„Was bringen denn die Heiligen drei Könige?“

„Was bringen denn die Heiligen drei Könige?“

Bei uns seid jeden zweiten Mittwoch endlich einmal Ihr Kids an der Reihe! Unsere Lotte weiß nämlich ganz genau, dass es auf der Welt ziemlich viele unlogische und rätselhafte Dinge gibt. Deshalb hilft sie euch gerne bei der Suche nach Antworten.

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Heute fragt Martha, 11 Jahre, aus Ludwigsburg

„Was bringen denn die Heiligen drei Könige?“
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Lotte weiß, dass die Welt der Erwachsenen manchmal seltsam ist.Liebe Martha,

endlich gibt es mal eine Frage nach den drei Weisen aus dem Morgenland! Sie brachten schließlich dem neugeborenen Jesuskind zur Geburt richtig tolle Geschenke in den Stall. Und genau deshalb machen wir uns an Weihnachten bis heute Gedanken um Geschenke. Auch, wenn es uns dabei meistens um so Zeug wie Smartphones, Lichterketten und Rennbahnen geht. Die Heiligen drei Könige brachten damals natürlich etwas ganz anderes: Gold, Weihrauch und Myrrhe – und noch einiges mehr, was man nicht kaufen kann. Was das alles gebracht hat – und vielleicht heute noch bringt –, das schauen wir uns jetzt an.

Legen wir erstmal mit den Namen der drei los. Die meisten, vor allem in Süddeutschland, kennen die Aufschrift „C+M+B“ über der Haustür. Kommen um den 6. Januar die Sternsinger:innen, schreiben die das mit Kreide über die Haustür. Viele von uns meinen dann, dass die Buchstaben für die Namen Caspar, Melchior und Balthasar stehen sollen. So nennen wir die drei nämlich, auch wenn die Namen erst viele Jahrhunderte nach der Geburt von Jesus aufgetaucht sind. Allerdings stehen die Buchstaben für den lateinischen Satz „Christus mansionem benedicat“. Das heißt „Christus segne dieses Haus“.

In der Krippe dürfen Caspar, Melchior und Balthasar nicht fehlen. Schließlich haben sie die für Weihnachten wirklich wichtigen Geschenke mitgebracht: Selbstbeherrschung, Reinigung, Heilung. Kaufen konnte man das schon damals nicht.

Jetzt sind wir schon etwas schlauer. Aber was sagt ihr dazu, dass die drei Besucher von Jesus wahrscheinlich nicht mal Könige waren? In der Bibel steht nur „Weise“ – und ob es wirklich drei waren, weiß auch niemand. Auf jeden Fall brachten sie damals als Geschenk Gold mit, das für Reichtum steht. Gut. Gold kann man immer brauchen. Josef und Maria, die zu der Zeit ja in einem Stall schlafen mussten, haben sich sicher auch mächtig darüber gefreut. Heute heißt es, dass Melchior das Gold im Gepäck hatte. Das ist der König, der für den Kontinent Asien steht. Denn die Weisen kamen aus allen damals bekannten Teilen der Erde.

Als Nächstes bekam Jesus Weihrauch geschenkt und zwar von Balthasar, dem König mit der dunklen Hautfarbe. Er stand für den Kontinent Afrika. Und auch Weihrauch konnte man schon damals gut gebrauchen. Bis heute nutzt man ihn zum Gebet und zur geistigen Reinigung. Und dann gab es auch noch Caspar, den europäischen König, der Myrrhe im Gepäck hatte.

Myrrhe kennt heute kaum noch jemand. Das ist, wie übrigens auch Weihrauch, ein Baumharz. Es kommt aus Afrika und Arabien und soll eine besondere Heilwirkung haben. Übrigens war es damals wahnsinnig wertvoll. Und gleichzeitig steht es für Reinheit und Selbstbeherrschung. Das heißt, dass man sich richtig gut im Griff hat. Vor allem dann, wenn es mal schwierig wird. Bei Jesus hat das ja auch geklappt. 

Wie schön, dass das Jesuskind im Stall so liebevoll beschenkt wurde. Schön wäre es, wenn unsere Geschenke heute auch etwas mehr Sinn machen würden als ein Smartphone.

Insgesamt brachten die drei Weisen also schon einiges: nicht nur Reichtum, sondern auch so tolle Eigenschaften wie Selbstbeherrschung. Das sind schon tolle Geschenke, oder? Ein Smartphone fällt runter und ist kaputt. Wenn du aber mit deiner besten Freundin streitest, hilft dir Selbstbeherrschung, dich wieder mit ihr zu versöhnen. Dann kann eure Freundschaft weitergehen. Also muss ein Geschenk nicht immer viel kosten, damit es viel wert ist. Und das passt auch heute noch sehr gut zu Weihnachten. 

Fröhliche Weihnachten und bis zum nächsten Mal

Deine Lotte

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