Gewitter: Eine einfache Methode hilft, die Pelznasen zu beruhigen.

Hund bei Gewitter beruhigen

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Wenn's draußen gewittert oder auch an Silvester bei Feuerwerk, liegen Waldi und Fiffi gern mal zitternd unterm Tisch. Alles gute Zureden hilft nichts, und auch das sonst so geliebte Leberwurstbrot wird verschmäht.

Eine einfache Methode hilft, die Pelznasen zu beruhigen:

Man gibt einen Tropfen ätherisches Lavendelöl auf die Handfläche und verreibt es leicht zwischen den Händen. Sodann streicht man mit beiden Händen dem Hund vom Kopf bis zum Hinterteil über's Fell. Lavendel hat eine ausgesprochen beruhigende Wirkung, und bei den empfindlichen Hundenasen reicht bereits diese kleine Menge.

Aber bitte darauf achten, dass es ein gutes, rückstandskontrolliertes Öl ist, nicht dieser Mi*t aus den Billigläden. Am besten kauft man es in Bioläden, Reformhaus oder Apotheke. Es hilft auch gut, wenn man selbst nicht einschlafen kann. Dann gibt man einfach einen Tropfen direkt aufs Kopfkissen (wirkt bei mir fast immer).

Für die Hundchen kann man zusätzlich noch folgendes tun: Die Notfalltropfen (rescue remedy) aus der Bachblütenmedizin beruhigen auch hervorragend. Hier nimmt man die alkoholfreie Variante (Apotheke oder Internet) und gibt ca. 4 Tropfen seitlich ins Maul. Das kann man in kurzen Abständen wiederholen.

Generell gilt, falls der Hund bei Gewitter Angst hat: so normal wie möglich verhalten, keine übertriebene Aufmerksamkeit, damit für den Hund alles so alltäglich wie möglich bleibt. Denn wenn er merkt, Herrchen oder Frauchen bleiben ganz ruhig, kann er sich auch entspannen.

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16 Kommentare


#1 SchamaninTrine
26.7.10, 00:19
Es gibt CDs mit Gewittergeräuschen, man kann ausprobieren obs Wirkung zeigt, wenn man anfängt die leise nebenbei laufen zu lassen um den Hund zu gewöhnen. dann werden sie langsmal lauter, obs funktioniert ist individuell, ich kenne Hunde, da hats geklappt sie zu gewöhnen, bei anderen klappts nicht, weil die Lifegeräusche eines Gewitters natürlich anders wahrgenommen werden und Tiere noch mehr an Gewittern merken, Luft etc. Aber es ist sicherlich immer einen Versuch wert. Vielleicht einfach mal ausprobieren wenn man solche Geräusche vom Internet über Rechner abspielt, verknüpft der die Geräusche mit einem wirklichen Gewitter oder nicht ? Wenn er sie verknüpft, kann man mit einer Geräusch-CD üben.
#2 Nicolehh
17.8.10, 11:30
Mein Hund war acht Monate, als ich ihn von der Hundehilfe übernahm.
Natürlich hatte er Angst vor Gewitter.

Er bellte, jaulte, verzog sich.

Ich wurde streng, hab ihn nicht etwa beruhigt, sonern sogar mit ihm etwas geschimpft und hab mich völlig normal verhalten, als ob ich nichts anderes als Gewitter kenne und Gewitter förmlich liebe...:-))

Schlagartig wurde alles besser und bis zum heutigen Tag hat er nie wieder Angst gezeigt.
Allerdings lasse ich ihn trotzdem, nach Möglichkeit, bei Gewitter nicht allein.

Herzlichen Gruß und viel Erfolg,
Nicole
#3
5.11.10, 07:46
Gott sei Dank hatte bis jetzt noch kei Hund bei uns Angst bei Gewitter.
Ich denke ein Versuch ist es Wert.

Bei mir selber bewirkt Lavendelduft das gegenteil.
Ausprobieren
#4
5.11.10, 09:46
Habe die bachblüten bei meiner katze ausprobiert bevor wir umgezogen sind und es hat gewirkt
Kann ich nur empfehlen
#5 erselbst
5.11.10, 10:04
und wirkt das auch bei der frau?---also mit beiden händen vom kopf bis zum hinterteil streichen--das habe ich doch richtig verstanden??
#6
5.11.10, 11:30
@erselbst: das hilft nicht nur bei Gewitter, probiers aus - deine Freundin freut sich!!!
#7
5.11.10, 12:08
@erselbst: das funktioniert sogar ohne öl ..... 8-)
#8 Marilse
5.11.10, 12:57
Mein Hund hat auch Angst, wenn es donnert und knallt. Er beruhigt sich aber sofort, wenn ich ihn ein wenig tröste und streichel. Jetzt nach fast 2 Jahren geht er sogar mit mir weiter Gassi. Er hat kapiert, dass ihm nichts passiert, wenn er bei mir ist.
Als ich ihn damals bekam, hatte er vor allem und jedem Angst. Das ist vorbei, weil ich ihn immer wieder mit allen Situationen, die ihm Angst gemacht haben konfrontiert habe. Dabei hat er schnell gelernt, dass ihm da nichts passiert und er geht auch von sich aus zu dem früheren Angst machenden Objekt oder Situation.
Mann muss eben geduldig mit dem Hund derartiges üben. Das ist die private eigene Hundeschule. Von irgendwelchen Mittelchen oder Medikamente geben halte ich nichts.
#9
5.11.10, 15:44
@Marilse:
Liebe Marilse, das ist ja schön, wenn es bei deinem Hund so gut geklappt hat. Bei meiner Hündin war das leider nicht der Fall. Auch ich bin sehr geduldig mit ihr (nebenbei, habe seit 26 Jahren eigene Hunde), aber der Hund hat bei jedem Gewitter einfach nur schrecklich gezittert und war kaum noch ansprechbar (ist ein Tierheim-Hund, also nicht von mir großgezogen bzw. zur Angst erzogen). Was soll ich denn da tun? Noch mehr mit der Situation konfrontieren, das geht doch wohl nicht und wäre auch unverantwortlich. Ich habe eben sehr gute Erfahrungen mit der beruhigenden Wirkung des Lavendelöls gemacht, deshalb gebe ich noch lange nicht "irgendwelche Mittelchen oder Medikamente", wie du schreibst. Ich habe dem Hund auf eine sehr natürliche und überaus sanfte Weise geholfen, er hat sich wunderbar entspannt und konnte während des Gewitters sogar ganz entspannt einschlafen. Davon habe ich im Tipp berichtet. Andere Situationen mögen eine andere Vorgehensweise erfordern, aber beim Problem "Gewitter" war das für meinen Hund und für mich die sinnvollste und schonendste Lösung. Du magst es anders sehen - jeder wie er meint.
#10
5.11.10, 17:31
Ich habe einen DSH, DDR-Züchtung, der hat keine Angst vor Gewitter und Knallerei zu Sylvester.
Ich kenne aber viele Hundehalter deren Hund Angst vor sehr lauten Geräuschen hat.
Werde den Tipp weiter empfehlen.
#11
5.11.10, 17:37
Hört sich interessant an ,ist einen Versuch wert.Danke für den Tipp.
#12 Marilse
5.11.10, 22:33
@Nebelparder: Das geht schon. Ich habe auch mehre Hunde gehabt und Pflegekatzen. Fast alle hatten Angst vor irgendwas. Allen konnte ich die Angst nehmen. Mit meinen Hunden war ich in verscjiedenen Hundeschulen. Überall bekam man was anderes beigebracht. Das ist nicht gut. Hunde sollten wenigstens die Grundbegriffe in allen Hundeschulen einheitlich beigebracht bekommen.
Jetzt habe ich nur einen Hund. Der war besonders ängstlich. Er kannte nichts, Erziehung 000. Mein jetziger Hund kommt aus Spanien. Diesmal bin ich nicht mit ihm in eine Hundeschule gegangen. Ich habe ihm nicht nur selber das Pflichtprogramm beigebracht, sondern ihm viel Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt und durch Konsequenz alles erreicht, was ein guter Hund können muss. Dazu gehört auch, ihm die Angst zu nehmen, ihn neugierig auf das Unbekannte, angsteinflößende zu machen. Ich gebe ihm Sicherheit durch mein eigenes Verhalten. Es kann manchmal bei dem einen oder anderen Hund sehr, sehr lange, oft Monate dauern bis zu einer Änderung seines Verhaltens.

Vielleicht solltest Du mal einen Tierpsychologen zu Rate ziehen
#13
6.11.10, 13:25
@Marilse:
Warum sollte ich einen Tierpsychologen zu Rate ziehen? Das verstehe ich nicht ganz. Ich habe nicht über Probleme mit meinen Tieren geklagt. Im Gegenteil! Wie ich bereits erwähnte, habe ich seit Jahrzehnten Hunde und Katzen, meistens solche Tiere, die aus Tierheimen oder aus dem Ausland kommen und diverse Probleme mitbringen, meistens auch sehr alte Tiere. Mit allen bin ich bestens zurecht gekommen, sie waren und sind eine enorme Bereicherung für mein Leben und mein größtes Glück. Auch ich habe mit Liebe und Geduld und viel Zuwendung alle Probleme gelöst bekommen. Was also soll dein Rat mit dem Tierpsychologen? Nur weil ich meinem Hund bei Gewitter zur Entspannung ein Tröpfchen Lavendelöl ins Fell streiche?
#14 Angelina
6.11.10, 14:21
Ich verwende auch oft Lavendelöl, ich gebe es dann gerne in die Duftlampe.
Sollte ich kein Öl zur Hand haben, geht es auch mit Wasser und Lavendelblüten.
#15
7.11.10, 09:52
@Nebelparder: hilft das auch bei der katze?Ich weiß nicht warum,aber mein Katerchen hat vor anderen Menschen,Katzen-eigentlich vor allem wahnsinnige angst.sogar bei vorbeifliegenden blättern,radfahrern,vögeln,autos-und das alles sogar,wenn er nur am fenster sitzt.Er ist ein wohnungskater.Ihm ist aber bei mir nie was zugestossen,was diese angst erklären würde.ich bin echt ratlos-er ist jetzt 1 jahr alt und ich habe ihn von privatleuten bekommen.er hat noch eine schwester,die woanders lebt.was soll ich nur tun?wenn ich besuch habe,ist das die reinste quälerei für ihn.Aber bei regen und gewitter sitzt er seelenruhig am fenster,wenn es so laut donnert,das ich schon angst kriege...ich verstehe meinen hermann einfach nicht - verkehrte welt irgendwie!wäre schön,wenn jemand einen rat für mich hätte!
#16 Marilse
7.11.10, 11:42
@Nebelparder
es gibt eben Situationen beim Hund, bei denen ein Tierpsychologe helfen kann. Wir können noch so viel Erfahrung mit Hunden haben. Oft übersieht man etwas. Ein Tierpsychologe hat da einen anderen Blick. Er muss auch sein Geld damit verdienen, es ist nicht sein Hund und er gibt einem Anleitungen an die Hand, auf die wir überhaupt nicht kommen, mögen wir noch so gut und geduldig bei unseren Hunden sein.
Unser örtlicher Tierschutzverein hat extra ein Tierheim für Hunde zusätzlich gebaut. Dort kommen nur Hunde aus dem Ausland hin. Die meisten sind schwierig oder haben panische Angst vor allem und jedem. Obwohl die Mitarbeiter des Tierschutzvereins alle viel Erfahrung mit Tieren haben, werden oft Hundepsychologen eingesetzt.
Um einen Hundepsychologen zu angagieren, muss man kein Neuling bei Hundeerziehung sein. Wir als Hundehalter oder als Tierpfleger bauen einen anderen Bezug zu Tieren auf als ein Tierpsychologe. Für ihn ist der Hund in dem Moment, wo er mit ihm und seinem Halter arbeitet eine Sache, die er zum funktionieren bringen muss. Kein Hundehhalter, mag er noch so geduldig und gut mit dem Hund umgehen muss sich schämen, einen Tierpsychologen zu beauftragen und der ist 1000 mal besser als jedes Medikament es vermag.

LG Marilse

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