Diese Unterlage eignet sich von der Größe für Kaffeebecher und kleine Töpfe. Wichtig ist, gedrehtes und kein gewebtes Tau zu verwenden.
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Untersetzer aus einem Tau selber machen

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Wer schon einmal Kratzer von Metalluntersetzern auf seinem Tisch hatte, weiß diese Glas- bzw. Topfuntersetzer aus Baumwollseil zu schätzen. Sie hinterlassen keine Spuren auf dem Tisch, sind sehr weich, lassen sich waschen und sind leicht selbst zu machen. Ich haben sie in zwei Varianten gemacht: Eine mit genähtem dickem Seil und eine zweite gestrickte Version.

Beide Arten können auch von Teenagern leicht selbst gemacht werden. Bei der ersten Version wird für einen Untersetzer mit den Maßen 13x13 cm ein Baumwollseil mit einem Durchmesser von 8 mm und einer Länge von mindestens zwei Metern benötigt. Diese Unterlage eignet sich von der Größe für Kaffeebecher und kleine Töpfe. Wichtig ist, gedrehtes und kein gewebtes Tau zu verwenden. Gewebtes Tau lässt sich nicht so reibungslos an der Seite umlegen. Das Endergebnis ist dann am Rand meist etwas schief.

Genähtes Tau mit Bommeln

Zuerst wird ein Tauende mit Stickgarn fest umwickelt. Das dient nicht nur der Optik, sondern sorgt dafür, dass das Seilende nicht weiter aufgehen kann. Das Seil wird wie eine Heizschlange aneinandergelegt und mit Nadel und Faden vernäht. Das Ende wieder mit Stickgarn umwickeln und die Enden ca. 1,5 cm überstehen lassen. Den Rest mit der Schere abschneiden. Wer keine Lust hat zu nähen, kann das Tau auch mit Heißkleber zusammenkleben. Dabei kann es aber passieren, dass man den Kleber auf der Unterseite sieht. Dann sieht der Untersetzer von einer Seite manchmal etwas unschön aus.

Gestricktes Tau mit Öse zum Aufhängen

Die gestrickte Variante wird mit einem 5 mm dicken Baumwollseil und der Größe 9 auf rechts gestrickt. Für kleine Untersetzer (13x13 cm) werden acht Maschen aufgenommen, eine Reihe rechte Maschen gestrickt und zurück eine Reihe linke Maschen gestrickt. So wird fortgefahren, bis eine Höhe von 12 cm erreicht ist. Dann die Maschen abketten. Einen 10 cm langen und 1,5 cm breiten Lederstreifen zurechtschneiden, an einer Ecke durch die Randmaschen des Untersetzers ziehen und mit Lochnieten zusammennieten.

Der größere Untersetzer hat die Maße 19,5x19,5 cm. Für dieses Format werden 14 Maschen aufgenommen. Und wie oben beschrieben glatt rechts bis zu einer Höhe von ca. 18 cm nach oben gestrickt. Dann die Maschen abketten und einen Lederstreifen mit einer Breite von 2 cm und einer Länge von 16 cm zurechtschneiden. Die Enden passend übereinanderlegen, mit der Nietzange lochen und wieder mit einer Öse und Scheibe zusammennieten. Alternativ können statt Leder auch Stoffstreifen zusammengenietet werden oder nur schmale Stoffstreifen ohne Nieten zum Aufhängen durch die Randmaschen gezogen und vernäht werden.

Das wird gebraucht:

Für zusammengenähte Untersetzer

  • Gedrehtes Tau aus Baumwolle (8 mm, creme)
  • Stickgarn
  • Nähnadel und -garn
  • Schere

Für gestrickte Untersetzer

  • Gedrehtes Tau aus Baumwolle (ø 5 mm, creme)
  • Stricknadeln (Nr. 9)
  • Leder- oder Stoffreste
  • Ösen mit Scheiben bzw. Lochnieten (Für große Untersetzer: Innendurchmesser 8 mm, für kleine Untersetzer, Öse mit einem Innendurchmesser 5 mm)
  • Schere
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7 Kommentare


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#1
21.2.19, 16:18
Ich finde es schön, wenn in der heutigen Zeit noch etwas selbstgemachtes benutzt wird, auch wenn es Billigprodukte gibt, die den gleichen Zweck erfüllen.
Ich benutze auch noch meine gehäkelten Topflappen , leider nicht von mir gemacht, ich hab da zwei linke Hände. Die Untersetzer gefallen mir auch, blos für Töpfe wären sie mir zu schade.
#2 viertelvorsieben
21.2.19, 16:28
Sehen gut aus. Aber es kommt darauf an, für was man sie braucht. Gläser würde ich nicht draufsetzen, Töpfe schon. :)
#3
21.2.19, 20:42
Für Gläser und Tassen zu "wackelig", aber trotzdem nett gearbeitet und bestimmt für irgendwas gut 👍
#4
21.2.19, 20:44
@Upsi: 
Ich benutze auch noch die gehäkelten Topflappen meiner Mutter und auch die "Erdbeeren", die ich von einer Nachbarin zum Geburtstag bekam.
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#5
21.2.19, 21:29
Selbstgemachtes finde ich immer gut. Ich stricke und häkele meine Topflappen selbst. Es sind Topflappen in Gebrauch, die ich vor 3 Jahrzehnten gehäkelt habe, aber auch welche, die kaum älter als 3 Monate sind. Und meine Mutter benutzt immer noch die Topflappen, die ich ihr als Kind gehäkelt habe.
Optisch gefallen mir die Untersetzer, aber ob sie praktisch sind? Bei mir müssen Topflappen als Untersetzer herhalten können und umgekehrt. Da brauche ich flexible und Schmutz unempfindliche Materialien, denn wo Essen oder Getränke drin sind, da kleckert es gerne mal. 
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#6
22.2.19, 12:46
Das sind sicherlich Untersetzer für Töpfe, denn für Gläser oder Tassen sind sie nicht geeignet.
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#7
23.2.19, 13:56
Ich denke auch, daß Töpfe darauf gut und sicher stehen können. Aber ob so ein Untersetzer dann lange so schön weiß bleibt? (Oder cremefarben?)
Trotzdem eine schöne Idee, und man kann ja auch ein dunkleres Tau nehmen.
Ich habe auch noch viele alte gehäkelte Baumwolltopflappen. Nur mag ich die leider nicht anfassen, dabei läuft es mir immer kalt über den Rücken.
Ich benutze lieber welche aus Frottee.

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