Einschichtige Tiramisu a la Thouy

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Dieses Tiramisu-Rezept habe ich bei Freunden in Rom gelernt. Es ist eine SEHR kalorienreiche Tiramisu, allerdings lasse ich mittlerweile alle anderen gestreckten Tiramisu stehen ... Ist eben echtes Hüftgold, aber so ungemein lecker...

Zutaten für eine große, rechteckige Auflaufform/Reine (ca. 25cm x 38 cm), gehen auch 2 kleinere Formen (ca. 12-16 Portionen):

750 g Mascarpone
1 Packung (ich nehme sicherheitshalber immer eine Doppelpackung) Löffelbiscuit
4 Eigelb (Bio)
150 g Puderzucker
Espresso
Weinbrand

Vor dem Servieren Kakaopulver (das Echte, bittere) zum bestäuben (wenn man will)

Zubereitung:
Erst einmal kommt unser Espressoautomat zum Einsatz. Ich zapfe mir ca. 0,5 l Espresso. Dieser wird mit 0,2 l Weinbrand vermischt (die üblichen Fläschchen an der Kasse, die mit Ch beginnen und mit antré enden)

Dann werden die Eigelb mit dem Puderzucker zu einer hellgelben Creme verschlagen. Wichtig, nehmt in diesem Fall wirklich Bioeier, schließlich wird das Eigelb roh verarbeitet! Die Ei-Zucker-Creme dann unter den Mascarpone rühren. Je nach Eigelbgröße vielleicht nicht gleich die gesamte Masse unterrühren, damit der Mascarpone nicht zu flüssig wird, sondern fest bleibt. Da muss man ein wenig probieren. Also wenn ich mit dem Handmixer mixe, dann hinterlassen die Rührbesen Wellen oben, die nicht in sich zusammenfallen, sozusagen eine gewisse Schnittfestigkeit.

Die Löffelbiscuit werden nun dicht an dicht in die Auflaufform gelegt (trocken!). Ich lege sie leicht schräg, sodass sie wie Dachziegeln liegen. Dann nimmt man das Espresso-Weinbrandgemisch und einen Esslöffel. Das ist dann eine kleine Geduldsaufgabe, aber sie lohnt sich. Esslöffelweise ziehe ich die Flüssigkeit einzeln über die Löffelbiscuit. Einer nach dem anderen. Dann hat der erste behandelte Löffelbiscuit Zeit durchzuziehen.

Diese Prozedur wiederholen, mit entsprechender Zeit, bis die Biscuit getränkt sind, aber nicht übertränkt. Sie sollen nicht im Kaffee stehen, aber eben auch nicht mehr hart sein. Dann die Mascarpone Creme darauf verteilen und mit einem Löffel oder einem Teigglätter glatt ziehen.

Ab damit in den Kühlschrank und gut durchkühlen lassen. Nicht ins Tiefkühlfach! Lieber rechtzeitig vorbereiten. Schmeckt meist am nächsten Tag auch besser!

Die gewünschten Portionen entnehmen und nach Wunsch mit Kakaopulver bestäuben. Portionsgröße eher klein wählen (7x7 cm), da wirklich sehr mächtig, man kann ja, wenn es nicht reicht, nochmal Nachschlag holen :-)

Kann man auch Kindern servieren, da der Alkohol im heissen Espresso verdampft und lediglich der Geschmack übrig bleibt. Man kann die Alkoholmenge auch reduzieren.

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6 Kommentare


#1
21.9.10, 09:01
Hmm, da hat jemand mein Rezept geklaut, bis auf eine Kleinigkeit mache ich das exakt genauso. Ich mach noch eine ausgekratzte Vanilleschote in die Mascarpone, auch wenn sich das für einen Italiener nicht gehört. Und auch der Aufwand mit den Bisquits tränken lohnt wirklich, absolut lecker und bei mir hat sich da noch keiner mit einem so kleinen Stück zufrieden gegeben :)
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#2
21.9.10, 09:24
Man kann den Alkohol auch ganz weglassen und z.B. durch Apfelsaft ersetzen. Das giebt dem ganzen 1. eine fruchtige Note und 2. sollte (nicht nur meiner Meinung nach) man Kinder nicht schon an den Geschmack von Alkohol gewöhnen. Die meisten mögen Tiramisu allerdings eh nicht, da Kaffee auch nicht das bevorzugte Kindergetränk ist.
Ich würds klasse finden, wenns da auch eine Alternative gäbe.
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#3
21.9.10, 18:20
Die absolute Kinderalternative ist:
Löffelbiscuit mit Himbeeren vermengen (im Mixer), bis eine bröselige Masse entsteht (hier muss man selbst ausprobieren, da Löffelbiscuit und Himbeeren sehr unterschiedlich sein können). Creme wie gehabt
#4 Valentine
21.9.10, 23:00
Sicherlich ein erstklassiges Rezept, nur- wenn Kinder mitessen, dann besser völlig ohne Alk zubereiten (oder Rum-Aroma verwenden). Denn der Alkohol verfliegt mitnichten!
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#5
22.9.10, 00:04
der Alkohol an sich verfliegt im heissen Espresso, das Aroma nicht. So wie in einer Rotweinsauce zwar das Aroma drin ist, nicht aber der Alkohol.
Mal abgesehen davon, dass Kinder das echt nicht mögen (Kaffee+Alkohol=bäh), Jugendliche schon, steht ja über Deinem Kommentar eine Kindervariante, selbst ohne Alkoholaroma.
Ist auch eine leckere, frischere Sommervariante.

Unabhängig davon durften wir als Kinder, ab dem Zeitpunkt ab dem wir Messer und Gabel mächtig waren, auch immer unseren kleinen Finger ins Weinglas ditschen zum Probieren.
Weder meine Geschwister noch ich haben jemals Alkohol Abusus betrieben, Koma-Saufen oder ähnlich gelagerte Aktionen gab es bei uns nie und bis jetzt nicht. Auch unsere eigenen Kids sind so aufgewachsen und waren mit heute 17 und 18 noch nie so besoffen, dass sie nicht mehr hätten laufen können oder ihrer Sprache nicht mehr mächtig gewesen wären. Verbote schüren Neugier, Verbote bewirken das Gegenteil.
Ich fand den Wein immer scheußlich und trotzdem wollte ich immer Finger ditschen.
Geschadet hat das keinem von uns. Beschwipst waren wir alle schon, aber wir alle kennen unsere Grenzen. Ich bin Verfechterin dessen, dass Kinder ruhig alles probieren sollen, was nicht bedeutet, dass ich einem 6-jährigen Kind nen Stamperl Schnaps hinstelle oder einem 10-jährigen Kind morgens einen Kaffee zum Frühstück. Aber probieren dürfen sie, es wird darin enden, dass sie es nicht mögen und dann auch in der Jugend der Reiz nicht so groß ist, weil es nie verboten war und auch nicht verboten wird.
Beide Kids wollten auch mit 16 kein Bier. Selbst jetzt bleiben sie lieber bei Limo oder Eistee, wenn sie abends mal rausgehen.
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#6
22.9.10, 18:03
@ Thouy
dem kann ich zustimmen... Ich durfte früher auch immer alles probieren und mag bis heute (bin jetzt 23) absolut keinen Alkohol. Das höchste der Gefühle sind ganz süße Cocktails oder mal Baileys.. alles, wo mans eben nicht schmeckt ^^

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