Weihnachtsbaum-Alternative
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Weihnachtsbaum-Alternative

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Noch eine Weihnachtsbaum-Alternative: Die Idee stammt nicht von mir, ich habe das folgend geschilderte Weihnachtsbaumexemplar vor ca. 30 Jahren mal auf einem Adventbasar gesehen und für meine Eltern nach eigenem Entwurf nachgebaut (meine Mutter war schwer an Parkinson erkrankt, lief sehr unsicher, deswegen war ein echter Weihnachtsbaum nicht zu stellen).

Es stand sicher auf einer Anrichte und verbreitete ein angenehmes Licht. 

So wird es gemacht:

Die Maße kann man sich nach Bedarf zusammenstellen.

  1. Zunächst zeichnet man sich auf einen großen Papierbogen, z.B. eine alte Tapetenbahn, in der gewünschten Größe eine Tannenbaumschablone. Entsprechend dieser Vorlage kauft man sich im Baumarkt eine Sperrholzplatte, ca. 3 mm dick. Man benötigt weiterhin eine Feinsäge oder eine Stichsäge mit feinem Sägeblatt, mit der man um Rundungen sägen kann, grüne Farbe oder Holzlasur und Pinsel, feines Schleifpapier für Holz, eine Lichterkette mit austauschbaren Lämpchen (kein LED, bzw., wenn LED-Lichterkette, dann mit kugelförmigen oder sternförmigen Lämpchen), ca. 1/2 cm breites, rotes Textil-Schleifenband, Gartenbindedraht. Und einen feinen Bohrer, ein Handbohrer reicht, vielleicht stellt Bernhard aber auch seinen Akkuschrauber mit dünnem Bohrer zur Verfügung ;-)  !
  2. Auf das Holz kopiert man mit einem Bleistift die Tannenbaum-Silhouette und sägt sie mit der Feinsäge aus. In mehr oder weniger regelmäßiger Anordnung werden dann Kreise in den Holzbaum gesägt, Anzahl nach Belieben und in Abhängigkeit von der Größe des "Baumes". Der Durchmesser der Kreise sollte nicht unter 5 cm messen, sonst bekommt man Schwierigkeiten beim Sägen. Die Anzahl der kreisförmigen Löcher sollte der Anzahl der Lämpchen der Lichterkette entsprechen. In die untere Kante des Baumes wird mittig ein etwa mindestens 3 cm hoher und 1/2cm breiter Schlitz gesägt, aus einem Rest Sperrholz ein Brettchen von mindestens 7-10 cm Länge und 4-5 cm Höhe, in das mittig ebenfalls ein entsprechender Schlitz gesägt wird. 
  3. Alle Sägekanten rundet man mit dem Schleifpapier leicht ab. Danach geht es ans Streichen, mit grüner Acrylfarbe wird der Baum einheitlich grün, nimmt man Lasur, kommt die Holzmaserung noch durch. Ich fand Letzteres attraktiver. Ich habe zweimal gestrichen. Und von beiden Seiten streichen, sonst verbiegt sich das Holz!
  4. Mittig unterhalb der gesägten Kreise bohrt man je zwei Löcher, etwa im Abstand von 1-2 cm zueinander. Auf der Rückseite des "Baumes" ordnet man die Lichterkette so an, dass in jedem kreisförmigen Ausschnitt ein Lämpchen zu sehen ist. Mit dem Bindedraht, den man durch die Bohrlöcher zieht, wird jede Lampe fixiert. Am Bindedraht befestigt man jeweils eine Schleife aus rotem Schleifenband.
  5. Das Brettchen wird jetzt mit dem Schlitz in den Schlitz des "Baumes" gesteckt, beides steht jetzt rechtwinklig zueinander und ist stabil, kann aber ganz flach wieder verstaut werden. Wem es nicht so aufs Platzsparen ankommen muss, der kann das Sockelbrett auch durch fest angeschraubte Holzklötzchen ersetzen.

Zum Verständnis für die Proportionen:

Mein Baum ist etwa 80 cm hoch und knapp 60 cm breit, die kreisförmigen Aussparungen haben einen Durchmesser von 6 cm. 10 Lämpchen reichen völlig für ein angenehmes Licht.

Sollte der Holzbaum von beiden Seiten betrachtet werden, klebt man mit Holzleim und ca. 2cm dicken Abstandsklötzchen einen zweiten Holzbaum auf die Rückseite, damit das Kabelsystem der Lichterkette versteckt ist.

Die Arbeit hat sich gelohnt, meine Eltern haben sich sehr gefreut, selbst jetzt, nachdem meine Eltern schon seit 10 Jahren nicht mehr leben, erfreut mich der Baum in der Vorweihnachtszeit. Er steht in meiner Diele und leuchtet mir den Weg, wenn ich nach Hause komme. Und in diesem Jahr wird er mich zum Überwintern in den Süden begleiten.

Viel Spaß beim Nachbasteln!

So, und nun versuche ich, Bilder einzustellen, dies ist eine Premiere.

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