Kupfer mit Holzasche putzen

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Schöne alte Kupfertöpfe oder -pfannen werden mit Holzasche wieder schön glänzend.

Einfach etwas Asche auf ein weiches Tuch geben und das Kupfer damit abreiben.

Viel Freude an den wieder schönen Gegenständen.

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13 Kommentare


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#1
7.10.09, 18:12
Beruht auf der Pottasche (Kaliumcarbonat) in der Holzasche. Wenn man keine Holzasche zur Hand hat, hilft Pottasche, evtl etwas angefeuchtet, also auch
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#2
9.10.09, 16:25
Mein "Wundermittel" heisst "Wiener Kalk", da polier ich alles mit.
#3
9.10.09, 17:47
was ist wiener kalk?
#4
13.6.13, 08:15
Auch ich hätte gern gewußt was "Wiener Kalk" ist.
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#5
13.6.13, 11:38
Bei Wiener Kalk handelt es sich um sehr fein gemahlenen Quarzstein. Ein Putzmittel, das für fast alle Metalle (einschliesslich Gold und Silber) und für die meisten Flächen im Haushalt geeignet ist. Es wird mit einem feuchten Schwamm aufgetragen, hat beim Verreiben eine leicht polierende Wirkung ohne Kratzer zu erzeugen und wird dann mit klarem Wasser einfach wieder abgewaschen.
Wiener Kalk ist in den meisten Drogerien, auch unter der Bezeichnung Putzstein erhältlich. Die Dose kostet knappe 3€ und reicht, da sehr sparsam, wirklich ewig. Ich habe eine Dose jetzt schon seit mehr als einem Jahr in Benutzung, obwohl ich das Zeug sehr viel einsetze, weil es auch sehr hartnäckige Flecken, wie Schuhxreme oder Filzstift entfernt. Sogar die Wachsmalbilder unserer Kinder äuf der Kinderzimmertür habe ich damit entfernt.
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#6 Oma_Duck
13.6.13, 11:51
@booklady: Einspruch, Euer Ehren! Wiener Kalk wird, wie der Name schon sagt, aus weichem Kalkstein gewonnen und nicht aus Quarz - der würde nämlich kratzen!
Die früher in keinem Haushalt fehlenden Scheuerpulver (z.B. Ata und Vim), die es in flüssiger Form noch heute zu kaufen gibt, wurden durch die Erfindung des Rauschwamms (ScotchBritt usw.) größten teils ersetzt bzw. verdrängt. Das hat einen Grund: Nach der (durchaus effektiven) Reinigung mit dem Scheuermittel musste dieses noch mühselig entfernt werden, und es setzte sich in allen Ritzen fest. Der Schwamm mit eingebauter Scheuerwirkung erspart diesen Arbeitsgang.

Die Reinigung mit Asche ist schon seit Urzeiten bekannt - die ersten Seifen wurden aus Asche hergestellt. Als Notbehelf lasse ich das gelten, aber so teuer sind Metallputzmittel nicht. "Der Drogeriemarkt berät Sie gern!"
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#7
13.6.13, 12:10
@Oma_Duck: Kalkstein ist ein Quarzprodukt! Es gibt verschiedene Formen von Quarzgestein, dazu gehört auch der Wiener Kalk, auch bekant als Dolomit. Dieser Stein wird nicht nur sehr fein gemahlen zum Putzen eingesetzt, sondern auch für die Glasherstellung verwendet, als Gehwegplatten, Terassenfliesen oder auch als Schmuckstein und, und, und....
#8 Schnuff
13.6.13, 12:27
@Oma_Duck: Ata und Viss kenne ich auch noch.Du hast Recht,es setzte sich wirklich in die kleinsten Ecken und Spalten.
Zur Not kann man auch Zahnpasta(Schlämmkreide) nehmen,wenn gerade keine Holzasche zur Hand ist...
LG
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#9
13.6.13, 12:38
Vielen Dank für den "Daumen nach unten", obwohl ich leider nicht genau weiss womit ich den verdient habe. Ich finde, wenn mir hier unterstellt wird, ich wüsste nicht was ich schreibe, werde ich mich wohl dazu äussern dürfen. Wer nicht glaubt, das Kalkstein nur eine weitere Variante von Quarz ist, kann sich bei Wikipedia ja selbst mal schlau machen. Hätte ich etwas falsches behauptet, hätte ich auch dazu gestanden.
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#10 Schnuff
13.6.13, 12:48
@booklady: Lass Dich nicht ärgern,es lohnt nicht...
Dein Tipp ist einer,der wirklich schon alt ist,für uns älteren,aber für junge Leute was ganz neues.
Das ist ja auch der Sinn dieser Tipps,sie werden weiter gegeben,damit sie nicht in Vergessenheit geraten...
LG
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#11 Oma_Duck
13.6.13, 13:19
@booklady: Lt. Wiki besteht Wiener Kalk größtenteils aus gemahlenem Dolomit-Gestein, insofern hast Du natürlich recht. Habe mich vom Namen irreführen lassen - es sei denn, Dolomit wäre ein Kalkstein, wofür ich jedoch keine Anhaltspunkte gefunden habe.

P.S.: Oder doch: "Dolomit ist ein carbonatisches Calcium-Magnesiummineral, CaMg(CO3)2, und ist gesteinsbildend im gleichnamigen Gestein, in dolomitischem Kalkstein und in verschiedenen Sedimentgesteinen." Hab noch mal nachgegoogelt. Jetzt dürften alle Klarheiten beseitigt sein.
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#12
13.6.13, 13:32
Vielen Dank für eure "Daumen"! Liebe Oma_Duck, du hattest nicht ganz unrecht. Dolomit ist eine Form von Kalkstein und Kalkstein wiederum ist eine Untergruppe von Quarzstein. Das Ganze ist aber eigentlich schon höhere Chemie und Geologie. Entscheidend ist eigentlich nur, dass es sich um Carbonat handelt und damit um einen Reinigungsstoff. Vielleicht habenwir ja jetzt alle wieder ein bisschen was gelernt, wäre doch schön - oder?
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#13
8.1.15, 16:28
Liebe Mitleser,

ich beschäftige mich nun auch schon einige Wochen mit diesem Thema und möchte deshalb den einen oder anderen Quatsch der verbreitet wird aufklären.
Wiener Kalk ist definitif gebrannter Kalk oder alternativ gebrannter Dolomit. Wikipedia hilft auch hier weiter.
@booklady dieser Kommentar ist schlichtweg falsch:"Entscheidend ist eigentlich nur, dass es sich um Carbonat handelt und damit um einen Reinigungsstoff"
Carbonat ist das CO2 was sich natürlicherweise an das Element Calcium bindet. Somit ist der Kalk den wir kennen (Schwäbische Alb) Calciumcarbonat. Wiener Kalk dagegen ist gebrannter Kalk oder Dolomit und damit Calciumoxid / Calcium- Magnesiumoxid, da fehtlt das Carbonat...

Weiterhin ist es kompletter Quatsch Kalkstein als Untergruppe von Quarzstein zu bezeichnen.
Wie bereits erwähnt ist Kalkstein Calciumcarbonat. Quarz dagegen ist Siliziumoxid und hat mit Kalk nichts zu tun, außer dass es als Mineral vorkommt und auch als Verunreinigung im Kalkstein.

Dies zur Richtigstellung
Gruß, WO

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