Weihnachtskarte mit gefaltetem Tannenbaum

Die linke Hälfte einer Klappkarte sollte ein weihnachtlicher Gruß zieren, auf der rechten Hälfte ein aus Papier oder Karton gefalteter Tannenbaum den Blick auf sich ziehen.
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Lieblingstipp der Redaktion
Lesezeit ca. 4 Minuten

Während der Suche nach einem weihnachtlichen Papier für das Fertigen eines innen aufzuklebenden handgefertigten Tannenbaums habe ich glücklicherweise fertige Klappkarten im A5-Format samt dazu passenden Briefumschlägen entdeckt. Dass sie dann noch in weihnachtlichem Grün waren, hat mich dann über die Gestaltung der eigentlichen Karte hinaus dazu inspiriert, in einem zweiten Schritt auch den Briefumschlag selbst festlich zu gestalten: Weiße Stifte auf dunklem Grün haben ja immer etwas! Vielleicht kann ich euch mit diesem Tipp ja ein wenig inspirieren!

Im Voraus eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit. Das Wichtigste aber: Kommt gesund in das Neue Jahr!

Materialien

  • Papier oder Karton farbig bedruckt / verziert
  • Klebestift
  • Bleistift
  • Radiergummi
  • Geodreieck, Lineal
  • Schere - wenn vorhanden, Schneidmatte und Rollschneider
  • Sternenstanzer
  • verschiedene Stifte

Diese Idee ist nach einigem Stöbern im Internet entstanden: Die linke Hälfte einer Klappkarte sollte ein weihnachtlicher Gruß zieren, auf der rechten Hälfte ein aus Papier oder Karton gefalteter Tannenbaum den Blick auf sich ziehen. Den im Nachstehenden geschilderten „Aufwand“ hab ich nicht als solchen empfunden, weil ich hier mein Wissen mit meinem Bastelhobby verbinden und zugleich fünf Grußkarten in Serie herstellen konnte. 

Hier die Sammlung der fünf gefertigten Briefumschläge, von denen jeder ein Unikat geworden ist! 

Hier die Sammlung der fünf gefertigten Briefumschläge, von denen jeder ein Unikat geworden ist!

Herstellung - Schritt für Schritt

  1. Eigentlich habe ich diesen mit Sternen auf Gold bedruckten festen Karton quasi als „Notlösung“ gekauft, weil mich die hohe Grammatur (220g/m2) zunächst abgeschreckt hat. Seine Festigkeit sollte sich aber später noch als Glücksfall erweisen!

  2. Die einzelnen Arbeitsschritte sind hier übersichtlich beschrieben, besonderes Augenmerk liegt auf der Biegerichtung eines jeden Papiers / Kartons, deren Berücksichtigung das Verarbeiten erleichtern kann.

    Eigentlich habe ich diesen mit Sternen auf Gold bedruckten festen Karton quasi als „Notlösung“ gekauft, weil mich die hohe Grammatur (220g/m2) zunächst abgeschreckt hat – seine Festigkeit sollte sich aber später noch als Glücksfall erweisen!
 Die einzelnen Arbeitsschritte sind hier übersichtlich beschrieben – besonderes Augenmerk liegt auf der Biegerichtung eines jeden Papiers / Kartons, deren Berücksichtigung das Verarbeiten erleichtern kann.
     
  3. Beim Zuschneiden konnte ich auch hier meine sonst vorwiegend im textilen Bereich verwendete Schneidmatte und den Rollschneider einsetzen. Ein Patchworklineal hat den Vorteil, dass man damit gleichzeitig rechte Winkel ausnutzen, Längen messen und entlang der Kante schneiden kann. Wenn ich Papier oder Karton mit dem Rollschneider schneide, verwende ich eine gesonderte Klinge, weil Papier äußerst hart ist, die Klinge dadurch schnell stumpf wird und man damit auf keinen Fall Stoffe sauber schneiden könnte. 
  4. Hier die fertig geschnittenen Klappkarten mitsamt Briefumschlägen. Beim späteren Dekorieren der Innenseite der Klappkarte bitte unbedingt darauf achten, auf welcher Seite sie im Bezug auf die vorgefalzte Mittellinie benutzt werden müssen, näheres siehe Bild 16.

    Beim Zuschneiden konnte ich auch hier meine sonst vorwiegend im textilen Bereich verwendete Schneidmatte und den Rollschneider einsetzen.  Beim späteren Dekorieren der Innenseite der Klappkarte bitte unbedingt darauf achten, auf welcher Seite sie in Bezug auf die vor gefalzte Mittellinie benutzt werden müssen.
     
  5. Als Erstes habe ich aus Schmierpapier Rechtecke geschnitten, gefaltet und probeweise auf die Karte gelegt, um zu sehen, ob die Größe richtig ist. Bitte hier schon beachten, ob ein kleiner Stern zuletzt den Tannenbaum zieren soll oder nicht, er braucht ja „Platz“.
  6. Spätestens jetzt ergab sich mir der Vorteil dessen, dass ich sehr steifen Karton verwendete: Nach dem vollständigen Zusammensetzen der Rechtecke zu fertigen Tannenbaum standen alle „Etagen“ weit offen und der Baum wirkte sehr plastisch!  

    Als Erstes habe ich aus Schmierpapier Rechtecke geschnitten, gefaltet und probeweise auf die Karte gelegt, um zu sehen, ob die Größe richtig ist.   Nach dem vollständigen Zusammensetzen der Rechtecke zu fertigen Tannenbaum standen alle „Etagen“ weit offen und der Baum wirkte sehr plastisch!

     
  7. Ich stellte mir vor, dass die Karte später vom Beschenkten, dann nach dem Hinstellen auf einen Schrank hoffentlich deutlich mehr Lebendigkeit versprühen würde als ein flach aufgeklebtes Motiv!
  8. Später erwies es sich als Glück, dass sich keine goldfarbenen Sterne in meinem Bastelfundus befanden, die ich dann als Spitze des Tannenbaums hätte verwenden können. So musste eine andere Lösung her: Aus dickem weißen Karton stanzte ich einen Stern aus und bemalte diesen mit einem Stift, dessen Farbe bestens zum Kupferton des Kartons passte.

    Ich stellte mir vor, dass die Karte später vom Beschenkten dann nach dem Hinstellen auf einen Schrank .... hoffentlich deutlich mehr Lebendigkeit versprühen würde als ein flach aufgeklebtes Motiv! Aus dickem weißen Karton stanzte ich einen Stern aus und bemalte diesen mit einem Stift, dessen Farbe bestens zum Kupferton des Kartons passte.
     
  9. Meinen Schatz an Stiften konnte ich hier optimal einsetzen und auf Karton ein paar Probeflächen zeichnen. Hier noch ein Hinweis: Nicht selten sind solche Stifte schwierig zu bekommen, dann den Kaufbeleg (Händlername) zwecks möglichen Nachkaufs aufbewahren. 
  10. Hier die Stifte noch einmal in Gänze. Das erleichtert vielleicht das Auffinden im Geschäft oder beim Internethändler. Den Probe-Farbauftrag darauf hin angucken, wie der Stift auf dem verwendeten Karton deckt und besonders welchen Farbton er erzeugt – das Ganze unbedingt bei Tageslicht entscheiden, weil hier die Unterschiede prägnanter sind.

    Meinen Schatz an Stiften konnte ich hier optimal einsetzen und auf Karton ein paar Probeflächen zeichnen.   Hier die Stifte noch einmal in Gänze – das erleichtert vielleicht das Auffinden im Geschäft oder beim Internethändler.
     
  11. Sehr klar blieben nur diese beiden Stifte zur Weiterverwendung übrig, weil sie dem Ton des Weihnachtsbaum-Kartons am nächsten kamen: leicht Kupfer-ähnlich. Mit gekauften aufklebbaren Ziersternen in Gold wäre ich also ohnehin nicht glücklich geworden.
  12. Damit ich auch bei dem Stern an der Spitze Plastizität auf die Karte bringen konnte, habe ich die Sterne zunächst mit mini doppelseitig klebenden Klebeplättchen von ca. 2 mm Dicke hinterlegt und erst nach dem Fixieren des fertig gearbeiteten Tannenbaums auf die Karte geklebt. Bis dahin aber wurden sie in einer transparenten Mini-Tüte gut sichtbar und beschriftet aufbewahrt – nichts fällt dann leicht mal zu Boden oder wird weggepustet… 

    Sehr klar blieben nur diese beiden Stifte zur Weiterverwendung übrig, weil sie dem Ton des Weihnachtsbaum-Kartons am nächsten kamen: leicht Kupfer-ähnlich.   Damit ich auch bei dem Stern an der Spitze Plastizität auf die Karte bringen konnte, habe ich  die Sterne zunächst mit mini doppelseitig klebenden Klebeplättchen von ca. 2 mm Dicke hinterlegt.
     
  13. Da ich den Sternenstanzer ohnehin zu Hand hatte, stanzte ich aus dem goldfarbenen Karton ebenfalls einen Stern und klebte ihn unten rechts auf die Vorderseite der sich bis dahin nur in schlichtem Grün präsentierenden Klappkarte: Ein liebevolles Detail, das das Innenleben der Karte vorwegnimmt!
  14. Beim zweiten Entwurf schnitt ich die Kugel in Rechteckform aus dem Papier aus und legte beide Teile wieder auf die Karte. So hatte ich einen direkten Vergleich.  

    Da ich den Sternenstanzer ohnehin zu Hand hatte, stanzte ich aus dem goldfarbenen Karton ebenfalls einen Stern und klebte ihn unten rechts auf die Vorderseite der sich bis dahin nur in schlichtem Grün präsentierenden Klappkarte. Beim zweiten Entwurf schnitt ich die Kugel in Rechteckform aus dem Papier aus und legte beide Teile wieder auf die Karte. So hatte ich einen direkten Vergleich.
     
  15. Sehr schnell entschied ich mich für den zweiten Entwurf, weil er die Kartenhälfte besser ausfüllte und die Kugel selbst dadurch mehr „Gewicht“ bekam.
  16. Dieser Entwurf fiel mir aber zu schal aus, so kam ich auf die Idee, aus dem Sternen-Karton geschnittene Streifen mal probeweise ober- und unterhalb des weißen Kärtchens zu legen – siehe da: Ein Highlight war geschaffen!

    Sehr schnell entschied ich mich für den zweiten Entwurf, weil er die Kartenhälfte besser ausfüllte und die Kugel selbst dadurch mehr „Gewicht“ bekam. Dieser Entwurf fiel mir aber zu schal aus – so kam ich auf die Idee, aus dem Sternen-Karton geschnittene Streifen mal probeweise ober- und unterhalb des weißen Kärtchens zu legen – siehe da: Ein Highlight war geschaffen!
     
  17. Die Auswahl des beschriebenen Papiers beeinflusst stark die Wirkung der aufgeklappten Karte: Das gefärbte Papier harmoniert deutlich besser mit dem Farbton des Tannenbaums.
  18. Der fertig zusammen gesetzte Tannenbaum wird nicht ganzflächig auf die Karte aufgebracht, sondern mit einem mittig aufgesetzten, doppelseitig klebenden Streifen. 

    Die Auswahl des beschriebenen Papieres beeinflusst stark die Wirkung der aufgeklappten Karte: das gefärbte Papier harmoniert deutlich besser mit dem Farbton des Tannenbaums. Der fertig zusammen gesetzte Tannenbaum wird nicht ganzflächig auf die Karte aufgebracht, sondern mit einem mittig aufgesetzten doppelseitig klebenden Streifen.
     
  19. Der nächste Arbeitsschritt war das Gestalten des Briefumschlages: Die Fläche sollte in mehrere rechteckige Bereiche aufgeteilt werden, die dann unterschiedlich verziert werden sollten und Platz ließen für die Empfänger und Anschrift. Dazu habe ich erst die zu verwendenden Briefmarken zusammengestellt (sie werden erst später aufgeklebt) und auf jedem Briefumschlag (fünf an der Zahl) den Platz dafür quasi „reserviert“.
  20. Die Briefmarken selbst habe ich zur Aufbewahrung in den jeweiligen Briefumschlag gesteckt, sodass sie nicht vertauscht werden konnten.

    Der nächste Arbeitsschritt war das Gestalten des Briefumschlages: Die Fläche sollte in mehrere rechteckige Bereich aufgeteilt werden, die dann unterschiedlich verziert werden sollten und Platz ließen für die Empfänger und Anschrift. Dazu habe ich erst die zu verwendenen Briefmarken zusammen gestellt (sie werden erst später aufgeklebt) und auf jedem Briefumschlag (fünf an der Zahl) den Platz dafür quasi „reserviert“. Die Briefmarken selbst habe ich zur Aufbewahrung in den jeweiligen Briefumschlag gesteckt, so dass sie nicht vertauscht werden konnten.
     
  21. Gelroller und Lineal werden in besonderer Weise verwendet, damit jeder Strich auf Anhieb sitzt und nichts verschmieren und den Gesamteindruck mindern kann. 
  22. Als Erstes habe ich die Begrenzungslinien für die Briefmarken-Ecke gezogen und die weiteren waagerecht bzw. senkrecht verlaufenden Linien nach Belieben, dabei aber Platz für Empfänger und Anschrift berücksichtigt. Da eben der Gelroller besonders fein zeichnet, verleitete er dazu, viele Linien selbst individuell zu gestalten. Auf einem der Briefumschläge erkennt man schon Mistelzweige als Deko-Element. 

    Gelroller und Lineal werden in besonderer Weise verwendet, damit jeder Strich auf Anhieb sitzt und nichts verschmieren und den Gesamteindruck mindern kann. Als Erstes habe ich die Begrenzungslinien für die Briefmarken-Ecke gezogen und die weiteren waagerecht bzw. senkrecht verlaufenden Linien nach Belieben, dabei aber Platz für Empfänger und Anschrift berücksichtigt.  t.
     
  23. Erst jetzt fiel mir ein, dass ich ja weihnachtliche Clear Stamps besaß, das sind ca. 3 mm dicke Stempel aus transparentem Kunststoff. Die Stempelflächen werden auf die glatte Unterseite eines Stempelkissens gelegt und haften dort wie von Zauberhand (Näheres siehe Bild 27). Nach dem Verwenden hebt man die Stempel wieder vom Stempelkissen ab und platziert sie auf der Folie, auf der sie beim Kauf aufgebracht worden sind. So braucht man nur einen einzigen Stempelhalter für viele verschieden große Motive!
  24. Kleine Stempelkissen sind für jedes Projekt völlig ausreichend, weil man ohnehin die Stempelfläche mit der Farbe darauf mehrfach auf jedes noch große Stempelmotiv tupfen sollte. 

    Erst jetzt fiel mir ein, dass ich ja weihnachtliche Clear Stamps besaß – das sind ca. 3 mm dicke Stempel aus transparentem Kunststoff.   Kleine Stempelkissen sind für jedes Projekt völlig ausreichend, weil man ohnehin die Stempelfläche mit der Farbe darauf mehrfach auf jedes noch große Stempelmotiv tupfen sollte.
     
  25. Auf der Unterseite des Stempel-Trägers sind in allen Himmelsrichtungen Pfeile aufgebracht, die das genaue waagerechte bzw. senkrechte Platzieren des Stempelmotivs garantieren. Zu meiner Enttäuschung war der Stempelabdruck mit weißer Stempelfarbe auf dem dunkelgrünen Karton nicht so strahlend, wie ich mir das erhofft hatte. 
  26. Dennoch habe ich diesen kleinen Tannenbaum auf einen Briefumschlag aufgebracht, weil ich die Idee hatte, Teile des Stempelabdrucks mit weißem Buntstift verstärkend nachzumalen.

    Auf der Unterseite des Stempel-Trägers sind in allen Himmelsrichtungen Pfeile aufgebracht, die das genaue waagerechte bzw. senkrechte Platzieren des Stempelmotivs garantieren.   Dennoch habe ich diesen kleinen Tannenbaum auf einen Briefumschlag aufgebracht, weil ich die Idee hatte, Teile des Stempelabdrucks mit weißem Buntstift verstärkend nachzumalen.
     
  27. Beim Arbeiten auf empfindlichen Materialien immer ein Blatt Papier unter die Zeichenhand legen, damit das Fett der Haut sich nicht überträgt. 
  28. Die weißen Punkte des Tannenbaums habe ich mit dem Gelroller gefärbt, sie bilden so eine Art Girlande. Auch der Stern wurde mit dem Gelroller hervorgehoben. Weil dieser Bereich des Briefumschlags immer noch ein wenig „leer“ erschien, habe ich mit dem Buntstift zarten Schnee unter dem Tannenbaum imitiert.

    Beim Arbeiten auf empfindlichen Materialien immer ein Blatt Papier unter die Zeichenhand legen, damit das Fett der Haut sich nicht überträgt. Die weißen Punkte des Tannenbaums habe ich mit dem Gelroller gefärbt – sie bilden so eine Art Girlande. Auch der Stern wurde mit dem Gelroller hervorgehoben.
  29. Einer der fertig gestalteten Briefumschläge: Die beiden grünen Pappstücke darauf decken Name und Anschrift des Empfängers ab.
  30. Den einzigen mir zur Verfügung stehenden Schneeflocken-Stempel habe ich nach dem Stempeln abgewandelt, indem ich unterschiedliche Bereiche der immer gleichen Schneeflocke mit dem Gelroller übermalt habe. 

    Einer der fertig gestalteten Briefumschläge: Die beiden grünen Pappstücke darauf decken Name und Anschrift des Empfängers ab... Den einzigen mir zur Verfügung stehenden Schneeflocken-Stempel habe ich nach dem Stempeln abgewandelt, indem ich unterschiedliche Bereiche der immer gleichen Schneeflocke mit dem Gelroller übermalt habe.

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