautes wird als besonders
unangenehm empfunden (z.B. Maschinenlärm oder überlautes direktes
Ansprechen)

- Eingeschränkter Dynamikbereich erschwert die
Hörgerätebenutzung.




Der
fehlende Lautheitsausgleich bei Schwerhörigkeit: Das
Recruitment

"Sprich doch lauter, aber schrei nicht so";
dies kennzeichnet ein Phänomen bei schwer Hörenden, die
gleichzeitig empfindlich gegen alles „zu laute“ sein können.
Dabei konzentriert sich die Geräuschempfindlichkeit auf die Töne
und Frequenzen, in denen der Hörverlust am größten ist.

Dies
liegt daran, dass das Ohr durch den Hörschaden in bestimmten oder
über alle Bereiche nicht gut hören, anderseits im Bereich des
entstandenen Schadens auch nicht mehr gut filtern kann. Dabei sind
nicht nur die zum Hören notwendigen „inneren
Haarzellen“ durch den Hörschaden betroffen, sondern auch die eher
die Lautheit modulierenden "äußeren Haarzellen".

Das
ist ein "normales" Verhalten des geschädigten Innenohres,
solange sich noch kein Ausgleich in der weiteren Hörverarbeitung
einstellen konnte. Typischerweise bessert sich dies, je mehr sich
durch zunehmende Gewöhnung (Habituation) ein Ausgleich in der
weiteren Hörverarbeitung einstellen kann.

Dabei erfolgt der
Ausgleich durch eine Umstrukturierung der zentraleren Ebene des
hörverarbeitenden Systems. Sprich: Die – wie wir seit neuerem
wissen – bis in das Alter lernfähigen Hirnstrukturen (!!!!) passen
sich an und schaffen einen Ausgleich. Voraussetzung ist allerdings,
dass man sich der neuen und erst einmal unangenehmen Lernsituation
stellt! Unmöglich wird das Lernen, wenn man die (zu) laut
erscheinenden Geräusche immer mehr meidet.


Hochtonsenke
mit zunehmend sich ausweitender Unbehaglichkeitsschwelle. Dies führt
zu einer zunehmenden Geräuschüberempfindlichkeit, weil – auch die
schwerhörigen – Ohren geradezu gespitzt darauf warten, neue
Geräusche überhaupt wahrnehmen zu können. So müssen Schwerhörige
nicht nur versuchen, ihre Schwerhörigkeit – oft mit Hilfe eines
Hörgerätes – auszugleichen, sondern es muss auch daran gearbeitet
werden, die zunächst sehr reale Geräuschüberempfindlichkeit Stück
für Stück anzugehen. Dennoch ist das Hörgerät allein keine
Wunderwaffe: Es muss individuell und kompetent angepasst werden. Das
Wichtigste ist aber: Es muss getragen und der Gebrauch und Umgang
damit geübt werden. Dies kann schon einmal einige Wochen Gewöhnung
unter Anleitung des Akustikers und des Arztes in Anspruch nehmen.









as
ist auch klar, weil ein entscheidendes Problem des Recruitments gar
nicht ausgeführt wurde. Die eingeschränkte Dynamik ist nämlich
nicht nur von unten bis 80 dB vorhanden, sondern auch im Bereich
darüber. Da die vom Recruitment betroffenen äusseren Haarzellen im
Bereich oberhalb von 80 dB nur ungenügend abschwächen, wird schon
sehr bald etwas "Lautes" als "überlaut"
empfunden, d. h., in gutes Amtschinesisch übersetzt, ein laut
sprechender (aber nicht schreiender) Mensch wird als normal laut, ein
lauter LKW als Düsenjet und eine Düsenjet als Katastrophe
empfunden.




Wie
bereits festgehalten, ist eine Click-BERA











für die Bestimmung der Hörschwelle
ein Pi-Mal-Daumen Wert und für die Akustikerzunft ein guter Hinweis,
aus welcher Verstärkungsklasse das Hörgerät kommen muss. Eine
zusätzliche NN-BERA











liefert wertvolle Hinweise, ob eine
Hochtonschwerhörigkeit oder ein breitwandige Schwerhörigkeit
vorliegt. und erfahrene Pädakustiker und Audiometristen müssen dann
durch subjektive Audiometrien die genaue Hörkurve ermitteln. Wenn
Kinder mit zunehmende Alter immer zuverlässiger die Hörtest
absolvieren, stellt sich sehr oft heraus, dass die subjektive Hörtest
bei Kleinkindern oftmals besser an der Wirklichkeit dran sind als die
BERA











.
NN-Bera











gemacht
wurde UND weitere Hörtest im Freifeld, Hörtest über Knochenleitung
und Hörtest mit HG











im
Störgeräusch,








Vielleicht
ist auch der Sitz der Otoplastiken nicht optimal, Schallausgang gegen
Gehörgangswand oder oder oder....
Welche Ex Hörer, also
Lautsprecher wurden an der System gesetzt, ist es ausreichend? Wäre
eine andere Bauform besser.....
Hilfreich
wäre sicherlich eine Audiometrie und / oder die Einstellung 
der Hörsysteme, an die, während einer Ausprobe natürlich nur
schwer ran zu kommen ist.







Zunächst
wird das Ohr untersucht und eventuell vom HNO-Arzt gereinigt, danach
wird an einer feinen Schnur eine Wattetamponade, eine Art kleines
Wattebällchen, bis in den knöchernen Teil des äußeren Gehörgangs
eingebracht. Die Tamponade schützt das Trommelfell und verhindert,
dass die noch weiche Kunststoffmasse, mit welcher der Abdruck der
Ohrform genommen wird, unbeabsichtigt tiefer in den Gehörgang fließt
als nötig. Die Abformmasse wird mit einer speziellen Spritze in
Gehörgang und Ohrmuschel gegeben. Dieses Material härtet in wenigen
Minuten aus und bildet einen Abdruck des Ohres, mit der der
Hörgeräteakustiker weiterarbeiten kann. Der ganze Prozess ist
völlig schmerzfrei.

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