Ultraschall Sensor gegen Hausstaubmilben: Die Bewertungen auf einschlägigen Portalen klangen sehr glaubwürdig. Eltern berichteten über Erfolge bei ihren hausstauballergischen Kindern. Diese Bewertungen können - gefühlt - nicht gefälscht sein.

Glaubwürdigkeitscheck - Ultraschall Sensor gegen Hausstaubmilbe

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Kaum zu glauben, dass Ultraschall Milben unschädlich macht, indem er Hausstaubmilben an der Fortpflanzung hindern soll... Nach etwa drei Wochen zeige sich die Wirkung.

Mein Internet Info-Check

Die Internetrecherche ergab, dass sich die Verweise eines Herstellers dieser Geräte auf "wissenschaftlich erwiesene" Ergebnisse nicht bestätigen ließ. Die Hinweise des Herstellers führten hingegen zu Aufsätzen, die allenfalls Vortragsinhalte zusammenfassten. Um statistisch verwertbare Untersuchungen hatte es sich nicht gehandelt. Hier also erst mal Fehlanzeige hinsichtlich eines Beweises. Die mediale Berichterstattung von Deutschland über Österreich bis in die Schweiz schätzt das Produkt als unglaubwürdig ein, schreiben aber auch irgendwie voneinander ab.

Die Bewertungen auf einschlägigen Portalen klangen sehr glaubwürdig. Eltern berichteten über Erfolge bei ihren hausstauballergischen Kindern. Diese Bewertungen können - gefühlt - nicht gefälscht sein. Dann entdeckte ich aber auch Darstellungen von verifizierten Käufern mit Behauptungen, die sachliche Fehler enthielten und eindeutig erfunden waren.

Entschluss zum Selbsttest

Das Risiko eines Fehlkaufs habe ich in Kauf genommen. Da die Wirksamkeit erst in ein paar Wochen feststellbar wäre, kann man mit 30 Tagen Rückgaberecht (Internet Fernabsatzgesetz) keine Garantie geltend machen. Also - volles Risiko.

Meine Hausstauballergie bricht klassisch aus, wenn ich mit Zeitungsstapeln, Kelleraufräumaktionen oder der Bewegung von Büchern, die schon länger stehen, zu tun habe. Nachts bekomme ich nicht genug Luft, auch die klassischen Mehrarbeiten von Hausstauballergikern fallen an - wie häufiges wechseln, Staub gering halten, kurzum einiges Mehr an Haushaltsarbeit.

Teststart am 20.12.2019

Das Gerät habe ich also zu o. g. Datum angeschlossen und jetzt abgewartet. Zum einen habe ich keine besonderen Veränderungen wahrgenommen, zum anderen, war die Beurteilung nicht in ein paar Tagen zu machen, da ja der Milbennachwuchszyklus erst unterbrochen werden muss.

Mein Testergebnis - unwissenschaftlich und persönlich

Aufgrund der langen Zeit zwischen Kauf und Wirkbeurteilung habe ich die Sache aus dem Fokus genommen. Ob eine langsame Besserung eingetreten ist, lässt sich ohne Labor an meiner Seite nicht genau überprüfen. Aber mir war so... Seit Kurzem bemerke ich eine einschneidende Veränderung. Ich atme wieder tief durch die Nase ein und das wohl die ganze Nacht, denn ich kann auch wieder morgens einen Schluck Wasser trinken, ohne nach Luft zu schnappen, weil die Nase zu ist. Auch die Notwendigkeit vom häufigen Bettwäschewaschen hat sich erledigt. Dies lässt sich für mich zum aktuellen Zeitpunkt feststellen, auch wenn ich aufgrund der vielen, negativen Medienberichten skeptisch rangegangen bin.

Meine Beobachtungszeitraum war der 20.12.19 bis 14.01.20. Ab 12.01. konnte ich für mich die Veränderung eindeutig konstatieren. Wie gesagt statistisch unbewiesen, alles kann eingebildet sein. Ich selbst freue mich verhalten, da ich mich wundere, dass es hier keine seriösen Versuche gibt, die Wirksamkeit nachzuweisen. Eine statistisch relevante Testgruppe aufzubauen, lohnt sich für niemanden so richtig, da ja kein Patent darauf angemeldet ist und keiner die Kosten wieder reinholen kann. Mal so eine Idee.

Zum Handling hat sich meine Kritik verflüchtigt, da diese Aspekte im Vergleich zur Wirkung für mich keine Relevanz mehr haben. Außerdem will ich keinem einzelnen Hersteller einen Vorteil einräumen, indem ich auf die Bauweise näher eingehe und das Modell dadurch konkretisiere.

Schön wäre es aber, wenn sich mehr Meinungen dazu ansammeln könnten. Schön wäre auch, wenn jemand einen Versuchsaufbau stricken könnte, in dem der Wirksamkeit in Einzeltests nachgegangen werden könnte.

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6 Kommentare

1
#1
15.1.20, 10:49
Ich bin auch Hausstaubmilbenallergikerin und kenne die, von dir beschriebenen Symptome leider nur zu gut. Derzeit mache ich wieder eine Desensibilisierung, die jedoch erst nach 2.Jahren anschlagen soll. Die erste, habe ich erfolgreich, vor knapp 20 Jahren angefangen.
Dein Bericht interessiert mich natürlich sehr und ich würde mich über eine Mitteilung deinerseits freuen, in der du mir das Fabrikat des Ultraschallsensors nennst. Gerne schreibe ich, nach einem Kauf meinerseits über meine Erfahrungen, mit dem Gerät.
#2
15.1.20, 17:58
Das Gerät würde mich auch interessieren.
Name und Hersteller wäre sehr nützlich!
#3
16.1.20, 18:09
@susi02: Hi, nur das Wirkprinzip ist entscheidend. Kein Hersteller. Niemand hat ein Patent. Alle Geräte machen das gleiche. Der Produktname steht im Titel. Bitte keine weiteren Anfragen zum Hersteller. Danke.
2
#4
2.3.20, 08:06
Wir haben das auch getestet.
Also:
Hausstaubmilben in zwei identisch klimatisieren Testhabitaten Mikroskop,
Feinnwaage und dieser Milbenschreck. Versuchszeitraum 2 Monate.
Das eine Habitat mit Milbenschreck betrieben, das andere zur Kontrolle
ohne. Beide Habitat wurden mit der identischen Menge, auf
Hausstaubmilben getesteten (Mikroskop) Haustaub befüllt,  identisch
befeuchtet und feucht gehalten (78% Luftfeuchte im Habitat).
Es wurden aus beiden Habitaten zeitgleich wöchentlich gleichgroße Proben
genommen und ausgezählt. Es wurde darauf geachtet, das die Beprobung
jeweils an mehreren Bereichen des Habitats stattfand. Die beiden
Habitate hatten für Ultraschall durchlässige Abdeckungen, da dieses
Wirkprinzip zu untersuchen war. Das Gerät wurde 50 cm über über der
Abdeckung, auf das Gefäß gerichtet, angebracht.
Die Resultate
waren ernüchternd, auch nach 8 Wochen waren keinerlei Unterschiede in
den Populationen der Hausstaubmilben auszumachen,die Zählwerte
schwankten in beiden Habitaten leicht, blieben aber konstant hoch. Man
kann sagen, dass keinerlei Milben in irgendeiner Weise an der
Fortpflanzung, am
Leben oder Ausscheiden von Exkrementen gehindert oder beeinflusst wurden.

Fazit:
Auch nach 8 Wochen keinen Effekt. Wir halten das für eine gute Idee,
können uns aber vorstellen, dass Berkristalle oder mit böse guckenden
Aliens bedruckte Tapeten im Schlafzimmer mindestens genausogut
funktionieren und dabei etwas besser aussehen.
#5
2.3.20, 08:52
Und der Preis? 
1
#6
2.3.20, 10:36
@Fresie: Was spielt der Preis denn noch für eine Rolle,  wenn das Produkt eh nichts taugt?
Dann brauchte ich es nicht einmal geschenkt!

Aber bei Amazon liegen diese unnützen Ultraschallgeräte gegen Hausstaubmilben so zwischen 30,-bis 50,- € . Zuviel Wenn's eh nichts bringt.

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