Gemüse für Kinder

Gemüse für Kinder schmackhaft machen

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In meinem näheren Kreis höre ich immer wieder, wie schwierig es ist, kleinen Kindern Gemüse schmackhaft zu machen.

Als mein Sohn noch klein war, habe ich dem Gemüse andere Namen gegeben.

  • Blumenkohl-Wolkengemüse
  • Möhren-Laserschwertgemüse (Star Wars)
  • Erbsen-Aliengemüse

und wenn es mehrere Sorten gab ...

  • Dinogemüse (denn das fraßen nur die Pflanzenfresser :-))
  • Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt und siehe da ... 

  ... mit Begeisterung gingen die "Wolken" in sein Mündchen.

Vielleicht fallen euch ja noch bessere Sachen ein, was speziell für eure Kinder passt und was ihre Augen zum Leuchten bringt.

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23 Kommentare


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#1 Stormanus
18.3.15, 17:41
Auch wenn es schon etwas her ist, unsere Kinder haben alles gegessen. Als es anfing, dass etwas anderes als Milch und Brei gegessen wurde, haben wir immer selbst gekocht. Sie waren also von Anfang an an den Geschmack von Gemüse gewöhnt und wir konnten die richtigen Bezeichnungen benutzen.
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#2
18.3.15, 18:20
Alete & Co gab es bei uns auch nicht. Ich habe immer selbst für die Kinder gekocht. Da ich damals einen Garten hatte, war das Gemüse sicher von bester Qualität. Aber das hat die Kinder keinesfalls davor bewahrt später alles zu essen. Ich erinnere mich noch genau, welche Überredungskunst und Tricks ich angewendet habe, um die tägliche Ration Gemüse und Frischzeug attraktiv zu machen. Deshalb finde ich solche Fantasien und Spielereien total hilfreich und kreativ. Bei uns blieben diese Bezeichnungen und Namen weit über die Kindheit in der Familie erhalten und gingen z.T. auf die Enkelkinder über. Denn dort tat sich genau das gleiche Problem auf.
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#3
18.3.15, 18:27
Süße Idee!!:))
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#4
18.3.15, 18:51
Wenn es denn hilft, dass Kinder, die sonst Gemüse-Total-Verweigerer sind, Gemüse essen- warum nicht.
Bis zu einem bestimmten Alter geht sowas ja auch noch, aber im allgemeinen bin ich dafür, die Dinge immer beim wirklichen Namen zu nennen- von Anfang an.
Aber, wie ich schon sagte- bevor sie es überhaupt nicht essen...
Immer noch besser, als Maulerei oder sogar Tränen am Tisch. :-)
Ich war in der glücklichen Lage, mein Gemüse selber zu ziehen.
Die Kinder hatten alle zusätzlich ihr eigenes kleines Beet mit Gemüse.Das wurde dann natürlich mit Begeisterung geerntet und gegessen, auch beim schnippeln und kochen haben sie "geholfen".
Und ich musste mir keine Namen ausdenken.
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#5
18.3.15, 19:42
Ich finde die Idee prima und wenn es dazu hilft, dass die Kinder ihr Gemüse verputzen.

Als Kind habe ich alles an Gemüse gerne gegessen, aber Salat habe ich verweigert. Warum auch immer. Meine Eltern haben mich nicht gezwungen und ab 16 habe ich ihn sehr gerne gegessen.
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#6
18.3.15, 19:42
Für Gemüsemuffel ist diese Idee gut.

Meine Kinder haben, als sie noch klein waren, Gemüse gut gegessen.

Erst als sie etwas älter wurden, entwickelte sich das Gemüse essen zunehmend schwieriger.
Wenn das kreative Umbenennen von Gemüse hilft, dann ist das doch super und das Ziel ist erreicht.
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#7
18.3.15, 19:52
Bei uns war es wie bei Putzwutz: Gemüse kam aus dem eigenen Garten und später auch aus dem eigenen Kinderbeet. Aber das Gemüse musste pur sein, nur in etwas Wasser knapp weich gekocht. Mehlschwitze oder Hollandaise war (und ist auch heute noch) bähhh.

Eine Kollegin hat ihre Kinder folgendermaßen "geködert": Sie sagte ihnen "Wenn du brav deine Schoki (Kekse, etc.) gegessen hast, darfst du nachher Gemüse haben". Dieser Trick hielt aber nicht lange vor. ;-)
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#8
18.3.15, 20:07
Jeannie: Das mit Deiner Kollegin ist gut. Das nenne ich mal Psychologie. *g*
Der Tipp von Puppa ist übrigens super.
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#9
18.3.15, 21:02
Danke Euch:-)
Bei meinen Nichten wende ich den Trick auch an. Funktioniert....!!!! Es gibt soviele Kinder , die heutzutage nicht mal Gemüse kennen oder auch zuhause nicht auf den Tisch kommt.! Die Lütten sind ja sehr beeinflussbar und hat sich damals auch auf meinen Sohn übertragen. "Ihhh Gemüse" Die Methode hat nicht geschadet und er ist heute noch "Dinogemüse" ;-)))
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#10
18.3.15, 22:54
Ich finde den Tip gut! Denn die Kinder brauchen Gemüse, und manche müssen eben etwas zu ihrem Glück "gezwungen" werden.
Diese Phantasienamen sind ja keine Lügen, sondern nur Umschreibungen!
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#11
18.3.15, 23:24
Bei mir MUSSTEN die Kinder alles zumindest einmal probieren, aber dann habe ich ihnen, wie jedem Erwachsenen auch, zugestanden.nicht alles mögen zu müssen.
Damit, dass man den Geschmack der Kinder übergeht, kann man sich auch Gemüsehasser heranziehen.
Die Auswahl ist ja heute so groß, dass man mit Sicherheit etwas findet, was dem Kind auch schmeckt.
Manchmal reicht auch schon eine andere Zubereitung.
Wenn ich bedenke, dass noch heute Scharen von Kindern dazu gezwungen werden, Spinat zu essen, nur weil der fälschlicherweise als enorm dir eisenhaltig und darum gesund gilt, bin ich fassungslos.
Es sollte sich doch langsam mal herumgesprochen haben, dass dieses Gerücht nur durch ein Falschangabe, die durch ein falsch gesetztes Komma entsandt, in die Welt kam.
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#12
19.3.15, 16:22
@Putzwutz: Richtig, das Gerücht vom ja sooo gesunden Spinat hält sich, wie alle Fabeln, hartnäckig.

Diese Gläschen haben wir (70er Jahre) probiert, und die meisten schmeckten scheußlich. Wir haben dann, sobald es anging, immer aus den Zutaten des eigenen Mittagessen eine Breimahlzeit gemacht, und es hat beiden Kindern geschmeckt und gutgetan. Hat auch noch Geld gespart!

Wenn es in meiner Kindheit schon den leckeren TK-Rahmspinat gegeben hätte, hätten wir ihn wahrscheinlich problemlos gegessen. Zwang hat noch nie geholfen, die "Erziehungs"- Methoden von gestern werden hoffentlich nicht mehr angewandt. Wie immer ist es ratsam, einen Mittelweg zu finden, der von allen akzeptiert werden kann.
#13
19.3.15, 17:40
@Spectator

Genau,, der goldene Mittelweg ist eigentlich für alle am besten.
Ich habe geschrieben, dass meine Kinder alles probieren MUSSTEN.
Das hört sich ja auch ganz furchtbar nach Zwang an, aber SO war es nicht gemeint.
Ich fand nur immer, dass man, um etwas ablehnen zu können, erst mal probieren sollte um genau zu wissen, wovon man redet.
Meine Kinder mochten früher ein paar Sachen nur wegen der Optik nicht.
Und das gab es nicht, zumindest ein Happen oder Löffel voll sollte probiert werden, denn dabei stellte sich dann oft heraus,, dass sie die Sachen doch gerne mochten.
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#14 jb70
19.3.15, 18:49
Die Idee, Kindern die nicht so auf "Grünes" abfahren, dennoch für Gemüse zu begeistern find' ich total super !
Ich gebe zu - meine mußten da alle mehr oder weniger einfach "durch". Je größer die "Truppe", desto weniger Raum für "Extrawürste".
Der Nachzügler erfreut sich zugegebener Maßen, an einer "Lockerung" des Systems ...... :-//
.......nicht gut, ich weiß !!
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#15
19.3.15, 19:53
Aber normal, das habe ich bei unserem "Nachzügler" auch so gehabt./gemacht.
Und es sogar genossen... :-)
#16 jb70
19.3.15, 20:26
Putzwutz #15 :

Das beruhigt!
Wahrscheinlich genießen alle Nachzügler samt Müttern dieses Privileg :-)) .

Bei uns wurde grad "Phase 2" eingeläutet : Entgegen steuern ;))!
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#17
20.3.15, 06:25
@jb 70
-pruuust- na dann viel Vergnügen und vor allem Erfolg dabei. ;-)))
Zwischen unserer Tochter und dem letzten liegen 11 Jahre, zwischen unserem ersten und dem "Nesthäkchen" 13.
Da stand ich vom ersten Tag an auf verlorenem Posten.
Du kennst es doch sicher- ein Baby ist sauber, zufrieden, weil zudem noch gerade gefüttert wurde.Nun ist es müde und gibt vor dem einschlafen noch ein paar kleine Töne von sich.
Tja, und in dem Moment stand garantiert drei Minuten später ein sehr entrüstetes von den größeren Kindern vor mir :"Der Lütte SCHREIT, willst du da endlich mal hingehen? "
Nö, hatte ich eigentlich nicht vor, denn wie gesagt, da schrie ja niemand.
Dieses Kind kam auch so gut wie nie dazu, mal zu schreien.Ich bin auch nicht dafür, Babys schreien zu lassen, um Gottes Willen.
Aber die "Grossen" waren im Fall des Falles eh wesentlich schneller als ich, da ich mich im normalen Tempo in Richtung Wiege bewegte und nicht, als ob der Teufel hinter mir her wäre oder das Haus brennt.
War ich dann da, hatte einer der beiden ihn schon auf dem Arm, küsste Tränchen weg und bedachte mich mit ÄUSSERST vorwurfsvollen Blicken.
Auch als er größer wurde und aus Forscherdrang gepaart mit ungeschickten Pfoten zum Mörder von manchen von seinen Geschwistern geliebten Spielzeug wurde-sie waren ihm nie böse und wehe, ich wagte zu schimpfen- dann trösteten sie ihn und ich bekam wieder die vorhin erwähnten Blicke. ;-))))))
Als er noch grösser wurde, vertuschten sie, was immer er auch anstellte.
Natürlich war es nicht so, dass wir es nicht merkten, aber sie waren dabei schon sehr geschickt und auch einsatzfreudig.
Was sie hinreichend durch eine neu tapeziert Wand im Kinderzimmer bewiesen wurde, die wir eines Tages vorfanden...aber die Geschichte wurde selbst für meinen "Roman" zu lange dauern.
;-)
Mich wundert wirklich, dass der "Lütte" sich zu einem sozial gut eingestellten, lieben und vertraglichen Menschen entwickelt hat und nicht zu einem egoistischen Ekelpaket.
(Nicht ganz ernst gemeint)
Soll heißen, gegensteuern ist bestimmt erfolgreich, sogar unter erschwerten Bedingungen.
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#18 jb70
20.3.15, 13:30
Putzwutz #17 :

Hahaha , das beruhigt mich :-)) !

Deine Schilderungen kommen mir sehr bekannt vor ;-D ...
Bei uns liegen 17 , 14 und 2x 7 Jahre dazwischen . Da war das ganz ähnlich.
Mittlerweile (der Kleine ist jetzt 6J.) hat er in seinen Schwestern einfach richtig gute "Freundinnen" , die ihn natürlich nach wie vor verwöhnen und in Schutz nehmen.

Gott sei Dank waren wir uns aber auch immer einig, was Benehmen und wesentliche Grundsätze angeht - denn einen restlos verzogenen "Prinzen" wollten wir uns alle nicht heran erziehen :-) .
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#19
22.3.15, 14:35
@jb70:
Richtig, wer kennt nicht solche Prinzen und Prinzessinnen. Wir haben im Urlaub mal so ein Prachtexemplar kennengelernt. Seine Eltern hatten immer ein Glasschüsselchen dabei, um sein Eis - er mochte nur eine Sorte! - darin umzufüllen, er hätte es sonst verschmäht.
Wenn man so was mitmacht, tut man weder dem "Blag" noch sich selbst einen Gefallen.
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#20 jb70
23.3.15, 12:06
Spectator #19 :

Das sehe ich genauso !!
Ganz schlimm und unerträglich - diese, "in Gold und Platin gefassten" Kinder können zwar nichts dafür, trotzdem sind sie zeitlebens eine echte Plage für ihre Umgebung !
Probleme in Schule, Beruf und Privatleben werden mit einem Zuviel an Fürsorge praktisch "frei Haus" mitgeliefert ;-) ........
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#21
23.3.15, 13:55
Ja, und obwohl sie manchmal wirklich unerträglich sein können, tun mir solche Kinder vor allem leid.
Schön ist es, wenn man so ein Kind als Ferienkind für ein paar Wochen im Haus hat und dann feststellt, dass es ganz lieb und sogar dankbar sein kann.
Und es kann erschütternd sein wenn man dadurch mitbekommt, dass solche Kinder oft materiell alles bekommen haben, aber das man ihnen nie Zeit gewidmet hat.
Es fiel mir zweimal richtig schwer, so ein Kind wieder nach Hause zu entlassen.
Und der verwöhnte Prinz hat sich festklammert und wollte nicht gehen.
Obwohl er das erste mal in seinem Leben Regeln und Konsequenzen kennenlernen musste und es auch nicht einen Bruchteil seiner gewohnten Unterhaltungselektronik bei uns gab.
Man, tat mir das leid und weh. :-(
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#22 jb70
23.3.15, 15:13
Putzwutz #21 :

Ja, diese Kinder sind wirklich arm - das sind die, die wirklich nur mit materiellen Dingen "ruhig gestellt" werden und bei den Eltern ausschließlich (!) nebenbei so "mitlaufen", die lechzen natürlich nach Zuwendung, Ansprache und ehrlicher Aufmerksamkeit - ganz klar !

Ich meinte aber eher die Kinder, die von Geburt an zur "Gottheit" erklärt werden, die laut Eltern (vorallem Müttern!) in allen Belangen anderen meilenweit voraus sind ( fängt schon mit dem 1. Zahn an....) !
Die klassischen Wunderwuzis halt - die, die alles einen Deut besser, schneller sowieso und vorallem besonderer können,machen und tun als andere ,"gemeine" Kinder - sogar die Verdauung des Sprösslings artet ja in diesen Familien regelrecht zum Festakt aus - das meinte ich, mit : Man kann alles übertreiben ....;-))
#23
23.3.15, 23:05
Da hast du vollkommen recht. Und die Weiterentwicklung ist dann eben meist, dass diese Kinder alles bekommen, was sie wollen und wann sie es wollen.
Manchmal habe ich das Gefühl, in eine Art Grabenkampf der Mütter hineingeraten zu sein.Da wird immer nur erzählt, was das eigene Kind schon kann- natürlich alles VIEL FRÜHER UND BESSER als alle anderen, und dann geht es damit los, was sie sich dieses Kind alles kosten lassen und was sie ihm als letztes gekauft haben.
Da wurde sogar gestritten, wer am meisten für eine Zahnklammer ausgegeben hat.
DA war ich dann endgültig unten durch, weil keins meiner Kinder eine brauchte- lach- .
Wo Ostern vor der Tür steht, kann man auch ganz deutliche Unterschiede ausmachen.
Im Einkaufszentrum laufen Mütter herum, die für ihre Kinder Geschenke zu Ostern kaufen.Ich habe weiß Gott meinen Kindern immer alles gegönnt, aber wenn ich sehe, dass zu Ostern für ein Kind Geschenke gekauft werden, die für vier Kinder für Weihnachten und Geburtstage zusammen reichen würden, frage ich mich schon, ob das sein muss und vor allem, ob man den Kindern damit einen Gefallen tut.
Ich glaube nicht, dass es nötig und gut ist, wenn ein Kind von acht Jahren zu Ostern die neueste X-Box und ein IPhone, dazu natürlich etliche Spiele für die Konsole, einen neuen Monitor für den PC und und und bekommt.
Das ist nicht übertrieben von mir, das habe ich selbst erlebt.Und die Mutter hatte noch ein schlechtes Gewissen, weil das arme Kind nur den neuen Monitor für den PC bekam und ihr Mann sich geweigert hat, gleich einen komplett neuen PC zu kaufen.
Es waren sechs Kinder in der Klasse von meinem jüngsten, bei denen das jedes Jahr so ablief.
Und heute fahren sie dicke, natürlich finanzierte Autos, haben schon mehrere Lehren geschmissen und sind zu nix zu gebrauchen.
Was laut ihren Eltern an allem möglichen liegt, aber auf keinen Fall an der Erziehung bzw VERziehung.
Oh je, darüber könnte man sich ewig lange unterhalten- da kann man mal sehen, worauf wir von Gemüse kommen können. ;-)

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