Abdeckung für Heizungsrohre

Die fertige Heizungsrohrabdeckung aus einem weißlackierten Alu-Winkelblech - in etwa genauso hoch wie die Wohnungstür.
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Im Flur direkt neben meiner Wohnungstür verlaufen über Putz zwei unansehnliche Heizungsrohre, die ich gern „ästhetisch verpackt“ sehen würde.

Benötigtes Material

  • Rechtwinkeliges Alublech
  • Würfelförmige Magneten
  • Transparentes Vierkantprofilband aus Weich-PVC

Heizungsrohrverkleidung selber machen - so geht's

Das passende Winkelblech

Ich überlegte mir eine Lösung, wie sie formschön abgedeckt werden könnten. Da die Rohre genau in der Ecke neben der Wohnungstür verlaufen und auch in etwa dieselbe Höhe wie die Tür haben, sollte dafür ein einfaches Winkelblech ausreichen und auch nur bis zur Türoberkante ragen. Also bestellte ich im Internet ein rechtwinkliges Alublech im L-Profil in 1 mm Dicke und 2 Metern Länge, das an den Außenseiten bereits in weißer Farbe vorbeschichtet war (RAL 9010 reinweiß). Dieses Weiß passte im Ton ziemlich genau zur weißen Wandfarbe. Die zwei Schenkel des Winkelblechs sollten dabei jeweils nur so breit sein, dass das Blech an beiden Seiten immer genau 10 mm Abstand zu den Rohren einhielt. Das ergab die zwei asymmetrischen Schenkelbreiten von 140 und 80 mm. 

Mein Plan war, das Winkelblech später mit 10 mm breiten würfelförmigen Magneten an die Rohre zu heften, weil es von allein nicht stabil stehen würde. Allerdings sollten das Winkelblech selbst nicht magnetisch sein, denn in diesem Fall würde ich die Magneten lieber dauerhaft ankleben. So besteht die Gewissheit, dass die Magneten nicht verrutschen oder sich sogar vom Blech lösen, wenn die Abdeckung mal abgenommen werden muss. Außerdem ist Aluminium deutlich leichter als Stahl und korrodiert nicht. Da die Fußleiste noch berücksichtigt werden musste, ließ ich in einem metallverarbeitenden Betrieb in meiner Nähe für ein Trinkgeld die entsprechenden zwei Aussparungen fachmännisch an der Unterkante des Winkelblechs herausschneiden.

Winkelblech mit Magneten fixieren

Die extrastarken Magnetwürfel mit 10 mm Kantenlänge besorgte ich mir über das Internet. Durch präzises Ausmessen ermittelte ich die exakten Positionen, wo die Magnete an die Blechinnenseiten mit Sekundenkleber angeklebt werden müssen, um genau auf die relativ schmalen Heizungsrohre, die zum Glück aus Eisen statt aus Kupfer bestehen, zu treffen. Insgesamt verklebte ich fünf Magnete, die anschließend tatsächlich das Winkelblech in fester Position an die Rohre hefteten.

Das abgenommene Winkelblech von der Innenseite. Die Heizungsrohre sind nun sichtbar. Am Winkelblech sind die 5 Magnete zu sehen.

Kratzschutz aus PVC

Zusätzlich besorgte ich mir im Baumarkt ein 5 mm dickes, transparentes Vierkantprofilband aus Weich-PVC in fertig konfektionierter Länge von 5 Metern, das über die gesamte Länge einen Schlitz aufweist. Es kann problemlos genauestens mit der Schere zugeschnitten werden und einfach auf die scharfkantigen Blechseiten aufgesteckt werden. Dadurch wird verhindert, dass das Winkelblech später Wände und Bodenfliesen zerkratzt.

Die Unterkante mit den Aussparungen für die Fußleiste und dem aufgesetzten transparenten Schutzgummi als Kratzschutz.

Nach oben hin ist das Blech ohne zusätzliche Abdeckung offen geblieben, denn die Abwärme der Heizungsrohre soll weiterhin ungestört austreten können. Außerdem kann man die offene Oberseite bei zwei Metern Blechhöhe ohnehin nicht sehen.

Und ein weiterer Vorteil ist das Anbringen der Abdeckung ohne jegliche Wandverschraubung. Sie muss nur mit einem leichten Ruck von den Heizungsrohren „abgerupft“ werden, in dem in die oben offen gebliebene Winkelecke gegriffen wird - ohne irgendwelche Spuren an Wänden, Boden oder Rohren zu hinterlassen. Somit kann sie notfalls bei Auszug auf Forderung rückstandslos wieder entfernt werden. Und mit einem sanften Klick schnappt die Abdeckung jedesmal wieder fest zurück in die ihr zugedachte Position dank der beidseitig innen befestigen Magnete.

Ich bin mit der Lösung sehr zufrieden und die hässlichen Heizungsrohre sind nun verschwunden. Eben die Sorte von freiwilliger „Schönheitsreparatur“, die die Wohnung (optisch) zwar aufwertet, aber von der Wohnungsbaugesellschaft garantiert nicht bezahlt wird.

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