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„Kann man Popel essen?“

Finger gewaschen? Beim Nasenbohren holst du nicht nur Dreck aus der Nase heraus. Mit schmutzigen Fingern bringst du auch noch welchen rein.
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Bei uns seid mittwochs endlich einmal Ihr Kids an der Reihe! Unsere Lotte weiß nämlich ganz genau, dass es auf der Welt ziemlich viele unlogische und rätselhafte Dinge gibt. Deshalb hilft sie euch gerne bei der Suche nach Antworten.

Luftballon
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Heute fragt Anna, 11 Jahre, aus Brackenheim

„Kann man Popel essen?“

Lotte weiß, dass die Welt der Erwachsenen manchmal seltsam ist.Liebe Anna,

das erste, was mir dazu einfällt, sind Schnecken. Die kann man auch essen. Und Kutteln. Du kommst ja auch aus dem Schwabenland, da weißt du, was Kutteln sind. Für die anderen: Man nennt sie auch Pansen. Das sind Teile aus dem Magen von Tieren, vor allem von Kühen und Schafen.

Klar kann man das alles essen. Genau wie Popel. Die Frage ist: Wie lecker, gesund oder eklig ist das? Fangen wir mal mit Schnecken und Kutteln an. Viele halten diese Gerichte ja für Leckerbissen mit vielen Nährstoffen.

Als kleines Mädchen sollte ich im Restaurant mal so eine arme Schnecke probieren. Mir kam es vor, als würde ich mit schlechtem Gewissen auf einem Gummikabel rumkauen. Zum Glück stehen Weinbergschnecken heute unter Naturschutz. Mit den Kutteln habe ich mich schon immer geweigert.

Lotte tut es heute noch leid, dass sie als Mädchen im Restaurant mal auf einer Weinbergschnecke herumgekaut hat. Zum Glück stehen die heute unter Naturschutz.

Worauf es mir ankommt: Was man eklig findet, ist immer sehr persönlich. Als Veggie finde ich es gruselig, ein Tier zu essen. Viele Menschen in China finden Milch fies, weil sie die nicht verdauen können. Und vielen Muslimen graust es vor Schweinebraten.

Jetzt aber zu den Popeln, vor denen sich viele auch ekeln. Sie entstehen aus Nasenschleim, in dem unter anderem auch Salze und Mehrfachzucker stecken. Deshalb schmeckt Rotz irgendwie salzig-süß. Durch die Nase atmen wir aber auch Staub und Pollen ein, Bakterien und Krankheitserreger. Unsere Nase filtert das Ganze - und alles bleibt dann in einem Popel hängen. Mahlzeit!

Also sind Popel eigentlich nur Filter voller Dreck. Die zu essen, ist zwar nicht besonders lecker. Aber auch nicht schlimm ungesund. Manche Forscher sagen sogar, dass wir unseren Körper und unsere Abwehrkräfte trainieren, wenn wir Popel essen – wenn wir vorher und nachher unsere Finger waschen. Sonst bringen wir nämlich noch mehr Dreck und Krankheitserreger in unsere Nase. Und verteilen das Ganze hinterher um uns herum.

... der wird doch nicht ... der wird doch nicht ... HILFE!!!!! Bei den eigenen Popeln sind viele Menschen unerschrocken. Bei den Popeln von anderen Leuten hört der Spaß allerdings auf.

Doch bevor du Lust auf Popel bekommst, stell dir mal vor: In der Schule bohrt jemand in der Nase und fischt mit lautem „Tadaaa!“ ein besonders dickes, grünes Exemplar hervor. Sollte sie oder er das aufessen oder lieber in ein Taschentuch wickeln?

Ich hoffe, ich konnte dir ein kleines bisschen weiterhelfen. Hast du noch andere Fragen? Dann kannst du sie mir gerne schicken.

Bis nächsten Mittwoch

Deine Lotte

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