Beide Grillsoßen werden auf den Kanaren nicht nur zu Fisch, Fleisch oder nur zu Brot gegessen, sondern in jedem Fall stilgerecht zu den bekannten kanarischen Schrumpelkartoffeln, den Papas Arrugadas.
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Grillsoßen Mojo rojo und Mojo verde mit Papas arrugadas

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Bald fängt die Grillsaison wieder an und was liegt da näher, als sich schon einmal Gedanken über die eine oder andere leckere Grillsoße zu machen. Ich hatte die Idee, aus meiner Sammlung die  passenden Rezepte für die kanarische Grillsoße Mojo hier einzustellen. Ich habe der Einfachheit halber das Rezept für die scharfe bis sehr scharfe Mojo rojo, auch Mojo picante oder Mojo picón genannte und die mildere Mojo verde hier zusammengefasst.

Beide Grillsoßen werden auf den Kanaren nicht nur zu Fisch, Fleisch oder nur zu Brot gegessen, sondern in jedem Fall stilgerecht zu den bekannten kanarischen Schrumpelkartoffeln, den Papas arrugadas. Für diese gibt es auf den Inseln extra eine entsprechende Sorte, die nur dort angebaut wird. Aber man kann auch unsere heimischen, jedoch möglichst kleinen und gleichmäßigen Kartoffeln verwenden. 

Die Papas arrugadas werden auf den Kanaren üblicherweise in Meerwasser gekocht, was natürlich hier bei uns nur bedingt möglich ist, nämlich dann, wenn man gerade mal zufällig an Nord- oder Ostsee wohnt. Alle, die nicht Meeresanrainer sind, behelfen sich beim Kochen der Kartöffelchen mit grobem Meersalz. Dazu aber später mehr.

Zutaten Mojo rojo

Soßengrundlage:

  • 1 Tasse Olivenöl
  • 3 Tassen neutrales Pflanzenöl
  • 1 - 2 EL Wein- oder Kräuteressig
  • 1/2 Tasse Wasser

Für den Geschmack:

  • 3 - 5 scharfe, getrocknete oder
  • 1 - 2 frische scharfe Peperoni (mit oder ohne Kerne, nach Wahl)
  • 2 TL Rosenpaprika
  • 1 ganze Knolle geschälte Knoblauchzehen
  • 1/2 Tube Tomatenmark
  • etwas Meersalz
  • 1 Prise Kreuzkümmel gemahlen

(Bitte darauf achten, dass hier kein gemahlener normaler Kümmel, sondern der mit dem lateinischen Namen Cumin verwendet wird).

Zum Binden der Soße: Falls die Soße zu flüssig sein sollte, kann man sie mit 1 - 2 Scheiben zerbröseltem Weißbrot dickflüssiger machen.

Zubereitung Mojo rojo

  1. Die aufgeführten Zutaten der Soßengrundlage werden im Mixer kurz verschlagen. Dann kommen die unter Geschmack aufgeführten weiteren Zutaten ebenfalls in den Mixer und werden etwa 3 - 4 Minuten fein püriert.
  2. Sollte die Mojo zu flüssig sein, zerbröselt man noch 1 - 2 Scheiben frisches Weiß- oder Toastbrot, gibt es ebenfalls in den Mixer und püriert noch einmal gut durch.
  3. Zum Abschluss wird die Mojo nachgewürzt mit Meersalz und einer Prise gemahlenem Kreuzkümmel.
  4. Die Soße sollte mindestens 1 Stunde gut durchziehen und hält sich im Kühlschrank mindestens 2 bis sogar 3 Monate.
  5. Vor dem Servieren rührt man die Mojo noch einmal kurz durch.

Zutaten Mojo verde

  • 150 ml Olivenöl
  • 60 ml Rotweinessig
  • 1 grüne Paprikaschote
  • 8 - 10 Knoblauchzehen
  • 1 großes Bund glatte Petersilie
  • 2 Bund frischer Koriander
  • 1 TL getrockneter Thymian oder Blättchen von 2 Zweigen frischem Thymian
  • Meersalz, Pfeffer
  • ggfs. 1 - 2 Scheiben zerbröseltes Toast- oder Weißbrot

Zubereitung Mojo verde

  1. Die Paprikaschote wird gewaschen, entkernt, von den weißen Häuten befreit und grob zerschnitten, die Petersilien- und die Korianderblättchen werden ebenfalls gewaschen und von den Stielen gestreift, die Knoblauchzehen werden geschält. Sämtliche aufgeführten Zutaten werden zusammen mit dem TL Thymian im Mixer zu einem feinen Brei püriert. Jetzt wird das Olivenöl zu der Kräutermasse gegeben und mit einer kurzen Umdrehung unter dieselbe gerührt. Ganz zum Schluss wird abgeschmeckt, mit etwas Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer.
  2. Sollte die Soße etwas zu flüssig sein, kann sie durch Zugabe von 1 oder auch 2 Scheiben zerbröseltem und untergemixtem Toastbrot sämiger gemacht werden.
  3. Auch die Mojo verde sollte ein wenig durchziehen und vor dem Servieren noch einmal gut umgerührt werden.
  4. Auch diese Soße hält sich im Kühlschrank in einem verschlossenen Gefäß ca. 2 bis 3 Monate.
  5. Als Beilage Papas arrugadas.

Zu den Papas arrugadas sei Folgendes gesagt:

Man nimmt am besten möglichst gleich große bzw. gleich kleine Kartoffeln, wäscht diese sehr gründlich und gibt sie in einen , worin sie gerade eben mit Wasser bedeckt werden. Hinzu kommen pro kg Kartoffeln 4 EL grobes Meersalz. (Die Salzmenge kann je nach Menge der Kartoffeln entsprechend umgerechnet werden).

Der Topf wird sodann mit einem Geschirrtuch abgedeckt und die Kartoffeln sollten nun ca. 20 bis 30 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln, also nur leicht sprudelnd kochen. Das Abdecken des Topfes mit einem Geschirrtuch ist wichtig, damit das Kochwasser verdampfen kann. 

Sind die Kartoffeln nach der angegebenen Zeit gar, wird der Herd ausgeschaltet, die Kartoffeln werden abgegossen und wieder mit dem Handtuch abgedeckt, auf die ausgeschaltete Herdplatte gestellt, bis sich die Schale der Kartoffeln runzelt und sich eine weiße Salzschicht darauf gebildet hat. 

Nun können die Papas arrugadas mit den beiden Mojo-Variationen gegessen werden, natürlich darf ein Glas Rioja dazu nicht fehlen.

Aber auch zu gegrilltem Fisch und/oder Fleisch schmeckt die Mojo hervorragend und so kann der nächste Grillabend gern kommen.

Ich wünsche guten Appetit!

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3 Kommentare


1
#1
11.3.19, 20:33
Wunderbar. Super Rezept.Da bekomme ich Heimweh. Man kann es zu Hause kochen, aber es schmeckt einfach nicht so gut wie vor Ort.
#2
11.3.19, 20:40
@datura33:  Dankeschön 😘 

Ja, das stimmt, direkt vor Ort im Ursprungsland schmeckt es immer noch am besten, aber leider sind wir jetzt im kühlen Deutschland.
Deshalb holen wir halt auf eigene Weise etwas Sonne, Meer und canarische Köstlichkeiten ins Haus und auf die Teller. 🤗
1
#3
14.3.19, 17:21
https://www.frag-mutti.de/gruene-und-rote-mojo-sosse-a37397/ Danke für die Abwandlungen! Werde ichtesten!

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