Das sieht man oft: Kinder sitzen im Kinderwagen mit dem Gesicht nach vorne gerichtet. Hier sollte dringend umgedacht werden, erfahre jetzt warum.

Kind im Kinderwagen mit Blickkontakt zu den Eltern

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Vor 30 Jahren hat mir mal eine Inhaberin eines Babyfachgeschäfts gesagt, dass es besser ist, wenn die Babys und Kleinkinder immer Blickkontakt haben, wenn sie im Kinderwagen liegen oder sitzen. Diese Info ist schon so alt, aber ich gebe ihr Recht.

Ich sehe oft das Gegenteil: die Kinder sitzen mit dem Rücken zur Mutter. Sie sehen die Landschaft, Autos und sonst noch etwas, aber nicht ihre Mutter, ihren Vater oder Großeltern.

Blickkontakt ist wichtiger, als sonst etwas zu sehen. Blicke beruhigen, wenn die Kleinen müde sind oder traurig sind. Besonders Kleinkinder brauchen die "Rückversicherung", der Vertrauensperson durch Blickkontakt.

Und: Man kann außerdem ständig sehen, wie es dem Kind geht, was es gerade macht. 

Durch Studien herausgefunden hat man auch, dass Kinder doppelt so häufig schlafen, wenn sie in einem "Rückwärtsbuggy" gefahren werden. Bei sogenannten "Vorwärtsbuggys" reden Eltern oder Großeltern und Kind weniger miteinander. 

Tja, die Industrie sollte diese wichtige Info auch beachten. Es gibt auch Kinderwagen, die man drehen kann.

Tipp der Redaktion:
Wir empfehlen einen drehbaren Kombikinderwagen, bspw. den  - die Sitzeinheit des Kombi-Kinderwagens lässt sich sowohl vorwärts als auch rückwärts ausrichten.

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9 Kommentare


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#1
28.3.18, 07:51
Die Kommunikation zwischen Erwachsenem und Kind ist so wichtig! Ich finde es erschreckend, wie viele Menschen ihr Kind im Wagen vor sich herschieben oder neben dem Wagen auf der Parkbank sitzen und sich selbst nur mit dem Smartphone beschäftigen. Wie sollen solche Kinder dann sprechen oder kommunizieren lernen? Gerade, wenn die Kinder noch nicht sprechen können, ist die Kommunikation über Blickkontakt, Mimik und Gestik in Verbindung mit einfachen Worten so wichtig. Das geht nur, wenn sich beide anschauen oder den Blick gemeinsam auf etwas lenken können.
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#2
28.3.18, 10:05
Ich - Mutter von drei inzwischen erwachsenen Kindern - denke, dass es altersabhängig ist, was für die Kleinen besser ist. Bei den ganz Kleinen finde ich es auch besser, wenn es Richtung Mutti guckt. Wenn die Kinder dann etwas älter sind und sich für ihre Umwelt interessieren, finde ich es besser, wenn die Kinder in Fahrtrichtung gucken und so ihre Umgebung anschauen können. Bei mir hieß das trotzdem, dass ich mit den Kindern kommuniziert habe in der Art "Guck mal, da vorne die Entchen".
Unschön und sicher nicht förderlich für die Kinder finde ich die Tendenz heute, beim Spaziergang mit den Kindern das Smartphone in der Hand zu halten und lieber damit zu kommunizieren als sich mit dem eigenen Kind zu befassen. Da fühlt sich das Kind dann sicher nicht richtig beachtet und wenn das Gespräch zwischen Mutter und Kind deshalb zum Erliegen kommt, ist das wirklich schlecht.
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#3
28.3.18, 10:17
@Baerbel-die-Gute:
Ich war in der letzten Zeit auch viel mit unserem Mini-Erpel unterwegs.
Er sitzt auch in Fahrtrichtung und trotzdem hatten wir eine rege
Kommunikation. Er hat manche Dinge sogar eher entdeckt wie die Oma :-)))
Wie du schon geschrieben hast, bin ich ebenfalls der Meinung, dass es altersabhängig ist.
2
#4
7.4.18, 07:49
Ich stimme Dir 100% zu, ich habe lange nach einem Buggy gesucht, der nen Schwenkschieber hat.
Gibt es leider kaum. (BUGGY, nicht Kinderwagen)
13
#5
7.4.18, 09:35
Bin auch für Blickrichtung Mutti. Am schlimmsten finde ich Smartphone & Zigarette in der Hand den Kinderwagen schieben.
#6 doedalein
7.4.18, 10:27
Also für Baby und Kleinkind in Blickrichtung etwas "Werbung" zu machen ist sehr gut!

@Baerbel-die-Gute
zu den Eltern ist wichtig bei:
- Im Auto in der Babyschale eingepennt und statt das Baby zu wecken um es umzulegen, wegen kurz mal zum Einkaufen aussteigen, kurz auf den Kinderwagen geklickt (0-~10 Monate)
- Spazierengehen in der Babywanne (normaler liegender Aufsatz)  (0-~12)
- Im Buggysitz "Sitzalter" ~6->12M bis das Kleinkind sich mehr mit sich und der Umgebung beschäftigen will und die Eltern ein gutes Gefühl haben wenn es vorwärts fährt.

@all
Ich werfe dann gleich mal den:
1. Cybex Iris M-Air als Straßen
2. den Cybex Balios M als "holpriger untergrund" Version mit in den Raum die beide deutlich günstiger sind als die beworbenen Quinny Modelle ;) (aber gibt ja auch viele die Gundsätzlich nur ein Maxicosi kaufen und keine andere Babyschale ;))
3
#7
7.4.18, 11:55
Wir hatten für unsere Kinder eine Sportkarre, bei der man die Sitz- und Blickrichtung verändern konnte. Das habe ich ab und zu mal gemacht, bin meistens aber bald wieder zu der gewohnten Blickrichtung zu Mama oder Papa gewechselt. Für mich war es einfach schöner, das Kind von vorne sehen zu können. Ich denke, das Kind sieht auch noch viel von der Umgebung, wenn es nicht in Fahrtrichtung sehen kann.
Unser einer Sohn bekam eine Sportkarre geschenkt, in der seine kleine Tochter nur in Fahrtrichtung sitzen konnte. Wenn ich dann mit ihr unterwegs war, hatte ich oft das Gefühl. ich würde sie den entgegenkommenden Hunden regelrecht "anbieten": Schont mich, nehmt mein Kind!
Unser Sohn hat dann auch eine andere Sportkarre gekauft, in der man die Kleine von vorne sehen konnte. Ihm gefiel die Sitzrichtung nach vorne auch nicht, zumindest solange die Kleine noch sehr klein war. Später ist sie dann wieder in diese Sportkarre umgezogen, weil sie darin mehr Platz hatte. Da konnte sie aber auch schon sprechen und uns sagen, wenn sie etwas brauchte.
5
#8
7.4.18, 15:21
Ich habe meine Kinder auch so spazieren gefahren. Sie haben die Umwelt hinter mir sehen können , wenn sie wollten. Aber ich hatte sie immer im Blick. Sie waren halt für mich das Wichtigste in dem Moment.
2
#9
7.4.18, 20:18
Hallo, ich muss auch noch meinen Senf dazu geben! Wir, das waren Mama, Papa, Enkeltochter im Buggy und Opa mit Oma,  in B. auf dem Markt spazieren. Kind in Fahrtrichtung, wir alle am Schnattern und Eisessen, Verkaufsstände entlang der Geschäfte den ganzen Markt lang. Am Auto angekommen wollten wir die Kleine bei uns ins Auto verfrachten, hat doch die Kleine eine quietschbunte und auch noch teure Sonnenbrille auf. Erst waren wir alle erschrocken, aber dann mussten wir alle dermaßen lachen, dass die Maus ne Sonnenbrille gemaust hat mit nicht mal einem Jahr. Zurück gebracht haben wir die nicht, da es auf dem Markt mehrere Anbieter gab und keiner von uns komisch angemacht werden wollte. War mir nämlich schon mal passiert, als ich mit meinem Enkelsohn (auch noch kein Jahr alt) spazieren gegangen bin, und er sich eine Postkarte geschnappt hat. Kind auch im Buggy in Fahrtrichtung!! Hab es aber gleich gemerkt und bin auch gleich umgedreht und wollte sie bezahlen. Bin ich doch angemault worden, Diebstahl und so... und ich sollte mich doch besser um mein Kind kümmern... Nun, nach der Geschichte mit unserer kleinen Enkeltochter hat mein Sohn sich dann auch gekümmert und einen Kinderwagen aufgetrieben, wo zwischen FAHRER und Kind Blickkontakt bestand. Heute ist die Maus 13 Jahre alt, außer ihr können wir alle immer noch drüber lachen.

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