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Alle Lebensmittel sind wertvoll

Diverse Obst- und Gemüsesorten gerettet über "too good to go" von einem Stand am Wochenmarkt für 3,99 Euro.
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Lesezeit ca. 3 Minuten

Im Folgenden möchte ich meine Ideen und meine Best of Sammlung an Tipps, in Bezug auf die Wertigkeit von Lebensmitteln näher bringen. Zunächst eine kleine Grundsatzphilosophie dazu.

Was steht hinter den einzelnen Lebensmitteln?

Fleisch, Wurst oder Fisch

Jedes Schnitzel, jedes Steak, jeder Burger und jede Chicken-Nuggets waren mal Lebewesen. Lebewesen, die oftmals einzig und alleine den Sinn und Zweck erfüllen, uns satt zu machen und mit einer Menge Antibiotika und Aufbaufutter schnellstmöglich, größtmöglich hochgezogen werden. Okay, das Kobe-Rind wird gekämmt, gestreichelt, bekommt Kneippbäder und was auch immer, aber das ist die Ausnahme und nicht die Regel. Die Regel ist Massentierhaltung, Tiertransporte bei heißem Wetter, auch, wenn wir Kühe, Rinder, Schweine in Deutschland hätten, bekommen wir sie aus Polen, Rumänien oder der Türkei, weil sie dort günstiger "hergestellt" werden können. Ich selbst bin nicht vegan oder vegetarisch, aber versuche, so wenig Fleisch wie möglich zu verzehren. Vor allem habe ich auch beim Preis nach unten eine "Schmerzgrenze". Ein Kilo Hähnchenschenkel für 1,90 Euro... das kaufe ich nicht, auch nicht beim Metzger/Fleischer, denn man kann sich ausmalen, was das für ein Geschäft sein muss und auf wessen Kosten.

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Obst und Gemüse

Obst und Gemüse muss angebaut werden, Boden muss dafür zur Verfügung stehen und die richtigen Temperaturen herrschen. Es braucht in der Regel eine Menge Wasser, damit Obst und Gemüse wächst. Dann kommt die Ernte, die Verpackung und der Transport hinzu. Dass wir in Europa Äpfel aus Neuseeland bekommen oder Äpfel aus Neuseeland erst mal nach Indien in die Verpackung verfrachtet werden, dann dort gewaschen, verpackt und weiter in die USA oder nach Europa geschifft werden, obwohl wir in Europa heimische Äpfel haben, zeigt den Irrsinn und wer alles verdienen muss an unseren Lebensmitteln. Ähnlich ist es bei Kartoffeln. Wir haben eine Menge Kartoffeln in unseren Breitengraden, allerdings können viele Obst- und Gemüsesorten den Weg in den Laden nicht schaffen, weil es EU Richtlinien verbieten, denn der Handel (und letztlich wir als Verbraucher) bestimmen Form, Größe, Farbe und dergleichen. Ich habe noch nie einen geschmacklichen Unterschied zwischen einer herzförmigen Kartoffel und einer schönen aus dem Handel geschmeckt und wenn ich meine Karotten klein schneide zum Verzehr, dann ist mir auch egal, ob die Karotte vorher krumm war oder nicht. 

Verschiedenes loses Obst und Gemüse ebenfalls gerettet von Hofer über die App too good to go für 3,99 Euro.

Milchprodukte und anderes

Auch hier wird in aufwändigen Verfahren, meist künstliches Aroma oder aus dem Labor gebastelte Geschmacksrichtungen zusammen gerührt und haltbar gemacht und sogar Reis oder Mehl oder Salz mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. Wie Salz, Mehl oder Reis ablaufen kann und woher Milch weiß, dass sie genau am 27.09. "kippen" muss und fies schmecken muss oder ranzig sein muss? Ich verlasse mich hier auf meine Sinne, aber gewiss nicht auf das Datum, was die Industrie sich ausdenkt. 

Soviel dazu. Nun aber zu meinen Ideen, dazu, wie ich mein Verhalten verändert habe und dadurch nicht nur Geld spare, die Umwelt schone und mir der Wertigkeit der Lebensmittel bewusst werde, sondern auch noch teilweise meine Nachbarn oder andere Mitmenschen entlasten und glücklich machen kann. 

Was tue ich gegen Lebensmittelverschwendung?

  1. Ich kaufe nur das, was ich tatsächlich brauche. Heißt nicht, dass ich nie etwas Luxus kaufe oder mal etwas Spezielles, sondern vielmehr, dass ich nicht 100 Jogurts kaufe, nur, weil sie gerade im Angebot sind, sie dann aber schlecht werden lasse, sondern weiterhin die Mengen kaufe, die ich auch verbrauche. Ohne Wegwerfen. 
  2. Ich versuche, regional, saisonal und unverpackt zu kaufen, wo immer möglich und schrecke auch nicht vor den Single-Bananen, Äpfeln mit einem "Dötsch" oder krummen Karotten zurück. 
  3. Wichtig ist ebenfalls, dass man seine Lebensmittel richtig lagert. Fängt an, mit der richtigen Position im , aber auch der richtigen Verpackung und dem richtigen Ort an sich. Das ein oder andere gehört nicht in den Kühlschrank, dies und das mag es dunkel, jenes mag anderes nicht als "Nachbar" und so weiter. 
  4. Es gibt für alles Rezepte. Aus einer überreifen Banane kann man Mus oder einen Bananenshake machen, aus kitschigen Äpfeln Apfelmus, Marmelade oder Kompott oder ein Blech Apfelkuchen. Auch ein selbst gemachtes Eis, Dessert, Pesto oder ein Smoothie geht. Wabbelige Karotten oder Kartoffeln können gekocht und unter das Tierfutter gemischt werden und dergleichen. 
  5. Aus Fischabfällen, aber auch aus Gemüseschalen kann man Brühe und Fonds herstellen. 
  6. Vieles - von dem man es gar nicht glaubt - kann man einfrieren. Vor allem saisonale Dinge kann man so auch nach der Saison auftauen und genießen. 
  7. Alles, was irgendwie möglich ist, wird geteilt und an bedürftige Menschen oder auch an meine Nachbarn gegeben. Sei es unverarbeitet oder auch bereits in Form einer gekochten Mahlzeit. 
  8. Nudeln kann man wunderbar am Tag später mit etwas Butter anbraten oder noch mal kurz in heißes Wasser geben und immer noch verzehren. Oder glauben wir, die Pizzeria oder das Restaurant kocht alle Nudeln immer frisch? Aus eigener Erfahrung weiß ich, die Nudeln werden gekocht, mit etwas Öl vermengt und sind dann im Kühlhaus in 10 Liter Eimern, werden dann kurz erwärmt in Wasser und dann mit der Soße in der Regel in einer Pfanne. 
  9. Lebensmittel, die irgendwie gehen, versuche ich selbst anzubauen oder auch über "re-growing" neu zu gewinnen aus dem, was da ist. Klappt bei Lauchzwiebeln, Staudensellerie, Salaten und ein paar anderen Dingen. 
  10. Ich gehe selbst auf Wildkräutersammeltour, sammele Eierschwammerl, Brombeeren, gehe nachsammeln.

Nicht nur, dass man so eine Menge Geld einspart, sondern man wird sich auch immer mehr bewusst, wie wertvoll Lebensmittel sind, in welchem Überfluss wir eigentlich leben, findet neue Rezepte, um bestmöglich alle Reste zu verbrauchen, ohne, dass etwas wegkommt und vor allem ... es spart wirklich eine Menge Geld. Ich wollte es anfangs kaum glauben, aber mittlerweile komme ich locker mit 100-150 Euro im Monat für Lebensmittel aus für einen 1 Personenhaushalt und meine 9 Tiere. Da sind dann Tierfutter und Hygieneartikel schon mit inkludiert. 

Wer Geldsorgen hat, aber auch, wer einfach ein wenig nachhaltig und bewusster leben will, der finde hier hoffentlich ein paar Anregungen. 

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