Apfelsinenlikör mit Kaffee

Jetzt bewerten:
5 von 5 Sternen auf der Grundlage von

Dies ist ein altes, sehr leckeres Rezept für Apfelsinenlikör mit Kaffee. Bilder sind leider nicht vorhanden.

Zutaten:

1 große Apfelsine
48 Stückchen Würfelzucker
48 Kaffeebohnen
1 ½ Flasche Weizenkorn
1 hohes, verschließbares Glas
48 Tage Wartezeit

Eine große Apfelsine wird unter lauwarmem Wasser gründlich abgebürstet. Anschließend wird mit einem kleinen spitzem Messer in die Apfelsine gestochen und gleich 1 Kaffeebohne dort hinein gesteckt. Das wird 48 Mal wiederholt.

Die mit Kaffee gespickte Apfelsine wird nun in ein hohes Glas (Weckglas o. ä.) gegeben, die 48 Stückchen Würfelzucker und der Weizenkorn ebenfalls. Das Glas wird gut verschlossen und an einen Ort, mit Zimmertemperatur, gestellt. Nun beginnt die lange Wartezeit. Gelegentlich das Glas gut durchschütteln, damit sich der Zucker auflösen kann. Wenn man die 48 Tage durchhält, darf die Apfelsine entfernen, alles durch ein feines Sieb abgießen und probieren. Der Likör hat eine wundervolle Farbe und schmeckt nach mehr!

Der Likör lässt sich gut abwandeln. Es können mehrere kleine Apfelsinen genommen werden. Statt Weizenkorn kann auch Rum oder Weinbrand (Cognac) verwendet werden.

Und hier noch eine kleine Abwandlung:

Zutaten:

6 bis 8 Bananen
48 Stückchen Würfelzucker
1 ½ Flaschen Weizenkorn
1 Teelöffelspitze gemahlener Kaffee
1 hohes verschließbares Glas
48 Tage Wartezeit

Bananen abschälen, in dicke Scheiben oder Stücke schneiden und zusammen mit den übrigen Zutaten in ein Glas geben. Gut verschlossen bei Zimmertemperatur aufbewahren, öfter gut durchschütteln, damit sich der Zucker auflösen kann.

Nach der Frist die Bananenstücke entfernen (die schmecken auch nicht mehr, weil der leckere Geschmack rausgezogen ist), die Flüssigkeit durch ein feines Sieb filtern. Es kann auch eine Filtertüte verwendet werden. Abwandlungen sind, wie oben erwähnt, möglich. Der so erhaltene Bananenlikör ist so lecker, dass er sich leider ebenfalls nur kurz hält.

Die Liköre eignen sich auch lecker über einem Eisbecher und als Geschenk. Bei uns hielten sie sich leider zu kurz. Viel Freude beim Zubereiten und beim Probieren!

Von
Eingestellt am

11 Kommentare


2
#1
25.2.13, 23:20
hey du bist ja ne ganz schlimme! :-)))
immer solche lecker Sachen, ich mag doch keinen Allehol.
aber ich könnte ja trotzdem mal kosten.
3
#2
26.2.13, 04:50
Hallo Regina!

In welchem Behälter hast du deinen Likör gemacht?

Stelle mir jetzt eine Apfelsine, gespickt mit 48 Kaffeebohnen (passen die alle an eine Apfelsine??) in einem Weckglas, gefüllt mit 48 Stück Würfelzucker und 1 1/2 Flaschen Alkohol vor und zweifel noch an der Grösse.

Hast du den Tipp schon mal selbst ausprobiert? Welchen Farbton ca. sollte der Likör nach rund 40 Tagen haben? Danke! Mfg Hase
1
#3
26.2.13, 09:46
@Marzipan-Hase: da gibt es aber noch Gläser die einen großen Durchmesser haben und auch der Deckel 1x als Schraubverschluss und 1x mit dieser Weckglasmechanik haben. :-))
2
#4
26.2.13, 16:49
Es ist zwar gerade Fastenzeit (bei mir ohne Zucker und Alkohol), aber ich denke , das trifft ja nicht fürs Aufsetzen eines solch lecker
klingenden Rezeptes zu.
Wenn ich mich nicht verrechnet habe, sind die 48 Tage dann vorbei, wenn die Fastenzeit auch vorbei ist. Na, das passt doch, denn Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

Danke für diesen Tipp!
2
#5
26.2.13, 20:09
Die Rezepte klingen so lecker, dass man das nachmachen möchte.

Könnte ich mir auch gut als Mitbringsel denken.
Einfach kleinere Flaschen damit befüllen, etikettieren, Schleife dran, fertig.
1
#6
26.2.13, 22:14
es gibt Weckgläser mit Bügelverschluss, in die ein Liter reinpasst beim Möbelschweden ... die benutze ich ebenfalls zum Liköransetzen

mein Tip: auf jeden Fall Weizen- oder Doppelkorn benutzen, gibt einfach den besten Likör
1
#7
27.2.13, 01:06
@ Agnetha, vielen Dank für den Hinweis.

@ gitti2810, auch dir vielen lieben Dank Gitti!!

..wir wollten eh neue Möbel.. :)
#8
27.2.13, 06:50
Hallo!
Leider kann ich erst heute die Mails lesen. Mein PC wollte nicht mehr.
Nun muß ich erst alles neu installieren.
Nun zu den Antworten!
Ich habe immer ein sehr großes Weckglas verwendet. Die 48 Kaffeebohnen passen in die Apfelsine, die sieht nach einigen Tagen auch toll aus. Die Farbe ist dunkelgold-orange. Das hängt davon ab, welchen Alkohol und welche Apfelsinen man verwendet. Je länger der Likör durchziehen kann, um so kräftiger wird die Farbe. Zum Verschenken? - Dazu ist es bei mir leider nie gekommen!
Der Likör ist einfach zu süffig - wie man so sagt, er schmeckt immer nach "Mehr".
Vielleicht lassen sich auch Mandarinen verwenden?
Bananenlikör ist ebenfalls zu lecker, der sieht aber nicht so klar aus.
Einfach selber probeieren und noch mal melden!!!

Ich nehme auch meist Congnac oder Doppelweizenkorn.
Der Alkohol muß auch schmecken, damit der Likör Spitze wird!

Viel Spaß beim Ansetzen!
MfG Regina
1
#9
27.2.13, 09:18
48 Tage Wartezeit!!!! Das ist das Einzige, was mich davon abhält, den Likör sofort anzusetzen. :( Es würde mir schwer fallen, so viel Geduld aufzubringen, um das abzuwarten, ehe ich weiß, dass die Sache geglückt ist.

Regina, kochst Du das Weckglas vorher aus? Und wie lange hält der Likör, wenn er fertig ist, ungefähr? 1 !/2 Flaschen Korn ist 'ne Hausnummer - das trink ich nicht in einer Woche weg. ;)
#10
27.2.13, 11:14
@Baerbel-die-Gute:
Hallo! Danke für die Fragen! Gut abgewaschen und ausgetrocknet reicht. 1 1/2 Flaschen müssen es nicht sein, jeder kann gerne mehr ansetzen.
Geduld, ja - das muß man schon aufbringen. Nicht weiter sagen: "Wir hatten sie leider auch nie bis zum letzten Tag!"
"Probieren geht über Studieren" und probieren ist nicht immer vorteilhaft, zumindest nicht, wenn was zu lecker schmeckt!
2
#11 Dora
8.3.13, 20:44
Ich musste schmunzeln und an meine Jugend denken, als ich deine Rezepte gelesen habe. Zu DDR-Zeiten gingen solche Rezept unter den Kollegen rum und ich habe das auch literweise für Feste oder auch bloß mal so gemacht.
Das nannte sich dann "Bols-Likör". Bols Liköre gab es in der DDR nicht und wurde höchstens mal von der Westverwandtschaft mitgebracht und ein "gelernter DDR-Bürger" war dann erfinderisch und hat das Rezept ausgeklügelt.
Schön, dass soelche Rezept immer noch existieren und noch gemacht werden, vor allem in Zeiten, wo man alles kaufen kann!

Verfasse einen Kommentar

Emojis einfügen