Ich erinnerte mich heute mal wieder daran, dass es in meiner Kindheit Süßspeisen mit Sago gab. Kennt ihr das? Ich verrate euch ein leckeres Rezept.

Birnenkompott mit Sago

12×
Jetzt bewerten:
5 von 5 Sternen auf der Grundlage von

Zeit

Zubereitungszeit:
Koch- bzw. Backzeit:
Gesamtzubereitungszeit:

Ich erinnerte mich heute mal wieder daran, dass es in meiner Kindheit oft Süßspeisen mit Sago gab, ich damit aber noch nie etwas zubereitet habe.

Letztens konnte ich nicht an einem großen Beutel reifer Birnen zum Feierabenddumpingpreis vorbeigehen und hatte damit alle Zutaten im Haus, um meiner schlechten Dauerregenlaune die Stirn zu bieten und mit süßem Soulfood den Tag zu retten.

Zutaten

  • Birnen, bevorzugt reif oder überreif
  • Wasser
  • Vanillezucker
  • nach Geschmack Rosinen
  • Sago (Menge richtet sich nach Wasserbedarf und Anzahl der Birnen)
  • 4-5 Nelken
  • 1 Stange Zimt
  • 1 Sternanis
  • 1 Tüte Vanillepudding

Zubereitung

  1. Das Wasser mit Zucker, Nelken, einer Zimtstange, Sternanis und Vanillezucker zum Kochen bringen.
  2. Herunterschalten, und geschälte, entkernte und zerkleinerte Birnen dazugeben, eventuell ein paar Rosinen dazugeben.
  3. Sago mit einer Tüte Vanillepudding vermischen und einrühren.
  4. Unter ständigem Rühren auf kleiner Stufe köcheln lassen, bis der Sago durchsichtig wird.

Mir schmeckte der Nachtisch lauwarm am besten.

Von
Eingestellt am

26 Kommentare


1
#1
6.10.17, 21:44
Jaaaa, das gab es in meiner Kindheit auch des öfteren, bei uns hieß das dann "Froschaugensuppe".
Genau wie du, habe ich selber noch nie etwas mit Sago zubereitet, warum kann ich nicht sagen😋
2
#2
6.10.17, 21:48
Was ist Sago? Ich habs schon mal irgendwo gehört, kann mir aber spontan nichts darunter vorstellen. Bekommt man das in jedem Supermarkt? Wahrscheinlich weiß das hier jeder, nur ich nicht.....schäm!
#3
6.10.17, 21:49
@ Kampfente:
Ich auch nicht, zumal ich so oft daran gedacht habe und es ja auch sogar im Vorratsschrank hatte.......
Mach mal!
#4
6.10.17, 21:54
@Schokoräubärin: 
Glaub ich nicht, dass es jeder kennt......
Sago ist ein Stärkegranulat, winzig kleine Kügelchen, das zum Andicken von Süßspeisen Verwendung findet. Wenn sie "gar" sind, sind sie durchsichtig und erinnern an Froschlaich 😂.

Kaufen kann man es in jedem Supermarkt, irgendwie scheint es aber kaum jemand zu kaufen, denn ich hab es noch in keinem Rezept wiedergefunden...... 
1
#5
6.10.17, 22:19
😵😵👍👌
2
#6
7.10.17, 00:40
Ach ja, Sago - das gab es früher bei uns immer als Kaltschale. Hat im Sommer immer gut getan.
Danke fürs Erinnern.
1
#7
7.10.17, 09:00
Mit Milch koche ich Sago ab und zu, weil mein Mann das so gerne mag.
Aber mit Früchten habe ich es schon lange nicht mehr verarbeitet, obwohl wir das auch sehr gerne mögen.
Früher habe ich häufiger Trockenobst mit Sago gekocht, das war sehr lecker.
Danke für die Erinnerung! Das kann ich auch gut mal wieder kochen, mit Birnen, Äpfeln oder anderem Obst. Ich freue mich schon darauf!
Aber Dein Dessert mit Bananen und Datteln steht ja auch noch auf meiner To-Do-Liste!
2
#8
7.10.17, 10:09
SAGO - Klasse, dass du mich daran erinnerst! Ich habe immer gerne Rote Grütze mit Sago gemacht, aber irgendwann keinen Sago mehr gefunden. Werde mich heute noch auf die  Suche machen.

Ich finde einfach, dass Rote Grütze mit Sago zubereitet besser, feiner schmeckt als mit Stärkemehl.

Danke!
#9
7.10.17, 21:37
@Maeusel: 
Ich habe uns heute, weil ich immer noch Dauerschlechtelaune habe, eingefrorene Dessertreste aus dem Gefrierschrank befreit und auch als Eis war es einfach nur köstlich. Ich denke aber mehr und mehr, dass Sahne ein Muss ist, warum auch immer. Vielleicht lösen sich die Datteln sonst nicht auf......Zur Sahne habe ich eine Prise Salz genommen.........
1
#10
8.10.17, 14:02
Genau - da kommen auch wunderbare Kindheitserinnerungen auf an Wochenenden bei der Großmutter und Rote oder Rhabarbergrütze mit Sago. Dazu dicke Vanillesoße oder Zwieback. Fischeiersuppe haben wir Kinder auch heimlich dazu gesagt. Wenn Oma das gehört hätte, waren ein "paar hinter die Löffel" fällig gewesen. Wir Nachkriegskinder lernten solche Köstlichkeiten erst als Schulkinder kennen.
1
#11
8.10.17, 14:02
Genau - da kommen auch wunderbare Kindheitserinnerungen auf an Wochenenden bei der Großmutter und Rote oder Rhabarbergrütze mit Sago. Dazu dicke Vanillesoße oder Zwieback. Fischeiersuppe haben wir Kinder auch heimlich dazu gesagt. Wenn Oma das gehört hätte, waren ein "paar hinter die Löffel" fällig gewesen. Wir Nachkriegskinder lernten solche Köstlichkeiten erst als Schulkinder kennen.
1
#12
8.10.17, 20:55
Oh ja, Fischaugenpudding! 😊 Ich kenne Sago auch nur mit Milch gekocht, aber die Varianten im Tipp und in den Kommentaren klingen auch sehr lecker und Test-würdig.
#13
10.10.17, 22:23
Ich habe nie gewusst, wie lecker diese Erinnerungen sein können......probiert es aus!
1
#14
4.11.17, 07:46
Sago! Ich fasse es ja nicht! Und sowas hattest Du einfach so im Schrank? Wie man sieht, kommen überall alte Erinnerungen hoch. Ich hätte es als typisches DDR-Produkt eingeordnet, stimmt also nicht. Wahrscheinlich noch älter. Kaltschale, genau! An den Begriff hätte ich mich von allein auch nicht mehr erinnert. 
Ich muss das jetzt nicht unbedingt wieder haben, aber Du bereitest Deine Ideen wirklich richtig gut auf!
#15
4.11.17, 09:44
@schwarzetaste: 
Sago hatte ich vor langer Zeit schon mal gekauft, weil mir das Päckchen damals zufällig ins Auge stach. So kaufe ich meistens ein: Könnte man ja mal machen........😂 und so kommt dann eins zum anderen. 
#16
4.11.17, 09:49
Hallo, es gibt sogar rote Grütze mit Sago im Beutel zu kaufen. Dann braucht man keinen ganzes Pfund zu holen. In gut sortierten Märkten wie Real oder Kaufland im dreier Pack. 
#17
4.11.17, 13:01
Davon kenne ich überhaupt nicht.
Vielleicht ist das ja regional?
 Komme aus Franken, will das aber mal probieren.
Klingt lecker
1
#18
4.11.17, 14:14
Rote Grütze mit Sago fand ich auch immer sehr lecker. Hatte mal eine "echte Hanseatin im Exil" kennengelernt, die auch davon schwärmte, aber leider keinen Sago mehr fand. Ich hatte mich dann schlau gemacht. Ursprünglich stammt Sago von der Sago-Palme. Wird (so erinnere ich mich) aus dem Mark der Palme gewonnen. Inzwiscchen wird Sago aus Stärke anderer Pflanzen hergestellt, indem die Stärke zu Kügelchen verarbeitet wird; also eigentlich ein Sago-Imitat - funktioniert aber trotzdem gut. Leider findet man auch dieses Imitat nur selten im Handel. Die "Hanseatin" hat sich sehr gefreut und ihre rote Grütze war sehr lecker, wie bei meiner Oma und Mama.
#19
4.11.17, 18:19
Rote Grütze mit Sago gibt es auch bei Edeka und nein , Sago kommt von keiner Palme , es wird aus Gerste gemacht . Bei uns früher gab es immer Schlachtesuppe mit Sago . Mit Milch oder gekochtem Obst kenne ich das nicht. Habe mal gelesen , dass es Nudeln mit Milch als Süßspeise geben soll . Denke mal , diese Rezepte sind Regions-abhängig?
#20
4.11.17, 23:09
Ich kenne Sago auch unter dem Namen Tapioka. Müller's Mühle Perlsago ist eine perlierte Stärke, die ideal zum Binden fruchtiger und süßer Nachspeisen geeignet ist. Man streut es direkt in die kochende Flüssigkeit läßt kurz aufkochen und bei geschlossenem Deckel auf allerkleinster Stufe mindestens 20 Min. ausquellen. Diese Anleitung steht auf der Packung. Lieber etwas weniger Sago in die Flüssigkeit einrühren, es kann auch ansetzen wenn man nicht aufpaßt. Verhältnis 50 gr Sago auf 500 ml Flüssigkeit.
1
#21
5.11.17, 05:49
@Schnuff #19: Der botanische Name der Sagopalme ist Metroxylon sagu. Sago-Imitate lassen sich aus anderen stärkeliefernden Pflanzen herstellen. Wenn in der Schlachtesuppe etwas von der Gerste war, dann vielleicht Gersten-Graupen. Die finden in vielen traditionellen Suppen Verwendung. Gemeinsam mit dem Sago haben die, dass sie früher populärer waren als heute und beide zur Bindung von Wasser bzw. zur Dickung eingesetzt werden.
Durch den Mangel in der Nachkriegszeit kann vielleicht auch Sago durch Gersten-Graupen ersetzt worden sein und eine Vermsichung der Begriffe resultieren. Eine klassische Verwendung von (Palm-)Sago ist die rote Grütze (gekochtes Beerenobst und Kirschen), die von Norddeutschland her Verbreitung fand. Ein Grund mag auch sein, dass Sago eine typische Kolonialware war, die aus Kolonien in Südostasien importiert wurde.
Der Birnenkompott wäre mit Gersten-Graupen etwas ganz anderes (fände ich weniger lecker).

@selbstistdiefrau #20: Tapioka stammt aus den Wurzeln der Maniok-Pflanze; die ist ein Wolfsmilchgewächs (blausäurehaltig). Aus Tapioka sind auch Flocken, ähnlich wie Kokosflocken. Wenn die in einer dünnen Schicht in eine Pfanne (ohne Öl/Fett) gegeben werden, wird daraus ein Fladen. Dabei gast die Blausäure aus. Schmeckt lecker (Zubereitungsart in Brasilien) und wird oft auch als "Sättigungsbeilage" verwendet.
#22
5.11.17, 11:21
@paraiba: sorry , Du hast Recht . Hatte die Graupen im Kopf...stimmt , Sago ist das glibbrige Zeugs . Asche auf mein Haupt...
#23
5.11.17, 18:45
@Schnuff #22: Die gleiche Verwechslung hatte ich (als Kind) auch gemacht. Das lag vielleicht daran, weil meine Oma sowohl Rote Grütze und auch Suppen mit Graupen kochte. Ich glaube beide wurden auch als "Perl-..." gehandelt, also Perl-Sago und Perl-Graupen; ein weiterer Grund die sprichwörtlich in einen Topf zu schmeißen.
#24
5.11.17, 18:54
Ach je , Grütze mit Graupen und Suppe mit Sago ? Oder ist es noch mal gut gegangen .
#25
5.11.17, 18:59
Es ist gut gegangen, denn ich war als Kind nur Konsument; gekocht hatte meine Oma und auch meine Mama und die hatten nichts verwechselt.
#26
5.11.17, 23:40
@paraiba: da bin ich ja froh , dass Mama und Oma den Durchblick gehalten haben . Ja , es gab Perlgraupen und Perlsago . War wohl so etwas wie ein Markenname .

Rezept kommentieren

Emojis einfügen