Tipps für mehr Nachhaltigkeit

Tipps für mehr Nachhaltigkeit
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Was kann ich tun, um nachhaltig(er) zu werden und gleichzeitig noch eine Menge Geld zu sparen, als positiver Nebeneffekt? Das ist eine der Fragen, mit der ich mich schon sehr lange beschäftige und immer wieder neue Kleinigkeiten finde, mit denen ich mit noch weniger auskommen kann. So mag ich es, der Umwelt einen geringeren Schaden zuzufügen und dabei sogar meinen Geldbeutel zu schonen. Und was es für Beispiele gibt, die einem manchmal gar nicht so bewusst sind, erfahrt ihr jetzt:

Was ist der Gedanke dahinter?

Ich bin relativ früh ausgezogen und hatte nie viel Geld, aber die Verantwortung für mich selbst. Leider habe ich auch von Zuhause keinen sonderlich guten Umgang mit Geld mit auf den Weg bekommen, sondern meine Eltern habe eher immer am finanziellen Limit gelebt und sich wenig Gedanken gemacht. Alleine, mit 16 in einer eigenen Wohnung, war es immer erstrebenswert, weder Schulden zu haben, noch in ständiger finanzieller Angst leben zu müssen. 

Nach und nach habe ich also verschiedenste Dinge ausprobiert, um weniger Geld auszugeben für nicht zwingend notwendige Dinge und festgestellt, dass es sehr oft nicht nur meinen Geldbeutel guttut, sondern auch gesünder ist, weniger umweltbelastend, viel befreiender und auch nachhaltiger. Es ist mittlerweile für mich immer schöner, den Zusammenhang von all diesen Dingen zueinander zu verstehen und auch zu sehen, wie viele Kleinigkeiten ich dazu beitragen kann, dass vielleicht auch unsere Enkelkinder noch auf einem lebenswerten Planeten leben können und all das ohne, dass mir bewusst Lebensqualität fehlt. 

Was tue ich konkret anhand einiger Beispiele?

Selbst kochen, mit etwas Kreativität und Muskelkraft

Mit selbst kochen meine ich nicht nur Nudeln warm machen oder diese Dinge, sondern auch, so gut es geht keine Lebensmittel wegzuwerfen. Das mag manchmal heißen, dass ich keine Sahne verwende, weil meine Milch noch offen ist und ich dann bevorzuge, diese zu verbrauchen, anstatt Sahne zu öffnen und auch nur halb zu verwenden. Man kann in der Regel - zumindest beim Kochen - die meisten Milchprodukte gegeneinander austauschen und muss nur in Einzelfällen tatsächlich unbedingt ein bestimmtes Produkt verwenden. Es bedeutet aber auch, jedes Lebensmittel so gut es geht in Gänze zu verwenden und möglichst wenig wegzuwerfen. So zum Beispiel aus den Schalen des Gemüses eine Gemüsebrühe zu kochen oder Zitrone für die Spülmaschine oder gegen Kalk zu verwenden, aber auch meinen Apfel mit Schale zu essen, nachdem ich ihn gewaschen habe. 

Ein weiteres Beispiel ist geriebener Käse. Ich kaufe immer einen Kanten-Gouda mit 450 g. Dieser ist einmal in Plastik verpackt. Aus diesem reibe ich in der Regel meinen geriebenen Käse für Pizza oder Pasta zum Überbacken, oder im Sommer für den Salat selbst und muss nicht mehrere Packungen fertigen Reibekäse kaufen, der zum einen teurer ist und zum anderen gleich mehrfach Plastikmüll produziert. 450 g Gouda am Stück kosten ca. 3,50 Euro, während 200 g "Pizzakäse" etwa 2,30 Euro kosten. Die gleiche Menge kostet also - weil ich mir die Arbeit spare - etwa das Doppelte. 

Ebenso versuchen wir, Gerichte so zu planen, dass wir nichts über behalten und auch alles so gut zu lagern, einzufrieren oder schon zu verarbeiten und dadurch zu konservieren, dass wirklich nichts überbleibt und in der Tonne landet. 

Mehrweg statt Einweg, wir geben allem mehrere Chancen

Früher haben wir die kleinen Saftflaschen aus Plastik gekauft und mit ins Büro genommen, ebenso wie Sprudelwasser oder Kakaogetränke im kleinen Tetrapaks. Vor langer Zeit haben wir all diese Einweggewohnheiten abgeschafft und uns einige Glasflaschen angeschafft bzw. ggfs. behalten. Glasflaschen gibt es bei Tedi beispielsweise um 1 Euro zu kaufen. Diese sind immer wiederzuverwenden und super für Saft, Milch oder selbstgemachten Kakao. Für Kohlensäurehaltiges haben wir zumindest ein paar Plastikflaschen mit 0,5 l aufbewahrt, in die wir dann aus der Glasflasche abfüllen. So produzieren wir nicht mehr 3-mal leeres Plastik, sondern machen selbst aus dem Einweg ein Mehrweg und kaufen größere Wasserflaschen im Kasten aus Glas. 

Auch Butterbrotpapier, Alufolie, Backpapier und Konsorten, genauso wie Küchenrolle oder Taschentücher brauchen wir nicht mehr, sondern verwenden als Alternativen , die wir noch hatten oder haben eine Blechdose gekauft, eine Dauerbackmatte und nutzen an Stelle von Küchenrolle ein Mikrofasertuch bzw. Stofftaschentücher, die einfach mit gewaschen werden, statt in der Tonne zu landen. 

Für die Vergabe von Geschenken haben wir mehrere umweltschonende Alternativen. So haben wir beispielsweise einmal jeweils 3 alte Schuhkartons mit Geschenkpapier beklebt, so, dass man den Deckel abnehmen kann, ohne das Papier kaputt zu reißen. Also sprich den Deckel und den Karton separat. Je 3 Schuhkartons für Weihnachten und 3 für Geburtstage. Diese nutzen wir als Geschenkboxen und verpacken das Geschenk, was darin ist, nicht erneut extra. In der Regel bekommen wir die Box zurückgegeben, spätestens beim nächsten "Schenken" und brauchen weder immer neues Geschenkpapier, noch hübsche Boxen zu kaufen. Auch das spart eine Menge Geld und Ressourcen. 

Selber machen, statt kaufen! Individualität und Kreativität siegt

Wir basteln und gestalten seit Jahren Anhänger für Weihnachten und Geburtstage, aber auch Weihnachtsschmuck, Adventskränze und auch Karten selbst. Es ist eine kostengünstige Freizeitbeschäftigung, kommt immer gut an und wir können so Stoffreste, Wollreste, alte Klamotten, schöne Bilder aus Zeitungen oder Rezepte mit unterbringen und uns Gedanken um die Beschenkten machen. 

Gleiches gilt bei allen Problemstellungen, wo immer unsere erste Frage ist: Können wir irgendwie anders, ohne oder reparieren? Was haben wir für eine Alternative?

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