Schuld an der schlechten Stimmung ist häufig der Lichtmangel, wie Wissenschaftler bereits seit rund zwanzig Jahren wissen. Weil es spät hell und früh wieder dunkel wird, bekommt der Körper vergleichsweise wenig Tageslicht ab.

Winterblues bekämpfen: Gut gelaunt durch die dunkle Jahreszeit

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Der Winter mit seinen kurzen Tagen und ungemütlichen Wetterverhältnissen schlägt vielen Menschen auf die Stimmung. Müdigkeit, Antriebslosigkeit und schlechte Laune können die Folge sein - im Extremfall wachsen sich die Symptome zu einer echten Depression aus. Doch was kann ich tun, um auch die dunkle Jahreszeit gut gelaunt zu überstehen? Und wo finde ich Hilfe, wenn ich alleine nicht mehr weiter weiß?

Die Tage werden zwar schon wieder länger, doch noch sind wir mitten drin in der dunklen Jahreszeit. Wenn es draußen düster, kalt und ungemütlich ist, schlägt das vielen Menschen auf die Stimmung. Sie fühlen sich scheinbar ohne besonderen Grund niedergeschlagen, lustlos und melancholisch - umgangssprachlich ist dann oft die Rede von einer Winterdepression.

Gibt es so etwas wie eine Winterdepression wirklich?

Tatsächlich kennen Mediziner dieses Krankheitsbild schon lange. Im Fachjargon sprechen sie von einer sogenannten Saisonal Abhängigen Depression, kurz SAD. Wenn ich in den Herbst- und Wintermonaten ständig müde bin, mich antriebslos, schlecht gelaunt, traurig und gereizt fühle, gehöre ich womöglich zu den Betroffenen. Ebenfalls typisch für die Erkrankung: ständiger Heißhunger auf Kohlenhydrate und ein übertriebenes Schlafbedürfnis.

Eine harmlosere Variante der Winterdepression ist der Winterblues, die subsyndromale SAD: Betroffene sind in der ungemütlichen Jahreszeit ebenfalls häufig mies gelaunt, die depressiven Symptome sind bei ihnen jedoch weitaus milder ausgeprägt.

Was verursacht die schlechte Laune im Winter?

Schuld an der schlechten Stimmung ist häufig der Lichtmangel, wie Wissenschaftler bereits seit rund zwanzig Jahren wissen. Weil es spät hell und früh wieder dunkel wird, bekommt der Körper vergleichsweise wenig Tageslicht ab. Dadurch gerät der Hormonhaushalt durcheinander - unter anderem wird durch die langen Nächte vermehrt das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet.

Sehr wahrscheinlich ist auch der Neurotransmitter Serotonin an der Entstehung von Winterblues und -depression beteiligt. Für die Produktion von Melatonin wandelt der Körper diesen Botenstoff um, der Serotoninspiegel sinkt. Das wiederum hat Einfluss auf mein Gemüt. Denn Serotonin gilt als Glückshormon und wirkt sich auf die Stimmungslage aus. Es gibt mir ein Gefühl von Gelassenheit und innerer Ruhe und unterdrückt gleichzeitig Gefühle wie Angst und Hunger.

Was hilft gegen den Lichtmangel?

Den negativen Effekten der Dunkelheit kann ich jedoch leicht entgegensteuern: mithilfe einer Lichttherapie. Spezielle, auch für den häuslichen Gebrauch erhältliche Lampen simulieren die Intensität und die Farbtemperatur des Tageslichts. Schon eine halbe Stunde pro Tag in einem solchen Lichtschein kann sich nach ein bis zwei Wochen regelmäßiger Anwendung positiv bemerkbar machen.


Frag-Mutti empfiehlt: Natürliche Tageslichtlampen mit hoher Lichtintensität


Am besten wende ich die Lichtdusche morgens nach dem Aufstehen an, um den Melatonin-Pegel zu drosseln. Wichtig: Damit die Therapie wirkt, muss ich die Augen beim Lichtbad geöffnet halten. Blinzeln ist zwar erlaubt - sind die Augen jedoch ganz geschlossen, verfehlt das Tageslicht seine Wirkung.

Was kann ich noch tun?

Das Verweilen vor der Tageslichtlampe sollte jedoch niemals den winterlichen Spaziergang ersetzen. Auch wenn es draußen noch so kalt und dunkel ist, sollte ich mich regelmäßig zu ein bisschen Bewegung an der frischen Luft aufraffen. Das kurbelt nicht nur den Kreislauf an, sondern kann nachweislich stimmungsaufhellend wirken und mich ausgeglichener machen. Auch sportliche Aktivitäten wie Joggen oder Yoga haben diesen Effekt.

Darüber hinaus können angenehme Dinge wie ein Treffen mit Freunden, ein Entspannungsbad oder das Lesen eines guten Buches die Laune heben. Habe ich das Gefühl, unter der dunklen Jahreszeit zu leiden, sollte ich deshalb bewusst schöne Aktivitäten in meinen Alltag integrieren.

An wen kann ich mich wenden?

Insbesondere aus einer schweren Winterdepression kann ich mich womöglich jedoch nicht ohne fachliche Hilfe befreien. Bei schwerwiegenden und länger anhaltenden Symptomen ist ein Besuch beim Hausarzt daher unbedingt zu empfehlen. Daneben stehen Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, Nervenheilkunde oder Psychosomatische Medizin sowie Psychotherapeuten als erste Ansprechpartner zur Verfügung. Hilfe und Beratung zu verschiedenen Anlaufstellen und Angeboten bietet auch der sozialpsychiatrische Dienst vor Ort.

Die Mediziner können mir gegebenenfalls eine Kombination aus Psychotherapie und Antidepressiva verschreiben. Bewährt sind unter anderem sogenannte Wiederaufnahmehemmer: Diese Mittel erhöhen die Konzentration wichtiger Botenstoffe wie Serotonin im synaptischen Spalt zwischen den Gehirnzellen und können meinen Gemütszustand dadurch deutlich verbessern. 

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26 Kommentare


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#1
24.1.17, 10:47
Kenn ich nicht, meine gute Laune verdirbt mir so schnell nix. Ich gehe jeden Tag raus in die Natur und die ist zu jeder Jahreszeit schön. Nur Sommer und Sonnenschein will ich nicht, ich brauche den Wechsel.
#2
24.1.17, 11:15
@Upsi: Da bist du eher die Ausnahme. Millionen von Deutschen leiden nachweislich an einer Depression, insbesondere im Winter. Ich gehe jeden Tag raus spazieren, egal wie das Wetter ist. Das bedeutet, dass ich Bewegung bekomme und Licht. Beides ist der guten Stimmung zuträglich. Auch nehme ich im Winter Vitamin D3-Tabletten ein, die wirken optimal. Auf diese Art und Weise konnte ich meine mittelschwere bis schere Depression in eine leichte Depression verwandeln.
LG 😄😄
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#3
24.1.17, 12:03
@ebenich: da magst du recht haben das ich eine Ausnahme bin, aber vielleicht liegt es auch daran, daß ich meist nur von fröhlichen Menschen umgeben bin. Ich wohne in einem Ostseebad mit vielen Winterurlaubern und was hat man im Urlaub, gute Laune. Dazu kommt die saubere Luft, die Stürme und die herrliche Landschaft. Kein Umfeld für Depressionen. Ich wünsche dir jedenfalls, daß du gut durch den Winter kommst und wieder lustig durch den Tag hüpfen kannst.lg
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#4
24.1.17, 13:08
frei nach Bridget Jones  "Wodka und Chaka Khan"   :o)
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#5
24.1.17, 15:40
@Upsi: Danke Upsi. Es freut mich, dass es dir gut geht. Toll. Ich liebe die Norddeutschen! Sie sind viel ausgeglichener, pflegen einen guten Umgang und sind nicht immer gleich auf 180. Das liegt an der Umgebung und der nicht so dichten Besiedlung. Heute weiß ich, dass mich auch der Lärm krank gemacht hat. In diesem Sinne, dir alles Gute weiterhin. 😄😄
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#6
24.1.17, 15:46
@ebenich: danke, wünsche ich dir auch 👍
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#7
24.1.17, 17:00
Ui, da hat aber wieder jemand seine Stereotypen und Vorurteile dabei.
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#8
25.1.17, 00:02
Im Winter schlafe ich  mehr, das tut mir auch ganz gut. Selbst die Tiere verhalten sich iin der Jahreszeit ruhiger. Vielleicht war ich im früheren Leben ein Bär. Man sollte mit den Jahreszeiten leben und nicht dagegen. Nicht lange rumquälen, einfach ins Bett/Sofa, einmummeln und sich freuen, dass man es kann. Hinterher ein schönes Käffchen, E-Book oder eine Nachmittags-Soap. Ab und zu mal ne Kerze anmachen. Öfter mal nach draussen. gehen und es sich, soweit möglich, gutgehen lassen. Kuchenbacken hilft auch gegen Stimmungsschwankungen.  Dann macht das Arbeiten auch wieder mehr Spass. Schietwetter ist bei mir sowieso Nähwetter. 
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#9
25.1.17, 02:08
Ich finde diese Jahreszeiten toll und für mich sehr erholsam, weil mir dann viele Arbeiten erspart bleiben, die ich ab Frühjahr immer im Hinterkopf habe. Wenn die Gartenzeit beginnt, die Sonne alles an den Tag bringt, was im Winter verborgen blieb, sind meine Tage voller als es mir oft lieb ist.

Im Winter genieße ich Kerzenschein, wohlige Wärme und stimmungsvolle Umgebung.

Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass die dunklen Tage vielen aufs Gemüt drückt und eventuell vorhandene kleine Depressionen oder Stimmungsschwankungen fördert.
Eine meiner Schwestern ist ein absoluter Sonnenanbeter und mag im Winter gar nicht aus dem Bett kommen, ist mit sich und der Welt im Unreinen. Dagegen muss man etwas unternehmen und jegliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Meine "Blues" hat wenig mit dem Winter zu tun - der kommt auch bei 40 Grad, wenn gewisse Dinge eben nicht so laufen, wie ich es gerne hätte 😂
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#10
25.1.17, 02:09
@Julice: 
<Nicht lange rumquälen, einfach ins Bett/Sofa, einmummeln und sich freuen, dass man es kann>

So ist es: Sich freuen, dass man es kann!!
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#11
25.1.17, 09:38
@Upsi: 
Ja, du berzigst den Tipp ja sowieso schon immer - deshalb geht es dir gut!
Jeden Tag raus, nette Gesellschaft, und dann auch noch der erholsame Blick aufs Merr...
Hach, da ginge es mir auch immer gut ;-)
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#12
25.1.17, 10:09
Wenn man positive denkt und sich an allem was die Natur zu bieten hat freut dann kann man auch den Winterblues überwinden. Schnee kann schön sein, Tannen mit Schnee verdeckt, Kinder lachen hören wenn sie mit dem Schlitten fahren oder eine Schneballschlacht haben. Leider denken viele Menschen immer an das negative - es wird früher dunkel, es ist so kalt, die Heizung kosted so viel etc etc etc. Anstatt die negativen Sachen zu betonen sollte man bewusst das positive suchen. So kann man auch den Winterblues überwinden
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#13
25.1.17, 10:33
Wie heißt es so treffend: "Wenn man die Dinge (z.B. das Wetter) nicht ändern kann, dann sollte man seine Einstellung dazu ändern." Quasi den "Feind" vorwärts-umarmen.

Na ja, es redet sich leicht, wenn man damit kein Problem hat, weil man eh von Natur aus ein Höhlenbewohner ist und es ganz besonders genießt, wenn es draußen vor dem kuschligen Zuhause ungemütlich ist.

Ein Plädoyer für die Tageslicht-Lampen:
Ich hatte mir vor mittlerweile 20 Jahren, als es diese Lichttherapie-Lampen noch nicht zu kaufen gab (oder vielleicht doch, aber dann zu astronomischen Preisen), nach Hobbythek-Bauplan selbst eine fabriziert. Das lief noch unter dem Namen Jetlag-Lampe, war also für Vielflieger gedacht. Wirkprinzip ist das gleiche.

An späten Winternachmittagen, wenn kein Publikumsverkehr mehr zu erwarten war, hab' ich mir das Teil auf den Schreibtisch gestellt und im Licht gebadet. Da ging der Papierkram gleich noch einmal so flott von der Hand. Leider hab' ich in schöner Wiederholung die oberste Regel (max. Benutzungsdauer) verletzt und manchmal bis spätabends davorgesessen (im Betrieb meines ge-exten Herrn Gemahl), so dass danach mit Schlafen erst einmal lange nix war ...

Inzwischen muss ich nicht mehr bis in die Nacht über der Buchhaltung sitzen - mein Leben verläuft insgesamt regelmäßiger und entspannter. Heißt auch: Wenn ich abends müde bin, gehe ich ins Bett. Die Lampe kommt also nur noch äußerst selten zum Einsatz. Trotzdem gut zu wissen, dass sie da ist ...
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#14
25.1.17, 10:34
@MystiqueUL: 
Die meisten Menschen schauen aber nicht auf schneebedeckte Tannen und einen zugefrorenen See, auf dem fröhlich lachende Kinder Schlittschuh fahren............

Meine Schwester (siehe # 9) lebt in Canada in einem Haus am Hang direkt am See mit großem Grundstück, in dem sich im Winter viele Wildtiere aufhalten und nach Futter suchen: Wunderbare Natur also um sie herum.  Das alles nutzt ihr aber wenig, wenn sie mit trüben Gedanken im Bett liegt.

So einfach ist der Winterblues bzw. sind Depressionen nicht zu "behandeln".
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#15
25.1.17, 10:49
Wenn die Winterdepression allein mit dem Willen und den Gedanken zu besiegen wäre, dann gäbe es wohl nicht so viele Betroffene! Die Menschen, die davon gequält werden, würden bestimmt gerne ihren Verstand einsetzen, um die belastende Stimmung loszuwerden.
Ich habe das Glück, daß mir die dunkle Jahreszeit nichts ausmacht, solange sonst alles in Oednung ist. Nur wenn dicker Schnee liegt, geht es mir nicht gut,weil dann das Autofahren gefährlich werden kann. Und in unserer Familie müssen viele mit dem Auto fahren
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#16
25.1.17, 10:56
Ich finde das liegt an ihr. Man muss eben den Willen besitzen aufzustehen und was dagegen zu tun. Es ist eine Willenssache. Sie sollte sich fragen was mach ich eigentlich hier im Bett. Sie sollte sich bemühen aufzustehen - Willenssache - dann wenn sie erst mal aus dem Bett ist sich was vornehmen oder tun was sie gerne tut - auch Willenssache - das sind die ersten Schritte und von da dann weitergehen. Geht natürlich nicht von einer Minute auf die andere da muß man schon dran arbeiten.
Ich war mal vor Jahren mit einem Alkoholiker verheuratet und war auch depressiert. Hier nennt man sowas situational depressen also eine depresson die durch eine Situation hervorgerufen wird. Was das war hab ich erst viel später rausgefunden lange nachdem ich mich hab scheiden lassen. Eines Tages hab ich mich dann gefragt wie ich aus dem Loch rauskrieche und hab dann Schritte unternommen. Es war nicht immer leicht weil er immer wieder versucht hat mich runterzuziehen und er wurde stinksauer als er das nicht mehr konnte. Dann bin ich Schritt für Schritt weitergegangen und hab es dann endlich geschafft. Damals hatten wir einen Winter mit zwei super Schneestürme. Wir konnen nicht aus underer Einfahr raus und er war im Haus besoffen. Ich hab ihn dann einfach ignoriert und mich auf meine Kinder konzentriet und mit denen zusammen die Vögel gefüttert und die Rehe die ganz nah ans Haus kamen. Das hat mir und den Kindern so viel Freude gemacht und dann als der Schnee weg war bin ich auch weg und hab ihn verlassen. Mit jedem km den ich von ihm wegfuhr hat sich meine Stimmung gehoben. Man muss eben Schritte unternehmen und sich nicht unterkriegen lassen. Immer was positives finden und es sich nicht erlauben sich gehen zu lassen. Deine Schwester kann mich ja mal anrufen. Vielleicht kann ich ihr helfen, Mach ich gerne 
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#17
25.1.17, 11:41
@MystiqueUL: 
Mit dem "Man muss nur den Willen haben aufzustehen" machst Du's Dir echt ein bisschen einfach. So nach dem Motto "Selber schuld", weil labil etc. Mit dem vermeintlich freien Willen ist das ohnehin so eine Sache - wahrscheinlich gibt es den nämlich gar nicht.

Bei allem Respekt, doch vielleicht ist das, was Du da überwunden hast, nicht zu vergleichen mit dem, was unter #14 geschildert wird. Dein Problem lag außen, bei Depressiven liegt es innen.

Und obwohl ich das vorschnelle Gerede von Depression, welche ja ähnlich wie Burnout seit längerem beinahe eine Modekrankheit zu sein scheint, eigentlich verabscheue: Eine eventuelle Depression mit schwachem Willen gleichzusetzen, würde ich mir nicht anmaßen. Mit Sicherheit brächten sich nicht so viele (unerkannt) Depressive um, wäre das nur ein Problem von Antriebslosigkeit und Überwindung des inneren Schweinehundes..
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#18
25.1.17, 11:48
Wenn ich mir den Tipp so durchlese, wird mir bewusst, wie gut es mir doch geht. Ich mag den Sommer zwar auch lieber (eben weil es dann länger hell ist), nehme den Winter aber als gegeben und nicht änderbar hin und mache mir da auch keine Gedanken drüber.
Jetzt freue ich mich noch mehr, dass ich nicht mit solchen Depressionen zu kämpfen habe😄
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#19
25.1.17, 12:23
Liebe MystiqueUL, nein, depressive Menschen können nicht 'mal eben' den Verstand einschalten und aufstehen. Geht nicht! Sie wollen ja, aber es geht eben nicht. Es ist eben keine Sache des reinen Willen / des wollens, es ist eine Krankheit, die für 'Normalsterbliche / Nichtbetroffene' nur sehr schwer zu fassen und verstehen ist. Dein Beitrag #16 ist ein Schlag ins Gesicht für jeden betroffenen depressiven Menschen.

Möglicherweise ist eine situationsbedingte Depression auch so einfach zu beheben, in dem man sich aus eben dieser Situation entfernt (weiß ich nicht, habe ich mich nicht mit auseinandergesetzt und kann ich daher auch nicht drüber diskutieren), eine massive generelle Depression verschwindet leider nicht so einfach und ist auch nicht so einfach zu überwinden.

@ Osthexe: auch erkannte/in Behandlung befindliche depressive Menschen bringen sich leider noch viel zu oft um ...

Das soll es auch von mir wieder gewesen sein, ich konnte nur den Beitrag #16 nicht so unkommentiert stehen lassen.
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#20
25.1.17, 12:42
Winterblues lässt sich nicht einfach abschalten, genau so wenig wie ein Sommerblues. Depressionen kommen einfach und nehmen keine Rücksicht auf das jeweilige Wetter. Wichtig sind dann gute Freude, die nicht abwarten, dass das Loch, das man sich buddelt, zu tief wird.
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#21
25.1.17, 12:49
@Binefant: Als Angehörige eines Betroffenen, der nach einem halben Menschenleben tiefster Depression die "finale Konsequenz" gezogen hat, kann ich mich deinen Worten nur anschließen.

Nicht eigene Schuld sondern grausames Schicksal.
Auch für die Hinterbliebenen, die sich nach Jahren immer noch fragen, ob und warum niemand wirklich helfen konnte.
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#22
25.1.17, 20:16
danke danke danke @binefant

Ich verfolge die Beiträge hier aufmerksam und bin froh dass du es so auf den Punkt gebracht hast.

Für mich sind einige Beiträge hier ein Schlag ins Gesicht - definitiv!

Betroffene kämpfen nämlich nicht nur gegen die Krankheit sondern ihr ganzes Leben lang gegen diese Vorurteile und unsinnigen Ansichten...und manchmal ist letzteres schwerer als die Krankheit selbst.

Ich kommentiere hier selten aber ich musste etwas dazu schreiben sonst wäre ich geplatzt :(
#23
25.1.17, 21:01
Tut mir leid, daß ich den Tipp falsch verstanden habe, das heißt nicht ganz gelesen. Ich dachte erst es geht nur um schlechte Laune bei diesem trüben Winterwetter. Richtige Depression ist natürlich etwas sehr schlimmes und nicht einfach mit frischer Luft zu beseitigen. Das hat mich jetzt doch wachgerüttelt und ich werde in Zukunft nicht nur die ersten Zeilen von längeren Tipps lesen. Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft und Zuversicht durch diese schlimme Phase zu kommen.
#24
25.1.17, 21:54
Eigentlich ging es mehr oder weniger ja auch um Winterblues und trübe Gedanken wegen fehlender Sonneneinwirkung.
Die Winterdepression habe ich wohl unbeabsichtigt durch meinen Kommentar über meine Schwester zur Sprache gebracht und das nur als Antwort auf den idyllischen Kommentar #12, der sicherlich lieb gemeint war, aber das Problem verkennt bzw. herunterspielt.
#25
25.1.17, 22:54
Ich habe seit mehr als 30 Jahren mit Depressionen zu kämpfen und habe es zu Anfang meinem Arzt nicht geglaubt. Weil ich der Meinung war Depressionen bekommen nur reiche Frauen, welche nix zu tun haben. Welch Irrtum. 
Inzwischen habe ich vor 17 Jahren eine sehr gute Ärztin gefunden, welche sich die MÜhe gemacht hat, das passenden Medikament mit mir zu suchen und auch (nach 5 Fehlversuchen) gefunden hat. 
Da ich aber trotzdem immer noch unter zeitweiser Verschlechterung leide (meist allerdings im Sommer) habe ich mir so eine Tageslichtlampe (mindestens 10 000 Lux ) gekauft um hier noch etwas Zusaätzliches zu tun. Man klammert sich ja dann an jeden Strohhalm. 

Aber dann stand in der Anweisung der Lampe, das diese bei Augenkrankeiten wie z. B. grüner oder Grauer Star und andere nicht genutzt werden darf. Da ich ein Pigmentglaukom habe, hielt ich eine Rückfrage bei meinem Augenarzt, leider ohne Erfolg. 
Er konnte mir keine 100%ige Betätigung geben. Da ihm nichts davon bekannt warbzw. er keine Erfahrung damit nachweisen konnte. Auch anderen Ärzte nicht. 
Aber logisch wäre es schon, dass 10 000 Lux nicht gerade passend bei Augenkrankheiten sind. Da ich den Grünen Star seit fast 40 Jahre  und auch schon eine entsprechend OP hinter mir habe, habe ich auf die Nutzung der Lampe verzichtet. 
Leider habe ich das erst zu spät bemerkt, und konnte die Lampe auch nicht mehr zurück geben. 

Dies sollte nur ein Hinweis für Depressionskranke sein, welche evtl. auch an die Anschaffung einer solchen Lampe denken. Zur Zeit gibt es so eine im Tablet-Format zu. B. bei Rossmann. Vor kurzem auch bei Tchibo. 

Aber Vorsicht, erst die Bedienungsanweisung lesen, ehe der Kauf vollzogen wird. 
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#26
2.3.17, 12:44
bis du bei uns einen Termin beim Facharzt bekommst ist der Winter vorbei.Ich glaub da müsste man selbstmordgefärdet sein,dass es schneller geht:( :(

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