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Tipps zum Gitarrenkauf für Anfänger und Kinder

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In meinem Beitrag „Eine alte Gitarre wieder bespielbar machen“ vom 27.06.2016 ging es darum, wie man ein altes Gitarrenschätzchen wiederbelebt. Für alle, die gerne mit dem Gitarre spielen beginnen möchten, aber kein Instrument besitzen, stellen sich folgende Fragen: Welche Gitarre ist für den Anfang geeignet und wie unterscheide ich Qualität von Ramsch? Wie bei vielen anderen Dingen bedeutet ein hoher Preis nicht automatisch auch eine gute Wahl. Manchmal bezahlt man mehr für den Namen eines Produkts als für das, was man nach dem Kauf tatsächlich in den Händen hält. Daher habe ich im Folgenden einige Punkte zusammengetragen, die beim Gitarrenkauf zu beachten sind.

Welcher Gitarren-Typ ist für Anfänger geeignet?

Grundsätzlich unterscheidet man drei verschiedene Bauarten von Gitarren:

  • Die Konzertgitarre, auch klassische Gitarre genannt, hat ein breites Griffbrett und ist mit weichen (fingerfreundlichen) Nylonsaiten bespannt.
  • Die Westerngitarre oder Stahlsaiten-Gitarre hat ein schmaleres Griffbrett und Stahlsaiten, die gerade für Anfänger (ohne Hornhaut an den Fingern) sehr schmerzhaft sein können.
  • Die elektrische Gitarre, besser als E-Gitarre bekannt, besitzt keinen Resonanzkörper und kann nur in Verbindung mit einem Verstärker gespielt werden. Ergo: Ohne Steckdose keine Musik. Sie besitzt das schmalste Griffbrett aller Gitarrentypen und ist ebenfalls mit (relativ dünnen) Stahlsaiten bestückt.

Theoretisch ist es natürlich möglich auf jedem Gitarrentyp auch jede Art von Musik zu spielen. Praktisch hingegen zeigt sich schnell, dass bestimmte Gitarren für spezielle Musikstile prädestiniert sind. So klingt zum Beispiel „Smoke on the Water“ auf einer Konzertgitarre ebenso befremdlich wie Bachs „Bourree in e-Moll“ auf einer E-Gitarre.

Ich habe im Lauf der letzten dreißig Jahre nebenberuflich immer als Gitarrenlehrer gearbeitet und vielen Anfängern über die ersten Hürden geholfen. Wenn mein Rat beim Gitarrenkauf gefragt war, habe ich für den Einstieg immer eine Konzertgitarre empfohlen. Warum? Erstens ist der Gitarrenhals recht breit. Das bedeutet ein ebenfalls breiteres Griffbrett mit mehr Abstand zwischen den Saiten und dadurch mehr Platz für die Finger. Dieser zusätzliche Bewegungsspielraum fördert langfristig die Griffgenauigkeit und damit ein sauberes Spiel und einen ebensolchen Klang. Zweitens sind Nylonsaiten weicher und schonen die Finger. Dem absoluten Anfänger werden zu Beginn zwar auch auf Nylonsaiten die Finger wehtun, aber bei weitem nicht so sehr, wie auf Stahlsaiten (Stichwort: Blutblasen an den Fingerkuppen). Der spätere Umstieg auf eine Western- oder E-Gitarre ist in der Regel problemlos.

Spezielle Gitarren für Kinder

Kleine Kinderhände sind mit einer normalgroßen Gitarre (4/4) überfordert. Daher bieten viele Gitarren-Hersteller qualitativ hochwertige Instrumente in kleineren Versionen an. Damit sind nicht die Minigitarren aus dem Spielwarenhandel gemeint, da diese nämlich wirklich nur Spielzeug sind und sich nicht zum Gitarre lernen eignen. Hier ist ein Überblick, in welchem Alter welche Gitarrengröße angemessen ist. Das sind natürlich nur Richtwerte, daher sollte eine Gitarre vor dem Kauf immer „anprobiert“ werden. Im gut sortierten Gitarren-Fachgeschäft wird man in der Regel eine sachkundige Beratung zu der Frage „Welche Größe passt?“ erhalten.

Gitarrengröße Bezeichnung Körpergröße Alter
1/4 Kindergitarre ca. bis 1,10 m

ca. 4-7 Jahre

1/2

Kindergitarre

ca. von 1,10 bis 1,30 m

ca. 6-9 Jahre

3/4

Schülergitarre

ca. von 1,20 bis 1,40 m

ca. 8-11 Jahre

7/8

Jugendmodell

ca. von 1,30 bis 1,50 m

ca. 10-13 Jahre

Qualität hat ihren Preis

Beim Unterrichten hat sich eine alte Gitarrenweisheit immer wieder bestätigt: Selbst der talentierteste Schüler verliert auf einer schlechten Gitarre sehr schnell den Spielspaß. Der weit verbreitete Irrtum „Ach, für den Anfang reicht ja auch eine billige Klampfe aus dem Versandhaus“ ist genau das: Ein Irrtum. Eine gut bespielbare Gitarre mit schönem Klang hat ihren Preis, zeichnet sich dafür aber durch saubere Verarbeitung und die Verwendung hochwertiger Hölzer aus. Ähnlich wie bei Haushaltsgeräten die Marken Bosch oder Miele in der Regel für gute Qualität stehen, gibt es auch bei Konzertgitarren zwei Hersteller an denen man nicht vorbeikommt: Höfner und Yamaha. In diesen beiden Gitarrenschmieden werden zuverlässige und grundsolide Gitarren mit einem fabelhaften Preis-Leistungsverhältnis hergestellt. Ich selbst habe im Alter von elf Jahren auf der Höfner-Gitarre meiner Mutter zu lernen begonnen und heute, beinahe vier Jahrzehnte später, ist das gute Stück noch in bester Verfassung (die Mutter übrigens auch).

Online versus Fachhandel

Hier kann ich mich erfrischend kurz fassen: Niemals eine Gitarre im Internet bestellen. Wer natürlich vom Rücknahmeangebot der Online-Händler Gebrauch machen will, kann sich ein Dutzend Gitarren bestellen, hoffen, dass eine „passt“ und elf Stück zurücksenden. Das wäre mir persönlich zu stressig, außerdem riecht es in Gitarrengeschäften immer so gut…

Die einzige Ausnahme von dieser (persönlichen) Regel ist: Wenn man hundertprozentig sicher ist, welche Gitarre man kaufen will (weil man sie beispielsweise bei Freunden, in der Musikschule oder beim Gitarrenlehrer schon ausprobiert hat), kommt ein Kauf im Internet in Frage. Aber wie schon gesagt: Der Geruch im Gitarrengeschäft ist echt einzigartig…

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2 Kommentare


#1
19.4.18, 16:50
Danke für deinen Beitrag, @Kriss. 👍 Ich habe selbst vor langer Zeit auf einer Konzertgitarre gelernt (die hab ich heute noch) und bin dann auf Westerngitarre umgestiegen. Ich kann Anfängern auch nur die Konzertgitarre empfehlen. 
#2
27.6.18, 01:34
Mir gefällt es, dass auch solche Tipps hier geschrieben werden.
Es sind unglaublich viele Gitarren bereits im Umlauf, gute Gitarren verstauben ungespielt in Haushalten und viele viele gebrauchte Gitarren werden in Anzeigen angeboten. Musiklehrer können einem bestimmt auch zu einer günstigeren gebrauchten Gitarre verhelfen. In Gitarren werden in der Regel Tropenhölzer verbaut, und warum schon als Anfänger etwas Neues kaufen, dass zum weiteren Schlagen von Tropenhölzern beiträgt, wenn es bereits sehr viele Instrumente gibt.

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