Topfbraten

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Koch- bzw. Backzeit:
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Der Topfbraten wurde früher bei uns zur Schlachtezeit gekocht und mir hatte es immer wunderbar geschmeckt.

Jetzt habe ich ein Topfbratenrezept erhalten (Tante) und es ein wenig abgewandelt. Uns schmeckt es so vorzüglich und deshalb möchte ich es weitergeben. Das Gericht wurde leicht süß-säuerlich gegessen.

Zutaten

  • 1 Schweineherz
  • 2 Schweinenieren
  • 250 g mageren Schweinebauch
  • 250 g Schweinegulasch (muss nicht unbedingt)
  • Salz
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Pimentkörner
  • 1 Zwiebel (klein)
  • 100 g Speiselebkuchen
  • Zucker und Essig nach Geschmack
  • 2 Würfel Bratensaft

Zubereitung

  1. Das Herz und die Nieren abwaschen und mit etwas Salz, 1 Lorbeerblatt und 1/2 TL Pimentkörnern in einem Topf mit reichlich Wasser kochen (ca. 50 Minuten).
  2. Danach gießt man das Wasser ab und weg. Das Herz von evtl. Fett befreien und in nicht zu große Stücke schneiden.
  3. Die Nieren halbieren, das Innere herausschneiden und ebenfalls so schneiden.
  4. Den Schweinebauch und -gulasch lässt man mit 1 L Wasser, etwas Salz, 1 Lorbeerblatt, 1/2 TL Pimentkörner und einer kleinen Zwiebel auch so lange kochen, bis das Fleisch weich ist.
  5. Danach ebenfalls in Stücke schneiden.
  6. In der Kochbrühe werden jetzt der Speiselebkuchen und der Bratensaft aufgelöst.
  7. Das Ganze nach Geschmack mit Zucker und Essig würzen.
  8. Das Fleisch in die Brühe geben, kurz aufkochen lassen und mit Cayennepfeffer und Salz gut abschmecken.
  9. Die Lorbeerblätter herausnehmen.
  10. Dazu passen Thüringer Klöße.

Dieses Rezept reicht für 4 Personen und ist einen Versuch wert.

Ich war glücklich, dass ich jetzt dieses Rezept bekommen habe, denn ich hatte es schon lange gesucht. (Eine Erinnerung an die Kindheit)

Mein Bild ist natürlich wieder mal zu dunkel, falls ihr es trotzdem wollt, setze ich es nachträglich rein.

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22 Kommentare


1
#1
11.10.14, 15:53
Ein Braten ist ein Braten ist ein Braten.
Die Überschrift eines Rezepts sollte keine falschen Erwartungen wecken.
3
#2
11.10.14, 16:06
@Spectator: Hallo Spectator, dass musst du meinen Vorfahren sagen, aber die schweben schon irgendwo.
Bei uns hiess dieses Gericht immer so und ist sehr lecker.
Ich weiss auch nicht, warum das Gericht so heisst, wollte es aber auch nicht abändern, falls Jemand ausgerechnet dieses Gericht von früher sucht.
Wenn du herzhaft und vor allem Fleisch magst, probiere es doch einfach mal.
Du wirst bestimmt nicht enttäuscht sein.
#3
11.10.14, 20:07
Das hieß (und heißt) bei uns Schweinepfeffer - uns schmeckts am besten mit Pü.

Aber ohne die Nieren (uarghh), dafür mit Leber, die erst kurz vor Ende des Kochvorgangs dazu kommt.

:o))
#4
11.10.14, 20:17
@mops: Und bei uns ist ein Schweinepfeffer ein Gulaschtopf süß-sauer mit Schmand-Saure-Sahne-Soße.

Das oben genannte Rezept würden wir bei uns Süß-Saure-Innereien nennen.
#5
11.10.14, 20:23
Ach ja, die netten regionalen Unterschiede... :o))
1
#6
12.10.14, 10:12
hm, anhören tut es sich wie ein typisch österreichisches 'Beuscherl', nie gekocht, dafür aber schonmal gegessen, sehr sehr lecker oder 'narrisch guad', wie wir in Bayern sagen. Allerdings muss man Innereien mögen.
#7
12.10.14, 12:23
@Bea3:
Abgesehen von der Namensirritation könnte mir dieses "beuschelähnliche" Gericht gut schmecken, allerdings "herzlos" - die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Beuschel habe ich einmal in Österreich gegessen, sehr lecker. Sogar mit "Lüngerl", aber das habe ich erst nachher erfahren.

So ist das mit regionalen Gerichten. Unser heimischer "Knockepott" ist auch so ein Leckerli. Rezept steht bei Wikipedia!
1
#8
12.10.14, 12:44
@Spectator: Hallo Spectator, du hast recht mit der Lunge. Meine Mutti sagte, dass früher auch ausgewaschene "Kaldaunen" mit rein kamen. Das wollte ich aber nicht.
Was ist denn euer "Knockepott"? Wäre schön, wenn du mir das erklärst.
Einen schönen Sonntag wünscht Bea3
#9
12.10.14, 12:58
Was sind Kaldaunen, und was ist Knockepott?

12.10.14 - 12.58
1
#10
12.10.14, 13:00
@Bea3: Danke, gleichfalls. Das Rezept für den Knockepott ist bei Wiki nicht sehr ausführlich beschrieben, richtig. Also hier eine Kurzfassung:

Ein ganzes (!) Eisbein mit Schwarte, möglichst mit Pfote, sowie ein Kilo Rindfleisch kleinschneiden und mit Gewürzen (Salz, Pfeffer, Nelken, Lorbeerblatt) in einem geschlossenen Bräter im Backofen so lange köcheln lassen, bis alles Fleisch sich quasi aufgelöst hat. Also stundenlang!
Wie bei allen Traditionsgerichten sind Varianten im Umlauf, manche Familien halten Essig für unverzichtbar - ich nicht.

Bei uns ist es ein traditionelles Silvesteressen.
#11
12.10.14, 13:26
@Teddy: Hallo Teddy, soll ich dir heute zum Sonntag und das nach dem Essen und vielleicht vor dem nächsten Essen wirklich sagen, was "Kaldaunen" sind? L.G.
#12
12.10.14, 13:30
@Spectator: Hallo Spectator, das werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren, denn Eisbein mögen wir auch und ich kann mir gut vorstellen, dass das auch sehr gut schmeckt. L.G.
#13
12.10.14, 14:28
Was sind bloß Kaldauen, daß man zur Antwort bekommt: "soll ich dir heute zum Sonntag und das nach dem Essen und vielleicht vor dem nächsten Essen wirklich sagen, was "Kaldaunen" sind?"

Ein bißchen klüger bin ich ja nun geworden: Es muß was unanständiges sein. Aber was nur???

12.10.14 - 14.28 Uhr
#14
12.10.14, 14:44
Teddy: Wikipedia sagt: "Kutteln, Flecke oder Kaldaunen (in Baden Sulz, in Sachsen auch Piepen genannt) sind die küchensprachlichen Bezeichnungen für den gewöhnlich in Streifen geschnittenen Pansen von Wiederkäuern. Sie gehören zu den Innereien."
#15
12.10.14, 15:54
@Teddy: Es gibt da so Suchmaschinen . . .
1
#16
12.10.14, 16:19
Jo, das ist ( fast) Topfbraten. Ein himmlisches Gericht !!!!

Nur kommt da noch Leber mit rein und ganz viele Zwiebeln und klein gewürfelte Salzgurken - fertsch !

Thüringer Klöse dazu und man kann sich den Rest des Tages nicht mehr bewegen.
1
#17 xldeluxe
13.10.14, 01:44
Welche Sprache sprecht ihr hier alle, wenn es um den Namen geht? Ich verstehe nichts ;--)))

Innereien mag ich schon, aber an Nieren verzweifele ich (trotz "putzen" und mehrmaligem Einlegen in Milch habe ich den Uringeruch noch in der Nase):

Herz, Bauch, Gulasch und Leber ist ok (Hähnchenmägen passen ja leider nicht)........ob ich mich an das Gericht mal ran traue????
#18
13.10.14, 20:16
Nun, dieses Gericht braucht schon seine Zeit. Nieren schneide ich auf und entferne ganz akribisch die Kanälchen und anhängenden Harnröhren. Dann werden sie mind. 1 1/2 Tage gewässert ( immer wieder Wasser wechseln), gekocht, gespült (Kochwasser kippe ich weg ) und dann würfel ich sie,spüle noch mal,brate kurz an. wenn ich sie dann zu den übrigen Fleisch gebe riecht gar nichts mehr !

Auch die Herzen bearbeite ich sehr gründlich, denn alleine die Aorta und die Klappen werden sonst sehr zäh beim Kochen.

Die Leber, auch von allen Gallengängen befreit, zerfällt im Topf eh und ergibt insgesamt eher die Sämigkeit der Soße.Die natürlich noch zusätzlich angedickt wird.

Salzgurken MÜSSEN sein, ohne geht es nicht , oder ich möchte einen Tisch-/Küchen-/Eßzimmerkrieg haben. Ohne Salzgurken im Topfbraten würden mir meine Kiddis die ganze Pracht stehen lassen.

Soßenkuchen, oder Soßenlebkuchen benutze ich persönlich nicht,nie, zu gar nichts. Habe es noch nie probiert.

Und, liebe xldeluxe, wir sprechen ganz gepflegtes Thüringsch!
#19 xldeluxe
13.10.14, 20:36
@Birgit-Martha:

Ach so...na dann ;--)

In meiner Kindheit gab es oft Nierchen süß-sauer, da habe ich auch nie etwas gerochen (oder war zu jung?) - ich habe es nur einmal probiert und mir von den Nierchen schon beim Metzger das Gröbste wegschneiden lassen. Zuhause habe ich dann noch einmal Hand angelegt, gewässert, in Milch und Buttermilch und dann dieser Geruch beim Kochen.................ich würde sie so gerne wieder mal essen.........

Wie warme Salzgurken schmecken, mag ich mir auch nicht vorstellen......... ;-)
#20
14.10.14, 11:49
@xldeluxe:

Was hält dich ab?

Übrigens: Wenn die Nierchen wirklich schon unangenehm nach "gereiftem" Pipi riechen, würde ich sie nicht mehr essen. Ich persönlich mag keine wirklich sauren, also mit Essig geschmorten Nierchen. Ich bereite sie als Ragout zu, mit Zwiebeln und ziemlich klein gewürfelt und VORHER in Essigwasser gebadet. Essig beseitigt bekanntlich üble Gerüche, nicht nur in der Küche.

In meinem real-Markt gibt es Schweinenieren spottbillig. Die Kassiererinnen können ihren Ekel manchmal schlecht verbergen, aber das ignoriere ich souverän!
1
#21
14.10.14, 19:16
Spectator, Trommelwirbel für Dich ! Da ich leider nur einen grünen Daumen vergeben darf.

xldeluxe, die Salzgurken sind doch auch klein gewürfelt und in der heißen Soße als heiße Gurke ein Erlebnis ! Nierchen süß-sauer ist übrigens auch für mich ein Gruselfaktor(wie alles süß-sauere, ich sage immer: entweder süß, oder sauer,basta)

Da es ein recht kostengünstiges Gericht ist,gibt es dies übernächsten Sonntag - schon beschlossen.
Wer hilft mir bei den rohen Klösen? Ist dann auch zum Essen geladen.
1
#22 Upsi
15.10.14, 17:30
@Birgit-Martha: ich helfe dir gerne bei den thüringer klößen, bin ja schließlich ausgewanderter thüringer. Den topfbraten kenne ich nicht, muss ich auch nicht, da innereien meine haare zu berge stehen lassen. Ich mache zu den klößen meist rouaden.

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