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Self-Care mit Ina: Baldrian - süße Träume und Entspannung

Es gibt viele Baldrian-Fans. Schmetterlinge und Bienen lieben die stark duftenden, weißen und rosafarbenen Baldrianblüten.
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„Baldrian“ war das Kennwort im Rühmann-Film „Die Feuerzangenbowle“. Und „Baldrian“ lautet bis heute die Lösung bei vielen Stressgeplagten mit Schlafproblemen.

Baldrian: Wirkung und Anwendung - süße Träume und Entspannung

InaVerächtlich als „Unkraut“ oder „Katzenkraut“ bezeichnet, führte die Baldrian-Pflanze lange Zeit ein eher stiefmütterliches Dasein. Doch heute tritt es in unseren Gärten unbeirrbar seinen Siegeszug als Heilkraut und begehrte Bienenstaude an.

Als Gewürz, wie in Pakistan und Indien, findet das bittere Geißblattgewächs bei uns bislang noch selten den Weg auf Tisch und Teller. Dabei ist Baldrian mit Feldsalat verwandt und seine jungen Triebe schmecken im Salat ähnlich wie Gurke.

In der Naturheilkunde sehr begehrt sind dagegen die Wurzeln von Valeriana officinalis, so der botanische Name. Sie können bei Schlafstörungen stark ausgleichend und auf die Nerven sehr beruhigend wirken.

Wirkung und Einsatzgebiete

Baldrian-Tropfen, Baldrian Tabletten und -Kapseln gibt es in Apotheken oder Drogeriemärkten in vielen Ausführungen zu kaufen. Ich möchte dir dagegen Baldrian Tee aus getrockneter Wurzeln ans Herz legen. Denn du kannst die Pflanze ganz einfach entweder bei einem Spaziergang in der Nähe von Flüssen, Seen oder am Waldrand sammeln oder auf deinem Balkon und im Garten leicht selber ziehen. Aus ihren Bestandteilen bereitest du anschließend ein sehr vielseitig einsetzbares Getränk zu.

Baldrian zur Beruhigung ist dir sicher schon lange ein Begriff. Ob Schlafstörungen, nervöse Unruhe oder psychisch bedingte Kopfschmerzen – Baldrian-Tee kann dir Linderung verschaffen. Häufig greifen aber auch Migräne-Patient:innen oder Menschen mit Magenbeschwerden zum Beruhigungskraut.

Sonne und Feuchtigkeit - für Baldrianpflanzen ist das die beste Kombination. In der Natur findest du ihn deshalb häufig am Wasser.

Baldrian anpflanzen

Es gibt mehr als 200 Baldrian-Arten. Bei uns in Europa ist der „Echte Baldrian“ verbreitet, der sonnige oder halbschattige Standorte bevorzugt. Besonders gut gedeiht er auf feuchten Böden. Setzt du die Samen im Mai direkt im Freien und gießt sie regelmäßig, wachsen sie erstaunlich schnell und können bis zu 2 Meter hoch werden. Baldrian blüht von Ende Mai bis Juli.

Die Baldrianblätter erntest du zwischen Mai und Juni, erst zwischen Juni und Juli folgen die Blüten. Allerdings sind sowohl in den Blüten als auch in Blättern nur begrenzt die wertvollen und vielseitig einsetzbaren Inhaltsstoffe enthalten.

Baldrianwurzel ernten

Für die geballte Ladung wert- und wirkungsvoller Bestandteile benötigst du Baldrianwurzeln – und damit etwas Geduld. Denn die Wurzeln solltest du erst nach zwei Jahren ernten, da die Konzentration ihrer wertvollen Inhaltsstoffe erst dann hoch genug ist. Nach zwei Jahren kannst du sie zwischen Ende September und Oktober ausgraben, gründlich abwaschen und trocknen.

Dafür schneidest du sie in kleine Stücke und lässt sie entweder an der Luft trocknen oder dörrst sie 40 Minuten lang im Ofen bei maximal 40 Grad. Warte anschließend noch drei Monate ab, damit das Ganze reift. Wenn du möchtest, kannst du die getrockneten Wurzeln jetzt im Mörser weiter zerkleinern.

Ausgraben, abwaschen, trocknen - und dann zerkleinern. Die geballte Ladung Wirkstoff bekommst du mit der Baldrianwurzel.

Ausruhen und Tee brühen

Am Ende zahlt sich deine Geduld aus. Ob gemahlen oder in Stücken – deine Baldrianwurzel wartet auf ihren Einsatz. Gib einfach zwei gestrichene Teelöffel, bzw entsprechend viele Stückchen in einen Filterbeutel oder in ein Tee-Ei. Übergieße das Ganze mit kochendem Wasser und lasse es 15 Minuten lang ziehen. Vor dem Schlafengehen trinke den Baldrian-Tee anschließend heiß. Bei Unruhezuständen, Migräne und Stress kannst du bis zu drei Tassen über den Tag verteilt auch kalt genießen. Bei Magenbeschwerden empfiehlt sich lauwarmer Tee besonders.

Baldrian und seine Fans

Übrigens gibt es nicht nur bei uns Menschen viele Fans von Baldrian. Insekten, vor allem Schmetterlinge, Hummeln und Bienen, die es gerade in unseren Städten sehr schwer haben, lieben die stark duftenden, weißen und rosafarbenen Baldrianblüten. Für uns Menschen ist der Geruch dagegen eher gewöhnungsbedürftig – daher auch die Bezeichnung „Stinkwurz“.

Doch auf Katzen übt das „Katzenkraut“, dessen Geruch dem Sexualhormon von Katzen ähnelt, eine regelrecht magische Anziehungskraft aus. Allerdings solltest du aufpassen, dass deine Samtpfoten es nicht fressen: Die enthaltene Valeriasäure wirkt auf Katzen nicht beruhigend, sondern häufig wie eine berauschende Droge.

Auch wir Menschen sollten Baldrian nicht hoch dosiert und regelmäßig länger als vier Wochen zu uns nehmen. Die Pflanze gilt als Arzneimittel. Eine Überdosis kann Übelkeit, Erbrechen und vor allem starke Müdigkeit auslösen.

Ein Moment, nur für dich

„Böses muss Böses vertreiben“ – das haben wir in Sachen Arznei von unseren Großmüttern häufig gehört. Die Pharmaindustrie macht inzwischen zwar vieles möglich. Doch nicht nur die chemisch hergestellten Inhaltsstoffe, sondern auch der künstlich erzeugte, oft klebrig süßliche Geschmack sind nicht jedermanns Sache. Gönne deshalb nicht nur deiner Hausapotheke, sondern auch deinen Geschmacksknospen doch mal ein „Zurück zur Natur“. Bitterstoffe gehören zum gewaltigen Geschmacksspektrum, das diese uns zur Verfügung stellt. Und „bitter“ ist nicht gleich „böse“. Es ist nur natürlich.

Deine

Ina

Es sind die kleinen, lichten Inseln, die uns den Alltag versüßen. Zum Glück hat Ina bei Frag Mutti jede Menge Rezepte für kleine Wohlfühl-Momente, die sie jeden zweiten Donnerstag bei „Self Care mit Ina“ mit uns teilt.

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