Gefüllte Gierschkartoffeln

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Gesamtzubereitungszeit:

Gefüllte Gierschkartoffeln, ein Rezept für den schmackhaften Gebrauch, des eigentlich verhassten "Unkrautes".

Zutaten

  • 8 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 250 g Giersch
  • 1 EL Mehl
  • etwas Sahne zum Ablöschen
  • 100 g Sahneschmelzkäse
  • Salz und Pfeffer zum Würzen
  • ca. 200 g Reibekäse (z.B. Gouda) zum Bestreuen der Kartoffelhälften 

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln mit Schale gar kochen.
  2. Die Zwiebel fein hacken und mit dem gewaschenen, kleingeschnittenen Giersch in 1 EL Öl andünsten, mit dem Mehl bestäuben, mit etwas Sahne ablöschen und einkochen lassen.
  3. Den Schmelzkäse unterrühren und mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen.
  4. Die gekochten Kartoffeln halbieren und etwas aushöhlen.
  5. Das Kartoffelinnere mit der Gierschmasse verrühren, eventuell noch einmal nachwürzen und in die Kartoffelhälften füllen.
  6. Die Kartoffeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben.
  7. Jede Kartoffelhälfte mit geriebenem Käse bestreuen, bei 200 Grad 10 -15 Minuten backen.
  8. Dazu passt ein Joghurt Dip.
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13 Kommentare


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#1 xldeluxe
16.7.14, 20:46
Ich liebe Giersch als Gemüse, Salat und in der Suppe und hasse ihn in meinen Beeten. Also wird er aufgegessen :-)

Lecker ist er aber und das Rezept wird gut schmecken.
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#2 corry
16.7.14, 22:57
Sorry habe da einmal eine Frage... WAS ist GIERSCH??? Komme aus der Schweiz, bei uns kennt man diesen Ausdruck nicht... Danke schon im Vorraus für eure Antwort.... :-))))
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#3
16.7.14, 23:12
Kenne "Giersch" auch nicht. Bitte um schnelle Auflösung ;-)
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#4 jb70
17.7.14, 08:32
Würd' auch gern wissen,was Giersch ist - noch nie gehört. Ich nehme an,dass das "Unkraut" bei uns unter einem anderen Namen wuchert ;)).
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#5 xldeluxe
17.7.14, 08:36
Giersch ist der "Gärtnertod", da er durch unterirdische weit verzweigte Wurzeln so gut wie nicht auszurotten ist.

Schaut doch mal bei Wikipedia nach oder Google:

Giersch (Aegopodium podagraria) - auch Dreiblatt genannt
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#6 jb70
17.7.14, 08:51
Danke! Hab' das Kraut schon oft gesehen und völlig verkannt - das ist ja vielseitig verwendbar! !!
#7 eisernelady
17.7.14, 09:14
In manchen Gegenden heißt die Pflanze auch Franzosenkraut, der Geschmack erinnert an Petersilie. Kann man auch gut an Meerschweinchen etc. verfüttern.
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#8
17.7.14, 10:26
Oh, ich glaub das gibts heute abend. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, meinen professionell biodynamisch angebauten Prachtgiersch aufzumampfen.
Werd nur den Schmelzkäse mit irgendwas anderem ersetzen - den mögen wir nicht. Frischkäse vielleicht? Oder einfach Sahnequark? Hmhm. Jemand ne Idee?
#9 jb70
17.7.14, 10:35
KeTing:Mozzarella vielleicht ? :)
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#10 donnawetta
17.7.14, 11:33
@xldeluxe: Na ja, na ja... Gärtnertod... Da wird immer ein Wind gemacht, das ist wirklich krass. Unser Garten bestand anfangs aus 800m² übermannsgroßem Brombeerdickicht. Du kannst dir nicht vorstellen, welche Apokalypsen uns da vorhergesagt wurden, WENN wir nicht den Boden austauschen, durchsieben oder mit Round Up verseuchen würden, um das Zeug loszuwerden. Haben wir alles nicht gemacht, sondern einfach die Dinger so gut es ging ausgebuddelt und rausgerissen. Drei Jahre später finden sich im Frühjahr noch 10 bis 20 frische Triebe auf dem gesamten Grundstück, mit Suchen dauert das Entfernen etwa 60 Minuten pro Jahr - und jedes Jahr wird es weniger. Dann war plötzlich alles voller Ackerwinde. Mon dieu! Wieder bahnte sich ein gärtnerischer SuperGAU an. Wir haben einfach nichts gemacht und dieses Jahr hat der Hahnenfuß die Oberhand, die Ackerwinde hat sich quasi von selbst vom Acker gemacht. Natürlich ist auch der Hahnenfuß des Gärtners Tod! Bloß: Ich glaube auch das nicht. Und der Giersch, den wir angeblich nur mit Gift im Zaum hätten halten können, bleibt auch seit 3 Jahren unbegiftet brav auf seiner Stelle stehen und wuchert nicht. Ruhig bleiben, kein "Unkraut" wird so heiß gegessen, wie's gekocht wird :-)
#11 Schnuff
18.7.14, 10:59
@donnawetta:
Bravo!Du hast die richtige Einstellung zum gärtnern!
Nur - ich habe,bevor ich FM kannte,nie gewust,dass man Girsch essen kann,genau so nicht Löwenzahn.
Man lernt eben nie aus.....
Euch allen ein wunderschönes,nicht so heißes WE.
LG
#12
21.7.14, 22:20
Löwenzahn sowie Vogelmiere als Salat und Brennensseln ( noch junge) als Spinat wurden im Krieg häufig verwendet, jedenfalls erzählte mir das meine Mutter. Alles also bereits schon lange bekannt, bedurfte nur der "Wiederentdeckung ".
#13 Schnuff
21.7.14, 23:38
@Posy48: früher im Krieg musste man eben nehmen,was es gab.Habe ein Koch und Backbuch von meiner Oma,da fing jedes Rezept damit an : "man nehme,so man hat....."

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