Was gibt es Schlimmeres als frisch gewaschene Wäsche, die nach dem Ausflug in den Trockner übel riecht? Trocknertücher versprechen hier Abhilfe. Die habe ich mal unter die Lupe genommen und erfahren, dass sie meist voller schädlicher Inhaltsstoffe stecken. Das belastet nicht nur die Umwelt, sondern kann auch Allergien auslösen. Deshalb habe ich meine Trocknertücher einfach selber gemacht. Wie leicht das mit Hausmitteln geht, zeige ich dir jetzt.
Was sind Trocknertücher?
Trocknertücher sind kleine Tücher, die du zusammen mit der Wäsche in den Trockner gibst. Sie sorgen dafür, dass deine Kleidung nach dem Trocknen nicht nur weich und angenehm wird, sondern auch frisch duftet. Gleichzeitig reduzieren sie unerwünschte statische Aufladungen, die während des Trockenvorgangs entstehen können. Damit können duftende Trocknertücher eine Alternative zu Weichspüler sein, die du ganz einfach selbst herstellen kannst.
Das brauchst du
- Vorratsglas
- Stoffstücke
- Essigessenz
- ätherisches Öl
Trocknertücher selber machen – Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Schneide deinen Stoff in etwa 20 x 20 cm große Stücke. Als Material für deine Dufttücher eignet sich beispielsweise Baumwolle.
Tipp: Hast du noch ein altes T-Shirt, Handtuch oder Geschirrtuch? Perfekt! Schneide die Stücke einfach aus deinen alten Textilien und schenke ihnen so ein zweites Leben. - Fülle Essigessenz in ein sauberes Glas. Du kannst mit etwa 500 ml für 10-15 Tücher rechnen, je nachdem, wie groß sie sind.
- Gib einige Tropfen von deinem liebsten ätherischen Öl dazu.
- Lege die Stoffstücke hinein, verschließe das Glas und lass alles gut durchziehen.
- Pro Trocknergang schmeißt du ein oder zwei feuchte Trocknertücher mit in die Trommel, je nachdem, wie viel Wäsche sich darin befindet.
Wie funktioniert der natürliche Trocknerduft?
Wenn der Trockner läuft, sorgt die Hitze dafür, dass die Essigessenz verdampft und sich in der Trommel verteilt. Was das bringt? Ganz schön viel: Sie löst Rückstände, wirkt antibakteriell und macht die Fasern weich. Deine Wäsche kommt sauber, weich und hygienisch raus – und das ganz ohne Chemiekeule. Der typische Essiggeruch verschwindet beim Trocknen komplett. Was bleibt, ist ein leichter Duft von deinem selbstgewählten Wäscheparfum. Einmal vorbereitet, hast du den umweltfreundlichen Trocknerduft immer griffbereit und kannst dich auf gut riechende Wäsche freuen.
Warum sind herkömmliche Trocknertücher schädlich?
Die Verwendung von gekauften Tüchern für den Trockner ist aufgrund der starken Duftstoffe für Allergiker oft nicht geeignet. Außerdem sorgen ihre Inhaltsstoffe zwar für weniger statische Aufladung, sind jedoch eine echte Belastung für die Umwelt. Auch in Sachen Müll ziehen herkömmliche Tücher den Kürzeren. Nach dem Trocknen landen sowohl sie als auch ihre Verpackung einfach im Abfall, während die DIY-Trocknertücher wiederverwendet werden können. Grund genug also, sie einfach selbst zu machen und so für frischen Wäscheduft ganz ohne Weichspüler zu sorgen.
Wie sieht’s bei dir aus: Hast du den Weichspüler noch im Einsatz oder bist du schon Team Essig? Schreibe es mir in die Kommentare!
Deine Henrike
Seit vielen Jahren ist Henrike unsere Meisterin der Tipps. Ihr geballtes Insiderwissen teilt sie ab sofort mit euch – bei Henrikes Lifehacks.
Folge unserem Kanal "Frag Mutti TV" auf YouTube:
Kostenlos abonnieren
Frage:
Ich nutze den Trockner nicht häufig, im Sommer sowieso kaum und dafür eher im Winter (Bettwäsche zum Beispiel). Wenn ich nun diese Mischung ansetze und Tücher einfüge - kann ich die bedenkenlos ein halbes Jahr oder älter werden lassen?
Noch 'ne Frage:
Nach dem Trocknen - steckst Du dann das benutzte Tuch wieder ins Glas? Das wäre jedenfalls meine Idee - eben so lange, bis die Flüssigkeit "aufgebraucht" ist.
Danke im Voraus für eine Rückmeldung und Gruß aus Rheinhessen,
Eisenhauer