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Schnuffeltuch für Kleinkind ohne Drama waschen

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Es gibt gekaufte Schnuffeltücher, halbe ausgefranste Handtücher, eine alte Windel - und alle dienen demselben Zweck: Das Tuch wird beschnullt, besaugt, bekaut - und es muss immer da sein.

Ab und zu schaut man sich dieses Tuch an und denkt: Das kann nicht mehr gesund sein. Kommt das Tuch jetzt in die Wäsche und wird benötigt, und zwar sofort, ist das Geschrei groß.

Man kann diesem Drama entgehen, wenn besagtes Schnuffeltuch gleich in zwei- oder dreifacher Ausführung vorhanden ist. Es muss wirklich identisch sein. Bevor man das frische Schnuffeltuch aushändigt, wird es ganz kurz am alten gerieben - wegen des wundervollen Parfums.

Ich sage euch, es klappt. Das Zweijährige schaut zwar misstrauisch, kann aber die Untat der Mutter nicht genau identifizieren. Zum 18. Geburtstag kann man ihm ja den Trick verraten!

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27 Kommentare


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#1 hungerhaken
12.1.12, 22:44
Ich bin dagegen. Dann hat man eben ab und zu Geschrei, was solls! Man hat sowieso Geschrei, wenn irgendwas nicht nach dem Willen des Kindes geht. Das Tuch wird doch wohl abends zum Einschlafen wieder verfügbar sein, oder? Ich würde es am Wochenende waschen. Dem Kind genau zeigen, wie ich es in die Waschmaschine lege und auch, wie ich es wieder raushole und aufhänge oder in den Trockner gebe. Und das so oft es nötig ist. Jede Woche. Man kann ein Ritual draus machen. Das Kind gewöhnt sich daran. Wer hat denn das Sagen und die Übersicht, wenn nicht die Eltern? Die Millionen Keime und der Sabber und das ganze Nasensekret (mal freundlich ausgedrückt)? Wo bleibt der Schutz des Kindes? Das sind doch erste Elemente der Sauberkeitserziehung! Was dreckig ist, muss gewaschen werden! Bei Kleidung doch selbstverständlich! Oder habt Ihr den Lieblingspulli auch gleich mehrfach?

Ich weiß, Du hast es anders gemeint. Du wäschst es ja! Nur dem Kind wird suggeriert, dass eine Hose wohl schmutzig wird, das "Zaubertuch" nie.

Meine Message geht eher an die Mütter, die sich den Kindern gegenüber NICHT durchsetzen. So erzieht man Tyrannen. Ich weiß, das ist krass formuliert, aber das Resultat habe ich täglich mehrfach vor Augen. Ich arbeite in einem Heilberuf. Bei mir gibt es kein Geschrei, weil die Kinder von Anfang an klare Anweisungen kriegen. Das Sabbertuch bleibt draußen bei Mama. Es ist leicht, man muss nur wissen was fürs Kind gut ist und das auch konsequent umsetzen, nicht zweifeln an der eigenen richtigen Entscheidung, nicht immer der "Freund" des Kindes sein wollen. Die Kleinen akzeptieren das sehr schnell.

Schlagt mich, ich musste dieses Statement hier abgeben. Der Tipp ist, wenn man Ruhe vor dem Kind haben will, gut. Aber der richtige Weg ist es nicht, finde ich. Du hast ja geschrieben, dass Dein Kind den Schwindel bemerkt hat. Es wird jetzt misstrauisch sein und warten, wann die nächste Lüge kommt. Kinder sind nicht dumm.
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#2 Pumukel77
12.1.12, 22:55
@hungerhaken: Ich habe selten einen solchen Müll gelesen!
Erziehung und Sauberkeit haben nichts mit dem Ersetzen eines geliebten und vertrauten Gegenstandes zu tun. Ersatz sollte schon da sein, den auch wenn das Schnuffi mal kaputt geht gibt es ein Drama. Und warum soll sich ein kleines Kind quälen. Selbst Erwachsene haben z.B. auf Reisen gern etwas vertrautes von daheim bei sich.
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#3 Pumukel77
12.1.12, 22:59
Nachtrag: trocknet Wäsche am WE schneller??? Bei mir trocknet nichts in 10-12 Stunden völlig durch. Egal ob WE oder nicht.
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#4
12.1.12, 22:59
@Pumukel77: Ich schließe mich dir da voll und ganz an.
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#5 Pumukel77
12.1.12, 23:01
Noch ein Nachtrag: Man muß wissen was für´s Kind gut ist...du maßt dir also an zu wissen das es wie du als Beispiel schreibst für ein Kind gut ist das letzte Vertraute draußen zu lassen?
Wenn ein Arzt, Therapeut oder sonst wer so über mein Kind bestimmen würde ohne es zu kennen, ich wüßte wo die Türe ist. Es gibt genug Menschen mit Einfühlungsvermögen.
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#6
12.1.12, 23:04
Also ich find den Tipp gut :-) Nicht zuletzt, weil ich es selbst so mache. Als unser Kleiner sein höchst eigenes Kuscheltier für sich auserkoren hat (natürlich nicht das, welches ich eigens dafür ausgesucht und erworben hatte :-)) habe ich ein zweites davon organisiert. Jetzt werden die beiden immer mal wieder zu "Reinigungszwecken" ausgetauscht. Ich pass auch immer auf, dass beide ungefähr den gleichen "Abnutzungsgrad" aufweisen. Dazu muss ich noch sagen, dass mein Kleiner bezüglich des Waschens kein Theater macht, aber ich hatte Angst, dass sein Schnuffelbär mal verloren geht und nicht wiederbeschaffbar ist. Das ist nämlich einer Freundin und ihrer kleinen Tochter passiert. Die ist mittlerweile 4 1/2 Jahre alt und der Verlust 2 Jahre her, aber sie ist immer noch traurig, wenn das Gespräch darauf kommt. Und leider war ihr Schnuffeltuch auch nirgends mehr nachkaufbar.
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#7
12.1.12, 23:08
so hab ich das mit den Schnullis gemacht. meine Beiden waren ja nur ein Jahr auseinander, also brauchten wir einiges an Teeflaschennuckel und Beruhigungsnuckel.

ich habe bis heute nicht das geringste schlechte Gewissen deswegen, die Zähne meiner Kinder waren und sind keineswegs schlechter als die anderer Gleichaltriger, was man von den Kiefern von notgedrungen daumenlutschenden Kindern nicht unbedingt behaupten kann.
jedenfalls hatte ich schon auf der Mutter/Kindstation die ungestörteste Nachtruhe und die zufriedensten Säuglinge, was sich ja positiv auf das Wohlbefinden der ganzen Familie ausgewirkt hat.

Und damit das auch so blieb, wurden die Sauger immer im Zehnerpack eingekauft und regelmäßig durchgewechselt, damit gar nicht erst eine Fixierung auf einen ganz bestimmten auftreten konnte. so war das regelmäßige Auswechseln aus Hygienegründen auch niemals ein Drama, wie ich das bisweilen in anderen Familien schon gesehen hatte.
dafür gab es bei uns ergötzliche Szenen, als der Kleinste das Vorratsglas mit den vielen Reserveschnullis entdeckte, auf und ab hüpfte und voller Entzücken piepste: "Nucki - Nucki - Nucki!" - oder wenn die beiden einträchtig auf dem Sofa nebeneinander saßen und Bilderbücher anschauten und dabei an jedem Finger einen anderen Schnuller aufgezogen hatten, die sie abwechselnd benuckelten... es war zu süß!
trotzdem war nie eine tränenreiche Entwöhnung notwendig: sie verloren recht bald das Interesse daran, als sie dann mehr und mehr ihn Umfeld eroberten. auch in der Hinsicht war da kein Unterschied zu schnullerlosen Kindern festzustellen.
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#8
13.1.12, 00:34
@hungerhaken: Kind muss Kind sein dürfen!
es sind nun mal keine kleinen Erwachsenen, auch wenn das einige Eltern gern so hätten. da frag ich mich schon, wer hier der bequemere ist. eine
Mutter, die ihrem Kind unnötigen Seelenschmerz ersparen will, denn der kommt noch früh genug und ganz von selber, oder Eltern die das perfekt dressierte Kind haben wollen, das "pariert".
diese Kinder lernen doch nie frei zu entscheiden, wenn sie immer auf "Ansage" getrimmt sind. und Selbstwertgefühl?
"ja, wenn ich funktioniere - dann und nur dann zähle ich!", das lernt es dadurch. also wenn das wirklich der richtige Weg sein sollte, bekämen wir eine Welt die nur noch aus Kaltschnäuzigkeit besteht und Schwache, Nichtfunktionierende am besten abserviert werden... ich glaube nicht, dass mir darin wohl wäre.
da hab ich lieber meine "verzogenen" aber liebevollen und fürsorglichen inzwischen erwachsenen Kinder. denn DAS haben sie durch ihre Kindheit gelernt!
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#9
13.1.12, 00:50
Ich finde diese Hetzerei hier vollkommen unnötig.

Ich kann deine Meinung ganz gut verstehen, hungerhaken. Daher hast du von mir auch einen Daumen-hoch bekommen, den man leider ja nicht sieht (warum wird es nicht getrennt angezeigt?).

ABER

Ich sage nur dass ich sie verstehen kann, nicht dass ich sie "besser" finde. Du hast natürlich auf deine Weise recht! Aber "Schnuffeltuch-Kinder" sind selten älter als ein paar Jahre alt, lass ihnen doch bitte das bisschen Kindsein.

Ich kann mich seeeehr gut daran erinnern dass meine kleine Schwester auch so ein Tuch hatte was NIE fehlen durfte (sonst gab es sozusagen Mord und Totschlag). Das musste auch immer heimlich gewaschen werden und kam immer in den Trockner damit es so schnell wie möglich wieder verfügbar war (mit anderen Sachen die eh rein mussten natürlich).
- Und dennoch hatte sie niemals Probleme damit zu erkennen was Sauberkeit, Hygiene und Co. bedeuten.

Ich glaube einfach dass man es mit solchen Pseudo-Suggestionen auch übertreiben kann. Wie gesagt, ich verstehe deinen Punkt hungerhaken. Aber ich glaube einfach nicht dass man so aggressiv reagieren muss (und so klang es leider), weil es einfach Unterschiede gibt zwischen "das Kind bekommt nicht mit dass das Schnuffeltuch gewaschen wird" und "das Kind glaubt es ist ein Zaubertuch dass nicht dreckig wird und erhält ein gestörtes Hygiene-Bild".....

Ganz ehrlich, als 3jähriges Kind macht man sich überhaupt keine Gedanken darüber dass ein Tuch nicht gewaschen wird, es fällt einem gar nicht auf !!!
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#10 pennianne
13.1.12, 06:33
@hungerhaken: Ach meine Liebe, wenn es so einfach wäre. Als Kinderkrankenschwester habe ich andere Erfahrungen gemacht. Kinder ohne Schnuffeltuch oder ahnliches waren oftmals Daumenlutscher, drehten in den Haaren bis Kahlstellen auf dem Kopf waren oder drehten sich Zipfel aus dem Bettbezug. Es gab noch mehr, Kinder sind erfinderisch. Ich gebe dir recht, dass ein Kind, wenn es zu einer Heilbehandlung kommt, das Schnuffeltuch bei der Mutter lassen sollte und auch, wenn zwei oder noch mehrere Tücher vorhanden sind, das Kind mitkriegen sollte, dass eine Wäsche mal notwendig ist. Mir tun die Kinder, die von den Elten getrennt werden müssen, leid, wenn sie so ohne jedes Trösterchen sind. Bei liebevollem Umgang verschwinden diese Dinge doch meist ganz von allein, bei uns im Hort holt den Schnuller eine Katze. Auch wenn es jetzt rote Daumen gibt, nach über 40jähriger Berufstätigkeit werde ich meine Ansicht nicht ändern.
Grüße von Nettchen aus der pennianneWG
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#11
13.1.12, 07:24
Meine Kinder hatten kein Schnuffeltuch. Sie wollten keins. Ich hatte ein Schnuffeltuch. Es war schlicht ein Taschentuch von meinem Papa. Ich liebte den Geruch und drehte mir das Tuch unter die Nase. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich dort mein Nasensekret dran hängen hatte. Und die Millionen von Keimen haben mich auch groß und stark werden lassen.

Ab und an wurde das Taschentuch gewaschen und ich bekam ein anderes Frisches als Ersatz. Das frische Tuch musste ich mir erst zurecht drehen und schnuffeln , bis es mir vertraut war. Aber es ging und ich hatte ein Tuch zum Schnuffeln. Hätte meine Mutter mir kein Neues gegeben, dann hätte ich sicherlich auch Geschrei gemacht.

Ich weiß nicht, wie ich mich gefühlt hätte, wenn ich am Wochenende ohne Taschentuch von Papa gewesen wäre. Sicherlich einsam und kreuzunglücklich. Einen Trockner hatten wir damals noch nicht. Ich hätte eine gefühlte Ewigkeit ohne Tuch verbringen müssen.

Der Wechsel zu einem frischen Tuch und somit Dauerbesitz des Selbigen hat mich auch nicht zum Tyrannen gemacht.

Meine Mama hat es ähnlich praktiziert wie Ellaberta und daher finde ich den Tipp gut.
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#12
13.1.12, 08:42
@hungerhaken: Meine Tochter ist kein Tyrann geworden. Sie hatte einen Hasen mit Schlappohren (den hat sie noch, obwohl sie fast ein Teenager ist, der Hase bewacht ihr Bett), der mittlerweile total ZERliebt ist. Sie hat ihn heiß und innig geliebt, hat zum Trost oder zum Einschlafen immer an seinen Ohren gerochen. Ab und zu mussten mal Operationen am Hasen vorgenommen werden (Ohren annähen, bevor sie ganz abfallen usw.) und er musste auch gewaschen werden. Sie fand das ganz normal, weil ich ihr erklärt habe, dass der Hase wie sie auch baden müsse, dass dieser spezielle Hase aber am liebsten in der Waschmaschine bade. (Nach dem "Hasenbad" wurde er in ein Handtuch gewickelt und ihr in noch feuchtem Zustand übergeben.) Das hat nichts damit zu tun, dass ich mein Kind belogen hätte, sondern habe ich es ihr so erklärt, dass sie es verstanden hat.
Ich arbeitete vor der Geburt meiner Kinder in einem Kinderkrankenhaus. Da war es ganz logisch, dass die Kleinen ihre besten und liebsten Plüschtiere, Schnuffeltücher o.ä. dabei hatten, die oft nicht ganz sauber waren. Aber keiner von uns wäre auf die Idee gekommen, einem kranken Kind seinen besten Freund wegzunehmen. Gerade in belastenden Situationen braucht ein Kind sein geliebtes Plüschtier oder was auch immer. Musste so ein Kind in den OP, wurde die Narkose eben gelegt, wenn das Kind seinen Kumpel noch im Arm hatte. Erst danach, wenn das Kind schlief, wurde es weggelegt; nach der OP, bevor das Kind aufwacht, wieder mit ins Bett gelegt, damit der kleine Patient seinen Kumpel vorfindet, wenn es aufwacht.
Dein Kommentar ist das grausamste und unsensibelste, was ich jemals gelesen habe. Warst du denn nie ein Kind und hast ein Plüschtier mit jeder Faser deines kleinen Herzens geliebt?? Du erinnerst mich stark an meine Schwiegermutter, die meinem Mann im Alter von sechs oder sieben Jahren den geliebten Teddy aus dem Arm gerissen und in den brennenden Ofen geworden hat, weil er kaputt war und seine Füllung verloren hat. Mein Mann hat damals hilflos mit ansehen müssen, wie sein geliebter Freund verbrannt ist, und daran kann er sich heute noch erinnern.
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#13
13.1.12, 10:19
@mops: Das ist aber eine traurige Geschichte um den Teddy von deinem Mann. Die Schwiegermutter muss doch eine kaltherzige Person gewesen sein.
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#14
13.1.12, 10:38
@Eifelgold: Ist sie auch.
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#15 Die_Nachtelfe
13.1.12, 10:52
Zugegeben, ich hatte nie ein Schnuffeltuch, war bei uns nie so ueblich.
Aber ich wuerde nie auf die Idee kommen, dem Kind solch ein Tuch weg zu nehmen, weil es gewaschen werden muss und dann versuchen, die Gruende zu erlaeren - schliesslich handelt es sich um ein Kleinkind, das mit solchen Erklaerungen sehr wenig anfangen koennte. Fuer das Thema Hygiene ist noch so viel Zeit im spaeteren Leben.
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#16 jojoxy
13.1.12, 11:12
Meine Mutter hat die einfachste und genialste Lösung gefunden. Weit besser als alles, was hier steht: ich durfte mein Schnuffeltuch selber waschen. Das hat mir Spaß gemacht, und gegen die bösen Keime hat meine Mutter das Tuch anschließend mit hoher Temperatur trockengebügelt. So hatte ich es schnell wieder, es war sauber, und es gab keinen Stress und keine Lügereien.
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#17
13.1.12, 11:16
Mein Kleener hatte damals drei identische "Schnuffels" - das waren so Schaumstoffplatten in Frottee eingenäht...sahen aus wie Hasen. Der am "zerliebteste" war natürlich der Beste und Liebste - aber da ein anderer stets auch im Bett lag, roch er auch "richtig". Somit gab es kein Theater, wenn der Lieblings-Schnuffel gewaschen werden musste.
Mein Kleener ist ein normaler junger Mann geworden, der sich regelmäßig wäscht und auch keine Hysterie-Anfälle bekommt, wenn er irgendetwas nicht bekommt - im Gegenteil er teilt gerne, scheint mir keine "psychische Macke" zu haben und ist insgesamt sehr liebenswert.
Dabei fällt mir ein, dass er als Kleinkind viel Zeit im Krankenhaus verbracht hat - ich glaube, die Schwestern dort waren bestimmt froh, dass er - vielleicht auch wegen des Schnuffels - recht pflegeleicht war.
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#18
13.1.12, 11:19
@jojoxy: Deine Mutter ist eine kluge Frau!
#19 jojoxy
13.1.12, 11:45
@mops: Oh ja!
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#20
13.1.12, 12:22
ich hatte auch ein Schnuffeltuch, mein "Tissituch",
keine Ahnung, warum das so hieß,
es gab nur eins, und es musste natürlich gelegentlich gewaschen werden,
es war sehr dünn und wurde sehr schnell trocken,
aber meine Mutter hat es trotzdem so lange rausgezögert, wie es ging,
denn es geht nicht nur darum, ein Tuch zu haben,
dann könnte man jedes beliebige nehmen,
der Geruch ist wichtig,
frisch gewaschen ist seine ganz persönliche Note auf und davon
in der Beziehung sind sich Kinder und Hunde sehr ähnlich,
ich kann mich noch erinnern, dass unser Hund mal seine frisch gewaschene Decke höchstpersönlich gegen die schmutzige wieder ausgetauscht hat,
das hätte ich mit meinem Tissituch auch gerne gemacht,
meine Mutter hat es mir nach dem Waschen unter mein Kopfkissen gelegt,
dann hatte es bis zum Abend meinen Geruch wieder angenommen
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#21
13.1.12, 13:44
Ich habe zwar keine Kinder, aber werde meinen Senf mal trotzdem dazugeben:

Ok, ich oute mich jetzt hier ganz offiziell: Auch ich war langfristige Schnuffeltuchschnufflerin. Ich bin erstaunt, wie viele es hier gibt, da es in meiner Familie und im Feundeskreis keinen einzigen gab.

Ich hatte, genau wie Eifelgold mehrere Schnuffeltücher. Aber trotzdem gab es immer Theater, wenn Mama das derzeit genutzte Exemplar waschen wollte.

Denn das neue musste mit Müh und Not erstmal wieder eingeschnuffelt werden =D

Und hatte man das dann endlich richtig schön eingeschnuffelt, meinte Mama, dass es Zeit war für die nächste Wäsche.

Begeistert war ich davon nie …. also hätte meine Mutter den Tipp beherzigt, wäre ich vielleicht nicht jedes Mal so zickig gewesen ;-)
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#22 hungerhaken
14.1.12, 22:38
@mops: Es ging doch nicht darum, das Tuch zu waschen, wenn das Kind gerade ins Krankenhaus muss! Würde ich niemals tun, denn das ist ein absoluter Ausnahmezustand. Ich habe auch nie ein Lieblingskuscheltier meiner drei Kinder ins Feuer geworfen.

Was bitte ist "grausam" daran, dem Kind zu vermitteln, dass dreckige Dinge gewaschen werden müssen?

Den Samstag hatte ich gewählt, weil wir ja früher in der Woche arbeiten waren. Ich hatte nicht dran gedacht, dass hier nur Hausfrauen schreiben. Wenn man zu Hause ist, kann man das Tuch so schnell wie möglich wieder einsatzbereit machen, sprich nach der Waschmaschine sofort in den Trockner, sodass das geliebte Stück nur ca. 2 Stunden nicht verfügbar ist. So meinte ich es. Also die Variante mit maximal 2 Stunden Geschrei und nicht 12.

Mir geht es darum, dass man doch eigentlich dem Geschrei des Kindes aus dem Weg gehen will, indem man die notwendige Reinigung des Teils verbirgt, kaschiert oder hinausschiebt. Was macht man alles noch, damit die süße Zopflilly nicht aufbegehrt und die Mama, pfui, nicht tritt und schlägt? Selbstverständlich Süßkram an der Kasse; wenn sie keine Jacke anziehen will, braucht sie nicht; wenn es ziept, wird eben nicht gekämmt oder nur bisschen obendrüber...

Zu mir kam mal morgens 8 Uhr in die Therapie eine Mutter mit ihrem 5jährigen Sohn, der zwei verschiedene Schuhe anhatte, gab mir die anderen beiden und flehte mich an (sinngemäß): " Mir ist ganz egal, wie Sie es anstellen und was Sie in der Therapie machen, aber bitte schaffen Sie es, dass mein Sohn am Ende zwei gleiche Schuhe anhat, er muss in den Kindergarten!" Ich habe. Es war auch ganz leicht. Ich bin kein Untier, nur manchmal, da wo es nötig ist, konsequent. Meine Kinder haben es mich gelehrt. Mit dem Schnuffeltuch fängt es an.
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#23
14.1.12, 22:55
Du hast das Recht auf deine Meinung , hungerhaken.

Viele denken anders darüber.
Ich finde nicht, dass es schlimm ist, zwei verschiedene Schuhe anzuhaben.
Es tut nicht weh - es kränkt niemanden.
Meine Söhne sind erwachsen und sagen mir heute oft, wie schön es war, dass sie ohne Strenge und mit viel Zärtlichkeit großgeworden sind.
Die Muttis hier haben übrigens die unterschiedlichsten Berufe, einige haben sich vorgestellt - und nicht jedes Kind tritt und schlägt an der Kasse, wenn es nichts Süßes bekommt .
Meine Jungs sind mit Blumenkränzchen im Haar in den Kindergarten - wenn sie das wollten.
Übrigens sehen sie heute völlig "normal" aus.
Gruß Ellaberta
6
#24
14.1.12, 23:26
@hungerhaken: mittlerweile ist ein wenig Zeit vergangen und ich habe mich wieder abgeregt. Sorry, dass ich dich mit meiner Schwiemu verglichen habe (sie ist wirklich die sprichwörtliche böse Schwiegermutter; sie hätte auch eine prima böse Stiefmutter abgegeben), das war nicht fair. Der Punkt ist der: wir leben nicht auf einem preußischen Kasernenhof (wenn du mir den Ausdruck verzeihst). Ein Kind ist kein Rekrut, dam man zeigen muss, "wer das Sagen hat", wie du dich ausgedrückt hast. Versteh mich nicht falsch: auch der geliebte Hase meiner Tochter musste im Kindergarten auf dem Regal sitzend auf sie warten. Das ist eben der Kindergarten. Da ist es anders als zu Hause. Aber sei es nun Schnuffeltuch oder Lieblingsplüschtier: gewaschen muss es werden, in diesem Punkt gebe ich dir völlig recht. In dieser hinsicht hat mir am besten die Methode von jojoxys Mutter gefallen: das Kind kann sein Tuch selber waschen, mit Unterstützung der Mutter schaffen das auch die Kleinen. Und auch der Kuschelbär kann mit Seifenschaum eingerieben werden, falls das Kind ihm keine Runde in der Waschmaschine erlauben will. Um die Keime und Bakterien mache ich mir am wenigsten Gedanken. Da fanden meine Kinder mit den vielen Hunden und Katzen bei uns viel mehr Bakterien und Schmutz auf dam Fußboden als in jedem noch so vollgerotzem Kuscheltier, obwohl ich jeden Abend die Küche rauswische (zur Erklärung: meine Hunde sind im Haus, die Hunde meines Mannes, wertvolle Zuchthunde, müssen in den umgebauten Pferdeställen schlafen, dürfen aber tagsüber auch mal rein, und Tiere machen nun mal Dreck). Um auf deinen Kommentar von 22:38 Uhr zu kommen: meine ältesten Söhne waren vier Jahre alt, als sie sich in der Frühe absolut nicht anziehen lassen wollten. ich war zuerst stinksauer, aber dann habe ich mir gedacht, 'OK, Jungs, ganz wie ihr wollt. Dann geht ihr eben im Schlafanzug in den Kindergarten'. Das muss eine heilsame Erfahrung für die beiden gewesen sein, denn von diesem Tag an gab es mit den Beiden nie wieder Diskussionen ums Anziehen. Auch so kann Erziehung aussehen. Ich bin eben auch konsequent. Auch meine fünf Kinder haben mich das gelehrt.
In diesem Sinne und nix für ungut wünsche ich dir eine gute Nacht.
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#25
14.1.12, 23:35
@hungerhaken: P.S. Auch meine Beiden Ältesten sind völlig "normal", soweit eben 22jährige normal sind. Sie studieren beide fleißig (was nach Meinung ihres Vaters nicht normal ist *lach*) und tragen keine Schlafanzüge mehr (vielleicht doch ein Trauma? *grins*)
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#26
17.1.12, 21:30
Mops, Dein armer Mann. Das ging mir jetzt richtig ans Herz mit dem Teddybären. Oh NEIN.

Meine Meinung dazu: es ist sinnvoll, von geliebten Gegenständen eine Reserve in der Hinterhand zu haben. Einfach für den FAll eines Falles - auch sehr geliebte Tiere oder Tücher sind schon vergessen, verschlampt oder verloren worden. Darum ist es gut, wenn die Liebe sich nicht nur auf einen solchen GEgenstand konzentriert. Bei Tüchern ist es natürlich einfacher, mehrere identische zur Hand zu haben, bei Tieren wird es schwieriger.

Gleichzeitig ist aber nichts dagegen einzuwenden, wenn man dem Kind zeigt, wie dieser Gegenstand saubergemacht wird. So wie das Kind sich sauber wohfühlt, so hat auch das Häschen gern saubere Ohren, sonst jucken die ja. Wenn dem Kind die Waschmaschine grausam vorkommt, kann man ja per Hand waschen. Oder das Tier in einen Kopfkissenbezug stecken, zum Schutz, und damit das Kind es nicht durch die Maschine wuseln sieht.

Es ist also kein Entweder-Oder. Beide Ansätze sind richtig, im Interese des Kindes. Finde ich.
#27
18.1.12, 08:31
Ich finde den Tipp gut. Habe es bei meiner 2. Tochter auch so gemacht (sie hatte die schönbedruckten Stoffwindeln als Schnuffeltuch). Bei meiner ersten Tochter hat sich das mit dem Tuch so ergeben. Es war eigentlich ein Latz den ich ihr über die Augen legte (wir hatten 3Ecksfenster die man nicht verdunkeln konnte). Es gieng natürlich auch mit nur einem Expemplar und wenn es verlohren geht dann kann man auch nichts mehr ändern aber bei meiner 2. Tochter hab ich mich da eben besser drauf vorbereitet ;-)

Ein weiterer Vorteil dieses Schnuffeltuches hat sich dann auch noch herausgestellt: Meine Kinder wollten nie einen Schnuller sondern haben leider beide daumengelutscht. Jedoch immer in Verbindung des Tuches. Am 3. Geburtstag kam das Tuch weg und siehe da sie haben dadurch auch aufgehört am Daumen zu lutschen. Ich kann also nur allen Daumenlutscher-Muttis empfehlen: gebt euren Kleinen was dazu. So hat man es später leichter beim Abgewöhnen :-)

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