Brot aus 4 Zutaten backen

Nach dem Abschnitt sieht man hier die doch viel feineren Poren, als im Brot mit dem ungekneteten Teig.
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Fertig in 

Meine neue Nachbarin backt ihr Brot stets selbst, wie sie mir berichtete und gab mir auf meine Frage, ob ich sowas auch kann, das Rezept für ein helles Brot, welches mit nur vier Zutaten auskommt. Sie war der Meinung, dass auch ich als Brotback-Anfängerin dieses einfache Rezept umsetzen kann und ganz sicher ein leckeres Brot auf den Tisch bringen werde. Ich habe mich sogleich an die Arbeit gemacht und die sehr übersichtlichen Zutaten nach Anweisung zusammengerührt. Dann hieß es abwarten und schauen, was am nächsten Tag daraus wird.

Zutaten

6 Portionen
  • 500 g Mehl Typ 405
  • 10 g Salz
  • 2 g Hefe frisch
  • 350 ml Wasser lauwarm

Zubereitung

  1. Die Hefe wird in dem lauwarmen Wasser aufgelöst, Mehl und Salz werden gut miteinander vermischt und dann mit dem Hefewasser aufgegossen. Alles wird so lange mit einem Kochlöffel gut verrührt, bis sich die Zutaten gleichmäßig vermischt haben. Ein Durchkneten ist nicht erforderlich.
  2. Die Schüssel stellt man nun abgedeckt mit einem Tuch für 12, besser noch für 16 Stunden bei Zimmertemperatur zur Seite, damit der Teig langsam, aber gut arbeiten kann.
  3. Ist die Reifezeit am nächsten Tag erreicht, wird der Teig aus der Schüssel gehoben, mit etwas Mehl bestreut, nur leicht gefaltet und zur Kugel geformt. Man gibt diese Kugel wieder in die Schüssel, deckt sie noch einmal mit einem feuchten Tuch ab und lässt den Teig nochmals eine Stunde aufgehen.
  4. Während dieser Zeit heizt man den und einen gusseisernen Topf auf 250 Grad O/U-Hitze vor. Die Teigkugel gibt man auf ein Backpapier und dieses sodann zusammen mit dem Teig in den heißen Topf. Der Topf wird mit seinem Deckel verschlossen und das Brot soll nun für 25 Minuten backen.
  5. Dann stellt man die Temperatur auf 200 Grad O/U-Hitze herunter und nimmt den Deckel ab, damit das Brot in weiteren 20 Minuten im offenen Topf seine gewünschte Bräunung erhält.

Extra-Tipp

Hier muss ich unbedingt darauf aufmerksam machen, dass die vorbeschriebene Arbeitsweise am Ende nicht so sehr meiner Vorstellung von einem Brot entsprach. Ich habe dann umgehend ein weiteres Brot mit den gleichen Zutaten und der gleichen Reifedauer vorbereitet und ein paar Handgriffe abgeändert;

Nachdem die Reifezeit vorbei war, habe ich den Teig entgegen den Rezeptvorgaben gut durchgeknetet und erst dann auf ein Backpapier gelegt. Jetzt habe ich den Teig - mit dem Backpapier - in eine Kastenform gelegt und diese in den heißen, gusseisernen Topf gestellt und dann mit dem Deckel den Topf verschlossen.

Die genannte Backzeit habe ich bei 220 Grad O/U-Hitze eingehalten und nachdem diese erreicht war, habe ich den Deckel abgenommen, die weitere Temperatur auf 180 Grad O/U-Hitze heruntergestellt und nach 20 Minuten war dann das Brot fertig und so gelungen, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Ich denke, es liegt am Backofen, denn diese haben ja oft Unterschiede, was die Temperaturangaben und deren tatsächliche Heizleistung im Ofen betrifft. Mein Backofen wird vermutlich heißer als die vorab genannten 250 Grad und so wurde das Brot zu dunkel und die Kruste doch sehr bissfest.

Als wichtig habe ich auch das Durchkneten des Teiges empfunden, denn so konnte ich die großen Luftblasen im Brotteig verhindern und die Krume wurde etwas feiner. Wenn man den Teig nur leicht faltet, bleibt einfach zu viel Luft im Teig zurück und so entstehen dann die doch sehr großen Löcher.

In jedem Fall aber kann ich das Brot selbst vom Geschmack und von seiner einfachen Zubereitung her wirklich empfehlen. Man muss nur die Zeit haben, die der Teig braucht, um langsam zu reifen. Das Brot schmeckt mit süßem Aufstrich genauso gut, wie mit herzhafter Wurst oder leckerem Käse.

Probiert es einfach einmal aus, aber bleibt flexibel bei der genauen Umsetzung des Rezeptes.

Ich werde das Brot ganz sicher bald wieder einmal backen.

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