„Kneifen Ohrenkneifer in die Ohren“?

Der Ohrenkneifer ernährt sich von Pflanzen und Mini-Krabblern wie Blattläusen – und natürlich nicht von Ohren.

Bei uns seid mittwochs endlich einmal Ihr Kids an der Reihe! Unsere Lotte weiß nämlich ganz genau, dass es auf der Welt ziemlich viele unlogische und rätselhafte Dinge gibt. Deshalb hilft sie euch gerne bei der Suche nach Antworten.

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Heute fragt Hannes, 9 Jahre, aus Böblingen:

„Kneifen Ohrenkneifer in die Ohren“?
 

Lotte weiß, dass die Welt der Erwachsenen manchmal seltsam ist.Lieber Hannes,

kuschelig sehen sie mit ihren Scheren am Hinterkörper nicht aus. Und dann verstecken sie sich auch noch an dunklen, feuchten Orten! Deshalb denken viele Menschen schlecht über sie. Doch kneifen Ohrenkneifer wirklich in die Ohren oder haben sie auch etwas Gutes?

Die Krabbler gehören zur Familie der Ohrwürmer und fühlen sich dort am wohlsten, wo es dunkel und feucht ist – so wie in den Häusern und Betten im Mittelalter. Dort haben sich Ohrenkneifer pudelwohl gefühlt. Und natürlich sind die Menschen damals oft Auge in Auge mit ihnen aufgewacht.

„Guten Morgen, wie schön, dass du da bist“, hat da leider kaum einer gesäuselt. Stattdessen ging das Gebrüll los: „WAAAAH! Da sitzt ein Ohrenkneifer in meinem Bett! Der will mich in mein Ohr kneifen!“

Das war natürlich unfair. Denn der Kneifer wollte nur seine Ruhe im dunklen Saustall haben. Er ernährt sich von Pflanzen und Mini-Krabblern wie Blattläusen – und nicht von Ohren. Seine „Kneifer“ braucht er, um seine Flügel auszupacken. Die Scheren helfen ihm auch zur Verteidigung und bei der Paarung.

Seine „Kneifer“ braucht er, um seine Flügel auszupacken. Die Scheren helfen ihm auch zur Verteidigung und bei der Paarung. Doch es gibt noch einen Grund für seinen Namen: Ebenfalls im Mittelalter hat man Ohrenkneifer getrocknet und zu Pulver gemahlen. Bei Ohrenschmerzen hat man das in die Ohren gestreut. Ein Kneifer selbst hätte sicher nicht gesagt: „Hey Digger, trockne und pulverisiere mich. Ich möchte so gerne in dein Ohr gestreut werden!“

Vielleicht stellst du ihm sogar einen umgedrehten Blumentopf mit Stroh hin? Dann kann er dort einziehen und für dich Läuse weg futtern. Wenn du also einen Stein hochhebst und ein Ohrenkneifer davon wuselt, lege ihm sein Versteck vorsichtig wieder hin. Er hat es wirklich nicht verdient, dass wir schlecht von ihm denken. Im Gegenteil. Vielleicht stellst du ihm sogar einen umgedrehten Blumentopf mit Stroh hin? Dann kann er dort einziehen und für dich Läuse weg futtern.

Ich hoffe, ich konnte dir ein kleines bisschen weiterhelfen. Hast du noch andere Fragen? Dann kannst du sie mir gerne schicken: www.frag-mutti.de oder gleich bei lotte@frag-mutti.de

Bis zum nächsten Mal!

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