Ein nicht zu unterschätzender positiver Aspekt eines Hundes ist sozialer Natur. Viele Hundebesitzer kennen ihre nächsten Nachbarn nicht, dafür aber den Namen des Herrchens von Mischling Charlie, der zwei Straßen weiter wohnt.

Hunde in der Großstadt

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Laut einer Schätzung des Berliner Umweltamtes fallen täglich rund 55 Tonnen Hundekot auf Berlins Straßen, Plätzen, Trottoirs und Grünflächen an. Eine Zahl, die ich beim ersten Hören für maßlos übertrieben hielt. Doch mit etwas Mathematik wird eine Tatsache daraus: Produziert jeder der rund 100.000 in Berlin registrierten Hunde täglich ein gutes Pfund, kommen die 55.000 Kilo schnell zusammen. Für jeden Mops, der nur ein halbes Pfund schafft, gibt es eine Dogge, die das Kilo locker „vollmacht“. Wenn dann im Herbst die orangegekleideten Mitarbeiter der BSR mit ihren Laubbläsern durch die Straßen marodieren, wird der getrocknete Hundekot zu Feinstaub pulverisiert und von uns eingeatmet. Nicht appetitlich, aber Tatsache.

„Hundekot“ ist Beamtensprech. Der Berliner an sich nennt die Dinge gerne beim Namen und macht aus dem medizinisch angehauchten Begriff das, was es ist: Hundescheiße. Sie ist in Berlin so allgegenwärtig, dass man als langjähriger Einwohner eine Art Radar dafür entwickelt. Entwickeln muss, will man nicht andauernd in einen frischen Hundehaufen treten. Die Hunde können nichts dafür, sie folgen bloß dem Ruf der Natur. Nein, es sind die Hundehalter, die allen öffentlichen Kotbeutelspendern zum Trotz die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner gerne mal liegenlassen. Und das ist nur einer von vielen Anlässen, der immer wieder für Ärger zwischen Hundehaltern und hundelosen Einwohnern sorgt.

Ein Hundeleben?

Mit wenigen Ausnahmen, zum Beispiel den weitläufigen Villengrundstücken am Wannsee oder den Häusern mit Garten im stadtnahen Speckgürtel, ist eine Großstadt wie Berlin extrem hundefeindlich. Autoabgase und Lärm sind schon für den Menschen stressig. Für die weitaus empfindlicheren Sinnesorgane eines Hundes müssen sie die Hölle sein. Enge Wohnungen, Asphalt, U-Bahn-Treppen, Leinenzwang und Maulkorbpflicht im ÖPNV können einer sensiblen Hundeseele dann den Rest geben.

Trotzdem scheint es vielen Hunden in Berlin auf den ersten Blick sehr gut zu gehen. Das mag daran liegen, dass ein Berliner Hund viel mehr Kontakt zu anderen Hunden hat als ein Hund auf dem Land. Sei es, weil er sie beim Gassi gehen trifft oder ihre Duftmarke erschnuppert. Wo, wenn nicht in einem Großstadtpark, kann eine läufige Hündin auf eine derart überwältigende Anzahl höchst interessierter Rüden treffen?

Außerdem, so versicherte ein Berlin-Tourist mit Hund meiner Verlobten neulich, gebe es in Berlin so erfreulich viele Ratten. Sein Hund sei bei einem Spaziergang am Ufer des Landwehrkanals vor Jagdglück schier ausgeflippt. Sie wollen auf jeden Fall bei nächster Gelegenheit wiederkommen. Auch ein Argument.

Als Nicht-Hund fällt es mir schwer, die tatsächliche Qualität eines Hundelebens in der Großstadt einzuschätzen. Es gibt Landhunde, die es allein in ihrem Zwinger mit Sicherheit schlechter haben. Wenn die Hundesprache eines Tages entschlüsselt sein wird (woran Forscher kräftig arbeiten), wissen wir mehr. Bis dahin: Wau! Oder heißt es vielleicht doch Wow?

Hunde gegen die Anonymität

Ein nicht zu unterschätzender positiver Aspekt eines Hundes ist sozialer Natur. Viele Hundebesitzer kennen ihre nächsten Nachbarn nicht, dafür aber den Namen des Herrchens von Mischling Charlie, der zwei Straßen weiter wohnt. Wer einen Hund beherbergt, muss mit ihm mehrmals täglich Gassi gehen. Dabei entstehen zwangsläufig Kontakte zu anderen Hundebesitzern. Sei es, weil sich die Leinen verheddern, Waldi unbedingt auf Flocke steigen möchte oder zwei Rüden sich um den begehrtesten Pinkelbaum streiten. Es entstehen Gespräche über die Hunde, aus denen sich im besten Fall Gespräche über die Menschen am anderen Ende der Hundeleine entwickeln. Ich habe vor Jahren einmal vier Wochen lang den Hundesitter-Job für eine verreiste Freundin übernommen. Nach Ablauf des Monats hatte ich ein gutes Dutzend Bekanntschaften geschlossen, die ohne den Boxer Gonzo nie zustande gekommen wären. Danke, Gonzo!

Die Pros und Cons

Den Anstoß zu diesem Beitrag hat ein Gespräch mit einem befreundeten Pärchen gegeben. Sie leben mit zwei Kindern im Kitaalter am Prenzlauer Berg und spielen mit dem Gedanken, sich einen Hund anzuschaffen. Wir haben uns mit ihnen zusammengesetzt und die Pro- und Contra-Argumente gesammelt. Vielleicht können sie auch dem ein oder anderen von euch eine Entscheidungshilfe sein.

Pro Hund

Ein Hund…

  • …zeigt den Kindern, was Verantwortung übernehmen bedeutet
  • …garantiert Aufenthalte im Freien bei jedem Wetter
  • …gibt Sicherheit in brenzligen Situationen (Dunkelheit, Parks etc.)
  • …kann Seelentröster sein
  • …ist ein Spielkamerad
  • …animiert zu mehr Bewegung
  • …schafft Sozialkontakte
  • …gehört zur Familie

Contra Hund

Ein Hund…

  • …kostet Geld (Hundesteuer, Futter, Tierarzt etc.)
  • …erschwert das Verreisen (Hundepension oder nur bestimmte Reiseziele)
  • …macht Dreck, und das sowohl drinnen wie draußen
  • …erschwert eine eventuelle Wohnungssuche
  • …benötigt viel Zeit und Zuwendung
  • …muss auch bei „Hundewetter“ Gassi gehen
  • …macht Krach (wenn es ein Kläffer ist)

Die zu Beginn des Gesprächs noch recht euphorische Stimmung unserer Freunde war nach dem Zusammentragen dieser Punkte etwas gedämpft. Vielleicht entscheiden sie sich ja doch lieber für einen Goldfisch. Oder ein drittes Kind? Wir sind gespannt.

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45 Kommentare


8
#1
4.8.17, 17:51
Mir tun die Hunde (vor allem die kleinen ) in der Stadt immer leid. Aus derer Sicht, so ganz unten zwischen den Beinen der Menschenmassen, der Abgase und dem harten Straßenbelag, muss das der Horror sein. Dazu kommt noch oft der Splien von Frauchen, die neueste Hundemode tragen zu müssen und den Popo zusammenzukneifen, bis es erlaubt ist und Frauchen sagt, "nun mach Kacka". Ich hoffe, ich werde im nächstem Leben kein Hund, dann schon lieber eine Spinne, denn dann hat jeder Angst vor mir, oder eine Miezekatze, die sich verwöhnen lässt und Frauchens Sofa als mein Revier bestimmt.
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#2
4.8.17, 18:15
Nach viel zu vielen Jahren in Berlin kann ich auch nur sagen:

Diese Stadt ist sogar für einen Hund eine Zumutung!😜

Wir haben ganz in der Nähe (in einer Wohnung mit maximal 56 bis 70 m²) ein typisches Paar mit zwei großen Hunden, ein Dalmatiner und eine Art "Schäferwindhund", die gelegentlich ausgeführt werden. Beide Tiere sind Laufhunde - wie auch zwei eingesperrte Huskys im Wohngebiet - und benötigen täglich 6 bis 7 Stunden Bewegung (nicht Gassigehen vom Mast bis zur Straßenecke und das an der Leine!).

Mein Tipp:

Wer sich Pferd, Kuh, Ziege, Dalmatiner oder Husky anschaffen will, der sollte sich konsequenterweise dafür entscheiden, aufs Land zu ziehen.
Wenn wir statt der machthungrigen Grünen echte, ehrliche Tierschützer hätten, gäbe es auch da keine Alternative!
5
#3
4.8.17, 18:48
Seitdem ich oft und lange an meinem Schreibtisch vor dem Fenster zur Straße sitze, ist mir aufgefallen, dass sich die große Gemeinschaft der Hundebesitzer in den letzten Jahren enorm vergrößert hat. Noch vor wenigen Jahren waren es vereinzelt ältere Menschen, die mit ihren kleinen Freunden spazieren gingen; mittlerweile scheint fast jeder in meiner Nachbarschaft einen Hund zu besitzen. Die Wohngegend bietet sich an und Hunde scheinen den Grüngürtel übernommen zu haben. Erfreulich ist, das ich an Leinen diese kleinen Beutelchen baumeln sehe, die Tüten für die Hinterlassenschaften enthalten.
#4
4.8.17, 20:22
@xldeluxe_reloaded: Und mir ist noch aufgefallen, dass der Trend zum Zweithund geht.
Besonders junge Leute schaffen sich gleich zwei Hunde an.
Vielleicht ist es aber auch so, dass jeder einen hat und dann wird zusammengezogen?
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#5
4.8.17, 22:38
Ein schwieriges Thema.Ich lebe auf dem Land,aber auch hier ist nicht alles Gold was glänzt.Wir haben hier Feldwege,die Nordsee ist nicht weit,mit Deich zum toben.Trotzdem ist hier in der Nachbarschaft ein Hund,der wird nur mal um die Ecke geführt,inzwischen ist er so dick,daß ihm das Laufen schwerfällt.Meiner ist 2 Jahre jünger und topfit.Ich denke,egal wo,wenn man einen Hund hat,sollte man sich der Verantwortung für das kleine Lebewesen bewußt sein.Das heißt auch bei jedem Wetter raus,Hinterlassenschaft beseitgen etc...
2
#6
5.8.17, 14:31
Wir wohnen mit unserem, nicht gerade kleinen Hund, auch in der Großstadt. 
Hier gibt es aber sehr viele Möglichkeiten, mit dem Hund zu laufen. Wälder und Wiesen am Fluß.
Für mich ist es selbstverständlich, jeden Tag mit dem Hund dorthin zu fahren, wo er frei laufen und sich verausgaben kann. Im übrigen, tut mir die Bewegung auch gut.  
Hund soll aber bitte auch Hund bleiben, auch wenn er ein Familienmitglied ist.
Jedenfalls geniessen wir unsere Zeit mit dem Hund sehr 
7
#7
5.8.17, 20:56
Für mich wäre ein Hund, so sehr ich auch jedes Tier liebe, nichts:

15-20 Jahre raus bei Wind und Wetter und das nicht nur um die Ecke oder mal eben in den Garten sondern einmal um den Block!

Was aber ist, wenn ich einmal alleine die Verantwortung für das Tier haben sollte, krank oder behindert sein werde, ins Krankenhaus muss oder gar schlimmer? Diese Überlegungen hatte ich schon bei jeder Katze, die an der Tür kratzte, aber ein Hund fordert wesentlich mehr Zeit als eine Katze.

Gerade junge Leute sollten das immer bedenken: So wie es jetzt gerade ist, wird es vermutlich nicht die nächsten 20 Jahre bleiben und wenn ein oder zwei Hunde erst einmal aufgenommen wurden, sind sie da und können nicht einfach abgeschoben werden. Ausschlafen, so lange man möchte oder auch einen ganzen Tag im Bett zu verbringen ist nicht möglich, denn der Hund findet das nicht so prickelnd wie so manches Liebespaar 😂

Also bitte immer gut überlegen, durchrechnen und sich fragen, ob man bereit ist, diese Verantwortung zu übernehmen. Jede Situation, egal ob gesundheitlich, gesellschaftlich oder finanziell, kann sich jederzeit verändern.............. 
6
#8
5.8.17, 22:05
@xldeluxe_reloaded
Ja selbstverständlich muss man Verantwortung übernehmen und sich sehr gut überlegen, ob man wirklich bereit und in der Lage ist, dies einhundertprozentig zu tun.
Aber im Vorfeld kann ich klären, wer sich um meine Tiere kümmern wird, wenn ich erkranke, ausfalle oder sie aus Altergründen nicht mehr versorgen kann.
Ich bin auch nicht mehr jung, aber Gottseidank gesund und fit, und ich habe die feste Zusage eines Menschen meines absoluten Vertrauens, dass er sich um meine Tiere kümmern wird, wenn ich es nicht mehr kann. Ein Leben ohne Hunde und Katzen kann ich mir kaum vorstellen. Sie geben mir so viel Lebensqualität und ich kann an ihnen, die ausschließlich aus Tierheimen kommen und z.T. eine katastrophale Vergangenheit haben, einiges wieder gut machen und ihnen ein Zuhause geben.
Aber ich habe auch Verständnis für Menschen, die sich dagegen entscheiden. Das ist ehrlicher und konsequenter als später seinen Pflichten nicht mehr nachzukommen.
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#9
5.8.17, 22:21
@superwoman neu: 
Ich bin gar nicht dagegen:
Wenn es nach mir gehen würde, hätte ich 20 Hunde, 80 Katzen, Pferde, Schweine, Ratten, Mäuse und zwei Esel, Hühner, Gänse und ein Einhorn 😂
Ich hatte als Kind auch einen Hund, Bambi, einen Rehpinscher, danach in den frühen 70ern einen Teckel namens Tarzan und danach einen Yorki namens Sweety -  dann schlichen sich Katzen in mein Leben, teilweise fünf auf einmal.........ein Leben ohne Tiere geht gar nicht!
Aber genau darum geht es:
Wer kümmert sich, wenn ich es nicht mehr kann und genau das ist mein aktuelles Problem...........
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#10
5.8.17, 22:21
Ich hatte früher viele Tiere auf meiner Bauernwirtschaft, darunter immer Hunde und Katzen. Die Tiere haben mein Leben unheimlich bereichert und mich aus so manchem Tief herausgeholt. Ich liebe alle Tiere und mache da keinen Unterschied. Hunde waren meine besten Freunde und mein Dackel ist stolze 18 Jahre geworden. Heute in meiner kleinen Wohnung und den häufigen Reisen möchte ich das Zusammenleben mit mir keinem Tier mehr zumuten, vor allem, meine Lebenszeit geht auf die letzten Jahre zu, wie lange, wer weiss das schon. Nein, ein eigenes Tier wäre zur Zeit nicht gut, aber ich betreue zeitweise Hunde, deren Familien in Urlaub sind oder krank. Das ist ein kleiner Ersatz und wenn ich nicht mehr reisen kann, hole ich mir vielleicht einen alten Hund aus dem Tierheim. Bis jetzt ist aber alles gut so wie es ist.
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#11
5.8.17, 22:23
@xldeluxe_reloaded: Natürlich muß man sich vorher Gedanken machen.Ich bin mit Hunden aufgewachsen,sie begleiten mich mein Leben lang.Natürlich gibt es Tage,da macht es keinen Spaß zu laufen.Aber man muß raus,das kann auch ein Vorteil sein.Mein Herz auf vier Pfoten,bereichert mein Leben.Er war dabei,als mein Mann starb,er hat genauso getrauert,wie ich auch,aber er hat mich auch im Auge behalten,auf mich aufgepaßt.Als wir am Anfang danach spazieren gingen,wich er nicht von meiner Seite,wenn ich weinte,legte er seinen Kopf auf meine Hand,als wollte er sagen,ich bin bei dir.Und es gibt viele einsame Nächte und Feiertage.....Auf der anderen Seite kommt man mit Menschen ins Gespräch,bei Spaziergängen an der Elbe,die ich sonst nie kennengelernt hätte.Und es kommt der Tag des Abschieds,alle meine Hunde sind daheim in meinem Arm gestorben,im Garten begraben.Mein Lhasa ist jetzt 7 Jahre,der vorige Lhasa wurde 17,aber auch bei meinem Jing merke ich, er wird älter,vernünftiger.Es ist einfach schön,sein Leben mit so einem liebenswerten Wesen zu verbringen.Ja ich bin Hundeliebhaberin,muß man nicht verstehen,aber vielleicht ein kleiner Beitrag,uns zu verstehen!
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#12
5.8.17, 22:33
@sabon: 
Niemand versteht Dich besser als ich, da sei Dir sicher!
Alleine die Tatsache, dass Jing Dir so viel Halt gibt und Dich aus so manchem Tief herausholt, spricht für einen Hund: Du musst raus und unter Menschen, ob du willst oder nicht! Er fordert das!
Mir tut es leid, zu lesen, was Du hier (und so manches mal schon) schreibst und ich sende Dir ganz viel positive Energie und Lebensfreude.
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#13
5.8.17, 22:50
Das Leid hat mich stark gemacht.Natürlich gibt es einsame Stunden,aber die nutze ich positiv für mich.Ein Bad irgentwas zu tütteln anfangen,wo mein Mann gesagt hätte,muß das jetzt sein.Es gibt soviel Leid auf dieser Welt,das ich; immer wenn ich auf dem Deich stehe,und aufs Meer blicke,denke,dir geht es gut!In diesem Sinne wünsche ich mit liebem Gruß von der See ein schönes Wochenende!!!
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#14
5.8.17, 22:55
@sabon: 
Genau die richtige Einstellung:
Es gibt viel mehr und schlimmeres Leid als das eigene Schicksal.............gerade wenn man mit sensiblen und weiterführenden Gedanken aufs Meer schaut!!!!!
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#15
5.8.17, 22:58
Es ist genau so - die Tiere geben einem so viel mehr zurück als man jemals für sie getan hat. Wir haben das außerordentliche Glück, auf einem alten, einsamen Bauernhof leben zu dürfen, der die Tierhaltung ungeheuer erleichtert. Ich laufe gern mit den Hunden, muss aber nicht ständig zwangsweise
mit ihnen "Gassi gehen", denn es ist reichlich umzäuntes Gelände da, wo sie herumtollen und laufen können. Da fordert die Hundehaltung in der Stadt mehr vom Besitzer ab.
Für mich sind alle Vierbeiner, Fellnasen und Hühnervolk ein großes Stück Lebensfreude. Ich würde die Hühner auch halten, wenn sie keine Eier legen. Sie sind ganz zahm, verschmust, fressen aus der Hand und lassen sich herumtragen. Ich bin glücklich, dass ich nicht davon leben muss, sie schlachten und verkaufen zu müssen und ihnen Futter geben kann bis sie von alleine sterben, auch wenn sie keine Eier mehr legen.
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#16
5.8.17, 23:03
@superwoman neu: 
Meine Nachbarsfreunde haben auch Hühner: Die Susis, Johannas und Trudchens und eine wurde arg von einem Bussard angegriffen, seitdem legt sie kein Ei mehr: Na und? 6-7 Eier pro Tag sind mehr als genug und müssen verschenkt werden, da macht es nichts, das Trudchen 3 kein Ei mehr legen mag. Sie sind auch alle handzahm und ich liebe sie, diese ostfriesischen Ladies.
Ich hätte gerne eigene, bin aber leider zu oft "ortsabwesend"..........
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#17
6.8.17, 15:13
Trotz aller negativen Aspekte : Tiere sind die besseren Menschen. Und ich werde niemals auf meinen Hund und auf 2 Katzen freiwillig verzichten.
Mit genügend Verantwortungsbewusstsein lösen sich die genannten neg. Aspekte in Luft auf.
Allerdings muss man sich bewusst sein , dass das Leben in einer Grossstadt oder All in Flugreisen besser pass'e sein sollten.
Wir lieben Holland & das Kleinstadt leben, wenn Berlin , dann nur zum Urlaub machen in eines der Hundefreundlichen Hostels & alles ist gut.
Tiere geben in ihrer kurzen Lebenszeit soviel mehr zurück als jeder Urlaub.
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#18
6.8.17, 16:47
@wildrose_nrw27: Tiere kommen in unser Leben um zu bleiben.Wer schon einmal gesehen hat,Transport von Hunden in Flugzeugen,wird das für einen Urlaub, seinem Herz auf vier Pfoten nicht antun.Und so ein Urlaub,ist nichts, gegen die bedingungslose Liebe eines Hundes solange sein Herz schlägt!Aber es gibt viele wunderbare Hundebesitzer,die kommen mit Wohnmobil,oder haben Ferienwohnung.Es ist immer ein glückliches Gesicht,wenn sie vom Deich kommen,und die pure Lebensfreude ihres  Vierbeiners erlebt haben,der sich im Watt ausgetobt hat!
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#19
6.8.17, 18:56
Hunde haben keine Schuhe, folgen dir aber überall hin, sie haben kein Geld, geben uns alles, was unbezahlbar ist.
sie versprechen nichts, enttäuschen uns nie und auch wenn sie nichts besitzen, geben sie mehr als die meisten Menschen.
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#20
6.8.17, 20:11
@sabon: Wir lieben unseren Hund wirklich.
Trotzdem nehmen wir ihn öfters mit dem Flieger mit in Urlaub.
Mein voriger Hund, musste immer mit nach Spanien. Dort hatten wir ein Haus.
Hätte ich ihn jedesmal abgeben sollen? 
Manchmal mehrmals jährlich ist er geflogen und ist immer wieder ohne Probleme in die Box gegangen. 
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#21
6.8.17, 20:24
@hexe: Das muß jeder selbst wissen.Ich habe am Frankfurter Flughafen gearbeitet.Die Hunde stehen im Dunkeln,der Lärmpegel ist enorm,Streß pur!Meine Hunde sind sensibel,und ich mute es ihnen nicht zu.Als mein Mann noch lebte,gings zur Nordsee(da lebe ich heute)Ostsee,Holland,das weiteste war Gardasee.Aber als die Hunde älter wurden,haben wir Gardasee gestrichen.Heute lebe ich dort,wo andere Urlaub machen,und wenn die Touris abgezogen sind,gibt es nichts schöneres als ein paar Stunden auf dem Deich toben.Ach und abgesehen davon,Spanien wurde gestrichen,Stierkampf,Tierschutz allgemein zum Haareraufen.Aber das muß jeder selbst wissen,nichts für ungut.
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#22
6.8.17, 20:43
@sabon: 
Wenn man aber über Monate nicht von seinem Hund getrennt sein und selbst eine große Chance ergreifen möchte, klappt sogar ein Langstreckenflug nach Canada mit vom Tierarzt nach einer gründlichen Untersuchung verordneten Beruhigungsmitteln ganz gut.

Tiere können schon eine Menge ab und auch Kinder und Erwachsene kommen im Leben in Situationen, die stressfreier sein könnten und müssen lernen, damit umzugehen.

In Canada gelandet zeigte der Hund keine Verhaltensveränderung, sondern freute sich wie irre, mich wieder zu sehen.

Was man vermeiden kann, sollte man tun, aber man muss nicht das ganze Leben komplett umstellen.

Der lange Auslandsaufenthalt hatte auch Vorteile:
Sweety bellte von da an zweisprachig ;o))))))))
#23
6.8.17, 20:48
@xldeluxe_reloaded:Ich habe nicht von 6 Monaten gesprochen,sondern den Hund wegen 14 Tagen solchem Stress auszusetzen!!! 
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#24
6.8.17, 21:03
@sabon: 
Ja ich weiß, aber bei "normalem" Urlaub ist ja der Flug auch meist kürzer. Ohne Zweifel ist es stressig für jedes Tier, aber ich denke, sie können das ganz gut ab.
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#25
6.8.17, 21:14
@xldeluxe_reloaded: Ja sie können es ganz gut ab,wie so vieles andere was wir  ihnen zumuten.Jeder wie er mag.Stell dir vor,du wirst in eine Transportbox gesteckt,Herrchen oder Frauchen erzählen dir was,was du nicht verstehst,dann gehen sie.Du sitzt in der Box,fremde Gerüche,Geräusche auch von anderen Hunden,die vielleicht ängstlich jaulen.Dann in ein Gefährt,dann Laufband,fremde Menschen,eine Luke geht zu.Viele Geräusche,das Flugzeug startet,die Boxen rutschen vielleicht ein wenig,ich glaube kein gutes Gefühl.Aber wie gesagt,wenn jemand das seinem Hund zumuten möchte,soll er das tun....
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#26
6.8.17, 21:23
@sabon: 
Ich betone noch einmal, dass ich das alles weiß und Dich auch verstehe. Es ist ja so, wie Du schreibst, aber auch Menschen müssen hin und wieder durch Situationen, die nicht angenehm sind.
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#27
6.8.17, 21:37
@xldeluxe_reloaded: Der Unterschied ist,wir sind Wesen,die Notwendigkeiten einsehen,oder erklärt bekommen,warum und wiesoEs wundert mich,gestern hast du geschrieben,so ein Hund wäre nichts für dichAber egal,ich mute es meinen Hunden nicht zu,und dabei belasse ich es.Wenn man sieht,welche Erkenntnisse die Forschung inzwischen über die Emotionen von Tieren gebracht hat,muß man sein Verhältnis zu Tieren generell überdenken.Aber wie gesagt,jeder wie er mag!.
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#28
6.8.17, 21:49
@sabon: 
Ein Hund wäre auch nichts für mich, aber ich hatte 3 Hunde und weiß schon, wie ein Leben mit Hunden aussieht. Überdenken muss ich mein Verhältnis zu Tieren absolut nicht, denn auch ohne die Erkenntnisse der Forschung war mir immer klar, dass Tiere zu Gefühlen fähig sind. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Ich habe seit meiner Kindheit ununterbrochen Tiere, in den letzten Jahrzehnten aus besagten Gründen Katzen.
#29
6.8.17, 21:53
@xldeluxe_reloaded: Ja einer weiß immer schon alles,hatte schon alles.Ist schon okay!Schönen Abend...
#30
6.8.17, 22:08
@sabon: 
Habe ich doch auch gar nicht behauptet. Wie bist du denn jetzt drauf? Ich habe Dir nicht auf den Schlips getreten.
#31
6.8.17, 22:33
@xldeluxe_reloaded: Nein alles gut,aber du widersprichst dir manchmal in deinen Aussagen.Du hast immer eine Antwort,mußt nichts hinterfragen,das ist schon bemerkenswert.Ich denke oft über mein Handeln nach,und merke,vieles nicht so,wie ich es eigentlich möchte.Geht Tiere an,esse inzwischen nur Biofleisch,vielleicht alle 3-4 Wochen.,Plastik vermeiden,schwierig,dann ärger ich mich wieder über mich selbst...aber bei dir scheint immer alles gut zu sein,Glückwunsch!Aber das hat nichts mit den Hunden zu tun,da bleibe ich bei meinem Standpunkt.
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#32
6.8.17, 22:36
@sabon: 
Dass es sich anhört, als würde ich mich widersprechen, mag daran liegen, dass man schreibt und nicht spricht und Fragen nicht direkt erklären kann.
Es stimmt: Bei mir ist immer alles gut. Und zwar weil ich das so will und für mich beschlossen habe!
#33
6.8.17, 22:40
Na das ist ja die ultimative Lösung für alle.Dann ist die Welt gerettet!!!
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#34
6.8.17, 22:45
Meine Welt ja! Du wirst mir zu aggressiv bzw. ironisch. So einen Ausgang eines harmlosen Gedankenaustausches habe ich nicht erwartet und würde es gerne nun für mich jetzt abschließen.
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#35
7.8.17, 11:17
@sabon: Ich glaube es ist wie Du ja auch schon geantwortet hast, dass jeder für sich und sein Tier selbst Verantwortung übernehmen muss. Die lass ich mir auch von niemandem absprechen.
Es gibt sicherlich Situationen, die für den Hund nicht prickelnd sind, aber ich seh die Verhältnismäßigkeit. 
Nun ist es so, der Hund ist bei uns und muss nicht auf der Strasse leben und sein Überleben erkämpfen. Dafür muss er mit in den Flieger, er muss manchmal mit mir in die Stadt und in die Geschäfte, er muss hin und wieder in die Badewanne, oder zum Hundefrisör.
Er lebt sein Hundeleben bei uns im Familienverband. Wir leben nicht im Hunderudel !!!
Ja und die Wahl des Urlaubsortes.... Da könnte ich in jedem Land ein Haar in der Suppe finden.
Für mich ist da nur Dänemark in Europa, ein absolutes No go.
Nun solltest Du aber auch erkennen , dass Du nicht die Welt verbessern kannst. 
Das was Du für Dich entscheidest ist ja ok, aber wenn andere anders entscheiden, oder die Dinge anders, vielleicht lockerer und nicht so verbissen sehen, ist das nicht unbedingt schlecht.
Bei mir ist nicht immer alles gut, aber ich versuche genauso wie xldeluxe_reloaded, das Glas halb voll und nicht halb leer zu sehen. Bekommt meinem Herzen einfach besser. 
#36
7.8.17, 11:32
@hexe: Ich habe immer wieder betont,jeder wie er denkt,und was er glaubt seinem Hund zumuten zu wollen.Nicht mehr und nicht weniger.Ich kann die Welt nicht verbessern,aber in meinem Umfeld alles versuchen so zu gestalten,das Mensch und Tier sich wohlfühlen,und die Umwelt geschont wird.Ich kann halt nicht verstehen,daß Menschen mit ihrem heißgeliebten Hund in ein Land gehen,wo dann 3km weiter eine Hundetötungsstation ist,oder verbrauchte Jagdhunde an Bäumen aufgehängt werden.Aber auch dies ist jedermanns eigene Sache.Wie sagte meine Oma immer,Der Herrgott hat einen großes Tiergärtchen...In diesem Sinne liebe Grüße!
3
#37
8.8.17, 00:54
@sabon: 
Du warst bei diesem Thema unerwartet aufgebracht und hast mich mehrmals auf Verschiedenes angesprochen: Ich hätte immer eine Antwort und muss nichts hinterfragen.
Das stimmt so nicht, zumindest beim zweiten Teil Deiner Feststellung liegst du falsch: Ich habe in meinem Leben sehr viel hinterfragt, mich engagiert und bin oft daran gescheitert und verzweifelt.

Ich widerspreche mich nicht, wenn ich in # 7 schreibe, dass Hunde nichts für mich wären. Das schließt meine Erfahrungen mit Hunden in früheren Jahren nicht aus und eben darum würde ich mich heute dagegen entscheiden. Hier ging es ja letztlich nicht um das Für und Wider zur Hundehaltung sondern um Hunde und Urlaubsreisen und da hatte ich eben von meinen Erfahrungen berichtet. Ein Hund muss halt auch mal was einstecken, was letztlich zu seinem Besten ist und da stimme ich Hexes Kommentar zu. Der Hund ist in unserer Familie, nicht wir sind in seinem Rudel!

Du hast sicherlich einiges missverstanden letzte Nacht und wir alle sind bemüht, den Tieren nicht zu schaden, trauen ihnen aber doch eine Menge der Dinge zu, die unser und deren Leben mit uns als Gemeinschaft erträglich und glücklich macht und dazu gehört auch der Familienurlaub.

Mein Kater fährt regelmäßig monatlich mit uns nach Amsterdam, 2.5 Stunden Autobahnfahrt im Käfig, ohne ihn wäre es undenkbar, denn wo ich bin, muss auch mein Kater sein. Ich quäle keine Tiere, weiß sehr wohl, was ich ihnen zumuten kann und möchte das klarstellen, da Du anscheinend ein anderes Bild von mir hast

Ja: Mein Glas ist immer halb voll! Ich muss damit die Welt nicht retten, aber ich rette damit meine Welt! Es gibt hier draußen und auf FM noch mehr Menschen, die täglich gegen die Ungerechtigkeiten des Lebens kämpfen müssen und nur weil man nicht oft darüber redet und nicht den Eindruck erweckt, heißt es nicht, Angriffsstelle für zynische Bemerkungen zu sein.

Lass Dein Glas doch auch immer halb voll sein und darauf trinken wir dann! Wirst sehen:

 Alles wird gut!
2
#38
8.8.17, 07:57
@xldeluxe_reloaded: Es ist halt blöd zu diskutieren,wenn man nur schreiben kann.Aber ich wollte niemand angreifen.Ja  manchmal mag es zynisch klingen,aber ist die Welt anders noch zu ertragen?Ich denke, wir zwei könnten uns gut unterhalten,und Meinungen austauschen,also nichts für ungut,mit lieben Gruß von der Küste!
1
#39
8.8.17, 12:18
@Kriss: All meine Bemühungen, den versehentlich vergebenen 1 Stern zu entfernen und stattdessen 5 Sterne zu vergeben, haben leider nichts gebracht.
Einmal falsch vergebene Sterne kann man leider nicht mehr ändern.

Darum hier in aller Form nochmal meine offizielle Entschuldigung: Der 1 Stern von mir war ein Versehen.  😢
Also nichts für ungut, Kriss, Du hast natürlich (wie immer) 5 Sterne verdient....... 
#40
9.8.17, 02:03
@sabon: 
Die Welt ist durchaus anders zu ertragen als mit Zynismus: Die Welt ist schön! Lass Dich darauf ein!
Ich würde mich sehr gerne mit Dir austauschen können und Dir ein wenig mehr Zuversicht und Lebensfreude vermitteln. Wer weiß, ob sich unsere Wege nicht doch einmal kreuzen........
#41
9.8.17, 08:42
@xldeluxe_reloaded: Das ist ganz lieb,danke.Die Welt ist schön,ja aber es fällt mir schwer zu genießen.Diesen Sommer bin ich ganz stolz auf mich,weil ich meinen Garten genieße,und nicht mehr getrieben bin von dem Gedanken,du mußt noch dies und das.Ich kann ne Stunde auf dem Deich sitzen und den Wellen zuschauen.Mein Leben war durchgetacktet mit Terminen,Kliniken,Schockdiagnosen und Todesfällen,wie mein Bruder etc.Da mußte ich gaanz klein wieder anfangen,am Anfang hatte ich auch ein "schlechtes" Gewissen überhaupt noch Lachen zu dürfen.Wie sagt man so schön:Sie ist bemüht...LG und danke!!!
#42
9.8.17, 14:47
Ich verstehe jene Herrchen und Frauchen nicht, die den Kot ihres Vierbeiners nicht beseitigen. Es kann doch nicht so schwer sein, ein kleines Tütchen mitzunehmen, oder?? Ich finde sowas:
💩
1
#43
9.8.17, 17:37
Also , ganz ehrlich ? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen , dass ein Hund in einer Großstadt wirklich glücklich sein kann . Wir haben das Glück in einer wirklichen Kleinstadt zu wohnen , auch nicht optimal , aber der nächste Park ist ca. 5 Min. entfernt . Unser Hund kam ursprünglich aus Italien , ein deutsches Ehepaar zog dort hin . Da die Eltern hier in Deutschland lebten , flogen sie ständig hin und her . Der Hund hatte immer ein Gewicht von 7 kg , durfte als "Handgepäck" mit in den Flieger....Jetzt , nachdem er seit 2009 bei uns ist , sind leider 3 kg auf seinen Rippen gelandet . Kot der Hunde weg zu machen , sollte eigendlich selbstverständlich sein.....Die Hundesteuer ist leider nicht dafür gedacht , mit dem Geld die Hinterlassenschaften weg machen zu können. Viele glauben aber genau das.
#44
9.8.17, 20:23
@Schnuff: 
Wenn der Park nur 5 Minuten entfernt liegt, nenne ich das sehr optimal!
#45
11.8.17, 11:34
@lakshmi: 

Danke für Deinen Kommentar und bitte bloß keinen Stress... Du hast mir ja schon geschrieben, dass es ein Versehen war, also alles gut :-)

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