Gardinenband faltenfrei annähen

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Wenn man sehr breites Gardinenband (z.B. 8cm für lange Schals) angenäht hat, kann es manchmal geschehen, dass trotz sorgfältigen Steckens, der Stoff besonders auf der rechten Stoffseite, "Wellen" schlägt und den eigentlich sehr dekorativen Abschluss nur scheußlich aussehen lässt.

Um dies zu vermeiden, mal Folgendes ausprobieren: Die erste Längskante wie immer feststeppen, die zweite aber in genau der entgegengesetzten Richtung nähen. So werden erste kleine Unregelmäßigkeiten - auch manchmal bedingt durch schlechten Transport des Stoffes - ausgeglichen und das Ergebnis wie gewollt ein echter Hingucker!

Achtung: Bei einer der beiden Näh-Richtungen, muss man vielleicht mal sehr viel Stoff-Masse unter der Maschine hindurchbewegen. Das kann sehr mühsam und auch hinderlich sein, wenn man sehr sorgfältig und vor allem eine gerade, sichtbare Naht exakt parallel zur bereits vorhandenen nähen will.

Hierzu noch ein Tipp: Den Stoff vor dem Nähen sehr dicht/eng der Länge nach aufwickeln und dann als Rolle quasi unter die Maschine schieben. Während der Stoff transportiert werden muss, die "Stoff-Rolle" als Ganzes mit der rechten Hand anfassen und unterstützend leicht mit bewegen (dieser Tipp ist auch etwas für Quilterinnen...).

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

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10 Kommentare


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#1 nenne
12.2.14, 00:44
moin,
ich denke dieses forum soll für "haushaltsanfänger" sein.
und dir benutzen jalusien oder/und fertige schals.
kein tipp für mich.
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#2
12.2.14, 01:57
Man kann auch alles schlecht reden...

Ich werde den Tipp zwar auch nicht anwenden, weil ich ein absoluter Nähmuffel bin. Finde ihn aber trotzdem gut, weil er für Leute, die selbst nähen, bestimmt brauchbar ist. Und selber machen spart ja bekanntlich auch noch Geld.
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#3
12.2.14, 17:17
Hallo, ich stehe gerade auf dem Schlauch......was meinst Du im letzten Absatz mit "die Stoffrolle unter die Maschine schieben"? Wohin denn nur? Meintest Du zwischen Nähfuss und Transportplatte durchschieben?
Wahrscheinlich stelle ich mir gerade etwas völlig falsches vor.....

Ich freue mich generell immer über Handarbeitstipps, es gibt so viele Tricks und kleine Kniffe, die man auch nach langjähriger Erfahrung unmöglich alle kennen kann!
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#4
12.2.14, 18:22
Hallo Nenne, wieso nur für Haushaltsanfänger? Auch alte Hasen können noch etwas lernen :-) ich nähe meine Gardinen zwar auch nicht selbst, aber das liegt wohl eher an meiner Unbegabtheit. Hab zwar eine Nähmaschine im Keller aber habe es leider nie geschafft, sie so einzustellen, dass ich mit ihr nähen kann. Entweder ist die Naht zu locker oder zu fest.
#5 trom4schu
12.2.14, 19:39
@Schlaumi: Versuche mal, das zu erklären: Im ersten Schritt habe ich das Gardinenband am ganz oberen Rand (Oberkante der fertigen Gardine) angenäht und den Stoff dazu so unter den Nähfuß gelegt und geführt, dass die größte Masse Stoff von mir weg nach links auf dem Tisch lag. So war das Nähen ein Kinderspiel, weil man nur Stoff in ungefährer Breite des Gardinenbandes unter den Nähfuß schieben musste.
Aber: Meinem Tipp gemäß habe ich das Gardinenband an seiner Unterkante jetzt in entgegengesetzter Ri. genäht: Hierzu habe ich natürlich das G.-Band mitsamt darunter befindlichen Stoff wieder zwischen Nähfuß und Transporteur geschoben, hatte aber die größte Masse Stoff jetzt - vom Betrachter aus gesehen- an der rechten(!) Seite des Nähfußes. Hier ist aber für eine so große Mass/ Volumen Stoff, wie es bei mir der Fall gewesen ist (7qm) zu wenig Platz, als das man ihn durch die hier vorhandene Öffnung der Maschine (Abstand Stichplatte - Gehäusewand weiter rechts) hätte schieben können.
Nun zu meinem Verfahren: Wenn das so ist wie oben beschrieben, rolle ich den ganzen Stoff von der Kante/ Seite her auf, die vom eigentlichen Nähbereich am weitesten entfernt ist. Und zwar rolle ich die Stoffmasse wurstartig/ zylinderförmig so stramm wie möglich zu einer Rolle auf und verkleinere somit das Volumen, das ich parallel zur Stichplatte führen muss, wenn der Stoff auch noch transportiert wird.
Schlaumi, wenn du (verständlicherweise) noch keine Vorstellung hast, melde dich bitte wieder und ich stelle dann gern ein Bild ein.
Übrigens: Das Verkleinern einer Riesen-Stofffläche zwecks Schiebens während des Nähens müssen auch Quilterinnen durchführen, um einen großen Quilt überhaupt in oben erwähnte Öffnung der Maschine einführen und transportieren zu können...
#6 trom4schu
12.2.14, 19:42
@nenne: Woher hast du die Information "nur für Haushaltsanfänger" und weshalb 5 Minuspunkte für etwas, über das du doch nur hinwegzulesen brauchst, was aber für andere im Forum durchaus lesenswert sein kann? Wenn es "kein tipp für dich" ist, weshalb denn überhaupt eine Bewertung. Du hast ihn ja noch nicht ausprobiert...
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#7 trom4schu
12.2.14, 19:44
@miniwo: Nimm doch mal deine Maschine und stelle sie in einem Fachgeschäft vor: Lasse dich beraten und/ oder einen Kostenvoranschlag für das richtige Einstellen der Fadenspannung machen: Du hast doch Lust am Nähen - gib nicht so leich auf! Nähen lenkt ab, entspannt und lässt der Kreativität freien Lauf!
#8
13.2.14, 20:17
@trom4schu:Jetzt hat es *KLICK*gemacht!!!!!Danke für die ausführliche Beschreibung.
Den ersten Teil Deines Tipps fand ich prima aber dann hatte ich(gedanklich)den Stoff von der falschen Seite her aufgerollt.Und dann noch UNTER die Maschine schieben?DAS ergab natürlich keinen Sinn,lach.....
Den Tipp finde ich generell sehr sinnvoll,wenn man breitere Stoffbahnen,die auf der rechten Seite des Nähfusses liegen,steppen möchte.Also nicht nur bei Gardinen.
Ich nähe privat meist auf meiner Industrie Nähmaschine,da hat man unter dem Nähmaschinenarm natürlich wesentlich mehr Raum zur Verfügung.Aber selbst da wird es eng,wenn man z.B.eine Decke näht.Vielen Dank für den Tipp :))
#9 trom4schu
14.2.14, 07:01
@Schlaumi: Prima, dass das nun alles so klappt! Aber mal was Anderes: Wie kommt es, dass du an einer Industrienähmaschine nähst - stelle mir das klasse vor!
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#10
14.2.14, 18:04
@trom4schu:Das ist auch klasse!! Allerdings näht sie nur gerade Nähte.Für zickzack etc.muss dann die Haushaltsmaschine aus der Versenkung geholt werden.
Ich hatte vor Jahren das Glück in einer Schneiderei mit großartiger Chefin zu arbeiten.Als sie den Betrieb aus gesundheitlichen Gründen schließen musste, bekam ich eine der Maschinen geschenkt.Sie wusste, dass ich vorhatte, eine Weiterbildung als Schnittdirektrice zu machen und das gute Stück auch weiterhin benutzt werden würde.Unglaublich nett, oder?

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