Wenn Schmuckteile aus mehr oder weniger reinem Gold und im eigenen Besitz sind, lässt er sich sehr gut verkaufen.

Gold verkaufen: Bruchgold, Zahngold & Altschmuck

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Viele von uns kennen das: Ein Ring wird nicht mehr getragen, weil er uns an eine bestimmte Person erinnert, die nicht mehr zu unserem Leben gehört. Eine Kette gefällt nicht mehr. Vergrößerungskette eines Armkettchens oder Halskette wird nicht mehr benötigt. Man hat Schmuck geerbt, den man selbst nicht tragen möchte. Goldmünzen, Zahngold mit oder ohne Zähne usw.

Wenn diese Schmuckteile nun alle aus mehr oder weniger reinem Gold und im eigenen Besitz sind, lässt er sich sehr gut verkaufen. Ob der Goldpreis nun am höchsten ist, kann keiner sagen. Und ob man sich vom Gold nun schon trennen möchte oder es noch als Anlage aufhebt, bleibt auch jedem selbst überlassen.

Goldarten je nach Feinhaltgehalt

  • 333 Gold mit 8 Karat - minimalster Goldanteil
  • 375 Gold mit 9 Karat
  • 416 Gold mit 10 Karat
  • 585 Gold  mit 14 Karat 20,15 Euro (aktueller Preis pro Gramm mit 24.09.2016, im Jahre 2015 bekam ich ca. 18,- Euro dafür) - Zahngold ist fast so rein.
  • 750 Gold mit 18 Karat 26,- Euro (24.09.2016)
  • 917 Gold mit 22 Karat - meist von Münzen
  • 999,9 Gold mit 24 Karat - ist für Schmuckherstellung viel zu weich

Gold hat seinen Wert und somit auch seinen Preis

Für Brillanten und anderen Edelsteinen bekommt man nur etwas dafür, wenn sie groß genug sind. Doch beim Verkauf ist Vorsicht geboten und es lohnt sich, nicht gleich beim Erstbesten, seine Schätze zu verkaufen.

Es ist ratsam, die Ankaufspreise zu vergleichen, und sich bei mehreren Verkäufern ein Angebot machen zu lassen. Die Preisunterschiede sind enorm! Es gibt auch einen Gold-Liverechner online (PS: mein Juwelier zahlt mehr! - also unbedingt vergleichen).

Ich selbst habe im Affekt mein Bruchgold und Altschmuck aus Gold zum Dorotheum gebracht. Das ist ein Aktionshaus / Pfandhaus, wo man wertvolle Gegenstände oder Gegenstände die einen Wert haben verpfänden kann.

Ich bekam dort ca. 150,- Euro für mein Gold. Eine Nacht darüber geschlafen, ließ es mir keine Ruhe und ich recherchierte über die Goldpreise im Internet und befragte einen mir sehr gut bekannten Juwelier. Die Recherche sowie die Empfehlung des Juweliers ergab: Ich hätte mehr für mein Gold bekommen.

Am Tag drauf holte ich mein Zeug vom Dorotheum wieder zurück und musste hierfür ca. 5,- Euro Gebühr draufzahlen, um es wieder zu bekommen. Je länger man mit dem Rückkauf wartet, desto höher wird die Gebühr. Danach fuhr ich zu einem Juwelier im 3. Bezirk in Wien, wo ich damals für mich die besten Goldankaufspreise herausfand. Und zu meiner großen Freude: Ich bekam über 100,- Euro mehr für mein Gold!

Unseriöse Shops:

  • Bei kleinen unseriösen Gold-Ankaufsshops (die auch Silber ankaufen und Handys reparieren usw.), die es in Wien zuhauf gibt, kann man sich zwar ein Angebot machen lassen, aber verkaufen würde ich es dort nicht.
  • Mir wurden damals für das genannte Gold oben 20,- Euro geboten! Ich habe es nicht hergegeben um diesen Spottpreis und es weitere Jahre aufgehoben.

Zur eigenen Kontrolle:

  • Ich habe das Gold je nach Karat aufgeteilt und extra mit einer Feinwaage gewogen. Beim Juwelier angekommen stimmten die Gramm exakt überein.
  • Zur Kontrolle ist es also sehr gut den Schmuck zu wiegen, damit man einen ungefähren Richtpreis ermitteln kann und so nicht übers Ohr gehauen werden kann.

Seriöse Käufer:

  • Handelt es sich um wiederverkäuflichen Schmuck, bekommt man für seinen Altschmuck bis zu 40% mehr für den Tagespreis pro Gramm Gold. Bei Goldteilen, die nicht wiederzuverkaufen sind, werden bis zu 14% mehr bezahlt. Hat man sogar Goldschmuck von begehrten Marken wie Cartier, Bulgari, Chopard usw., bekommt man hier für den Markennamen weit mehr, als das Gold selbst wert wäre.
  • Für Brillanten und Edelsteine ab einer bestimmten Größe erhält man hier extra Geld. Das Angebot wird kostenlos gemacht. Kommt ein Kauf zustande, bekommt man gleich sein Geld auf die Hand.

Beim Juwelier:

  • Es gibt Juweliere die sich speziell auf Gold- und Silber, sowie Edelstein An- und Verkauf spezialisiert haben. An solche sollte man sich auch wenden, wenn der Preis stimmt.
  • Ein seriöser Juwelier macht eine „Goldprobe“ und testet die Goldteile auf ihre Echtheit. Dafür werden auch Chemikalien eingesetzt und andere Verfahren.
  • Kommt ein Kauf zustande, muss man Name, Adresse angeben und gültigen Lichtbildausweis vorweisen.
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24 Kommentare


1
#1
26.9.16, 20:19
Guter Tip,habe ich gemacht,als mein Mann gestorben war,und die Rentenversicherung mich hat hängen lassen,bzw den Antrag nicht bearbeitet hat.(Der Himmel weiß warum).Damals habe ich fast 1000 Euro bekommen,ich bin fast umgefallen,damit hatte ich nicht gerechnet.Aber ich kam über die Runden,bis die Nachzahlung kam!
3
#2
26.9.16, 20:39
Guter informativer Tipp.

Ich habe vor einigen Jahren den kompletten geerbten Schmuck einschließlich meines eigenen Goldschmucks (ich trage kein Gelbgold mehr) verkauft, als der Goldpreis in astronomische Höhen schoss. Da hatte ich wirklich Glück mit dem richtigen Zeitpunkt. Es ist immer ratsam, den aktuellen Goldmarkt etwas im Auge zu behalten, wenn man verkaufen will. Mittels einer Feinwaage kann man auch sehr leicht das Gewicht vorab schon einmal selbst ermitteln.

In Gold anzulegen, ist übrigens immer ratsam, da man mit Gold besser geschützt ist als mit Papiergeld. Gold verliert nicht an Wert: Es ist ein knapper Rohstoff.

Der Anstieg des aktuellen Goldpreises wird sich noch etwas hinziehen:

Experten rechnen damit bis zum Jahre 2023. Wer also nicht unbedingt auf das Geld aus dem Goldverkauf angewiesen ist und Gold eher als Investition sieht, sollte aktuell nicht verkaufen.
Ringe mit Edelsteinen verkauft man besser privat, da die Steine gar nicht oder nur sehr gering zum Gewicht hinzugezogen werden. Das lohnt nicht und man ist besser beraten, auf anderem Weg zu verkaufen als beim Goldhändler/Juwelier/Scheideanstalt/Bank.
#3
26.9.16, 21:56
Nur zur Information, der Goldpreis liegt zur Zeit bei 33,80 € pro Gramm Feingold, zumindest bei meinem Juwelier!
#4
27.9.16, 00:37
Privater Schmuck als Wertanlage ist nicht empfehelenswert. Man bekommt oft nur den  Goldwert bezahlt und hat ihn  einst teuer gekauft. Für Notfälle aber ok. Seriöse Schmuckgeschäfte zahlen auch den angemessenen Goldpreis. Bei antikem wertvollen Schmuck sieht das schon anders aus. Gut gearbeitete hochwertige Teile finden immer Ihren Liebhaber, aber meist mag man sich davon nicht trennen. 
#5
27.9.16, 08:16
@Brandy: wow! Bei wieviel Karat?
#6
27.9.16, 08:18
@Julice: Naja, wenn`s ein Erbstück von einer "Tante aus Amerika" die man noch nie im Leben gesehen hat war - warum denn nicht verkaufen. ;-)
#7
27.9.16, 08:21
@xldeluxe_reloaded: man kann sich das Gold ja auch in kleine Gramm Barren einschmelzen lassen wenn man es als Anlage haben möchte. Wer mehr davon hat kann auch Kilo Barren machen! ;-)) Bei meinen Goldringen damals die hätte wohl niemand privat gekauft? Oder? Die waren mit Gravur "Namen und Datum". Niemand kauft gerne gebauchte Verlobungsringe oder Hochzeitsringe....Kein gutes Omen.
1
#8
27.9.16, 09:09
@Sally75: Hab ich doch genau beschrieben "pro Gramm Feingold!" Feingold ist 999er Gold, also reines Gold, welches - wie Du schon richtig beschrieben hattest - zu weich ist, um Schmuck daraus herzustellen.
Deshalb wird das zu verkaufende Schmuckstück ja auch gewogen und dann wird nach dem Goldgehalt, also 333, 585 Karat usw., entsprechend dem Feingoldgehalt des Schmuckstücks berechnet.
Es ist also nicht so, daß Du, wenn Dein Ring 7 gr. wiegt, Du für diese 7 gr. 7 mal 33,80 € ausgezahlt bekommst, sondern nur den 333sten oder 585sten Anteil!

Dein Vorschlag, den Schmuck in Barren einschmelzen zu lassen, ist nicht von Vorteil, denn dann wird der Barren viel teurer, als sein eigentlicher Feingoldwert, weil man ja auch noch das Einschmelzen bezahlen muß, die Scheideanstalt will noch verdienen und auch der Juwelier, der mit der Weiterverarbeitung beauftragt wurde.
Barrengold kauft man am besten bei seiner Hausbank zum Tagespreis für Gold und dann eben sinnvollerweise nicht dann, wenn der Goldpreis hoch ist, sondern eher dann, wenn er nach unten geht. Nur so kann man möglicherweise mal mehr Geld draus machen, als das was man dafür bezahlt hat.
#9
27.9.16, 09:13
@Brandy: ok. Hübscher aussehen tut für mich der Gramm Barren als lauter Teile von abgeschnuddelten Bruchgold. Ich glaube wer sich Gold einschmelzen lässt, für den ist die Gebühr dafür nicht die Rede wert. :-)
#10
27.9.16, 09:53
Du kannst versichert sein, daß der Gold-Barren aus eingeschmolzenen Schmuckstücken genau so aussieht wie der Barren, den Du bei der Bank gekauft hast. Denn bei der Schmelze werden alle Legierungsmetalle aus dem reinen Gold herausgefiltert und übrig bleibt nur das reine sogenannte Feingold mit 999,9 Karat. Im übrigen bin ich mir ziemlich sicher, daß es sich bei den Schmelzkosten und der Verdienstspanne für den Juwelier nicht nur um einen geringfügigen Betrag handelt, den man getrost vergessen kann. Man kauft sich Gold-Barren ja nicht, um sie dreimal täglich anzuschauen und sie einfach nur schön zu finden. Reines Gold, also Barren, kauft man als Kapitalanlage und für eine solche will man "so wenig wie nötig" bezahlen, um im Fall eines Verkaufs "so viel wie möglich" dafür zu erlösen. Das allein ist der Sinn des Kaufs von Barrengold.
#11
27.9.16, 14:47
@xldeluxe_reloaded: Sein Geld in Gold-Barren anzulegen, ist nicht unbedingt die beste Geldanlage. Gold bringt keinerlei Zinsen (auch dann nicht, wenn diese irgendwann mal wieder ansteigen sollten), und auch ist es nicht richtig, wenn Du schreibst, Gold verliert seinen Wert nicht. Ich kann mich noch sehr gut an einen Feingold-Gramm-Preis von ca 4,00 DM erinnern.
Wenn man größere Geldsummen wirklich sicher anlegen möchte, so ist die beste Alternative Betongold, also Immobilien. Auch dort gibt es natürlich teils erhebliche Preisschwankungen, aber noch niemals ist ein Haus für z. B. nur 30.000,00 € verkauft worden, wenn es bei seiner Anschaffung mal 300.000,00 € gekostet hat. Es ist ein großer Unterschied, ob ich für 10 Gold-Barren a' 20 gr., für die ich ca. 7.000,00 € bezahlt habe, nur noch einen Preis von z. B. 2.000,00 € bekomme oder für eine 300.000,00 € teuren Immobilie nach einem Preissturz noch 200.000,00 €.

Du siehst also, wenn es darum geht, wirklich eine sichere Kapitalanlage zu erhalten, ist der Immobilienkauf immer noch das Effektivste. Ein Gold-Barrenkauf kann allenfalls einen Notgroschen bei Bedarf bedeuten, aber Dich niemals über längere Zeit finanziell "über Wasser halten."
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#12
27.9.16, 16:11
@Brandy: ja ist klar. Aber einen Gramm Goldbarren kann sich schnell mal wer kaufen oder schenken lassen....Bei einer Immobilie sieht das anders aus. Ich stimme dir aber zu das ein Haus, Grundstück usw. eine gute Anlage darstellt. Dieses Thema aber ist so umfangreich das es schon einen eigenen Tipp verdient um sich bei diesen Dschungel durchzublicken.
#13
27.9.16, 16:29
Ein-Gramm-Barren gibt es soweit ich weiß, nicht. Wie klein soll der denn sein?? Ich meine zu wissen, daß der kleinste Barren 10 gr. wiegt. Ich weiß nicht, inwieweit das Gewicht der Barren nach oben begrenzt ist, aber ich meine, mich zu erinnern, daß 1 kg das größte Barrengewicht ist.

Aber mal ganz ehrlich,cwas willst Du denn notfalls anfangen mit z. B. 5 Barren a' 10 gr.? Ich sag mal, nix. Der Erlös hält Dich mit mit ganz viel Glück einen Monat über Wasser. Ablegenvin Goldclohnt sich nur, wenn man es nicht aus Not wieder verkaufen muß, will sagen, dafür kann man nur Geld hernehmen, was man nicht braucht und was einfach übrig ist. Und welcher "Normalbürger" hat das schon?
#14
27.9.16, 17:53
Anlegen in Gold.....sollte es heißen. Auf dem Handy tippt es sich so unpraktisch.
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#15
28.9.16, 00:46
Ein Kilo Gold ist ca. 41000Fr. wert. Also etwa 44800Euro
Du kannst ja kleine Barren fassen lassen und an einer Kette tragen.
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#16
28.9.16, 22:40
ich habe auch noch einen Ring aus hochwertigem Gold von einem weniger hochwertigen Mann, der jetzt dort ist wo der Pfeffer wächst ... eigentlich hatte ich vor, ihn (den Ring, nicht den Mann) im Rhein zu versenken aber die Idee, ein wenig Geld damit zu verdienen ist genial ... dass ich nicht selbst darauf gekommen bin *tzt*

viel werde ich sicher nicht dafür bekommen aber wenn es für einen grossen Eisbecher langt bin ich schon zufrieden  :o) 
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#17
28.9.16, 22:48
@Agnetha: 
Was ist das denn für ein Eisbecher?????

Wiege den Ring, schau im Netz nach und sieh schon mal grob, ob es auch noch für Sahne reicht!
#18
29.9.16, 12:49
@Agnetha: Wenn Du ihn gewogen hast, dann schau mal innen in den Ring, dort ist eingepunzt, welchen Goldanteil er hat, 333, 585 oder 750er Gold. Wenn der Ring also 6 gr. wiegen sollte, so sagt der entsprechende Goldstempel aus, daß Dein Ring einen reinen Goldanteil von eben 333, 585 oder 750 gr. auf 1 kg Gold hat. Entsprechend der Dreisatzrechnung kannst Du ziemlich genau ausrechnen, was Du für den Ring bekommst. Heute lag der Goldpreis bei meinem Juwelier bei 34,20 € pro Gramm Feingold.
Bei meinem Beispiel für Deinem Ring wären es dann knapp 1,3 gr. Feingold, dieses x 34,20 € = 44,46 €, die Du für Deinen Ring bkommen würdest.
#19
29.9.16, 14:13
@Brandy: Bei 6 g : 0,333 komme ich auf rund 1,8 g.
34,20 x 1,8 sind bei mir 61,56.
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#20
29.9.16, 14:52
@Jeannie: Du hast recht, Jeannie. Aber wir haben beide nicht ganz richtig gerechnet :-)) Bei 6 Gramm mit 333er Gold komme ich auf 1,998 = 68,33 € und bei 6 Gramm mit 585er Gold sind es 3,51 = 120,04 €.

Aber wie auch immer, es wird jedenfalls ein großes Eis mit Sahne und Früchten für Agnetha :-)))
#21
29.9.16, 16:12
@Brandy: Stimmt! ;-))
#22
30.9.16, 15:24
@Agnetha: Gib uns doch kurz Bescheid ob sich der Verkauf ausgezahlt hat!
2
#23
2.10.16, 09:11
@Brandy: Es gibt nicht nur 1g-Barren, sondern sogar 0,5g- und 0,1g-Barren, sind natürlich im Verhältnis teurer (http://bodi.pgd.ag/).
#24
3.10.16, 10:14
@DieterB: Dabei handelt es sich nicht um Barren, sondern um Folien. Und mal ganz ehrlich, wieviele davon sollte man sich anschaffen, um daraus eventuell einen "Notgroschen" zu erzielen, wenn man denn mal in eine prekäre Situation gerät, in welcher man evtl. sehr kurzfristig einen leicht größeren Geldbetrag benötigt? Diese Folien nützen nur einem, nämlich dem, der sie verkauft.

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