Zugluft in der Wohnung vermeiden – 5 praktische Tipps

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Zugluft in der Wohnung ist ein bekanntes Problem und sehr unangenehm – Hier sind 5 praktische Tipps, um Zugluft zu vermeiden.

Zugluft in der Wohnung ist ein echtes Alltagsproblem. Du sitzt auf der Couch, die Heizung ist an und trotzdem zieht ständig ein kalter Luftzug vorbei. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auf Dauer auch ungesund: Du kannst davon einen steifen Nacken, verspannte Schultern oder sogar Nervenentzündungen bekommen. Außerdem sorgt Zugluft dafür, dass wir mehr heizen müssen, was die Heizkosten unnötig in die Höhe treibt. Grund genug also, sich einmal anzuschauen, wie Zugluft überhaupt entsteht, und was du dagegen tun kannst.

Was ist Zugluft und wie entsteht sie?

Zugluft ist ungewollte, kühle Luftbewegung, die sich deutlich von normalem Luftaustausch unterscheidet. Bei Zugluft spürst du einen kalten Luftzug im Zimmer, der vor allem aus einer Richtung kommt, und im Raum fühlt es sich trotz geschlossener Fenster und Heizung kalt an. Vielleicht hörst du auch Geräusche wie Pfeifen an Fenster- oder Türrahmen. Im Alltag wird oft von Durchzug gesprochen. Dieser entsteht jedoch absichtlich, z. B. beim Stoßlüften – Zugluft hingegen nicht.

Am häufigsten entsteht Zugluft durch undichte Stellen an Fenstern und Türen, weil hier kalte Außenluft eindringen kann. Weitere typische Ursachen sind große Temperaturunterschiede innerhalb des Raumes – warme Luft steigt, kalte sinkt – oder eine fehlerhafte oder nach vielen Jahren nachlassende Wärmedämmung. Besonders in älteren Häusern ist das ein Klassiker.

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Zugluft in der Wohnung feststellen

Zugluft merkst du recht schnell, doch woher sie kommt, ist oft gar nicht so einfach herauszufinden. Hier sind einige Methoden, die dir dabei helfen können.

  • Hand-Test: Einfach die leicht angefeuchtete Hand langsam an Fensterrahmen, Türen oder Fugen entlangführen. Wenn du einen kühlen Luftstrom spürst, sitzt dort vermutlich die undichte Stelle.
  • Papier-Test: Klemme ein Blatt Papier zwischen Fenster und Rahmen und schließe das Fenster. Lässt sich das Papier ohne Widerstand herausziehen, ist die Dichtung nicht mehr in Ordnung. Dieser Test zeigt dir schnell, ob ein Fenster nachjustiert oder neu abgedichtet werden muss.
  • Kerzen-Test: Halte eine Kerze oder ein Feuerzeug an die verdächtigen Bereiche. Flackert die Flamme, dringt dort Luft ein. Damit findest du auch sehr kleine Spalten, die du sonst übersiehst.
  • Wärmebildkamera: Eine Wärmebildkamera ist eine Art Messgerät. Mit ihr werden kalte und warme Bereiche farblich sichtbar. So erkennst du größere Schwachstellen in der Dämmung oder undichte Zonen rund um Fenster und Türen. Mittlerweile gibt es auch Anbieter, bei denen du eine Wärmebildkamera ausleihen kannst, anstatt sie direkt kaufen zu müssen.

Zugluft in der Wohnung verhindern

Wenn du Zugluft in deiner Wohnung oder deinem Haus festgestellt hast, möchtest du sicherlich wissen, was du tun kannst, um diesen unangenehmen Luftzug zu stoppen oder zu minimieren.

Zugluftstopper

Zugluftstopper sind wohl die unkomplizierteste Lösung. Die länglichen legst du einfach vor den Tür- oder Fensterspalt und schon bleibt der kalte Luftzug draußen.

Ein Zugluftstopper ist eine gute vorübergehende Lösung, um Zugluft an Türen oder auch Fenstern zu minimieren.

Für Türen gibt es auch Varianten, die sich befestigen lassen, ohne dass du an der Tür bohren musst. Und wer gerne Handarbeit mag, kann Zugluftstopper auch selber machen.

Windfang-Türen

Wenn es vor allem an der Haustür oder Wohnungstür zieht, ist eine Windfang-Tür die perfekte Lösung für dich. Diese bildet einen kleinen Zwischenraum zwischen Außen- und Innenbereich und wirkt wie ein Puffer: Kalte Luft bleibt draußen und warme Luft drinnen. Gleichzeitig verbessert ein Windfang die Wärmedämmung, dämpft Geräusche, sieht modern aus und sorgt in offenen Eingangsbereichen für etwas zusätzliche Privatsphäre. Passende Windfang-Lösungen aus Glas und Stahl findest du beispielsweise bei floft.de.

Windfang-Lösungen aus Glas und Stahl sind praktisch, wenn es an der Haustür zieht – und sie sehen gleichzeitig noch schick aus.

Vorhang-Lösungen

Vorhänge sind nicht nur dekorativ, sie helfen auch super gegen Zugluft, vor allem an Fenstern. Besonders praktisch sind Thermovorhänge, weil sie im Winter Wärme im Raum halten und im Sommer Hitze draußen lassen. Sie sollten großzügig den Boden berühren und seitlich gut abschließen, damit keine Luft daran vorbeiströmt. Du kannst an deinen Vorhängen seitlich auch Magnete befestigen, damit der Stoff nah an der Wand bleibt und keine Luft herausströmt. Und natürlich gilt: Heizkörper sollten nicht komplett verdeckt werden, um Energie zu sparen.

Fenster- und Türdichtungen

Fenster und Türen richtig abzudichten ist eines der wirkungsvollsten Mittel gegen Zugluft und oft kannst du das problemlos selbst machen. Im Baumarkt gibt es verschiedene Dichtungsbänder, die du einfach auf den gereinigten Fensterrahmen klebst. Schaumstoffbänder sind günstig und eignen sich für kleinere Spalten.

Wenn deine Fenster- oder Türdichtung mangelhaft oder nicht mehr zuverlässig ist, lohnt es sich, sie erneut abzudichten. Das kannst du meist problemlos selbst machen.

Gummidichtungen sind etwas teurer, dafür aber langlebiger und besser für größere undichte Stellen. In feuchteren Räumen wie dem Badezimmer bietet sich zusätzlich Silikon oder Acryl an. Auch für Türen gibt es Bodendichtungen, z. B. aus Gummi oder mit Bürsten. Mit dem richtigen Abdichten kannst du bis zu einem Viertel deiner Heizkosten sparen.

Teppiche

Wenn du Zugluft größtenteils am Boden spürst, was gerade in Altbauten der Fall ist, kann ein Teppich helfen. Dieser wirkt dort wie eine zusätzliche Isolierschicht. Natürliche Materialien wie Wolle isolieren besonders gut und je dicker der Teppich ist, desto mehr Wärme bleibt im Raum. Viele schwören auf Berber- oder Nepalteppiche, die nicht nur die Füße warmhalten, sondern auch optisch etwas hermachen.

Was tun bei starker Zugluft in Mietwohnung?

Wenn es in deiner Mietwohnung zieht, kannst du als Mieterin oder Mieter durchaus aktiv werden. Undichte Fenster oder Türen gelten als Mangel am Mietobjekt und du hast das Recht, dass diese behoben werden. Zunächst solltest du die Vermieterin oder den Vermieter schriftlich auf die Zugluft bzw. die undichten Stellen aufmerksam machen und eine angemessene Frist von mindestens 2 Wochen geben, um den Mangel zu beheben. Erst wenn innerhalb dieser Zeit keine Lösung erfolgt, ist auch eine Mietminderung möglich. Davor solltest du dich jedoch selbst einmal bei der Verbraucherzentrale informieren. Solange die Mängel nicht dauerhaft behoben sind, kannst du selbst mit einfachen Mitteln wie Zugluftstoppern für etwas Entlastung sorgen.

Zugluft wird zwar oft nur als kleines Alltagsproblem angesehen, kann aber langfristig Komfort, Gesundheit und Heizkosten beeinflussen. Mit der passenden Maßnahme – vom Abdichten der Fenster über Vorhänge oder Teppiche bis hin zu Windfang-Lösungen – lässt sich der Luftzug effektiv reduzieren. So schaffst du nicht nur ein angenehmeres Wohnklima, sondern sparst auch Energie und Heizkosten.

Hast du selbst schon Erfahrungen mit Zugluft gemacht? Welche Maßnahmen haben bei dir am besten geholfen? Oder wirst du einen unserer Tipps ausprobieren?

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