Traumtagebuch führen

Traumtagebuch führen

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Ich führe ein Traumtagebuch und kann das wirklich weiter empfehlen. Jeder Mensch träumt jede Nacht, nur kann er sich nicht immer an seine Träume erinnern.

Das Führen eines Traumtagebuches ist die einzige Möglichkeit, um die kleinen "Schätze" der Traumentwicklung über lange Zeit zu erhalten.

Um ein Traumtagebuch zu führen, sollte man seine Träume möglichst regelmäßig notieren. An die meisten Träume erinnert man sich nämlich morgens nach dem Aufwachen. Deshalb ist dies die beste Zeit für das Aufschreiben. Dann ist die Traumerinnerung noch frisch, bevor sie dann im Laufe des Tages möglicherweise verblasst.

Man beginnt damit, sich ein schönes Schreibbuch dafür anzuschaffen. Es wird immer nur eine Seite beschrieben. Die andere lässt man frei für Notizen zur Bearbeitung seiner Träume, nach welcher Methode, das bleibt jedem selbst überlassen.

Man glaubt gar nicht, wie interessant es ist, seine aufgeschriebenen Träume immer mal wieder zu lesen. Man träumt ja mal lustige Dinge, hat traurige Erlebnisse, wird mal verfolgt, fällt irgendwo hinunter ...

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61 Kommentare


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#1
5.6.12, 15:41
Sowas kommt mir sehr kitschig vor. Nicht böse gemeint, aber warum sollte ich die Träume aufschreiben bzw irgendwann nochmal nachlesen? Träume hängen (zumindest meine) mit vielen Gefühlen zusammen, die man später beim schreiben oder viel später beim nachlesen sowieso nicht mehr auf die Reihe bekommt.
Und man weiß doch, dass in Träumen das Erlebte verarbeitet wird.
Wenn ich meiner Freundin oder Mann von den erlebten Traum erzähle, ist es lustig und sehr bunt im Handeln. Aber das war es auch schon
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#2 pfote
5.6.12, 16:06
Ich erinnere mich selten an meine Träume, es sei denn, es wären Alpträume, und warum sollte ich mich an die erinnern wollen?
Wenn dir auch schöne Träume noch deutlich vor Augen stehen beim Erwachen, ist das wohl anders.
Für mich sind Träume das "Müll ausmisten" des Gehirns. Ich fotografiere auch nicht meinen Müll, ehe er in die Tonne kommt.
Und was meinst du mit "Bearbeitung" deiner Träume?
Ein Tagebuch meines wachen Lebens führe ich schon und das finde ich auch sinnvoll, weil man sonst viele kleine Dinge wieder vergisst.
-1
#3 Donnna
5.6.12, 16:14
Ja für den, der Zeit hat morgens, schöner Zeitvertreib oder Verarbeitung von Alpträumen (wiederholen sich in der Regel nicht wieder)
Jedoch wer arbeiten muss um seine Miete zu bezahlen, eher schwer realisierbar. Abends sind die Erinnerungen wech ;-)
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#4
5.6.12, 16:41
Oh da habe ich aber viel zu schreiben :) Ich träume so gut wie jede Nacht und kann mich auch fast immer an alles erinnern! ;) Ist euch shonmal aufgefallen das man nie träumt wie man stirbt? Wenn man einen Apltraum hat wo man z.B. versucht wird umzubringen, dann wacht man immer auf bevor man tot ist weil der Körper dann eine Schutzfunktion hat.. Im Grunde finde ich es eine gute Idee..aber die schlimmen Träume möchte ich ungern nochmals lesen ;)
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#5
5.6.12, 16:52
Ich Träume auch jede Nacht, gestern war es schlimm boah, davon bin
ich aufgewacht, nee noch mal nachlesen möchte ich nicht auch die
schönen Träume nicht..zb Lotto gewinn, wenn ich das immer nachlesen tu
und nie geht es in erfüllung, ach nee lieber nicht.
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#6
5.6.12, 17:16
Träume sind der Schlüssel zum Unterbewusstsein.
Wenn man etwas aufarbeiten möchte/muss ist es sehr sinnvoll...aber nur mit einem Psychologen zusammen.
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#7 Upsi
5.6.12, 17:24
nette idee, manchmal kommen einem eh im bett dinge in den kopf die man am morgen wieder vergessen hat, zb. ein kleines gedicht zum geburtstagskarte schreiben oder es fällt einem ein was man unbedingt besorgen müsste. morgens ist alles weg. ich denke schon das es sich lohnt papier und stift auf dem nachtschrank zu deponieren. meine träume habe ich meist schon vergessen nach dem aufwachen, aber ich stell mir das lustig vor wer das macht mit dem aufschreiben, wenn man das nach einem jahr wieder lesen kann. muss ja niemand machen, aber der tipp ist gut
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#8
5.6.12, 18:04
Ich habe das schon probiert. Weil ich in der acht immer die besten Ideen habe, wie ich z.B. dienstliche Probleme oft sogar recht simpel lösen kann oder was und vor allem wie ich einem Mitmenschen sagen möchte, was mich bewegt oder heftig stört. Wenn ich aber dann zum Stift greife, ist das Wesentliche doch nicht mehr greifbar. Hinzu kommt, dass ich dann putzmunter bin und nicht mehr einschlafen kann, mich mit den Problemen weiterbeschäftige und doch keine Lösung mehr finde. Nebenwirkung: der nächste Tag ist doppelt mies: schlecht geschlafen und Ärger über die doch wieder verlorene Lösung.
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#9 Icki
5.6.12, 18:44
Ich habe auch mal in meiner Teeniezeit angefangen, die filmreifen Träume aufzuschreiben, nur die guten Hollywoodstreifen;-) Im Nachhinein kann ich feststellen, dass ich die auch einfach mit in ein Tagebuch hätte schreiben können, dass ich sehr unregelmäßig führe, so viele gute Träume habe ich nämlich nicht.

Was das Weitererzählen von Träumen angeht, bin ich inzwischen vorsichtig geworden, man offenbart manchmal Sachen, die man gar nicht offenbaren wollte, weil es ein paar Traumbilder gibt, die man selbst in der Fülle des Traumes gar nicht bemerkt hat, für andere aber ganz offensichtlich sind. So ist es mir schon passiert, das Freunde gesagt haben:"Schon wieder ein Fluchttraum? Du träumst doch häufig von Flucht, wenn du diese und jene Sorgen hast... ist da etwa wieder was im Busch?" Und dann hatten sie Recht und ich hatte es gar nicht gesehen (wusste also natürlich, was mich sorgt, hatte aber nicht den Zusammenhang zum Traum bemerkt).

Im Übrigen plädiere ich übrigens für das ausschließliche Notieren positiver Erlebnisse, sei es Traumtagebuch, Tagebuch oder was auch immer. Eine Ausnahme ist vielleicht, wenn man gerade eine ernsthafte psychologisch betreute Auseinandersetzung mit sich selbst vornimmt, aber die meisten, die ich kenne führen Tagebuch just for fun und meine Feststellung ist, dass man auch nach Jahren auf einmal wieder einen Kloß im Hals hat, wenn man von einer Auseinandersetzung mit einem Kumpel liest, obwohl es damals auch das zum Streit gehörige klärende Gespräch gegeben hat. Gerade wenn aber der Streit viel leidenschaftlicher niedergeschrieben wurde als die Versöhnung, vergisst man das manchmal und es bleibt ein Schatten im Unterbewusstsein.
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#10
5.6.12, 20:34
Du liebes Bisschen, auf was für Ideen manch Leute kommen. Wozu soll das gut sein? Man kann Tagebücher für alles schreiben, wenn man zuviel Zeit hat.
Nee sorry, aber mit dem Tipp kann ich mal so gar nix anfangen.
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#11
5.6.12, 20:53
Ich habe sieben Jahre in einer Praxis für Psychotherapie gearbeitet. Einige der Patienten/innen brachten auch solche Bücher mit. Allerdings kann das nur beurteilt werden, wenn ein entsprechendes Tagebuch zeitgleich geführt wird.
Aber alle diese Menschen hatten enorm viel Zeit, waren z.B. aufgrund einer psychischen Erkrankung krankgeschrieben oder frühverrentet oder aus anderen Gründen nicht beruftstätig, weil z.B. im "Goldenen Käfig" lebend.

Wer morgens zusehen muß, dass er/sie in Tritt kommt, sich einigermaßen körpergepflegt auf den Weg zur Arbeit macht kommt wahrscheinlich nicht auf die Idee, seinen Nachtträumen noch nachzuhängen.
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#12
5.6.12, 20:55
Zugegeben, die Idee eines Traumtagebuchs klingt zunächst sehr nach esoterischem Schnickschnack...

Allerdings hat das Führen eines Traumtagebuchs auch einen konditionierenden Effekt. Es führt dazu, dass man sich allgemein besser an seine Träume erinnern kann. Umgekehrt kann das dann dazu führen, dass man sich auch im Traum an die wach erlebte Realität erinnert und sich so des Träumens bewusst wird. Dies wiederum ist ein wichter Schritt hin zu sogenannten luziden oder Klarträumen (siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Klartraum).

Ich habe mich vor einigen Jahren mal etwas näher mit dem Thema Klartraum auseinandergesetzt und habe selbst noch ein Traumtagebuch am Bett liegen. Leider snooze ich morgens lieber den Wecker zwei- dreimal, als dass ich meine Träume aufschreibe und dann fehlt mir einfach die Zeit.

Wen das Thema Klarträumen interessiert, dem kann ich das Buch 'Schöpferisch träumen' von Paul Tholey und Kaleb Utecht empfehlen.

@Katrin85: Ich glaube eine gute Erklärung für den von dir beschriebenen Effekt ist, dass in solchen Traumsituationen der Träumer dazu neigt, die jeweilige Bedrohung zu fixieren. Da die Augenmuskulatur im Schlaf kaum gelähmt ist, führt das dazu, dass die REM (rapid eye movement) Phase, das ist die Schlafphase in der das Träumen passiert, gewissermaßen bewusst unterbrochen wird und man aufwacht.

Gruß!
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#13 Pitz
5.6.12, 21:32
Für das Aufschreiben kommt wohl Vielen morgens die Zeit zu kurz.

Aber Deinen Gedanken finde ich gut. Sich mit Trauminhalten zu beschäftigen. Unter einem Traum hatte ich sehr lange gelitten. Als Kleinkind hatte ich von einem "Riesenkopf" geträumt. Es war ein übergroßer Skellettkopf, der mich verfolgte. Ich glaube, ich war damals etwa fünf.

Ich war von dem Traum so erschreckt, dass ich im Taghellen mich fürchtete, allein zu sein. Die Angst hat mich verfolgt. Ich konnte nur angstfrei sein, wenn ich in Nähe von Familienmitgliedern war. Hatte ich mich von Denen beschützt gefühlt, rief ich gedanklich dem "Rießenkopf" zu "Hau' ab"!

Alpträume sind leider meine Begleiter seit jeher. Ich träume Apokalypsen, übergroße Affenmonster, die mich verfolgen, Riesenspinnen.

Aber auch andere Sachen. Träume, wo ich vor Lachen aufwache - falls es nicht das Morgenschnarchen ist.

Faszinierend, was im Hirn nachts abläuft. Einen positiven Ruck hatte ich mal erfahren, als ich Gayle Delaynes Buch "Lebe Deine Träume" las. Die schlimmen Träume hatten sich gebessert.

Deinen Traumtagebuchtipp finde ich gut.
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#14
5.6.12, 23:43
gerade wenn man ständig schlimme alpträume hat, kann einem das sehr helfen sie zu verarbeiten! Mein Therapeut hat mir jedenfalls auch dazu geraten, alles was mich belastet an Träumen,aufzuschreiben!Und dann diese Alpträume in für mich nettere Versionen umzuschreiben.Ich habe auch kaum Zeit aber für die eigene Gesundheit ist es wichtig sich diese zu nehmen.Ich bin nicht umsonst so krank geworden...ich habe mir einfach nie Zeit für mich selbst genommen.
#15
6.6.12, 00:03
@varicen-Leute wie Sie gehören in keine Psychotherapeutische Praxis.
Sie urteilen in ganz mieser Art und Weise über das Leben der Menschen welche eh schon am Boden liegen.
In solchen Berufen erwarte ich Menschlichkeit und Verständnis!
Habe es leider zu oft miterlebt wie es auf dieser Schiene lief-abwertend,als sei man der Abschaum schlechthin.
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#16
6.6.12, 01:09
@varicen: Da muss ich dir widersprechen! Ich bin berufstätig und stehe morgens um viertel vor sechs auf! Das ist allerdings so rechtzeitig, dass ich nicht Hals über Kopf losrennen muss. Über jeden Traum (soweit ich mich überhaupt daran erinnere) mache ich mir zwar keine Gedanken, aber über öfter wiederkehrende Träume schon. Das deutet ja meistens auf irgendein ungelöstes Problem hin, dessen man sich manchmal gar nicht direkt bewusst ist. Aber auch noch alles aufzuschreiben wäre mir dann doch entschieden zu aufwändig!
#17
6.6.12, 02:42
Ich hab nen Traumdeutungsbuch neben dem Bett.

Hey, so ist uebrigens Twilight Saga entstanden, indem sie die Traeume aufschreiben wollte, und Geschichten fuer ihre Kinde damit gemacht hat.
Spaeter wurde es dann die Vampirsaga, hat sich doch gelohnt!
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#18 kreativesMaidle
6.6.12, 07:40
@varicen:
Hast du schon mal aufgepasst wieviel Zeit du täglich bei Frag Mutti verbringst ??????
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#19
6.6.12, 08:01
@varicen: Tüchtig, tüchtig, Du tust mir trotzdem nicht leid....

Weisheit der Indianer:

"Beurteile Deinen Mitmenschen nicht, wenn Du nicht mindestens 24 Stunden in SEINEN Mokassins gelaufen bist."

Innehalten ist sehr hilfreich.
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#20
6.6.12, 08:14
Grüß Gott mimibee,

Respekt und Gratulation für Deinen Mut und Deine Entscheidung.

Jeder hat die gleiche Zeit, täglich !!! 24 Stunden !!!, wie ER/SIE sie verbringt ist seine eigene Entscheidung. Die einen hetzen durchs Leben, die anderen laufen immer etwas hinterher, andere besinnen sich auf sich selbst.

Wünsche Dir weiterhin alles Gute....
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#21
6.6.12, 08:52
Hallo Monster, stimme Dir zu.

"Träume sind der Schlüssel zum Unterbewusstsein".

Zusatz: Das Unterbewusstsein wirkt auch unwissentlich immer !
Verhältnis: Unterbewusst- und Bewusst-SEIN ca. 92/8 %. !
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#22
6.6.12, 09:31
@mimibee: Habe ich in irgendeiner Weise über jemanden geurteilt? Fakten zu berichten ist kein Urteil.
Das zeitgleiche Führen von Traum- sowie Realtagebüchern konnte manchem Patienten sehr gut helfen. Nur muß die Zeit dafür vorhanden sein. Menschen am Boden muß man die Hand reichen, damit sie aufstehen können, aufstehen müssen sie allerdings selber.
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#23
6.6.12, 12:15
Zeit ist immer genug da, wer anderen wirklich helfen will, hat Zeit für sie.
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#24
6.6.12, 12:51
Es nennt sich zwar Traumtagebuch, aber man weiß ja manchmal gar nicht mehr seinen Traum. Deshalb wird natürlich nur dann aufgeschrieben, wenn man ihn noch weiß.
@ pfote: mit Bearbeitung der Träume meine ich, dass Du Dir auf der einen Seite erst einmal Stichpunkte machst und sie später richtig zu Sätzen aufschreibst....für solche Leute, die morgens nicht die Zeit und Lust haben, Texte zu verfassen......
@ Donna: Ich hatte vor längerer Zeit ein schlimmes Erlebnis (da habe ich allerdings noch nicht Buch geführt). Ich hätte heute gern mal gewusst, wie oft ich den selben, furchtbaren Traum gehabt habe.......
...und ich kann nicht behaupten, dass ich immer von Personen träume, die ich kenne. Oft sind es auch fremde Personen.
@ Qhaosdaisy: Du schreibst selbst: man kann.....also dieses ist ja nur ein Tipp für etwas, was Du aufschreiben kannst, Du bist ja nicht gezwungen....und ja, es gibt leider sehr viele Arbeitslose und die haben halt Zeit.....ich arbeite, um das mal zu erwähnen ;)
@ kreativesMaidle: :)
@ weniger: Ich hatte schon viele, echt lustige und komische Träume (leider weiß ich da nichts mehr von). Deshalb ärgere ich mich ein wenig, dass ich das Traumtagebuch noch nicht eher geschrieben habe.
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#25 jojoxy
6.6.12, 15:32
wenn ich was ganz besonders witziges oder schönes geträumt hab, kommt das in mein normales tagebuch. schlimmen träumen mag ich nicht nachgehen, da bin ich froh, wenn ich aufwache und schwamm drüber.

Auch ickis tipp, negatives erlebnisse im wachzustand nicht so detailliert ins tagebuch zu schreiben, finde ich gut. ich mach das auch nicht. ich lese nämlich bevorzugt im tagebuch, wenn ich niedergeschlagen bin und da will ich nur schöne dinge lesen, das baut mich wieder auf.

die vielen abfälligen bemerkungen, was die zeit angeht, die man mit aufschreiben verbringt, sind schlicht blöde. wenn wir ja alle so irrsinnig beschäftigt wären, wären wir dann hier???
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#26
6.6.12, 19:22
Wahrscheinlich bin ich eine hoffnungslose Realistin ;o}
Selbst als Mädchen besaß ich kein Tagebuch und jetzt in der Mitte meines Lebens würde ich meine Träume auch nicht gerne aufschreiben.
Das eine ist ein Traum (wichtig um das Gehirn aufzuräumen) und der Rest ist mein Leben (wichtig um das Gehirn sinnvoll zu füllen).

Jedoch finde ich es für Menschen, die vorhaben sich selber zu analysieren (denn jeder kennt sich am besten) sinnvoll.

Kurz gesagt: nette Idee...ist mal was anderes hier bei FM ;o}}}}
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#27
6.6.12, 20:29
Ich habe zwar noch nie ein Traumtagebuch geschrieben, aber dennoch Tagebücher als ich ein Teenie war. Ohne das ich es wußte hob meine Mutter sie auf als ich von zuhause auszog. Oh was hatte ich für Spaß sie viele Jahre später zu lesen.

Das waren noch Zeiten wo man sich kaum vor Optimismus, Guthoffen, Naivität und unendlichen Träumereien kaum retten konnte!

Vor einem guten Monat fing ich an ein Trennung/Scheidungstagebuch zu schreiben. So wie es wohl gut tut Träume festzuhalten, tut es nun auch gut die Gedanken, Empfindungen und Geschehnisse dieses Lebensabschnittes aufzuschreiben. Mit etwas Glück wird mir dieses Tagebuch in meiner Zukunft helfen die selben Beziehungsfehler ein zweites Mal zu machen da die Zeit bekanntlich viele Wunden heilt und vieles Negatives vergessen läßt.

Anbei bemerkt packe ich in mein Tagebuch auch die Momente mit hinein wo Freunde mir Gutes getan haben, wo es trotz aller Traurigkeit auch etwas zu Lachen gab. Die Rückschläge werden genauso notiert wie die kleinen Triumphe, die Eroberung des Single Daseins, genauso wie die oft mehr als lächerlichen Streitereien.

Ich denke wer eines Tages dieses Tagebuch lesen wird, braucht keine Angst zu haben das es langweilig werden könnte denn tempramentvolles Mittelmeerkind trifft dabei auf ansonst kühlen Briten mit Tendenz zu kompletten Ausrastern.

Vielleicht flutschen auch ein paar Schilderungen meiner Träume und Alp-
träume mit hinein denn wer weiß ... vielleicht wird ja das Eine oder Andere tatsächlich war mit dem vergehen der Jahre?
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#28
6.6.12, 22:07
Das mache ich auch schon länger und zum Reflektieren der Sachen, die einen schon länger beschäftigen, funktioniert das richtig gut.

Vor allem muss man nicht ins Grübeln verfallen, weil man etwas "handfestes" macht mit dem Schreiben.
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#29
6.6.12, 23:48
Danke für deinen Tipp !

Mache es ebenso mit Datum und Uhrzeit wenn ich wach werde und wenn es Mitten in der Nacht ist. Stichworte und dann weiterschlafen:-) Oft genug war es wichtig.
@Katze71 stimmt, dadurch grübelt man nicht weiter, man hat es ja schriftlich und kann nachlesen:-)
#30
7.6.12, 07:30
Hallo freespirit, Träume erfüllen sich,wenn auch nicht immer sofort und wenn nicht, dann ist es auch gut. Bleib dran .... LG
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#31
7.6.12, 10:50
@freespirit (# 27)
„Mit etwas Glück wird mir dieses Tagebuch in meiner Zukunft helfen die selben Beziehungsfehler ein zweites Mal zu machen da die Zeit bekanntlich viele Wunden heilt und vieles Negatives vergessen läßt.“


Meinst Du’s wirklich so wie’s geschrieben ist?
Müßte es nicht heißen:
… in meiner Zukunft helfen, dieselben Beziehungsfehler kein ein zweites Mal zu machen …
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#32
7.6.12, 10:54
Hallo Mandy,
ich mag solche Tipps.
Um sich an seine Träume besser zu erinnern gib es folgenden Trick:
Mit Auto-Sugestion trainiert man sein Unterbewusstsein darauf sich an seine Träume zu erinern. Am besten funktiniert es direkt nach dem Traum mit dem erinnern. Dafür muss man eine Satz wie - Ich werde mich an meinen Traum erinnern- mehrmals am Tag ca. 20 Mal wiederholen. Irgendwann prägt ersich in das Unterbewusstsein ein, und man erinnert sich automatisch.
Viel Spaß beim Träumen Carlo
#33
7.6.12, 11:26
Versucht es doch einmal mit dem luziden Träumen!
Bei Google bekommt Ihr jede Menge Informationen über diese Art seine Träume zu steuern.

Anstatt gebetsmühlenartig zu versuchen sich an seine Träume zu erinnern, ist es wirklich sinnvoll diese Träume zu "lenken".

Selbst gestaltete oder auch gelenkte Träume vergisst man NICHT und man kann mit dem luziden Träumen willentlich ALLES tun, ohne das es negative Konsequenzen hat :o}

Als Realistin komme ich besser damit klar meine Träume zu lenken, als mich durch Träume verunsichern zu lassen.
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#34
7.6.12, 11:49
ich träume oft so skurilles Zeug ... da bin ich heilfroh, wenn ich das nach dem Aufwachen bald vergessen habe

aber wer sich an schöne Träume erinnern mag, soll sie doch aufschreiben *why not*
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#35
7.6.12, 18:40
Unter gewissen Umständen halte ich es für sehr effektiv und sinnvoll, ein Traumtagebuch zu führen.

Wenn jemand sich z.B. nur selten oder nie an seine Träume erinnert, dies aber gern ändern würde, dann kann man dadurch, daß man sich einen Schreibblock oder ein kleines Büchlein, Heft o.ä. und einen Stift bereitlegt, dem Unbewußten signalisieren: Hallo, ich interessiere mich für das, was Du mir sagen willst. Eine Nacht reicht in den meisten Fällen nicht aus, aber wenn man beharrlich damit fortfährt und dann anfangs jeden noch so kleinen Traumfetzen, an den man sich irgendwann erinnert, gewissenhaft notiert, und sei es erstmal nur in Stichworten, kann man auf lange Sicht tatsächlich bewirken, daß man sich regelmäßiger an Träume erinnert.
Hat sich das eingespielt, genügt es, sich diejenigen Träume zu notieren, die einem wichtig oder aus anderen Gründen erinnernswert erscheinen.

Ich mache das seit über 30 Jahren so, insbesondere, weil ich durch ein Kindheitstrauma 23 Jahre lang jede Nacht mehrfach von Alpträumen geqält wurde. Das Erinnern und die Auseinandersetzung damit, verbunden mit einem Umzug in einen anderen Wohnort, haben das, als ich 25 Jahre alt war, letztendlich beendet.
Dennoch wird man ein Trauma nicht einfach los, wenn die Alpträume verschwinden, etliche Jahre später entschloß ich mich dann noch zu einer Psychotherapie bei einer sehr erfahrenen Therapeutin, die u.a. ebenfalls mit mir meine Träume bearbeitete.

Ich habe dadurch gelernt, daß nicht alles, was wir träumen, nur die mehr oder weniger chaotische Verarbeitung des Geschehens des vergangenen Tages ist. Es ist andererseits auch nicht alles eine wichtige und hilfreiche Botschaft unseres Unbewußten, aber das kommt durchaus manchmal vor. Ich habe vieles, das in der frühen Vergangenheit verwurzelt war und mir Jahre später immer noch Probleme psychischer und physischer Art bereitete, dadurch aufarbeiten können.

Aber ich habe auch durch meine Träume auch immer wieder hilfreiche Hinweise für mein aktuelles Leben erhalten.

Beispiel1: Immer, wenn ich in einer Beziehung nicht mehr so recht glücklich, aber noch längst nicht so weit war, an eine Beendigung zu denken, wußte der unbewußte Teil in mir dennoch schon ganz genau, ob es Sinn hatte, die Beziehung weiterzuführen oder nicht. Falls nicht, träumte ich jedesmal, daß ich entweder mit meinem jeweiligen Partner zusammen in einen Zug steigen und irgendwohin fahren wollte, er aer stieg ein und der Zug fuhr los, bevor ich ihm folgen konnte. Oder wir stiegen beide ein, ich ging vor ihm in einen Waggon weiter vorne, doch bevor er folgen konnte, wurde der Waggon, in dem er sich noch befand, abgekoppelt.
Beim ersten Mal schenkte ich dem noch keine Beachtung und versuchte noch sehr lange (wozu ich einfach neige), die Beziehung doch zu retten. Bei den nächsten Malen begriff ich dann schneller, und tat mir das dann nicht mehr so lange an wie bis dahin.

Beispiel2: immer, wenn eine Störung der Privatsphäre in einer meinen beiden Mietwohnungen der letzten Jahre drohte (z.B. wegen irgendwelcher Sanierungsmaßnahmen meines Vermieters, oder weil bei Vermieterwechsel der neue Vermieter alle Wohnungen einmal genau ansehen wollte), träumte ich von irgendwelchen Eindringlingen in meine Wohnung, und das jeweils ca. zwei Tage bis eine Woche, bevor ich das entsprechende Schreiben mit der Ankündigung erhielt. Auch da weiß man den Traum beim ersten Mal noch nicht einzuordnen, aber wenn sich sowas in ähnlicher Weise wiederholt, dann versteht man irgendwann und kann sich schon länger darauf einrichten. Ich hatte immerhin vier Erlebnisse dieser Art bisher.

Heute habe ich kein Papier und keinen Stift mehr neben dem Bett liegen, und auch keinen alten Kassettenrekorder, wie ich das früher tat, weil das Sprechen von Stichworten aufs Band meinen Weiterschlaf nicht so störte wie das Aufschreiben. Und heute erinnere ich mich auch nicht mehr an jeden noch so unwichtigen Traum. Kommt aber ein wichtiger, der mir eine Hilfe bietet, dann erinnere ich ihn auch, ganz gleich, ob ich mitten in der Nacht davon aufwache, oder ob ich ihn sowieso erst kurz vor dem Weckerklingeln träume. Und dann schreibe ich ihn auch immer baldmöglichst auf, denn nicht immer versteht man die Bedeutung des Traums sofort. Manchmal benötigt man eine Weile zum Verständnis, vielleicht auch mal die guten Ideen einer Freundin.

Inzwischen machen es mir etliche Menschen nach, und das mit demselben Erfolg, meine Tochter, eine frühere Kollegin, meine Schwester, meine Freundin, sogar mein absolut nüchterner Exmann.
-2
#36
7.6.12, 20:14
@kreativesMaidle: #18 - wenig Zeit. Ich habe 15 Min. Frühstückspause und 30 Min Mittagspause, während der Kaffee durchläuft oder das Essen in der Microwelle ist schau ich mal hier rein.
Abends manchmal während die Waschmaschine läuft oder der Trockner und ich Wartezeit habe.
Z.Zt. schaut mein Mann Tagesschau - diese Katastrophenmeldungen tue ich mir nicht mehr an.
#37
7.6.12, 21:08
@Teddy: Entschuldigung Teddy, Du hast recht. Habe mich vertippt.
#38
7.6.12, 21:17
@Lichtfeder: Hallöchen Lichtfeder ... es ist egal ob Träume war werden oder nicht denn auf alle Fälle machen sie die Nächte erheblich bunter und dies auch so manches Mal bei hellem Tageslicht.

Oft setzen sie neue Ziele ohne das man sich der Sache wirklich bewußt ist, andere Male bleiben sie Wunschdenken. Dabei denke ich das Menschen die keine Träume mehr haben im Grunde schon innerlich tod sind, denn meist sind es doch gerade diese und die Wunschgedanken die uns dazu treiben Neues auszuprobieren und für etwas zu kämpfen.

Dir alles Liebe.
#39
7.6.12, 21:23
@Deltoidea: Nur eine kleine Frage an Dich. Wenn Du Deine Träume lenken und quasi vorprogrammieren kannst, wo bleiben dann der Überraschungs-
effekt, die unbewußte Entdeckungen?

Vielleicht weil ich selber diese Art und Weise zu träumen nicht kenne kommt mir das irgendwie genauso steril und sachlich wie eine Arzt Praxis vor.
1
#40
7.6.12, 22:30
Hallo freespirit: genau so ist es ....

Einstein "Fantasie ist wichtiger als Wissen"

In diesem Sinne viel Erfolg.

Dann gehe ich jetzt mal schlafen und träume etwas Schönes. Gute Nacht.
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#41
8.6.12, 14:35
Traumtagebuch gut und schön.

Aaaber:

Im Traum arbeitet unser Unterbewusstsein und es werden Erlebnisse des Tages oder auch aus früheren Zeiten aufgearbeitet.

Unser Unterbewusstsein arbeitet mit Symbolen. D. H. man kann es nicht immer wörtlich nehmen, was man geträumt hat.

Wenn du z. B. vom Tod träumst, hat das nichts damit zu tun, dass du bald sterben wirst. Tod steht symbolisch auch dafür, dass etwas abgeschlossen wird und ein Neubeginn ansteht. usw.

Auch solche Traumdeutungsbücher sind in Laienhand wenig hilfreich....

Um die Technik des luciden Träumens zu erlernen, sollte man zum Fachmann/frau gehen = Psychologen oder Psychotherapeuten.
DAs lehre ich z. B. Angstpatienten, die sich durch eine spezielle Technik während des Traum fragen können, ob sie träumen oder wach sind.
Und man kann dadurch den Träumen eine gewisse Richtung geben.
In luciden Träumen bekommen meine Patienten einen Schutzengel oder einen großen Tiger, der nur auf sie hört oder sonst einen lieben Helfer zur Seite, der sie begleitet.
Dies sind jedoch Techniken aus der Psychotherapie und sollten nur von Fachleuten gelehrt werden.

Auch wer Alpträume hat, sollte sich in kompetente Hände begeben. Das ist nix für Laien.

Meine Patienten schreiben auch manche Träume auf und wir erarbeiten den Inhalt dann in meiner Praxis.

Wer keine Probleme hat (Alpträume, Ängste etc.) sollte eher Psychohygiene betreiben.
Da rekapituliert man am Abend, was so richtig gut gelaufen ist und versetzt sich nochmal genau in diese gute Situation und nimmt alle positiven Gefühle wahr. Dann wird dies im "Schatzkästlein der guten Erinnerungen" abgespeichert.

Was mittelprächtig lief, kann man ja nochmal durchgehen und überlegen, was man beim nächsten Mal in dieser Situation besser machen könnte. Und dann ist es abgehakt als Lebenserfahrung.

Und wenn mal etwas gewaltig schief lief, muss man sich auch in diese Situation versetzen und es aufarbeiten.
Am besten geht die mit fachkundiger Hilfe . Manchmal wende ich bei solchen Patienten auch die klinische Hypnose (Trancearbeit) an.

Ein Psychotherapeut weiß immer, was er/sie gerademacht und weiß auch um die Fallstricke .... Deshalb müssen wir eben auch lange lernen und ein Examen ablegen.
1
#42
8.6.12, 16:01
@wattebällchen: Ich gebe Dir insofern recht, als Traumarbeit ohne fachkundige Hilfe nicht ratsam ist. Allerdings bietet nicht jeder Psychotherapeut das an, und nicht jeder, der es tut, hat wirklich Erfahrung darin - da muß man manchmal schon ein Weilchen suchen.

Wie Du halte ich auch von den simnplen Traumdeutungsbüchern herzlich wenig - auch die Freud'schen Traumdeutungen sind heute lange überholt. Gute Erfahrungen habe ich mit den Büchern von Ann Faraday gemacht. Sie war nach Aussage meiner damaligen Therapeutin eine der ersten, die erkannt hatte, daß die meisten Traumsymbole ziemlich individuell entschlüsselt werden müssen. Ganz klar allgemeingültige gibt es eigentlich nicht. Immer muß erst der Bezug zum Träumer und seinem Leben hergestellt und einbezogen werden.
Und manchmal bedeutet der Traum von einem ausfallenden Zahn schlicht nur, daß man (was man im Grunde meist auch schon weiß) endlich mal wieder zum Zahnarzt gehen sollte.
#43
8.6.12, 16:22
Danke, dass du mir beipflichtest.

Leider habe ich immer wieder Patienten, die durch solche laienhafte Arbeit mit dem Unterbewusstsein oder nach einen "Selbsterfahrungswochenende" in eine Psychose reingerutscht sind ....

Für die psychotherapeutische Arbeit muss man Grundlagenwissen (Ausbildung) haben.

Ich kann nur warnen, solche Experimente zu machen ohne zu wissen, was man tut, wenn es mal brenzlich wird.
Solche Manipulationen können auch mal ins Auge gehen.
Das sind Techniken, die wir Therapeuten zusammen mit unsern Patienten machen. Dann können wir auch eingreifen, wenn Ängste etc. auftreten.

Nicht jede/r ist für diese Technik geeignet.
Jeder Patient braucht eine individuelle Behandlung.

Nun denn, auch nicht jeder Therapeut ist in diesen Techniken ausgebildet ....
Du hast Recht, dass man schon lange suchen muss.
#44
8.6.12, 18:50
@wattebällchen: Darin stimme ich Dir vollkommen zu, wie schon gesagt.

Allerdings muß ich auch sagen, daß meine Freundin und ich schon lange, bevor ich eine Therapie begann, einfach aus Interesse ein Traumtagebuch geführt haben. Mich interessierten in meinen jungen Jahren dabei hauptsächlich meine Alpträume (die ich dadurch immerhin schon in vier unterschiedliche Kategorien einteilen konnte, was später in der Therapie sehr hilfreich war), und ab meinem 25. Lebensjahr, als es auch harmlose Träume gab (sowas kannte ich als Kind und als Teenie gar nicht!), die lustigen und die, die sich mit meinen Beziehungen oder Verliebtheiten befaßten. Klar hat man da auch mal bißchen zu deuteln versucht, mit der Freundin zusammen gerätselt, was mir dieser oder jener Traum wohl über meinen Liebsten oder unsere Beziehung sagen will. Über manche Träume (es gab da ein paar in der Art von Krimikomödien) hat man sich einfach schiefgelacht.
Solche harmlosen Traumbeschäftigungen betreiben viele Menschen, und das schadet genausowenig wie ein Traumtagebuch zu führen. Es kommt immer darauf an was man damit macht und mit wem.
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#45
8.6.12, 23:59
@freespirit: Überraschungseffekte gibt es trotzdem, nur kann ich auf diese (vor allem wenn es negative Ü-effekte sind) Einfluss nehmen und wache nicht mehr Albtraumgeplagt auf.
Mit Albträumen hatte ich jahrelang Probleme und seid ich luzide Träume, geht es mir und bestimmt auch meinem Unterbewusstsein besser!
Du darfst Dir diese Träume nicht steril vorstellen, es ist spannend die Kontrolle zu behalten, wie aber auch die Kontrolle abzugeben.
Es ist ein Spiel und Spiele sind nicht steril.
Für mich ist es seid Jahren die tollste Entspannung und ich habe keine Angst mehr vor schlimmen Träumen.
Für Menschen, die hauptsächlich gute Dinge im Traum erleben ist diese Art zu träumen nicht so nötig.....war nur eine Anregung :0}
#46
9.6.12, 08:08
Nur eine Anregung für Interessierte, aus meiner langjährigen praktischen Erfahrung,

Ich habe noch nie Tagebuch geführt, mein Leben bewusst erlebt, auch Schmerz und Trauer, so kann ich mich auch erinnern, sobald ich die Augen schließe ...

Aber... verdrängte bzw. nicht verarbeitete Erlebnisse hat jedes Kind … Kinder waren wir alle.... Diese Konditionierungen sind uns nicht bewusst, wirken deshalb unbewusst. Ich habe vor 20 Jahren einige sehr heilsame Rückführungen gemacht und an verschiedenen Seminaren teilgenommen, auch praktiziert.

Für seelisch-geistige Klärungen empfehle ich "Familie-Aufstellungen von Hellinger".

Ist vollkommen schmerzfrei wirkt garantiert, hat nur positive und befreiende Überraschungs-Effekte.

PS: Auch Kinesiologen machen Rückführungen.
1
#47
9.6.12, 19:41
Hallo Lichtfeder,
habe Deinen Beitrag mit Interesse gelesen (die meisten anderen Meinungen auch), kann aber mit der Familienaufstellung rein gar nichts anfangen. Habe mich zwei Mal darauf eingelassen, gebracht hat es mir nichts. Vielleicht hat sich auch mein Inneres dagegen gesträubt???

Anders bei den Rückführungen, dabei habe ich gute (auch wenige miese) Erfahrungen machen können. Denke jedoch, das ist auch nur etwas für Leute, die an die Reinkarnation glauben. Leider viel zu wenige. Ich für mich kann heute sagen - "Ich glaube nicht, ich weiß!"

Allen liebe Grüße und ein schönen WE
#48
9.6.12, 20:28
Hallo Damila,

Ich für mich kann heute sagen - "Ich glaube nicht, ich weiß!"

dto.

angekommen! Wege gibt es viele .... Danke für Deinen Beitrag.
Alles Liebe
1
#49
9.6.12, 21:46
@Damila:

Nicht jede Rückführung ist eine Reinkarnation.
Psychologen machen Rückführungen nur bis zum Zeitpunkt der Befruchtung.

Wer sich auf dieses Gebiet begibt, muss in klinischer Hypnose ausgebildet sein. Dazu reicht kein Wochenendlehrgang ....

In der psychologischen Praxis nutzt man diese Technik, um verschütteten Erinnerungen auf die Spur zu kommen und dann aufzuarbeiten. Dabei geht man Jahr für Jahr zurück und reflektiert zusammen mit dem Klienten.

Es gibt Menschen, die Rückführungen in "ein früheres Leben" machen.
Da muss man sehr vorsichtig sein, denn in Hypnose sind die Menschen, vor allem, wenn sie sehr suggestibel sind, sehr empfänglich für Manipulationen.
Die Klienten können durch einen Therapeuten so beeinflusst werden durch spezielle Fragetechnik, dass es zu Phantasien kommt wie "Ich wurde vergewaltigt" oder "Ich war eine ägyptische Prinzessin" oder sonst was. Und die Leute fabulieren dann drauf los .....

Es ist in Kindergärten schon vorgekommen, wenn Kinder irgend ein "suspektes" Bild malten, was die Erzieher dann so interpretierten und dabei war gar nix dahinter. Da wurden schon Väter denunziert, dass die sich nicht mal mehr trauen, zuhause nackt rumzulaufen ....
Also Vorsicht mit solchen Dingen.

Es sei jedem Erwachsenen unbenommen, sich auf so etwas einzulassen. Ich wende dies in meiner Praxis nicht an.

Auch Hellinger ist umstritten.
Da muss man als Stellvertreter für eine fremde Person fungieren und der Betroffene "Patient" sagt nur, was geschah und positioniert die Stellvertreter, darf aber selbst nicht mit in den Kreis. Er muss von außen zusehen, wie die verschiedenen Stellvertreter agieren und was sie fühlen.
Das kann für sensible Personen sehr schmerzlich sein, denn man fühlt ja mit dem Stellvertreter mit.
Soweit , so gut.

Aber nach solch einem Familienstellen gehen die Leute nach Hause und haben keine Möglichkeit zum Aufarbeiten dessen, was sie gerade in der Session erlebt haben. Manche haut das ganz schön um und es können innere Konflikte von früher wieder aufbrechen.
Ich habe öfters Patienten, die dann zu mir in die Praxis kommen ....

Hellinger ist Psychotherapie und keine Spielerei.

Es ist erschreckend, was sich so in der "Szene" tummelt.
#50
9.6.12, 23:50
Hallo Wattebällchen,

ich gebe Dir vollkommen Recht, natürlich ist es nicht mit einem Wochenendseminar getan. Ich arbeite seit ca. 15 Jahre in diesem Metier und es gibt sicher viele Scharlatane.

Also Achtung!

Meine Rückführungen habe ich immer unter kompetente und vertrauenswürdige Führung gelegt, und so einige Erfahrungen gemacht. Einige gingen halt auch weiter zurück als nur bis zur Befruchtung.

Hellinger - wie schon angeführt, halte ich persönlich auch nichts von. Vor allen Dingen wenn die betroffenen Personen hinterher niemanden haben der sie auffangen kann. Gerade für Neulinge auf diesem Gebiet kann es sehr gefährlich werden.
2
#51
10.6.12, 08:20
Hallo wattebällchen: „Es ist auch erschreckend, was sich so in der „Ärzte Szene" tummelt.“

Es gibt überall Solche und Solche.

Ich bin ebenfalls über 20 Jahre in meinem Beruf tätig. In einem Hellinger-Seminar war ich 1 x um es kennenzulernen. Ich brauchte keine Aufstellung, brachte mir trotzdem neue Erkenntnisse und die Begegnung mit einem außergewöhnlichen Arzt (Visionär) der ebenfalls Teilnehmer war.

Ich erwähne es, weil es wirklich s o l c h e Ärzte gibt. Im Laufe meines Lebens bin ich einigen begegnet. Vielleicht habe ich auch „nur“ eine Antenne für geistreiche Menschen.

Jede Ausbildung braucht wohl länger als ein Seminar, auch reicht eine Rückführung selten, wie ist es in Deiner Praxis, reichen 1 x 15 Minuten für Deine Patienten und alles ist Bestens? Sie gehen auch nach Hause und müssen DAMIT fertig werden.

Nicht nur Hellinger ist umstritten, KNEIPP war es auch und viele andere. Es gab sogar Ärzte in der Vergangenheit die ihr Leben gaben für Erkenntnisse und wurden von der eigenen „Szene“ bekämpft.

Ich zitiere Dr. Ellis Huber:
„Wären Geistheiler eine Tablette wären sie längst anerkannt. Eine souveräne Ärzteschaft ist in der Lage sie ebenso in ihre Arbeit zu integrieren wie Physiotherapeuten oder Masseure.“

Gegen oder für wen kämpfst Du?
#52
10.6.12, 10:44
@Damila: Du wiederholst, was ich sagte. Danke.

@ # 51:

ich mache keine 15 Minuten settings. Ich kenne meine Patienten und gebe ihnen die Zeit , die sie brauchen.

Ich habe eine psychotherapeutische multimodale Schmerzpraxis und bin schulmedizinisch orientiert.

Ich kämpfe gegen niemand. Wie kommst du da drauf ?

Du würfelst in deinem posting munter alle möglichen therapeutischen Ansatzpunkte und -Techniken durcheinander.
#53
10.6.12, 18:42
Hallo Ihr Lieben,

bite nicht streiten...

es ist alles nur ein Meinungsaustausch, den Rest muss jeder für sich entscheiden.

Wünsche noch einen schönen Sonntag
2
#54
10.6.12, 20:31
@wattebällchen: Weder „berate“ noch „therapiere“ ich

halte aus Erfahrung und Erkenntnis auch nichts davon, trotzdem „warne“ ich nicht vor Ärzten oder Therapeuten. Alles hat seine Berechtigung. Du brauchst Deinen Berufs-Stand nicht zu verteidigen, niemand spricht Dir etwas ab, wo bleibt Deine Souveränität?

Was würfle ich durcheinander?

Ich gab lediglich zwei Hinweise von ….zig Möglichkeiten, was wem hilft muss jeder für sich herausfinden. Alles andere ist Beeinflussung..... ebenso wie T h e r a p i e und E r z i e h u n g Beeinflussung nach Vorstellungen des Therapeuten bzw. Pädagogen ist. Diese persönliche Beeinflussung entfällt bei "Hellinger".

Ich bin seelisch-geistig „orientiert“.

Meine Erfahrungen mit Rückführungen in frühere Leben waren frei von Projektion, die Kinesiologin wusste nichts von mir, hatte keinerlei Vorstellungen, o. therapeutischen Ansatzpunkt und Technik!

Eine einzige Rückführung hatte eine unbeschreibliche Wirkung.

Dafür hätte ich Jahre zu einem Therapeuten gehen müssen. (Lach)

Gelernt ist gelernt. Übrigens habe ich meinen Beruf auch erlernt, was denkst Du denn?
#55
10.6.12, 20:42
Liebe Damila, wir streiten nicht

... tauschen nur Erfahrungen aus. (Lach)
2
#56
10.6.12, 20:45
Boah....was für eine Erbsenzählerei !
Jeder von Euch hat seinen Beruf erlernt und seine praktischen Erfahrungen gemacht.
2 Therapeuten = 3 Meinungen *lach*
Bleibt lieb und im Geiste klar..ooohmmmm!
#57
10.6.12, 22:03
@Deltoidea: bis jetzt 56 Meinungen (lach)
#58
10.6.12, 22:52
@Lichtfeder: Hast recht ;o}
#59
10.6.12, 23:39
@Deltoidea:

Ich denke, du hast den Sinn nicht ganz verstanden, Sorry,
es geht hier nicht um Erbsenzählerei.

Sicher haben wir alle unseren Beruf erlernt, ist aber ein kleiner Unterschied ob ich eine Straße kehre, Blumen verkaufe oder mit den Schicksalen und Gefühlen der Menschen zu tun habe.

Nochmal Sorry, solle keine Kritik sein, nur eine Feststellung.

Und nun schlaft gut und träumt was Schönes
#60
11.6.12, 00:02
@Damila: sorge Dich nicht, ist alles o.k.

wünsche Dir auch schöne Träume, gute Nacht
#61
11.6.12, 10:12
@Damila: Ist einleuchtend!

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