Ein Tipp für Eltern kleiner Kinder, die bald ihre ersten Süßigkeiten kosten dürfen - Einfluss von Süßigkeiten eindämmen.

Einfluss von Quengelware/Süßigkeiten eindämmen

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Einfluss von Quengelware eindämmen, ein Tipp für Eltern kleiner Kinder, die bald ihre ersten Süßigkeiten kosten dürfen: In den ersten Jahren, Süßigkeiten nie vor den Augen der Kinder aus der Verpackung holen, und sie grundsätzlich keine TV-Werbung anschauen lassen.

Süßigkeiten, wenn, dann nur ausgepackt servieren, so dass die Kleinen nicht sehen, aus welcher Verpackung die Köstlichkeit stammt und wie deren Design aussieht - sonst sind die Kleinen blitzschnell darauf konditioniert.

Solange die Kinder die Verpackungen aber nicht erkennen, bleibt das Regal mit goldenen oder den weiß-orangenen Süßigkeitenpäckchen ähnlich reizarm wie das mit den bunten Waschmittelkartons. Zwar ist auf mancher Verpackung das Produkt selbst nochmals abgebildet, aber meist längst nicht so augenfällig wie die einprägsamen Farben des Markendesigns.

Wer vermeiden möchte, dass sein Kind z. B. nur vom Anblick bestimmter Designs einen "Haben-Wollen-Anfall" bekommt, sollte den Tipp von Anfang an umsetzen und auch sein näheres Umfeld miteinbeziehen, nicht zuletzt die Großeltern. Und vielleicht machen ja irgendwann auch Kitas mit und regeln: Wenn einer (überhaupt) Süßigkeiten mitbringen möchte, z. B. am Geburtstag, dann bitte nur ohne Werbeverpackung, also ausgepackt?

Lange funktioniert das natürlich bei keinem Kind. Aber ein paar (prägende) Jahre kann man Kinder so schon vor der Markenkonditionierung auf Quengelware bewahren.

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48 Kommentare


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#1
8.6.12, 18:50
Super geschrieben * * * * * * * * * * *
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#2
8.6.12, 19:42
Gratuliere!!! Bin auch so eine Großmutter, die nicht ständig Süßigkeiten verabreichen möchte.
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#3
8.6.12, 20:34
Klingt sehr logisch! Klasse Tipp!
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#4
8.6.12, 21:13
Dankeschön für diesen tollen Tip! :-)
Damit erzieht man die Kinder nicht zur "Markensau".....und hat es sicher auch später leichter wenn alle anderen Markenklamotten tragen...
Wenn die Kleinen schon früh gelernt haben dass es nicht auf die bunte Verpackung und den Namen ankommt....
Werde ich auf jeden Fall so machen wenn es eines schönen Tages soweit ist :-)
Vielen lieben Dank und ein schönes We wünsche ich :-)
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#5
8.6.12, 21:44
Guter Tip!

Als meine Kinder noch klein waren und keine Wahl hatten, habe ich ihnen immer, wenn ich mit Freundinnen Kuchen oder Kekse aß, kleine Stücke Knäckebrot gegeben. Fanden die gut. Zumindest eine kleine Weile konnte ich den Einfluss der Kekse und Süßwaren so hinauszögern.
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#6
9.6.12, 00:28
Als meine Schwester und ich noch klein waren, haben wir nachmittags - also nach dem 'ordentlichen Mittagessen' immer eine kleine Tasse mit ein paar Keksen oder etwas anderem zum Naschen gekriegt. So gabs also Süßes, aber eben in einer übersichtlichen Menge und wenn das aufgenascht war, dann war auch wirklich Schluß! Denke, das ist immer noch ein gutes Mittel und passt zu dem obigen Tipp.
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#7 xldeluxe
9.6.12, 10:28
Ich bin 55 und erinnere mich, dass es in meiner Jugend für meine Eltern und mich beim samstäglichen Fernsehabend einen in 3 Teile geschnittenen Schokoriegel gab. Das war der Wochenhöhepunkt! Wie kam meine Generation eigentlich an Süßigkeiten vorbei, es gab durchaus schon die ersten Supermärkte und selbst im Tante-Emma-Laden gab es Leckeres. Aber ein Nein war eben ein Nein und da gab es gar keine Diskussionen. Trotzdem ist der Tipp gut - mein Kommentar hat nichts damit zu tun...ich habe mich nur so an diesen Schokoriegel erinnert....(und trotzdem kämpfe ich noch bis heute an Übergewicht hahahha)
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#8 Lamia
9.6.12, 10:42
@xldeluxe:
Ich bin aus dem Ruhrgebiet und da gab es früher an jeder Ecke eine "Bude" mit großen Gläsern von allen möglichen bunten Süßigkeiten (aus heutiger Sicht eher Scheußlichkeiten). Da konnte man schon für 10 Pfennig alles Mögliche kaufen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es damals noch viel einfacher und billiger als heute war, sich mit Süßkram vollzustopfen.
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#9 xldeluxe
9.6.12, 10:49
Ja Lamia, das stimmt schon, ich komme auch aus dem Pott - ich hatte aber gar kein Geld dafür....ich bekam ab und zu mal was, um mir an diesen Buden "Fahrradbilchen" zu kaufen so nach dem Motto: Pimp your bike hahahha
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#10
9.6.12, 12:57
@Lamia: Meine Mutter hatte so eine "Bude", ich (fast 57) saß also direkt an der Quelle, lach! Damals gab es die Bonbons noch lose zu 1-2 Pfennig das Stück.
Ich habe es noch heute im Ohr, wenn die anderen Kinder kamen und "eine gemischte Tüte für 10 Pfennig" verlangten. Dann wurden tatsächlich 10 Gläser aufgemacht und aus jedem ein Bonbon in eine dreieckige Papiertüte gelegt! Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen!
Nappos und Salinos kosteten 5 Pfg. da musste man schon gut überlegen, ob das Taschengeld reichte, so ein teures Teil zu kaufen. Schokoriegel, die auch so langsam in Mode kamen, waren die absoluten Ausnahmen und gab es nur zu besonderen Gelegenheiten.
Aber ich bin überzeugt, dass uns damals diese "Köstlichkeiten" viel besser geschmeckt haben, als heute den Kindern ihre gleich paket- oder beutelweise hingelegten Süßigkeiten!

Der Tipp ist absolut klasse, 5 Sterne dafür!
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#11 Lamia
9.6.12, 13:09
@xldeluxe:
Sei froh!So hast du dein Bike verschönt und nicht deine Zähne ruiniert!
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#12 Lamia
9.6.12, 13:12
@kitekat7:
Dann bist du aber von deinen Freundinnen bestimmt beneidet worden ;-)
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#13
9.6.12, 13:18
@kitekat7:
Doch, kann man sich heute noch vorstellen, gibt's nämlich immer noch ;)
Nur dass die einzelnen Teile heute 5-10 Cent kosten, statt 1-2 Pfennig...
#14 Murmeltier
9.6.12, 13:52
Süßigkeiten für meine Enkelin sind in deren Elternhaus rationiert! Meine Tochter ist ZmF und somit täglich mit den schon oftmals ruinösen Milchzähnen der Kinder konfrontiert!! Auch von den Opas und Omas bekommt die Kleine Süßes nur in geringen Mengen. Gummibärchen z. B. gibt es verpackt in in kleinen Beutelchen in der großen Tüte. Sie bekommt dann ein kleines Tütchen und wenn das leer ist, dann weiß sie, daß die Bärchen eben alle sind. Von Kinderriegeln usw. gibt es auch ab und zu nur immer eines! Die Kleine kennt es nicht anders und hat sich daran gewöhnt!
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#15
9.6.12, 13:54
@Lamia: ganz genau...auch ich bin unter vielen Klümpchenbuden im Ruhrgebiet gross geworden :0}
"...für 5 Pfennig davon, für 20 Pfennig von dem anderen...usw"
Es war wirklich einfach an Süßes heran zu kommen und jeder Groschen wurde in Lakritze, Schoki oder Weingummischnuller umgesetzt.
Danke für diese Erinnerungen!
In Supermärkten habe ich als Kind niemals einen Quengelanfall bekommen, ich denke es lag wirklich an den ausgepackten Buden-Klümpchen und der fehlenden Beschallung aus dem TV (denn den gab es erst 1973 bei Uns).
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#16 jojoxy
9.6.12, 15:44
an sich guter tipp, ich werde es versuchen umzusetzen, sehe aber schwarz, ob es wirklich klappt. spätestens im kindergarten haben die andern kinder mal was dabei, oder auf dem spielplatz, in der stadt, beim einkaufen (es sind andere mütter ja nicht so konsequent, da dürfen die kinder ja schon oft vor der kasse naschen und das leere schokoriegelpapier liegt dann auf dem band!). man lebt ja nicht im vakuum, und was die kinder von daheim nicht kennen, das ist dreimal so interessant.
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#17
9.6.12, 21:34
Dieser Tipp hört sich ja ganz gut an, aber als mehrfache Mutter bin ich der Überzeugung, dass die lieben Kleinen unsichtbare Antennen für Süßkram besitzen. Spätestens wenn die Kids im Kindergarten sind, wissen sie, wie die Schokolade mit Verpackung aussieht.
Ich halte den Tipp speziell für Familien mit mehreren Kindern für nicht gut durchführbar - es funktioniert vielleicht noch beim ältesten Kind, aber dann nicht mehr. Meine Kinder wurden gewiss nicht mit Süßigkeiten vollgestopft, aber sie wussten schon, was lecker ist, als sie noch nicht mal richtig laufen konnte. Keines meiner fünf Kinder hat je wegen Süßigkeiten eine Szene gemacht, denn sie haben frühzeitig gelernt, dass ein Nein eben Nein bedeutet, und nicht als Ja verstanden werden kann. Ein Bisschen Konsequenz in der Erziehung schadet nicht. :o))
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#18 xldeluxe
9.6.12, 21:36
...und genau so meinte ich das : Nein ist nein und war früher wie heute eben NEIN! Warum klappte das "zu meiner Zeit" und heute wird so ein Brumborium um alles gemacht.........?
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#19
9.6.12, 22:14
Da stimme ich mops und xldeluxe zu.

Süßigkeiten gab es nicht alle Tage. Waren welche im Fach, durften sie auch gegessen werden. Waren sie alle ...... dann war es auch gut und es blieb eine Weile leer. Betteln oder Nörgeln kenne ich von meinen Kindern nicht.
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#20
9.6.12, 22:50
@xldeluxe: Ja, das frage ich mich auch immer öfter. Eine mögliche Antwort ist meiner Erfahrung nach leider, dass Konsequenz anstrengend ist. Und jetzt hat halt die "Fun-Generation" das Elternalter erreicht. Ich weiß, kann man nicht verallgemeinern. Es gibt nach wie vor ganz tolle junge Menschen mit viel Engagement, aber ... Mir ist klar, dass es jetzt die roten D. hagelt von all' denen, die sich getroffen fühlen. Muss ich aushalten! ;-)
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#21
10.6.12, 00:00
@xldeluxe: Warum das bei uns früher klappte? Weil wir noch regelrecht erzogen wurden und Respekt vor unseren Eltern, ganz allgemein vor Erwachsenen hatten! Heute wird nicht mehr angeordnet, sondern eine Ewigkeit diskutiert und "bitte, bitte" gesagt, wenn ein Kind etwas tun oder lassen soll. Die heutige Kindererziehung ist in meinen Augen sowieso ein einziger Witz!
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#22
10.6.12, 00:43
der tipp ist schon gut, aber konsequenz in der erziehung noch viel wichtiger. und da fällt mir noch ein schöner spruch ein:
wer immer wieder kuchen ißt
bonbons und schokolade,
der weiß ja nicht, wann sonntag ist
und das ist wirklich schade.
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#23 alsterperle
10.6.12, 08:26
@kitekat7: Zwischen anordnen und "bitte bitte" gibt es noch eine Menge Kommunikationsmöglichkeiten.
Anordnen finde ich nicht pädagogisch sinnvoll. Kinder müssen schon verstehen können, warum sie etwas tun oder lassen sollen. Klar gibt es Ausnahmen: Läuft ein Kind auf die Straße, halte ich es auch nur fest und bitte nicht ums stehen bleiben. Danach erkläre ich aber die Gefahren.
Alles auch vom Alter abhängig, aber um selbstbewußte und denkende Menschen zu erziehen braucht es keine Anordnungen. Ein Zuhause ist kein Kasernenhof;o)
#24
10.6.12, 08:30
@Sunday: Danke für Deinen schönen Spruch,

ist meine Lebens-Einstellung, hab ich notiert!

Wünsche Dir von Herzen einen schönen Sonntag.
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#25
10.6.12, 08:47
Guten Morgen kampfkatze,

teile Deine Einstellung, Mann/Frau macht sich halt unbeliebt, aber was sollst, auf jeden Fall besser als ständig gleich-sinnlose Gespräche/Diskussionen am laufen halten.

Macht auch nix besser. wünsche einen entspannten Sonntag.
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#26
10.6.12, 10:05
@ mops: Danke, genau meine Einstellung! Ein Nein MIT einer liebevollen Erklärung hilft da sicher besser weiter als Tütenauspacken usw. Auch wenn das 2-3x erklärt werden musste, hat meine Sohn (jetzt 19 Jahre) dann nur noch sehr selten gefragt, weil er selber einschätzen konnte, ob er nicht zu Hause noch was hatte oder nicht.
PS: Natürlich hat er dann auch mal was bekommen, was es sonst nicht so gab...:-)
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#27
10.6.12, 10:51
@alsterperle: Klar, erklären muss man Anordnungen schon. Befolgt werden müssen sie trotzdem, nicht nur dann, wenn ein Kind sie auch versteht!
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sondern eben Kinder, die nicht schon ALLES dürfen und haben müssen! Je älter ein Kind wird, desto mehr wird auch zwangsläufig kommuniziert - aber das Sagen sollten immer noch die Erwachsenen (Eltern) haben!
Fakt ist, dass wir noch um Längen besser erzogen waren, als die Kinder und Jugendlichen heute. Ich weiß, wovon ich rede - fahre fast jeden Tag mit öffentlichen Verkehrsmitteln, vor Schulbeginn und nach Schulschluss. Was ich da so erlebe...könnte ich ein Buch drüber schreiben!
Sorry fürs abschweifen! :-)
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#28
10.6.12, 12:34
Wie lustig - die Ruhrpott-Fraktion... Wir hatten so ein "Büdchen" unten bei uns im Haus, und das gibt es nach fast 50 Jahren immer noch - unglaublich! Mein Bruder hat dort immer sofort jeden Pfennig umgesetzt, ich hab die Groschen in meine Spardose gesteckt, die er dann manchmal geknackt hat...Hatte ich alles schon vergessen!
Ob die Erziehung früher besser war, bezweifle ich, sie war anders. Es war eine andere Zeit und unsere Eltern hatten eben eine andere Vorstellung von Erziehung. Viele zwangsläufig übernommene, negative Glaubenssätze haben mir lange das Leben nicht gerade einfacher gemacht, und ich muss mich manchmal heute noch ganz bewußt davon verabschieden.

Ich finde den Tipp sehr gut. Was zu Hause vorgelebt wird prägt trotz allen Einflüssen von außen immer noch stärker. Das Auspacken von Süßigkeiten z.B. ist ein ganz bewusster Akt, und das alleine ist schon positiv. Da macht sich jemand Gedanken! Natürlich kann man nicht ständig alles hinterfragen (ist das jetzt auch pädagogisch sinnvoll?), aber je bewußter man mit Dingen umgeht, desto einfacher verstehen Kinder auch die Ernsthaftigkeit. Meine Erfahrung! Kinder sind natürlich -zum Glück- keine kleinen Erwachsenen, aber wir Großen könnten schon öfter mal hinterfragen, ob unser Verhalten immer so erwachsen ist...Und Kinder sind einfach schlauer als man denkt weil sie sich noch mehr auf ihr Gefühl verlassen, und das ist eben meistens schlauer als der Kopf, auch wenn wir das nicht wahrhaben wollen ;-)
#29 alsterperle
10.6.12, 13:46
@kitekat7: Erziehung ja, anordnen nein.
Auch ich weiß, wovon ich spreche: Eigene Kinder und pädagogischer Beruf.

Auf die Erkenntnisse in öffentlichen Verkehrsmitteln würde ich mich lieber nicht verlassen. Oder sind alte Leute alle meckerig, nur weil einige immer über Jugendliche im Bus meckern die ihnen zu laut o.ä. sind...

Komisch, schon meine Großeltern fanden die nächste Generation sei nun wirklich die schlimmste von allen:)

Aber das schweift jetzt zu weit vom Tipp ab
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#30
10.6.12, 14:31
@kampfkatze50:
Wieso rote Daumen...das stimmt ja!

Mich stört es, dass immer noch alles in einen Topf geschmissen wird (nicht von dir, sondern allgemein!) Heute heißt es "Fun Generation", früher hießen alle, die nicht so angepasst waren, "Hippies"...
Also ich muss sagen, wir hatten früher auch mächtig viel Spass - sicher mit und an anderen Dingen.

Leider stimmt es aber auch, dass viele junge Leute heute so unbewusst und oberflächlich sind. Da kann man ihnen aber keine Vorwürfe machen. Es gab bis jetzt in keiner Generation so eine rasante Entwicklung im Außen, da kann die menschliche einfach nicht mehr mithalten...
6
#31 Muttilein11
10.6.12, 17:00
So ein Schwachsinn!!!!
Es geht auch anders:
Dem Kind von Anfang an erklären, dass heute nichts gekauft wird, sondern beim nächsten Einkauf...
Das dann auch wirklich bestimmt, dabei freundlich sagen, dann klappt es wunderbar!!!
Und es sollte niemals aus einem NEIN ein VIELLEICHT und dann womöglich doch ein JA entstehen, dann gibt es in der Erziehungallgemein auch keinen Ärger, kein Gequengel , kein sich hinschmeißen oder den Laden kleinbrüllen...
Ich würde mich nie verstellen, meinem Kind etwas vorgaukeln, es soll ruhig gleich lernen, dass man im Leben nicht alles bekommt, was man möchte, dann kann es später auch sparen und ist nicht neidisch auf Sachen, die andere Kinder haben (Markenklamotten als Stichpunkt)
Ich bin mit dieser Methode sehr gut gefahren und mein Sohn kennt kein quelgeln..
Das heißt ja nicht, dass man dem Kind nie etwas kaufen soll (habe ich ab und an gemacht), aber dann habe ich es ihm vorher schon gesagt:
Wir gehen eben einkaufen und heute darfst du dir ein Teil aussuchen:
Super geklappt und ich würde es jederzeit wieder so machen (brauch ich nun nicht mehr, er ist groß)
Und schaden tut es einem Kind mit Sicherheit nicht, wenn es gleich von Anfang an lernt, welche Produkte es gibt, dass es die aber nicht alle bekommen kann!!!
So, nun her mit den roten Daumen!!!!!
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#32 Oma_Duck
10.6.12, 17:33
@Muttilein11: Einen roten Daumen kriegst Du nicht von mir, sondern einen grünen mit ein paar ganz kleinen roten Pünktchen.
Mit der von Dir beschriebenen Methode bin auch ich gut gefahren. Nur ganz so konsequent konnte ich nicht immer sein, bin auch mal "umgefallen" und hatte gar kein schlechtes Gewissen dabei.

Die Trotzphase muss man tapfer durchstehen, sonst hat man verloren. Aber die geht auch wieder vorbei, und dann kann das Kind ruhig auch lernen, dass man nicht IMMER konsequent sein muss "aus Prinzip".
Der "Grundton" muss stimmen, aber ab und zu mal ne kleine Dissonanz - was solls! Ich nehme an, dass Dir das auch so passiert ist?
2
#33
10.6.12, 17:34
@Muttilein11: Ich bin da ganz deiner Meinung! Ich denke auch das es mit "verstecken" nicht getan ist.

Ich kann es auch nicht verstehen wenn ich solch quengelnde Kinder beim einkaufen sehe. Bei uns gab es das nie. Meine Kinder wussten von anfang an das ein "Nein" auch ein "Nein" bedeutet und es keinen Sinn macht zu quengeln. Konsequent sein heisst das Zauberwort.

Ich beobachte öfters das viele Eltern den Kindern nachgeben um ihre ruhe zu haben oder sich peinliche Blicke zu ersparen. Hätten meine das gemacht hätte ich sie einfach quengeln lassen oder den Laden verlassen, mir egal ob die anderen gucken. Kinder lernen doch durch Erfahrung. Wenn man dann also nachgibt wissen die Kleinen ganz genau wie sie es anstellen doch etwas zu bekommen.

Ich möchte nicht sagen das der Tipp schlecht ist, aber mir wäre er einfach zu umständlich und im Grunde ist das eigentlich nur eine Ausrede um sich nicht durchsetzen zu müssen. Ich kann nicht verstehen wieso man solche Tricks anwenden muss weil das Kind nicht auf ein "Nein" hört. Durch solche "Machtkämpfe" muss man mit den Kindern ja ständig ;-)


@Oma_Duck... Da hast du recht :-) Natürlich kann man dann auch mal was durchgehen lassen, aber das Grundgerüst sollte stehen. Damit die Kinder auch verstehen das dies dann eine Ausnahme ist und ich finde das sie sich dann umso mehr freuen :-)
4
#34 Muttilein11
10.6.12, 17:43
@Oma_Duck: Ja, ganz kleine Ausnahmen aber, so, dass mein Sohn immer noch wußte, wenn Mama nein sagt, ist es ein nein.
Und ich meine, man kann ein nein auch freundlich sagen und mit Erklärungen kommt man schon bei den kleinsten Kindern weiter, mehr als ein einfaches: dasist nun aber so...
Danke Euch, dass es keine roten Daumen gab, da bin ich nun schon verwundert, aber ich stehe zu dem, was ich geschrieben habe!!!
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#35 xldeluxe
10.6.12, 17:45
Ich verstehe das alles immer noch nicht so richtig: Wenn ich früher mit meiner Mutter einkaufen ging kam die Frage gar nicht erst auf, ob ich etwas bekomme. Es ging einfach nicht darum. Wieso klappt das heute nicht?
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#36
10.6.12, 18:07
Hallo zusammen, in den Tipp geht mir nicht darum, dass Konsequenz ersetzt werden sollte, im Gegenteil, da rennt ihr offene Türen bei mir ein. (Verstehe gar nicht, wieso das in der Richtung diskutiert wird.)
Was mich imens ärgert, ist wie die Industrie schon die Kleinsten perfide "anfixt" und auf ihre Produktlinie einnordet. Dem kann man durch die geschilderten Maßnamen wenigestens ein Stück weit begegnen.
Ich findet es beunruhigend, wenn die Köpfe der Minis schon mit Labels und suggestiver Werbung infiltriert und die eigene Wahrnehmung überlagert werden.
Wenn die Kinder etwas älter und sprachlich weiter sind, kann (und sollte) man mit ihnen über die Beeinflussung durch Werbung sprechen. Aber bei den Kleinen geht das eben noch nicht.
Was meint ihr, warum die Industrie irre Summen ausgibt, um an die jüngste Zielgruppe ranzukommen, die Nöler von morgen und die Käufer von übermorgen tiefgriefend an sich zu binden?
Der Tipp soll keine konsequente Erziehung ersetzen, sondern Kindern die Chance auf eine (werbe)freiere Entwicklung von Geschmack und Entscheidungsfindung ermöglichen.
2
#37
10.6.12, 18:22
@Torja: Ich verstehe schon wie du das meinst :-) Nur denke ich das du es nie ganz schaffen wirst die Kinder davor abzuschirmen, leider.

Im Prinzip bin ich absolut deiner Meinung. Kleines Beispiel:
Ich gehe mit den Kindern einkaufen und sage ihnen das sie sich eine Packung Cerealien aussuchen dürfen. Was wählen die Kleinen? Natürlich die teureren Markenprodukte in denen entweder ein kleines Gimmick mit drin ist oder die Packung soooo toll aussieht!
Ich habe dann meinen erklärt das der Inhalt der gleiche ist und einfach mal beide Packungen gekauft... Zu Hause haben wir dann zusammen ausgepackt und auch ein Testessen gemacht. Das haben sie super verstanden!

Werbung ist doch überall, nicht nur im Fernsehen.... Plakate, Supermarkt und nicht zuletzt Freunde/Verwandte, Bekannte etc.
Aber reagieren nicht selbst wir Erwachsenen auf die Werbeeinflüsse? Ich denke schon ;-)

Die Welt heute ist völlig anders als früher, aber ob sie besser ist???
6
#38
10.6.12, 18:26
@alsterperle: Da haben wir eben verschiedene Ansichten und sind sicher nicht die Einzigen.
Nur eins noch: meckern von älteren Leuten in öffentlichen Verkehrsmitteln hört man nur noch in seltenen Ausnahmefällen - weil die sich schon gar nicht mehr trauen, überhaupt noch was zu sagen.
1
#39
10.6.12, 20:37
@kitekat7: Ganz genau!
1
#40 Chriju
10.6.12, 22:49
@xldeluxe: Ich bin in etwa in deinem Alter. Wenn ich zurück denke, haben sich meine Eltern selber früher nicht oft etwas "Besonderes", "Süßes" gekauft - wenn dann für Samstag Abend, o. ä. für alle. Sie waren nicht so "maßlos"....
Vielleicht liegt es daran, dass sich das Kaufverhalten der Erwachsenen stark verändert hat. Denn wenn ich mir in den Einkaufswagen ständig etwas "Besonderes" gelegt hätte, dann hätten meine Kinder, das für sich bestimmt auch gewollt. Bestimmt kein gesundes Verhältnis dazu erlernt. Und "Süßes" wie Zigaretten oder Alkohol zu handhaben - strengstens verboten - konnte ich das "Besondere" nicht behandeln. Vieles ist seit früher "maßlos" geworden.
Bei uns gab es auch aus gesundheitlichen Gründen schon kaum "Schnökerware" und das lief gut und tat den Zähnen gut. Es gab lieber etwas "Gesundes" - für alle. Oder MAL etwas Schnökerzeug. Konsequenz war gefragt. + Zähne nachputzen bis sie 9 J. alt waren. Heute mit Mitte 20 haben sie noch immer kein Karies. Das war ein Zahnarzt-Tipp. Und sie haben noch immer ein gesundes Verhältnis zur Nahrung.
2
#41
11.6.12, 13:48
so machen wir das bei unseren kindern auch. wir versuchen, sie lange von den schönen bunten verpackungen mit den lustigen figuren fernzuhalten und ihnen, wenn sie süßes bekommen, ausgepackt zu geben.

meine tochter darf sich einmal in der woche einen tee aussuchen. sie läuft dann am teeregal hin und her, schnüffelt vorsichtig an den verpackungen und entscheidet sich meistens für etwas sehr fruchtig riechendes. in vielen tees sind aromen, aber das halte ich bei der wahl zwischen schaumzuckerprodukten und tee für das kleinere übel. irgendwann wird sie sich gewiss auch für die tüten von gummibärchen und anderen süßigkeiten interessieren, mein sohn auch. bis dahin hoffe ich jedenfalls, dass sie schon gelernt haben, dass sie nicht alles haben können, was sie wollen, auch wenn andere kinder es haben.
3
#42
12.6.12, 11:43
Das klingt gut, ist aber in der Praxis undurchführbar. Wir leben in einer Großstadt und es ist vollkommen unmöglich, Kinder von der Werbung und dem Einfluss anderer Kinder fernzuhalten.
Man kann nur versuchen, konsequent zu erziehen und den Kindern eine gesunde Skepsis gegenüber der Werbung beizubringen. Und selber nicht zu viel Süßkram naschen natürlich.
2
#43
30.11.12, 08:00
ich find den tipp gut,und zum einfluss der anderen. als mein kleiner im kindergarten war, war pokemon gerade der größte hit...bei uns lief das nicht im fernseh,sein bester freund war dagegen dauer kucker...und was soll ich sagen...meinen sohn hat es nicht interessiert...man kann noch gaanz viel bei den kleinen bewirken,nur muss man eben auch bereit sein das ganze vorzuleben. und das fängt beim tv konsum schon an. wenn ich mal am wochenende aus "einsmakeit" morgens das sogenannte kinderprogramm anmache,ist mir nach 30 minuten echt übel...das ganze ufert zu einer einzigen werbeveranstaltung für kinder hinaus...wer seinen kids sowas als freizeitgestaltung anbietet,der braucht auch nix mehr auspacken..
3
#44 hungerhaken
30.11.12, 11:23
jetzt haben wir hier mal tatsächlich nur grüne Daumen, bei so einem brisanten Thema! Glückwunsch! Und wie viele vernünftige Leute es heute tatsächlich noch gibt, sagenhaft.

Ich arbeite in einem therapeutischen Beruf, da sehe ich oft ganz kleine Kinder mit abgefaulten Zähnchen, das Geschwisterkind im Buggy mit der Nuckelflasche mit Tee/Saft am Hals. Da wird mir schlecht. Reden und Erklären trifft auf taube Ohren, die Mütter wollen Ruhe vor dem Kind und die kriegen sie.
#45
30.11.12, 11:50
meine Kinder bekommen auch sehr wenig Süßigkeiten, zu bestimmten Zeiten und zugeteilt, trotzdem haben sie Löcher in den Zähnen :(
manchmal ist es eben vielleicht Veranlagung
#46
2.12.12, 08:25
@Arjenjoris: ja das gibt es tatsächlich, ist aber eher die ausnahme...wenn der herr hipp und die familie ferrero so erfolgreich volksverdummung mit ihren ach so tollen kinderlebensmittel sieht wundert das wohl kaum. ich habe meiner schwiegertochter erst mal zeigen müssen wieviel zucker in dem ach so gesunden kindertee ist...jetzt kocht sie den fenchetee selbst...leider ist das vertrauen in die werbung vieeeel (ja ich weiß das sind ein paar e zuviel) zu groß
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#47
2.12.12, 10:08
@beryll217: empfiehl ihr doch, bei "foodwatch" reinzuklicken oder noch besser Mitglied zu werden. Deren HP und Newsletter (auch für Nichtmitglieder erhältlich) sind sehr aufschussreich! Aufgrund der Foodwatchproteste hat Hipp diesen Kindertee übrigens inzwischen wieder vom Markt genommen.

PS: Auch ganz grimmig für Zähnchen ist es, Kinder permanent an Apfelschorle nuckeln zu lassen. Das ist zwar keine Industrienahrung, aber die Kombination aus Fruchtzucker und Fruchtsäure greift den Zahnschmelz an, wenn die Zähne dauernd damit umspült werden.
#48
13.5.13, 11:11
Über die subversiven Werbemethoden der Lebensmittelkonzerne in Kindergärten und Schulen informiert http://www.foodwatch.org/de/informieren/kinderernaehrung/2-minuten-info/

Wer dem perfiden Trend Einhalt gebieten möchte, kann bei der Emailaktion mitmachen: http://www.foodwatch.org/aktion-schule

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